Bakterien: "schnelle evolution"?

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4 Antworten

Bakterien vermehren sich durch Zellteilung, also sehr viel zügiger als Organismen, die sich sexuell reproduzieren. Aus nur wenigen Bakterien kann in kurzer Zeit eine große Population (Kultur) heranwachsen. Die Faktoren, welche die Evolution maßgeblich beeinflussen, greifen hier wegen der schnelleren Generationenfolgr deutlicher, sichtbarer und vor allem schneller als zum Beispiel bei Wirbeltieren. Während bei höheren Organismen Millionen von Jahren benötigt werden, bis aus einer Stammpopularion mehrere neue Arten hervorgegangen sind, können wir die Ergebnisse von Mutation und Selektion und die daraus erfolgende Anpassung der Bakterien schon nach wenigen Wochen beobachten. So kann sich eine Bakterienkultur, deren Stammform zum Beispiel unter Einwirkung von Antibiotika größtenteils zugrunde ging, in kurzer Zeit an das Antibiotikum anpassen. Eine neue, resistente Stammform ist infolge der schnellen Evolution entstanden.

Bei ihrer schnellen Reproduktionsrate kommt es immer wieder zu kleinen Mutationen, bei der Weitergebe ihrer DNA an die nächste Generation. Darum können sich Bakterien sehr schnell verändern. Das ist jedoch nicht zwangsläufig so, dass sich alle Bakterien ständig verändern. Einige bestehen in ihrer jetzigen Form schön sehr, sehr lange. Erst wenn es eine Veränderung im Lebensraum gibt, kann es sein dass die Mutation einen Vorteil bietet und in diesem Moment setzt die Evolution ein. 

Die Anpassung der Evolution erfolgt - im günstigsten Fall - von Generationsstufe zur Generationsstufe in kleinen Schritten.

Viele Generationsstufen in einem kleinen Zeitraum - Schnellere Evolution.

Weil die DNA relativ instabil ist und weil Bakterien eine schnelle Generationenfolge haben.

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