Aufsteigende Feuchtigkeit im Keller (Bj.1955). Kann ich den Kellerboden abdichten?

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3 Antworten

Meine Hütte ist Bj 1925 und ich hab sowohl den kompletten keller trockengelegt als auch incl Fliesen und Rauputz an den Wänden.. Wohnraumqaulität in allen Kellerraumen

Zuerst wurde der gestampfte Lehmboden abgetragen von Hand so etwas um die 37 Tonnen material wurden rausgetragen und abgefahren.. gesammt wurde der bestehende Boden um 40 cm abgetragen also Tiefergelegt..

Dazu kamen nochmal ca 7,5 Tonnen und ca 20 Meter Graben im Keller um die Alten Abwasserlleitungen freizulegen und zu erneuern..teilweise waren wir bis zu einem meterfünfzig unterhalb des ursprünglichen Kellerbodens je nachdem wie tief die Rohre liegen.. Tonrohre sind nieh richtig Dicht und werden das auch nicht bleiben , also erstetzt durch KG Rohre NW 100 MM und einen Bodenablauf mit Rückstauklappe in jedem Raum , Dadurch ist es auch möglich in feucherten Ecken / Bereichen dieser Raume Drainagerohre mit einzubauen wobei auf Tierchenschutz also Rattensperren zu achten ist .

Das ganze Rohrmaterial in Sand einbetten oder auf eine dünnes Sandschicht auflegen und mit Sickerfähigen Splitt anfüllen der eine Verbindung zur Drainageverrohrung ergibt und dem Wasser wenns denn kommt einen Weg zum ablaufen ermöglicht.

Dann die ablaufgräben schliesen was auch mit Kies 20/40 Körnung erfolgen sollte hast du den Bodenaufbaugrund erreicht also Gräben zu dann eine Teichfolie mögl Dicker Ausführung einbauen , an den Abläufen abdichten ( Sikaflex 221 Klebt und dichtet aus dem karosserebau) und an den Wänden ca 50 bis 100 cm hochschlagen lassen und da befestigen.

Zum weiteren Bodenaufbau eine Splittschicht als Unterbaumaterial zum einebnen der Flächen ... eine Betonschicht auf die Folie mit Baustahlmatten Armierungsmatten mindestdicke von ca 6-8 cm auftragen und ins Wasser ziehen also eben machen.. , darauf kammen dann Schichten, 1 eine aus Baufolie und 8 cm Styrodur und eine weitere Armierungsmattenschicht sowie nochmals ca. 8 cm flüssigestrich die den untergrund für den Fliesenboden ergaben..

Am Schluss hatte ich das originalen bodennivau um wenige cm unterschritten.. die seitlich hochgeführten Teichfolienmaterialien wurden dann im den Wandaufbau einbezogen Putz mit Armierungsnetz drüber und mit Kalkzementputz aufgebaut zum Tei mit wandfliesen oder danach mit Marmorit 0-2 körnung edelputz als oberfläche dargestellt.. wichtig ist noch das der Kellerputz zur vermeidung von Schimmelbildung durch Äusere einflüsse nur mit Sillikatfarbe oder diffussionsoffenem Material gestrichen wird ..

So zumindest hab ich das gelöst und bin seit ca 6 Jahren fertig ohne jemals probleme bekommen zu haben trotz erheblchen Wasserproblemen im Aussenbereich durch massive Niederschläge ,, bei Nachbarn ist teilweise sogar Wasser in die keller eingedrungen bei mir war jedoch nix..

Man könnte was ich heute machen würde an der tiefsten Ecke im keller noch vertiefen um eine Schmutzwasserpumennutzung zu vereinfachen oder zu ermöglichen wenns wirklich mal ein Hochwasser gibt und die Ablaüfe dann eh Voll sind.,. auch eine seperate Stromversorgung ist hier anzuraten.. ist aber regional erforderlich oder eben nicht.. Diese arbeiten auch wenn sie sehr aufwendig sind sorgen dann auch für problemloses bestehen der ab 2015 erforderlichen Dichtheitsnachweis der dann von jedem Hauseigentümer erforderlich ist.,. Ist nationales Gesetz gem EU Regelwerk.. Joachim

Jeder will mit der Kellerabdichtung Geld verdienen, deshalb werden oft teure Abdichtungssysteme empfohlen, die aber unter Umständen nicht wirksam werden können, wenn es sich um Raumluftkondensat an den kühlen, da erdberührten Wänden handelt.

Gegen Kondensat an der kühleren Wand hilft Wärme und zwar die Wärme auf der Wandoberfläche, denn wenn die Wandoberfläche wärmer als die Raumluft ist, dann gibt es keinen Kondensatausfall. Wärme kann mittels eingeputztem Heizrohr direkt in die Wand eingetragen werden und verdrängt hier nun die Feuchtigkeit aus dem Porengefüge des Mauerwerks, was den Dämmwert des Mauerwerks erheblich steigert. Durch die Wärme in der Wand wird auch aufsteigende Feuchte verdrängt und der Keller so auf einfache und preiswerte Art und Weise trocken gelegt. In Fachkreisen nennt man das Temperierung oder auch Hüllflächentemperierung. Einfach mal googeln.

ein tipp: es gibt keine günstige trocknungsmöglichkeit. die einzige wahre trocknungsmöglichkeit ist es, den boden von unten zu trocknen, was aber natürlich nicht möglich ist. der keller wird feucht bleiben. alle industrie-angebote - osmose, trocknen durch " geistheilung " und was weiß ich es nicht alles gibt - solltest du vergessen. es erleichtert nur deinen geldbeutel.

am besten: die kellersituation so akzeptieren wie sie ist. akzeptier das gebäude so, wie es erbaut wurde. der keller war nie dazu gedacht, als bad genutzt zu werden. also einen diffusionsoffenen boden so lassen. es wird dir nämlich sonst die fliesen wegdrücken, wenn du auf einen feuchten untergrund abdichten willst.

natürlich gibt es möglichkeiten, die feuchte zu minimieren: das heißt: alles aufreißen und beton hinein zu gießen.... nur: lohnt der aufwand? [...]

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