12 jahre Bundeswehr und danach?

5 Antworten

Die Eingliederungs- oder Zulassungsscheine für die öffentliche Verwaltung sind aber nur die Bestätigung dafür, dass man sich auf die genannten Vorbehaltsstellen überhaupt bewerben darf. Leider ist das System nur in den alten Bundesländern relevant, wo es noch nennenswert viele Vorbehaltsstellen gibt (sind abhängig von der Gesamtanzahl aller nachzubesetzenden Beamtenstellen). Im Osten gibt es nur ganz vereinzelt mal eine solche Stelle. Ich musste mich mit Verwaltungsstudium (vor 12 J. Feldjäger) komplett selbst 5 J. durchschlagen, bis ich unbefristet gelandet bin. Außerdem gehen die Übergangshilfen zum Großteil flöten. Ausbildung im öffDst kriegen die locker hin, aber einen Job danach... Ein Bekannter von mir (HptFw) hat die Ausbildung gut gemacht, Verwaltungsfachangestellter. Er hat dann erstmal in der StOV Bäume auf dem Übungsplatz verschnitten...

Manche Landespolizei hat zwar schon ab und zu ein Aufnahmeprogramm für die erleichterte Übernahme von Feldjägerdienstgraden in den Polizeidienst aufgelegt, aber grundsätzlich muss man wie jeder andere odrt rein und durch die Ausbildung, man hat nur eben schon viele Kenntnisse und Fähigkeiten als Vorteil.

Bei Zoll, Bundespolizei oder Polizei ist noch als Vorteil oft die Altergrenze für eine Einstellung nach oben versetzt.

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Das Einstiegsgehalt liegt bei ca. 1.500€ Netto, das Endgehalt nach 12 Jahren Dienstzeit liegt für Offiziere (verheiratet, 1 Kind) bei ca. 3.000€ Netto und für Feldwebel (wie beim Offizier) bei ca. 2.600€ Netto.

Im Idealfall absolviert man als SaZ 12 ein Studium (Offiziere) oder eine Berufsausbildung (Feldwebel). Aufbauend darauf kann man sich nach dem Ende der Dienstzeit nen Job suchen.

Gleichzeitig gibt es einen sogenannten Berufsförderungsdienst (BFD). Dieser hat die Aufgabe, ausscheidenden Soldaten bei der Wiedereingliederung ins Zivilleben zu helfen. Dazu kann man kostenlos interne Weiterbildungsmaßnahmen durchführen, man hat aber auch zwei Geldtöpfe zur Verfügung, aus denen man sich zivilberufliche Qualifikationen finanzieren kann. Einer dieser Töpfe ist für Weiterbildungsmaßnahmen während der Dienstzeit (Abend- und Wochenendkurse, Fernstudium usw.), der andere für Weiterbildungsmaßnahmen nach Dienstzeitende, also nach den 12 Jahren. Der erste Topf umfasst 6.000€, der zweite Topf ca. 10.000€. Wenn man dieses Geld nicht für Weiterbildungen verbraucht, kriegt man es NICHT ausgezahlt.

Man kriegt außerdem bis zu zwei Jahre nach Dienstzeitende einen Teil seines letzten Gehalts weiter gezahlt. Wenn man z.B. eine Teilzeitbildungsmaßnahme absolviert, kriegt man zwei Jahre 75% des Gehalts, wenn man eine Vollzeitmaßnahme absolviert (z.B. Studium), kriegt man 90% des letzten Gehalts.

Gleichzeitig gibt es diverse Möglichkeiten, wie man als Ex-Soldat in andere Beamtenlaufbahnen wechseln kann. Es gibt Vorbehaltstellen in der Öffentlichen Verwaltung, die speziell für Ex-Soldaten freigehalten werden. Es gibt auch Wiedereingliederungsscheine, die einem einen solchen Wechsel erleichtern. Möglich sind da viele Dinge.

Super geholfen danke 👌🏼

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Nach der aktuellen Reform haben sich allerdings auch die BFD Ansprüche ein wenig verändert.

Einen Anspruch auf Förderung während der Dienstzeit gibt es nicht mehr, der Disziplinarvorgesetzte kann dafür allerdings Sonderurlaub gewähren. Freistellung vom militärischen Dienst für Vollzeit-BFD wird es nur noch in begründeten Einzelfällen geben. Die internen Maßnahmen des BFD sind in der Regel kostenfrei

Übergangsgebührnisse gibt es für einen ehemaligen SaZ 12 dann allerdings auch für 60 Monate, Übergansbeihilfe sind das 8-fache der letzten Dienstbezüge.

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Da Bundeswehr - Angestellte nach der Bundesbesoldungsordnung bezahlt werden sind sämtliche Gehälter online einsehbar (Vgl.http://www.bundeswehr.de/portal/a/bwde/!ut/p/c4/DckxDoAgDADAt_gBurv5C3UhRSppIMWUgomvl9x4cMIkODihcRUssMNx8RpeF95IrpkSW1ak28gFarXELsl3iT4ySbNv_iBtVdMMePK2_JPXem4!/). Sie divergieren je nach Bundesland im Besoldungsgrad. 

Nach der aktiven Dienstzeit beim Bund wird man meines Wissens nach "resozialisiert" und in ein normales Arbeitsleben eingebunden. Bei der Jobsuche sowohl nach der Dienstzeit als auch nach einem Studium beim Bund wird dir also über alle Maße geholfen. ;)

MfG Genetikz

Man wird nicht resozialisiert - so ein Quatsch. Als ob die Bundeswehr assozialisiert... Auch sind es Soldaten in beamtenähnlichen Stand, keine Angestellten. Nach der Bundeswehr wird einem schon geholfen, aber nicht über alle Maße. Auch ist die Besoldung bundeseinheitlich, nicht nach Bundesländern gestaffelt.

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