Bin ich transsexuell und wie soll ich damit umgehen?

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7 Antworten

Hey :)

Ich denke schon fast, das ist eine klare Sache: es ist wohl offensichtlich, dass du lieber ein Mädchen/eine Frau wärest. Nun bist du aber als Junge geboren, aber wie du schon sagtest, ist dies heutzutage kein Beinbruch mehr, denn du kannst über Therapien ein Mädchen werden. Natürlich nimmt das Zeit in Anspruch und auch Geld.

Ich kenne aber einige Transsexuelle Frauen die durch die Hormone auch keine tiefe Stimme mehr haben. und mit Lasertherapie o.ä. kann man auch den Bart etc. entfernen lassen ;) und was die Geschlechtsumwandlung an sich angeht: auch das ist heutzutage durchaus möglich (beachte aber Kostenfaktor, denn da kenne ich mich nicht aus)

Ich an deiner Stelle würde die Therapie machen, denn du wirst nicht glücklich werden, wenn du dich nicht so mögen kannst wie du bist und du wirst dich nicht mögen wie du bist, wenn du ein Junge bleibst.

Du kannst natürlich trotzdem ein Junge bleiben, schließlich zwingt dich niemand! Allerdings fürchte ich, dass dich das auch in Depressionen führen kann aus denen man nur schwer herauskommt...

Ich denke es wäre klug, die "Angelegenheit" mit einem Psychiater zu besprechen. Diese haben einen besseren Überblick, was eine solche Therapie für dich persönlich bedeuten würde...

Ich hoffe ich konnte dir helfen :)

Grüße 

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Transsexualität bezieht sich auf deine Identität, nicht deine Wünsche. Ich wünsche mir zum Beispiel, Multimillionär zu sein, das macht mich auch nicht gleich transmonetär. 

Es ist entscheidend, dass du herausfindest, wer du bist und eigentlich schon immer warst, und dann mit dieser Person ins Reine kommst.

Nun zum zweiten Teil deiner Frage. Wenn du mit dir in irgendeiner Weise unzufrieden bist, hast du genau zwei Möglichkeiten. Ändere es oder leb damit.

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Hallo, bei meiner Tochter ( als Junge geboren)sah man die ersten Anzeichen auch schon im Kindergartenalter. Mit 12 Jahren hat sie sich mir dann anvertraut, das mit ihr was nicht stimme und sie viel lieber ein Mädchen sein möchte.Für sie war von Anfang an klar das sie komplett als Mädchen weiter leben will. Sie ist jetzt 18 Jahre und in 14 Tagen hat sie ihre GaOP. Ihre Stimme ist etwas rau, aber sie hat damit keine Probleme im Alltag.   Der erste Weg war eine Psychologin, die sie noch heute begleitet. Ich denke das wäre auch ein guter Einstieg für dich, erstmal raus zu finden, was du möchtest. Aber die Chemie zwischen dir und der Therapeutin muss passen. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. 

Auf den Seiten " Hormonmädchen" und "DGTI " findest du viele interessante Fragen und Antworten.

 Ich wünsche dir viel Glück.

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Es gibt Beratungsstellen zu diesem Thema. Ich würde mich dort mal um einen Termin bemühen wenn ich du wäre.

Meines Wissens gibt es da mittlerweile so viele Möglichkeiten, im Falle einer Geschlechtsumwandlung den besten operativen und therapeutischen Weg zu finden.

Die Gesellschaft hat sich immerhin ein wenig mehr diesem Thema geöffnet, was vor Jahren noch ein Unding gewesen wäre. Ich selbst stecke nicht in dieser Situation, aber ich kann mir gut vorstellen mit wlchen Konflikten die Betroffenen zu kämpfen haben.

In seinem Körper sollte man sich wohlfühlen, finde ich.

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Hallo H.

ganz am Anfang des Weges muß man noch nicht wissen wie weit man gehen will. Das ganze ist ein Erkenntnisprozeß den Du mit einem TS-erfahrenen Therapeuten aufarbeitest. Wichtig ist hier auch zu wissen: Will ich nur die Rolle wechseln oder habe ich ein inneres Spiegelbild von mir selbst welches sich nicht im Spiegel wiedererkennt (Körper falsch, damit einhergehend ist auch die Rolle automatisch mit falsch)?

Thema Passing: Da bist Du mit 18 Jahren immer noch früh genug dran. Passing hat auch mit (finanzieller) Leidensbereitschaft zu tun. Wie weit bin ich bereit für ein gutes Passing zu leiden? Epilation des Bartes, Logopädie, ggf. Stimm-OP, ggf. Gesichtsfeminisierung - FFS, ggf. Brustaufbau. Geht nicht gibts nicht.

Schau mal auf die Seite von Lynn Conway: http://ai.eecs.umich.edu/people/conway/TSsuccesses/TSgallery1.html

Viele dort haben nach der Pubertät angefangen. Lynn Conway übrigens auch.

Was OPs in Deutschland betrifft (Stimme, FFS und Genital-OP), fange an Geld zu sparen und zwar soviel wie geht und wenn Du jeden Tag bei Deiner eigenen Beerdigung in 80 Jahren knauserst, das rauchen aufgibst, denn die weltbesten Ärzte befinden sich leider nicht in Deutschland. Wir haben in unserem Forum einen internationalen Chirurgenvergleich in Wort und Bild, User, die bereits im Ausland waren und detailliert in Wort und Bild berichtet haben, alles beleg- und verifizierbar.

Bzgl. Genital-OP, schau mal hier und mach Dir Dein eigens Bild:

trans-eltern.de/?Wichtig.Medizinisches%3A_Operationen.Frauen.MzF%3A_Chonburi_Flap_-_Dr._Suporn_%28Thailand%29

Und wenn sich herausstellt, daß Du nicht alles für Dich brauchst, dann hast Du immer noch genug Geld um Dich anschließend für den Weg zu belohnen. Urlaubsreise, schönes Auto oder was auch immer.

Viel Glück transeltern

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Ich glaube nicht, dass Du transsexuell bist, denn Du schreibst:

Ich glaube, wenn ich eine Frau wäre, würde es mir viel leichter fallen, mich selbst zu lieben.

Transsexuelle Menschen würden anders schreiben, z.B.: "Ich glaube, wenn alle sehen könnten, dass ich eine Frau bin, wäre mein Leben leichter."

Außerdem schreibst Du, dass Du nicht glaubst, dass Du eine Geschlechtsanpassung willst.

Andererseits begleitet Dich der Wunsch, weiblich zu sein, bereits, seit Du drei Jahre alt warst. Doch wenn man den "transsexuellen Weg" einschlägt, ist es mit Sicherheit nicht einfacher, sich selbst zu lieben. Eigentlich sollte man zuerst lernen, sich selbst zu lieben, und dann - wenn es denn noch erforderlich ist - sich selbst zuliebe den "transsexuellen Weg" einschlagen.

Aber natürlich kann ich aus Deinen wenigen Zeilen nicht wirklich herauslesen, ob Du in Wahrheit eine lesbische trans*Frau bist oder nicht. Daher solltest Du Dich, falls Du Dir weiterhin und über einen längern Zeitraum darüber unschlüssig bist oder immer mehr zu der Auffassung gelangst, transsexuell zu sein, eingehend von einer auf diesem Gebiet erfahrenen Person beraten lassen.

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Kommentar von Hugo164
29.05.2016, 17:06

Naja da muss man erstmal das Frau sein definieren. Ich könnte mich erst dann eben als Frau wahrnehmen, wenn mein Körper auch dementsprechend beschaffen wäre. Im Moment nehme ich mich weder wirklich als Mann noch wirklich als Frau wahr

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Kommentar von transeltern
30.05.2016, 13:26

Selbstliebe funktioniert nur, wenn der Körper richtig ist. Ist der Körper falsch, kann man sich nicht selbst lieben. Wer behauptet, man muß erst Selbstliebe lernen, der hat von transsexuellem Leid keine Ahnung. Ich hatte ausgesprochenen Ekel vor mir selber, weil alles weibliche an mir mich angeekelt hat, wie bitte hätte ich mich da selbst lieben können? Selbstliebe darf nicht mit verzeihen verwechselt werden. Natürlich ist es so, daß man dem Körper und dem falschen Genital verzeihen lernen muß, denn auch diese standen nur in der DNA drin und der Körper hat auf Vertrauen der DNA dann die Entwicklung gestartet mit Hilfe von Hormonen. Und Geschlechtsidentität steht leider nicht im Blutbild drin. Der Körper ist also genauso Opfer wie das gefangene Innere.

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Das ist wirklich eine schwierige Situation für dich. Es gibt Psychologen, die darauf spezialisert sind, Transsexuelle zu begleiten.

Diese Experten können deine transsexuellen "Vorstellungen", wie ich es mal nennen möchte, wahrscheinlich besser einschätzen und beurteilen als wir Laien und/oder du selbst.

Suche mal einen Psychologen auf und besprich deine Situation mit ihm. Ich bin sicher, dass du dort gut aufgehoben bist und er dir mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.

Möglicherweise mußt du das privat bezahlen, aber das weiß ich nicht. Selbst ein oder zwei Gespräche könnten dir aber schon helfen und vielleicht dazu führen, dass du mehr Klarheit über dich selbst bekommst.

Es gibt übrigens auch Selbsthilfegruppen, die dir vielleicht einige Fragen beantworten können.

Alles Gute! :-)

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Kommentar von Hugo164
29.05.2016, 16:51

Danke :)

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