Betreutes Wohnen oder Altenheim?
Worauf muss ein Rentner achten, wenn er sich zwischen betreutem Wohnen und dem Altenheim entscheiden will? Was kommt jeweils auf ihn zu?
16 Antworten
kommt ganz auf den gesundheitlichen Zustand des Rentners an - betreutes Wohnen ist eine Art Hotel - jeder hat seine eigene kl. Whg. u wird teilweise od ganz von geschultem Personal betreut(wie der Name schon sagt). Das ist eher was für rüstige Rentner, die noch alle Sinne beisammen haben u selbständig die wichtigsten Dinge im Leben erledigen können. Das Altersheim hingegen ist ne Art Wohngemeinschaft, jeder hat sein eigenes Zimmer, es sind Betreuerinnen rund um die Uhr anwesend, es wird zusammen gegessen, gesungen, etc. Hier sind eher Menschen untergebracht, die es nicht mehr schaffen sich alleine zu versorgen od die es sich nicht mehr zutrauen od medizinische Hilfe benötigen, die zu Hause nicht gewährleistet werden kann. Die Kostenfrage u -übernahme ist eine andere Frage, die sicherlich auch eine Rolle spielt, die ich aber nicht beantworten kann. Jedenfalls sollte sich der Rentner NICHT für irgendeine Institution entscheiden OHNE sie vorab selbst angeschaut zu haben (Personal ist wichtig! Man hört viel schlimmes, wie die mit alten Menschen umgehen!)
Es gibt viele Einrichtungen, die sich betreutes Wohnen nennen, wo es aber de facto keine Betreuung gibt. Ich bin ne Zeitlang Krankenwagen gefahren und hatte eine Patientin, die im betreuten Wohnen gelebt hat und sich nachts den Oberschenkelhals gebrochen hat. Sie konnte nicht mehr aufstehen und hat den Klingelknopf gedrückt. Als nach einer Stunde immer noch keiner kam, hat sie angefangen um Hilfe zu rufen, bis sie dann von ihrem Nachbarn gehört wurde. Der hat dann direkt die 112 angerufen.
Also erkundigt euch ganz genau, wie viele Leute zu welcher Zeit für die Betreuung zuständig sind. In manchen Einrichtungen kommt für eine Stunde am Tag jemand vorbei und klopft mal an jeder Tür.
Da würde ich mich erst mal vor Ort kundig machen, die Heime etc. besuchen, alles ansehen, mit den Leuten sprechen, Zimmer zeigen lassen.
Betreutes Wohnen ist für jemand geeignet, der sich größtenteils noch selbst versorgen kann/will, wobei man auch hier z.B. Essen kommen lassen kann.
Kommt auf den Gesundheitszustand der Person an und deren Geldbeutel.
Seit ich im Wohnpark Dimbeck Betreutes Wohnen Mülheim lebe, ist mein Lebensmotto: "Aktiv sein macht Spaß, was ich nicht kann, kann ich lernen". Mein Mann und ich haben quasi mit unserem Einzug das Wohnstift eröffnet, wir waren die Ersten. An den Angeboten hier im Haus haben wir uns nur manchmal beteiligt. Seit ich alleine lebe freue ich mich darüber, dass ich jeden Tag etwas zu tun habe. Ob ich bei der Gymnastik meine schon leicht steifen Gelenke lockere oder beim gemeinsamen Singen neue Freunde finde, ich entdecke stets neue Talente in mir. Basteln oder den Wohnbereich dekorieren, Spaziergänge oder Ausflüge, mir wird nicht langweilig. Es gibt auch Zeiten, da freue ich mich auf Gemütlichkeit und Ruhe, dann trinken wir gemeinsam Kaffee und essen die selbstgebackenen Waffeln. Auch kommen die Kultur und Unterhaltung nicht zu kurz, besondere Höhepunkte sind die Vorstellungen im Theater des Wohnstifts. Frei nach der Devise, dort wo was los ist, ist Spaß, kann ich alle nur auffordern sich auf zu machen und sich an den Aktivitäten im Hause zu beteiligen, es ist interessant und abwechslungsreich. Frau Modest, Bewohnerin http://www.swz-dimbeck.de/
Es gibt vielfältige Angebote unter dem Begriff "betreutes Wohnen" und damit auch eine entsprechende Preisspanne. Hier mal unsere WG als Beispiel - http://www.senioren-wohngemeinschaft-eitorf.de/ Wir haben es als echte Alternative zu einem Heimplatz konzipiert.
mfg Manfred