Darf man im Bus mit Schein zahlen?

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7 Antworten

NEIN - Auch die Monatskarte Preisstufe 7 zum Preis von € 277,80 muss selbstverständlich mit Münzen bezahlt werden!

... ;-)

Quatsch, Scherz beiseite:

Das hängt immer von der Karte ab, die Du kaufen willst, und vom Kassenzustand des Fahrers.

Grundsätzlich gilt, dass der Fahrer nicht unbegrenzt wechseln muss - in der "Verordnung über die Allgemeinen Beförderungsbedingungen für den Straßenbahn- und Obusverkehr sowie den Linienverkehr mit Kraftfahrzeugen", die die "gesetzliche Grundlage" dazu bildet, heißt es

§ 7 Zahlungsmittel

(1) Das Fahrgeld soll abgezählt bereitgehalten werden. Das Fahrpersonal ist nicht verpflichtet, Geldbeträge über 5 Euro zu wechseln und Eincentstücke im Betrag von mehr als 10 Cent sowie erheblich beschädigte Geldscheine und Münzen anzunehmen.

Einige Verkehrsverbünde haben diese Grenze in ihren Beförderungsbedingungen zugunsten der Fahrgäste erhöht, z. B. im AVV und im VRS liegt sie bei 10 Euro. (Wo die Grenze bei Dir liegt, kannst Du in den Tarifbestimmungen Deines Verkehrsverbundes nachlesen - meistens steht das im §7 unter dem Titel "Zahlungsmittel".)

D. h. mehr als 10 Euro Wechselgeld muss (im AVV oder VRS) ein Fahrer nicht zurückgeben.

Wenn Du also z. B. Deinen Einzelfahrschein für 2,65 mit einem 20-Euro-Schein bezahlen willst, muss er das nicht annehmen, einen 10-Euro-Schein aber schon. Wenn Du aber die oben genannte Monatskarte (die gibt's im VRS tatsächlich so) haben willst, kannst Du natürlich auch z. B. mit zwei 100ern und vier 20ern bezahlen (das Wechselgeld wäre dann 2,80). Wolltest Du aber mit zwei 100ern, einem 50er und zwei 20ern bezahlen, könnte der Fahrer das verweigern, weil das Wechselgeld dann 12,80 wäre.

Wohlgemerkt: Er muss nicht mehr wechseln, er darf aber wohl - In der Realität wird es meist so sein, dass der Fahrer auch größere Beträge wechselt, wenn er genügend Wechselgeld in seiner Kasse hat. So kann es dann sein, dass er morgens tatsächlich nur 5-10 Euro Wechselgeld geben kann, weil er einfach nicht mehr Kleingeld hat. Wenn er aber dann im Laufe des Tages schon ein paar Mehrfahrten-, Wochen- oder Monatskarten verkauft hat, kann er dann vielleicht auch mal problemlos auf 50, 100 oder mehr Euro heraus geben.

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Falls Du tatsächlich mal kein Kleingeld dabei hast und der Fahrer Dir den großen Schein nicht wechseln kann (oder will), gibt es noch die Möglichkeit, dass Dir der Fahrer eben kein Wechselgeld zurück gibt, sondern über den Fehlbetrag eine Quittung ausstellt. Mit der kannst Du dann später zu einem Büro des Verkehrsbetriebs gehen und Dir dort das Wechselgeld abholen. Und wenn Du damit nicht einverstanden bist und auch sonst keine Möglichkeit hast, an Kleingeld zu kommen, darfst Du leider nicht mitfahren :-(





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Natürlich darfst du.
Der Busfahrer bzw. das Busunternehmen hat dafür zu sorgen,
dass ausreichend Wechselgeld vorhanden ist.
Natürlich jetzt nicht unbedingt um mit einem 100€-Schein zahlen zu können, aber bis 20€ sollte es machbar sein.
Schließlich kann es immer mal vorkommen, dass man halt eben gerade kein Kleingeld zur Hand hat.

Letztens hat ein Busfahrer im Regen eine Frau stehen lassen wollen, da sie nur einen 20€-Schein dabeihatte.
Angeblich habe er für sowas nicht genug Kleingeld und was ihr den einfallen würde hier einfach mit so einem Schein zahlen zu wollen, das dürfe sie nicht.
Die Fahrt wurde ihr dann zwar von den Leuten im Bus gemeinschaftlich bezahlt (schön in 10cent-Stücken damit der gute Mann zu Kleingeld kommt), allerdings habe ich danach mal bei dem Busunternehmen angerufen und nachgefragt, ob das denn so rechtens war.

Dort haben sie auch gesagt, dass es nicht stimmt, man dürfe auch mit Scheinen Zahlen, dafür bekomme jeder Busfahrer ja extra Kleingeldrollen etc. mit.

Ich hoffe ich konnte dir helfen.

LG
Utau

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claushilbig 20.03.2017, 19:03

dafür bekomme jeder Busfahrer ja extra Kleingeldrollen etc. mit.

Das wird bei den "öffentlichen" Unternehmen so sein, bei allen privaten Firmen, die ich kenne, müssen die Fahrer selber sehen, wie sie an ihr Kleingeld kommen ...

Und die gesetzliche Regelung (BefBedV, §7) sagt, dass mehr als 5 Euro nicht gewechselt werden müssen.

(Das heißt natürlich, dass man mit einem 5-Euro-Schein bezahlen kann, und z. B. eine Karte für 16,50 auch mit einem 20er - demnach ist die Aussage "man dürfe auch mit Scheinen zahlen" korrekt, und trotzdem kann sich der Fahrer weigern, für eine Karte von z. B. 2,60 einen 20er zu akzeptieren.)

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Hallöchen

Du darfst immer mit Scheinen bezahlen. Jedoch solltest du es nicht übertreiben. Das heißt, mit einem 100- Euro schein eine Einzelfahrt verkaufen das muss er nicht. Aber 5,-Euro sind in Ordnung. Ansonsten bekommst du eine Gutschrift und der Restbetrag wird im Kundencenter dir ausgezahlt.

Du musst bedenken das du nicht der einzige Fahrgast bist der ein Ticket braucht. Und Hartgeld ist immer gut

Lg und Gute Fahrt

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Ja, natürlich darfst du das. Die Busfahrer sind einfach genervt, weil sie meistens gestresst sind nochmal Wechselgeld zu geben.

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PlayerEbayer 28.04.2016, 15:33

stimmt nicht. du darfst nicht mit 200 und 500 euro scheinen bei den meisten busunternehmen bezahlen.

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shil1948 28.04.2016, 15:34
@PlayerEbayer

Er sagte ja es war nur ein 5€ Schein, deswegen habe ich mich auch darauf bezogen.

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Bei einem 50-er-Schein fände ich ein genervtes Gesicht vielleicht gerechtfertigt, aber bei einem 5-er total daneben! Weil selbst wenn du mit Kleingeld bezahlt hättest, hätte er dir ja womöglich was rausgeben müssen. Und ob man jetzt auf Kleingeld oder auf einen 5-Euro-Schein rausgibt, ja mei, wo ist da der Unterschied?!


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Ja kannst du machen kleine Scheine kein Problem. Sollte der Fahrer mal kein Wechselgeld haben mußt du es dir in der Zentrale abholen. Mitnehmen muß er dich denn er hat Befördrungspflicht.

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Kreidler51 28.04.2016, 15:42

§ 7 Zahlungsmittel
(1) Das Fahrgeld soll abgezählt bereitgehalten werden. Das Fahrpersonal ist nicht ver-
pflichtet, Geldbeträge über 10,00 € zu wechseln und Ein- oder Zwei-Cent-Stücke im
Betrag von mehr als 10 Cent sowie erheblich beschädigte Geldscheine oder Münzen
anzunehmen.
(2) Soweit das Fahrpersonal Geldbeträge über 10,00 € nicht wechseln kann, ist dem
Fahrgast eine Quittung über den zurückbehaltenen Betrag auszustellen. Es ist Sache des
Fahrgastes, das Wechselgeld unter Vorlage der Quittung bei der Verwaltung des
Unternehmens abzuholen. Ist der Fahrgast mit der Regelung nicht einverstanden, hat er
die Fahrt nicht anzutreten.

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Ja du darfst es ob der Busfahrer es annimmt ist eine andere Frage weil die meisten davon genervt sind.

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