Asbestsanierung/behandlung in Denkmalgeschützem Haus, Maßnahmen?

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1 Antwort

Asbestboden mit einem neuen Belag zu versehen, ist nicht gestattet! (TRGS 519).

Asbest unterliegt nicht dem Denkmalschutz. Kann es nicht, da es nicht alt genug ist. Somit ist ein Ausbau möglich. Da hat doch jemand ein Gutachten erstellt. Der kennt doch das Objekt. Schaltet den ein, er soll die Sanierung überwachen.

Sowas gibt es als Vorgabe, wenn z.Bsp. eine historische Kirchentür mit Holtschutzmitteln gestrichen wurde und man das nicht runterbekommt. Da setzt sich dann der Sachverständige für Innenraumschadstoffe mit dem Denkmalamt zusammen und finden eine Lösung. Aber: wenn von alten Bauteilen eine Gesundheitsgefahr ausgeht, steht der Denkmalschutz hinten an!!!

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Kommentar von karokerze
06.07.2016, 09:19

Danke für die Antwort!

Ich habe mir die TRGS mal durchgelesen und es gibt wohl auch eine Asbest-Richtlinie. Aber grade letztere sagt ja, dass wenn ein Gutachter anhand verschiedener Parameter sagt, dass die Sanierungsdringlichkeit nicht gegeben ist, das Material dann fürs erste Verbleiben kann. In der TRGS 519 habe ich diesbezüglich nichts gefunden oder ich habe es übersehen? Manches darin ist nicht so leicht zu verstehen finde ich..

Ich habe in Foren diesbezüglich gelesen, dass es wohl schon öfter vorkommt, dass man Bodenbeläge überbaut, weil es dazu kein konkretes Verbot gibt. Und es scheint auch ein Eternit-Haus zu geben, also ein Haus nur aus Asbest, dass ebenfalls unter Denkmalschutz steht und deswegen nicht saniert werden darf. Aber das würde dem ja wiedersprechen?

Der Gutachter sieht das alles nicht so eng, er meinte eine gute Tapete schafft eine "räumliche Trennung" und die Fasern werden dann nicht freigesetzt. Aber irgendwie fühle ich mich mit dieser Aussage nicht wohl.. in das Haus sollen mal Kinder einziehen...

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