Adverbialsätze in adverbiale Bestimmung umwandeln

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1 Antwort

Nebensätze nehmen oft die Stelle eines Satzglieds ein; sie werden dann als Gliedsätze bezeichnet.

Wenn ein Gliedsatz die Stelle einer adverbialen Bestimmung einnimmt, heißt er Adverbialsatz. Adverbialsätze lassen sich genau wie adverbiale Bestimmungen nach ihrer Zusatzinformation näher bestimmen.

Adverbialsätze werden mit einer Konjunktion eingeleitet. Sie werden durch ein Komma vom Hauptsatz (ab)getrennt.

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Temporalsätze geben Zeitverhältnisse an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „als“, „während“, „ehe“, „nachdem“, „bevor“, „seitdem“, „sobald“, „bis“, „seit“, „wenn“, „sooft... wie“, „solange... (bis)“, „sooft... bis“ und „solange... wie“.

Temporalsätze erfragt man mit: Wann?, Seit wann?, Wie lange?

Beispielsätze:

„Nachdem ich aufgegessen hatte, ging ich nach draußen.“
„Ich lerne (solange), bis ich gute Noten habe.“
„Wir lernen gut, seitdem wir schlechte Noten hatten.“

Kausalsätze (Begründungssätze) geben den Grund (für etwas) oder die Ursache an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „weil“, „da“, „denn“ und „zumal“.

Kausalsätze erfragt man mit: Warum?, Wieso?, Weshalb?, Aus welchem Grund?, Aus welchem Anlass?

Beispielsätze:

„Weil es so dunkel ist, mache ich Licht an.“
„Ich hänge mein Bild im Wohnzimmer auf, zumal es dir sowieso nicht gefällt.“
„Wir froren, da das Fenster offen stand.“

Konditionalsätze (Bedingungssätze) geben eine Bedingung an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „wenn“, „wenn nicht“, „falls“ und „sofern“.

Konditionalsätze erfragt man mit: Wann?, Unter welcher Bedingung ...? Unter welchem Umstand/welchen Umständen ...?

Beispielsätze:

„Falls du heute Abend Zeit hast, können wir Essen gehen.“
„Sofern schönes Wetter ist, hat das Schwimmbad geöffnet.“
„Wenn es regnet, können wir nicht draußen feiern.“

Finalsätze geben einen Zweck (ein Ziel oder eine Absicht) an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „damit“, „damit nicht“, „dass“, „um zu“ und „auf dass“.

Finalsätze erfragt man mit: Wozu?, Mit welcher Absicht?

Beispielsätze:

„Ich helfe dir, damit du mit deiner Arbeit schneller fertig wirst.“
„Ich laufe schnell, um schneller nach Hause zu kommen.“
„Du demonstrierst, auf dass der geplante Tunnel nicht gebaut wird.“

Konsekutivsätze geben die Folge oder Wirkung an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „sodass“, „sodass nicht“, „als dass“, „ohne dass“, „dass“ und „so... dass“.

Konsekutivsätze erfragt man mit: Mit welcher Folge?

Beispielsätze:

„Ich mache das, sodass du mehr Zeit für andere Arbeiten hast.“
„Das Schiff war so weit entfernt, dass man es nicht mehr sah.“
„Er war so müde, dass er einschlief.“

Modalsätze geben die Art und Weise an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „indem“, „wie“, „als“, „ob“, „ohne dass“, „anstatt dass“, „insofern“, „insoweit“, „soviel“, „sofern“, „soweit“, „als ob“, „als wenn“, „wie wenn“, „dadurch, dass“, „sogut“, „soweit“ und „je desto“.

Modalsätze erfragt man mit: Wie?, Auf welche Art und Weise?

Beispielsätze:

„Man erhitzt die Flüssigkeit, indem man sie auf den Herd stellt.“
„Dadurch, dass sie ihr Zimmer aufräumt, hat sie mehr Platz.“
„Indem er die Koffer trägt, hilft er mir.“

Konzessivsätze geben eine Einräumung/einen Gegengrund an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „obwohl“, „obgleich“, „wenn auch“, „trotz“, „obschon“, „obzwar“, „wenngleich“, „wiewohl“ und „ungeachtet“.

Konzessivsätze erfragt man mit: Trotz wem ...?, Trotz welcher Gegengründe ...?, Welcher Gründe ...?, Trotz was ...?

Beispielsätze:

„Obwohl er wenig Zeit hat, bauen wir das Experiment zusammen auf.“
„Obwohl es regnet, gehen wir spazieren.“
„Ich esse heute kein Eis, obwohl ich es mag.“

Adversativsätze geben einen Gegensatz an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „während“, „anstatt“, „anstatt dass“, „als dass“, „wo(hin)gegen“ und „ehe“.

Adversativsätze erfragt man mit: Anstatt was?, Im Gegensatz wozu?

Beispielsätze:

„Während ich mich für Chemie interessiere, kann meine Schwester Chemie nicht ausstehen.“
„Anstatt schwimmen zu gehen, fuhren wir mit dem Boot.“
„Ich ging zu meinem Freund, anstatt die Wand zu streichen.“

Lokalsätze geben einen Ort/Orte an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „wo“, „wohin“ und „woher“.

Lokalsätze erfragt man mit: Wo?, Wohin?, Woher?

Beispielsätze:

„Dort, wo der Biber wohnt, ist meistens ein Fluss.“
„Wir wussten nicht, wohin er gegangen war.“
„Woher die Katze kam, konnten wir nicht herausfinden.“

Komparativsätze geben einen Vergleich an.

Einleitende Konjunktionen sind z. B.: „wie“, „je...desto“, „als ob“ und „als“.

Komparativsätze erfragt man mit: Wie?

Beispielsätze:

„Es sieht so aus, als hätte er es eilig.“
„Sie tat so, als kannte sie mich nicht.“
„Er schrie so laut, als hätte ihm jemand etwas getan.

Hallo. Leider kam deine Antwort ein bisschen spät, da die deutscharbeit schon lange geschrieben ist. Hatte übrigens ne 1 : ) . Aber trotzdem vielen, vielen dank für deine Antwort. Es haben sich ja leider nicht so viele die mühe gemacht mir zu antworten. Du hast ja obendrein noch ne super antwort geliefert. Trotz der Verspätung gibts dafür natürlich nen Stern. Nur noch eine frage: hast du dir das irgendwo raus kopiert oder alles selbst formuliert und geschrieben. Wenn ja, Hut ab!!! : ) Lg und vielen dank Lucy43

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@Lucy43

Nene kopiert xd und ich achte nie auf die daten :D wann es geschrieben wurde..

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