Absage nach zu hohen Gehaltsvorstellungen?

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7 Antworten

Die geschilderte Situation ist nicht ungewöhnlich. Ich warne davor, einem ersten Fehler, einen zweiten folgen zu lassen. Folgende Aspekte solltest Du berücksichtigen: 1. Wenn Deine Qualifikation optimal für das Unternehmen gepasst hätte, dann hätte der Personaler das Gehalt mit Dir verhandelt und keine Absage erteilt. 2. Gehaltswunsch, Qualifikation und Stellenausschreibung sollten "zusammen passen". Hier hast Du offensichtlich einen gravierenden Fehler gemacht. Ein Gehaltswunsch kann durchaus 10% über dem vergleichbaren Gehalt für die Stelle liegen. Das wäre auch noch verhandelbar. 3. Sich nun nochmals zu melden und 20% quasi Nachlaß zu gewähren wäre ein weiterer Fehler. Du musst schon gute Gründe haben, um hier zu argumentieren. Du kannst nicht angeben: "habe mich nicht richtig informierte"; heißt: Nachlässigkeit bei der Bewerbung oder "Tipfehler bei der Erstellung"; heißt: unsaubere Kontrolle der Bewerbung. Du würdest damit dem Personaler signalisieren, daß Du nicht korrekt arbeitest. 4. Du musst davon ausgehen, daß die Stelle nun mit einem anderen Bewerber besetzt ist und die Zusage bereits erfolgt ist. Die Stelle wird jetzt nicht mehr anderweitig vergeben. Wenn mehrere Stellen in dem Unternehmen besetzt werden sollten, oder kontinuierlich offen sind, dann und nur dann gibt es eine Möglichkeit, sich nochmals zu melden. Dann muss das Argument wie folgt lauten: Ich möchte gerne in Ihrem Unternehmen arbeiten, weil ich sicher bin, daß ich mit meiner Qualifikation und mit meinem Einsatz diese Stelle sehr gut ausfüllen kann. Ihr Unternehmen ist für mich die herausragende Adresse. Daher bin ich auch bereit, am Anfang die Gehaltsstruktur des Unternehmens zu berücksichtigen und mit einem geringeren Gehalt einzusteigen. Mittelfristig möchte ich aber beweisen, daß ich das von mir angestrebte Gehalt wert bin. Das klingt dann selbstbewusst und Du hast Deine Bewerbung nicht als "fehlerhaft" dargestellt. Ob es dann zur Einstellung kommt, ist trotzdem fraglich. Möglicherweise schießt der Personaler noch einen weiteren Fehler nach, weil er Dich erst gar nicht einstellen wollte und der Gehaltswunsch nur Dir gegenüber als Vorwand verwendet wurde. In Deiner Situation ist also größte Vorsicht geboten.

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Kommentar von W8ne3
21.03.2017, 17:32

Qualifikation hätten laut Personalverantwortlichen gepasst. Da ich gesagt habe 55.000 ist meine unterste grenze, wird er damit wohl gemeint habe das sich damit auch nichts zu verhandeln gibt. 
Die stelle ist seit knapp 8 Monaten offen. also denke ich dass diese auch in zukunft noch etwas offen sein wird. 
Ist meine Annahme richtig, "mehr als ein zweites Nein bekommen kann ich nicht. wenn ich glück habe bekomme ich die stelle tatsächlich trotzdem noch zu einem Gehalt das für beide Patein ok ist" ?  oder muss ich mit Folgen im nachhinein "Jährliches personalgespräch/Gehaltsverhandlung" rechnen?

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Beides. 1. Was hast du zu verlieren, bei einem Gegenangebot? 2. Ja lerne daraus oder mache deutliche klar, warum du das Geld wert bist. Der AG muss na noch mal ca.25% Sozialkosten draufrechnen und liegt dann ca. bei 80.000€ Arbeitgeberkosten.

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Dass als Bachelor Maschinenbau 55k deutlich zu hoch sind wurde dir aber bereits in einer deiner Fragen gesagt. Selbst 40k liegt schon an der oberen Grenze. Außer du hast ne 1,0 als Note.

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Scheinbar würden sie dich ja für weniger nehmen. Kommt also darauf an ob dir das genug ist.

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Kommentar von W8ne3
20.03.2017, 21:38

leider weiß ich nachwievor nicht wieviel sie zahlen würden. Habe nun das bedenken dass sie mich dadurch noch etwas mehr runterdrücken könnten

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Wenn du damit Leben kannst, 10.000€ weniger zu verdienen, würde ich dir vorschlagen, dich zu melden.

Er hat es dir ja auch schließlich noch angeboten.

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Wenn du drüber stehen kannst dann würde ich mich nochmal melden. Vor allem wenn das eine Stelle für dich ist die du gerne hättest oder auf die du angewiesen bist. Mehr als ablehnen können sie dich ja nicht.

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Dort melden und neu verhandeln...

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