Aus der Kirche austreten? ja oder nein?

14 Antworten

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Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wichtig dabei ist, dass Du die Organisation Kirche vom Glauben trennst.

Das mit dem Thema in die Hölle kommen ist eine Art der Kirch um Angst zu verbreiten. Woher will die Kirche wissen, welche Masstäbe bei unserem Tod gelten?

Schau Dir die Geschichte der Kirche an, versuche neutral an das Tema ranzugehen und stelle Dir auch ein paar Fragen, die von der hausgemachten Bibel nicht beantwortet werden.

Also ich habe keine Angst davor in die Hölle zu kommen =D ... Was will ich im Himmel? Da will doch jeder hin =D wollte halt nur wissen ob es Nachteile gibt die mir nicht bekannt sind...

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Nur um mal dem weit verbreiteten Irrtum zu begegnen, die Kirche tue soviel Gutes mit der Kirchensteuer:

Von allen Aufwendungen für Caritas und Diakonischem Werk (2005 rund 45 Mrd. Euro) werden nur rund 800 Mio. Euro von der Kirche beigesteuert, das sind exakt 1,8 Prozent der Kosten von Caritas und Diakonie, aus der Kirchensteuer davon die Hälfte, also WENIGER ALS EIN PROZENT.

Ähnlich sieht es mit den Verhältnissen bei Kindergärten oder Krankenhäusern aus: auch wenn da eine Konfession über der Tür steht, bezahlt die Kirche nur ein paar Cent dafür.

Ein Kirchenaustritt schadet also beileibe NICHT der Finanzierung irgendwelcher sozialer Dienste.

Man sollte Kirche und Glauben trennen. Die Kirche ist eine Institution, ein Wirtschaftsunternehmen, das nur mit finanzieller Unterstützung überleben kann.

Der Glaube ist unabhängig von finanziellen Zuwendungen. Es ist dein Gespräch mit Gott und bedarf keiner materiellen Unterstützung.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Kirche zu dem, was sie heute ist. Manche Reiche vermachten ihr Vermögen an die Kirche. Dann gab es den sog Ablass.

D.h. man konnte sich von seinen Sünden freikaufen. Da fast alle sündigen, kommt im Laufe von vielen Jahrhunderten eben auch einiges an Vermögen zusammen.

Menschen die sich entscheiden in ein Kloster zu gehen und ein Erbe erwarten, so fiel dieses Erbe dem Kloster zu. Große Ackerflächen und Waldbesitz kamen da für einige Klöster zusammen.

Fast alle Religionen haben sich Denkmäler gebaut. Egal ob Kirchen, Moscheen, Tempel usw.

Nachteile wenn man aus der Kirche austritt ? Wenn man es als Nachteil sieht, du darfst dann keine Sakramente mehr empfangen. Nicht kirchlich heiraten, es sei denn du bist prominent, da macht die Kirche auch mal eine Ausnahme.

Hast du eine Patenschaft, so verlierst du diese Patenschaft beim Austritt.

Bei einer Beerdigung kommt in aller Regel kein Priester ans Grab. Das aber ist heute mit einer Spende zu umgehen. Wenn du mit Geld winkst, geht Vieles, auch wenn du ausgetreten bist.

Wenn sich ein Bischof in Limburg einen Sitz einrichten lässt, der über 30 Millionen Euro gekostet hat, dann darf man schon die Frage stellen, wofür die Kirche ihre Steuern ausgibt. Da bleibt der oft gegebene Hinweis, die Kirche finanziert viele soziale Einrichtungen, auf der Strecke.

In die Hölle wird keiner kommen, denn das ist eine gedachte Einrichtung, um die Gläubigen gefügig zu machen. Die sollen so leben, wie es die Kirche zu ihrem Vorteil, vorschreibt.Bisher konnte noch niemand den Beweis antreten, dass es eine Hölle gibt.

Lebe dein Leben so, wie du es für richtig hält.

Das kannst nur Du allein entscheiden. Vorteil, Du zahlst keine Kirchensteuer mehr, hast aber, soweit ich informiert bin auch keinen Anspruch mehr auf eine kirchliche Beerdigung.

Doch das geht, mit einer Spende an die Kirche...

Und wenn ich in die Hölle komme, packt der Teufel seine Koffer xD

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Man sollte seinen Glauben nicht von Luxus oder Werten, abhängig machen. Selbst nicht von Kirchen.

Sich aus der Kirche zu verabschieden, heißt noch lange nicht, dass man sich auch von dem Glauben verabschiedet. Man verabschiedet sich nur von den Monatsbeiträgen.

LG: Christian

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