Badezimmer Silikonfugen verfärbt nach wenigen Monaten

Verfärbungen  - (Schimmel, Renovierung, Badezimmer) Spalt zwischen den Fliesen - (Schimmel, Renovierung, Badezimmer)

4 Antworten

Was bei einem Bad richtig ist, kommt immer darauf an wen man diese Frage stellt.

Laut Norm müssen in einem Bad 2 imprägnierte Gipskartonplatten übereinander verarbeitet werden. Nun hat man in den letzten Jahren aber feststellen müssen das diese Bäder faktisch immer Schimmeln da sie nicht Atmen können. Was wiederum bedeutet das eine künstliche Entlüftung zum zwang wurde... wo das später endet sehen wir in 10 Jahren.

Daher geht man über zu einer imprägnierten und einer unimprägnierten. Das ist aber noch nicht offizielle Norm.

Laut einem erfahren Maurer, mauert man 2 Massive Steinreihen ( Kalksander, Ziegel..) mit einem Hohlraum.

In deinem Fall kann man nicht hinter den Spalt schauen und somit auch nicht sagen was / wie es verarbeitet wurde. Es ist aber auch egal. Ein Bad wurde dann richtig gemacht wenn es nicht schimmelt. Alles andere ist zweitrangig.

Das Silikon wird gelb weil es a. In einem Winter gefroren wurde b. Es zu alt war c. Es billiges zeug ist oder d. Es schimmelt.

Fugenmassen werden in Deutschland oft durch das ganz normale Trinkwasser verfärbt, weil das häufig stark verockert ist. Die Waschmaschinenhersteller können Dir ein Lied davon singen. Deren Dichtungen und Kunststoffteile sehen häufig ähnlich verfärbt aus. Mit Handschuh, Putzlappen und Danchlorix (Chlorbleiche) oder etwas umweltfreundlicher mit etwas Ariel oder Persil Megaperls (Sauerstoffbleiche) lässt sich die Verfärbung evtl. beseitigen.

Silikon auf Silikon: Eine Silikonfuge kann nur dort haften, wo kein altes Silikon mehr ist! Das muss immer vor dem neuen Material an den Fugenrändern entfernt werden.

Zur großen Fuge: Deutschlands Fliesenleger haben eine Richtlinie für ihre Arbeit. Die Bauherren spielen jedoch verrückt, wenn Fugen danach ausgeführt werden. Die erforderlichen Fugen, z.B. um Duschtassen oder Badewannen, wenn jemand mit 80 kg Eigengewicht und 100 Liter (=100kg) Wasser hineinsteigt, werden vom Laien als viel zu groß empfunden.

Der technische Hintergrund: Fugenmaterialen können sich i.d.R. maximal um 20-25 % ausdehnen. Das heißt, daß das Material bei einer Fuge von 1cm sich höchstens 2 Millimeter dehnen kann, bevor es entweder am Rand oder an der dünnsten Stelle reißt. Falls sich meine Fuge um 4 mm dehnen soll, weil der Schaumstoffkörper nachgibt, muß ich also eine Fuge von etwa 2 cm Breite ausführen.

Und dabei darf das Fugenmaterial auch nur an den beiden Rändern haften. Das bekommt man mit einer Rundschnur als Hinterfüllung recht gut hin.

Fugen um die Badewannen werden technisch perfekt sogar als "zweistufige Dichtungen" ausgeführt. Dabei befindet sich über der korrekten Silikonfuge noch eine Lippendichtung, die optisch noch besser aussieht und das Spritzwasser von der Fuge ableitet.

Deine tolle Ecke muß wohl erst einmal abgekratzt, mit Silikonentferner behandelt, hinterfüllt und dann gefüllt werden. Eine optimale Haftung wird erreicht, wenn beide Fugenränder vor dem Füllen grundiert (geprimert) werden.

Das ist Schimmel. Schon der Aufbau der Wand ist falsch. Die Abdichtung fehlt. Am falschen Ende gespart. Abreißen und neu machen.

Das ist ja wirklich ärgerlich, das hat auch noch eine Firma gemacht.

Was möchtest Du wissen?