Bariton oder Bass? Wie weit kommt man in die Tiefe jeweils?

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2 Antworten

Der Vocalrange ist auf Wikipedia anschaulich erklärt. Gibt auch weitere Seiten mit diesen Infos. Google ist dein Freund.

Es hat allerdings nicht nur mit den erreichbaren Tönen zu tun. Es geht auch um den Klang. Es gibt Bässe, die können in Tenorhöhe singen, aber es klingt halt anders. Gibt auch Tenöre, die kommen recht tief runter, klingen dann aber nicht wie ein Bariton oder gar Bass.

Wenige Sänger können die Stimme dem jeweiligen Fach entsprechend "färben" - einige klassische Sänger würden mir jetzt wohl an die Gurgel wollen ;-)

Im Internet habe ich ja schon viel geguckt, aber die Frage kann es trotzdem nicht wirklich beantworten, weil meine Stimme auf der Schwelle von Bariton und Bass steht.
Und den maximalen Stimmumfang von Baritonen konnte ich bis jetzt auf Bb1-C5 setzen. Da ich aber als Bass in einer Acapella-Gruppe singen wollen würde, würde ich auch gerne mit Gesangsunterricht noch tiefer und vielleicht auch noch höher kommen wollen. Geht das?
(Bitte auf alle Punkte hier eingehen, nicht nur auf die eine Frage.)

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Hehe, der gute alte Geoff und der Tim ^^ das sind Meister ihres Amtes, das wirst du wohl kaum schaffen.

Was ich aber sagen kann: In einer A Cappella Band wie z.B. Pentatonix, Home Free oder VoicePlay wärst du ein Bariton (so wie Scott Hoying von Pentatonix, der Neue von Home Free etc.)

Ein Bariton sollte die Töne von F2 - G4 mindestens drauf haben.
Ein Bass sollte mindestens zum C2 in der Bruststimme kommen und hoch sollte ein C4 schon drin sein.
Bass-Bariton dementsprechend irgendwas dazwischen.

Als Bariton ist es zwar schwer einen Bass in der Pop-Musik zu spielen aber, wenn man die Techniken drauf hat, nicht unmöglich.

Wenn man jetzt Tim Foust als Beispiel nimmt: Er benutzt wenn es tief wird selten die Bruststimme, mehr das sogenannte Vocal Fry und das Growl.
Hier ein Beispiel zum Growl-E1: 

Hier noch ein weiteres zum Growl-E1 und Growl-B1: 

Hier in der Strophe, in der Tim Foust der Lead Sänger ist, startet und endet er mit Vocal Fry: 

Hier siehst du, dass der eigentlich beatboxende Tenor von VoicePlay auch ein B1 singt: 

Was ich damit sagen will: Mit der richtigen Technik geht (fast) alles.

Wenn deine Englisch-Kenntnisse nicht all zu schlecht sind, empfehle ich dir den Kanal von David Larson: https://www.youtube.com/channel/UCq4bZeYa-eJZjVv791zWpOw

Der erklärt die einzelnen Gesangstechniken (z.B. Growl, Subharmonics) und gibt auch Beispiele.

Ich hoffe ich konnte helfen.

LG

Haha, recht witzig, das kenne ich alles schon und habe (was David Larson angeht) beherrsche ich von Natur aus schon Kehlkopfgesang. Also das Subharmonische Register ist mir nicht unbekannt. Gut, dass man das alles trainieren kann bis C2, das ist auch mein Ziel.

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@nightmarely

Ich rate dir aber dringend davon ab in einer A cappella Gruppe auf einmal mit Kehlkopfgesang zu kommen, ich glaube das kommt nicht so gut, die kratzigen Töne klingen schrecklich ^^ (meine Meinung)

Da ist Vocal Fry noch besser, wobei das schon echt grausam ist.

Du solltest auf jeden Fall mit Vocal Fry und Kargyraa (wird das so geschrieben?) aufpassen und es nur einsetzen wenn es passt

Ansonsten versuch die unteren Töne mit der Bruststimme zu erreichen, wenn das nicht geht mit Growl oder mit Chest-Fry-Mix (versuche beim Chest-Fry-Mix das Kratzen so gut es geht zu unterdrücken, mit der Technik erreiche ich gut und gerne mal ein G#1)

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