Contra Argumente für Schuluniformen?

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2 Antworten

Hier mal ein paar Kontra-Argumente, die ich bei einem Austausch in England oder auch von anderen Freunden mitbekommen habe...es handelt sich also um wirkliche Erfahrungen und keine Theorie.

- oft sind Schuluniformen so teuer, dass ärmere Familien dann teilweise um Kosten zu sparen die Kleidung zu groß kaufen, damit sie länger passt oder die Sachen werden so lange getragen, bis sie fast auseinander fallen. Man sieht also trotz Schulkleidung wer mehr und wer weniger Geld hat

- jeder sieht wer von welcher Schule kommt und das kann mitunter je nach "Feindschaften" von Schulen wirklich gefährlich werden, sodass Leute z.B. grundlos zusammen geschlagen werden nur weil sie die Uniform einer bestimmten Schule tragen

- die Schüler versuchen natürlich ihre Individualität trotz Uniform zu behalten, z.B. indem sie die Haare entsprechend auffälliger machen oder sich Löcher in die Strumpfhosen schneiden oder oder...das ist zwar grundsätzlich nicht schlimm, zeigt aber, dass eben durch die Uniform Individualität und Ausdrucksmöglichkeit genommen wird, die junge Menschen aber brauchen!

- je nach genauer Uniform ist diese einfach nicht das ganze Jahr über geeignet. Diese typisch englischen Uniformen mit kurzen Röcken z.B. sind im Winter und teilweise auch im Herbst wirklich kalt. Klar kann man Strumpfhosen drunter ziehen aber manche frieren eben trotzdem damit und können dann nicht weiter was dagegen tun. Ein Mädchen z.B. erzählte mir, dass sie immer bis weit in den Herbst hinein ohne Strumpfhose geht (also nur der kurze Rock!) weil sie im Winter zu sehr friert wenn sie schon "zu früh" eine Strumpfhose drunter zieht

- es kann niemals eine Farbe allen gleich gut stehen. Folglich hat man immer das Problem, dass die Uniform an den einen gut aussieht, die anderen aber z.B. krank aussehen lässt, weil die Farbe nicht zu ihnen passt..das fördert natürlich nicht unbedingt das Selbstbewusstsein und kann auch zu Mobbing führen.

ich hoffe dir hilft das weiter!

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CONTRA Schulkleidung

Lehrer, Schüler oder Eltern, die sich gegen eine vorgegebene Garderobe für Schüler aussprechen, führen folgende Argumente an:

die viel gepriesene Identifizierung mit der eigenen Schule, kann zu einer Abgrenzung gegenüber anderen Schulen führenes kann zu einer Stigmatisierung führen, da die Schüler auf dem Schulweg als Mitglieder der anderen Einrichtung wahrgenommen werdengerade die Persönlichkeitsentwicklung von Jugendlichen wird durch einheitliche Garderobe eingeschränkt. Die Schüler haben keine Möglichkeit ihre Individualität auszuprobierenspezielle Kleidung für die Schule übt einen Zwang auf die Jugendlichen aus und greift in deren Grundrechte einWettbewerbssituationen unter den Mitgliedern einer Schulklasse werden auf eine andere Ebene verlagert. Andere Statussymbole wie zum Beispiel Elektronikgeräte rücken ins Zentrum des Interessesdie Kosten für einheitliche Schulkleidung kann für die Eltern sehr hoch sein, insbesondere, wenn mehrere Kinder einer Familie ausgestattet werden müssenMobbing unter Klassenkameraden geschieht auch unter Trägern von Schuluniformeneinheitliche T-Shirts, Pullover oder Blusen werden von den Schülern als altmodisch und langweilig angesehen und nicht akzeptiert

Die einzelnen Argumente werden von den involvierten Gruppen unterschiedlich gewichtet. Aus der Sicht der Lehrer steht Integration im Vordergrund. Schüler mit Migrationshintergrund, neue Schüler und Schüler aus unterschiedlichen sozialen Schichten sind nicht auf den ersten Blick zu identifizieren. Einheitliche Textilien nivellieren Grenzen. Ein deutlicher Vorteil von Schulkleidung! Festgelegte Wertvorstellungen einer Schulgemeinschaft werden über Schulkleidung mit transportiert. Unterricht steht im Vordergrund und nicht das Äußere der Schülern. Dem gegenüber zählen für Schüler vor allem das Aussehen und die Tragbarkeit der Schulkleidung. Wirken Farbe und Schnitt modern und fühlen sich die Jugendlichen in den Kleidern wohl, dann akzeptieren sie die angebotenen Oberteile. Es sollte eine Auswahl zwischen unterschiedlichen Kleidungsstücken möglich sein, damit sich die Schüler nicht bevormundet fühlen. Schließlich schätzen es die Eltern, wenn die Kleider solide verarbeitet und von guter Qualität sind. Die Textilien sollen preiswert und langlebig sein. Es ist wichtig, dass im Entscheidungsprozess, ob eine einheitliche Garderobe getragen werden soll oder nicht, jede Gruppierung zu Gehör kommt. Auch die Auswahl von Farben und Logos sollten auf einer breiten Ebene erfolgen, dann wird die Bekleidung akzeptiert.

Fazit

Einheitliche Schulkleidung löst zwar nicht alle sozialen und kulturellen Probleme im heutigen Schulalltag, sie kann aber dazu beitragen, Konflikte zu reduzieren und zudem Spaß und Farbe in den Schulalltag bringen.

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Kommentar von DeYzZ
19.10.2016, 01:18

Du hast die quellenangabe vergessen

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