Freund kifft und trinkt Alkohol

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Ich würde das Gespräch suchen. Vielleicht findet ihr einen Kompromiss, mit dem jeder zurecht kommt. Das Motto ist da Aktzepanz und Toleranz. Auf beiden Seiten. Sollte das Problem jedoch weiterhin bestehen, solltest du die Beziehung überdenken.

Zunächst ist für Dich wesentlich zu erkennen dass hier der Verdacht einer Erkrankung vorliegt welche auch Dich beeinträchtigt, beeinflusst.

Die Landesanstalten für Suchtgefahren bieten vielfältige Hilfe an und kennen alle Selbsthilfeangebote auch für Angehörige. Du zählst in dem Fall zu den Angehörigen. Es macht sehr viel Sinn sich zunächst dort zu erkundigen. Danach wirst Du in der Lage sein selbst zu entscheiden. Sie nehmen sich bedeutend mehr Zeit für Dich und Deine spezielle Situation als wir das hier leisten können. Sie beraten Dich bezüglich Deines speziellen Falls. Dabei haben sie durchaus auch Deinen Freund mit im Blick.

Beim Verdacht einer Suchterkrankung haben Angehörige bzw. Nahestehende viele verschiedene Möglichkeiten unterstützend zu sein, Es kommt dann tatsächlich auf den Einzelfall an. Sinn solcher Unterstützung ist in der Regel die von dieser Krankheit evtl. betroffene Person zur Einsicht zu verhelfen und zur Bereitschaft aus dieser Erkrankung auszusteigen.

Nun habe ich viel von Krankheit geschrieben. Ob er an einer solchen Krankheit leidet kann nur er selbst feststellen da es sich um eine zunächst mal nichtstoffliche Erkrankung handelt. Selbst wenn ein Arzt diese Erkrankung feststellt und behandelt wird kein Erfolg beschieden sein fehlt die Einsicht und Mitwirkung.

Also wende Dich an die Suchtberatung um den besten Weg zunächst für Dich und wahrscheinlich auch für ihn zu erarbeiten dank Hilfe von dort oder dort genannter Hilfe andernorts.

Ich persönlich würde ein Mal darum bitten mit dem Kiffen aufzuhören weil ich es ja auch einatmen muss und dadurch ja dann auch verändert werde. Käme es dann noch mal vor würde ich flüchten.

Hi, wie es so oft ist bei Beziehungen und Konsumverhalten der jeweils anderen Person, hast du momentan die Entscheidung zwischen damit leben oder es ihm ausreden. Wenn du damit lebst, wirst du nie richtig glücklich sein und immer hoffen müssen, dass er selbst darauf kommt, dass er dich so verletzt. Falls du es ihm sagst, dass es dich stört, kommt er vielleicht selbst so zur Vernunft. Aber wenn nicht wird sich daraus auf Dauer ein grösserer Konflikt ergeben, bei dem beide stets unzufrieden sind. Vor allem schwindet mit der Zeit auch dein Vertrauen in Ihn. Das heisst du fängst an zu glauben, dass er einfach hitner deinem Rücken kifft oder säuft. Dies führt wiederum dazu, dass du ihn sogar kontrollierst. Durch das dass der Streit immer grösser wird, wird er vielleicht sogar aus Prinzip mehr und mehr trinken und kiffen alleine weil es dich stört.

Ich empfehle dir mit ihm zu reden aber es ihm nicht zu verbieten. Andernfalls wird es für euch beide zur Hölle.

LG Alphastier

Stimmt, verbieten ist nicht mein Part, wenn ich aber mit ihm glücklich sein will, geht es nicht so weiter. Wenn er nicht auf die Drogen verzichten kann, muss ich wohl auf ihn verzichten. Auch wenn es mir weh tut.

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Ihm mal gehörig die Meinung geigen. Und wenn das nicht Hilft entweder mit der Trennung drohn oder es akzeptieren. Anders kannst du bei Jungs nichts erreichen. Oder du gehst die 2 Tage wo er trinkt und kifft auf abstand. Hab das auch alles schon durchgemacht, aber da hat alles nichts geholfen. Lauter Sturköpfe! Hast du ihn denn schonmal gesagt das dir das nicht gefällt und er es sein lassen soll ? lg :)

gesagt habe ich es ihm jetzt schon oft, ich habe ihm auch erklärt, das er dann völlig verändert ist, ich weiß nicht mehr so richtig, wie das weitergehen soll und ob es weitergehen kann. Naja, ich überdenke das alles, mal sehen, wie ich mich dann entscheide.

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Hallo Kathrinjes Kann Deine Angst u. Emotionen durchaus verstehen. Ich habe mir auch die anderen Antworten bzw. Tipps durchgelesen. Alle haben Dir gute Tipps gegeben. Ich möchte Dir als ehemaliger Betroffener (trockener Alkoholiker) etwas über Co-Abhängigkeit erläutern. Wie ich aus Deiner Frage entnehme kennst Du Deinen Freund erst ein halbes Jahr. Ich kann natürlich nicht beurteilen, in wie weit Du ihn in seinem Verhalten unterstützt. Wenn Du es billigst, dass er kifft u.regelmäßig Alkohol zu sich nimmt, bis Du schon in der Spirale einer Co-Abhängigen. Verstehe dieses bitte nicht falsch. Co-Abhängigkeit hat nichts damit zu tun, dass Du mit ihm zusammen Alkohol konsumierst oder Canabis oder sonstige illegale Drogen rauchst. Es hat nur einfach damit zu tun, dass Du es billigst, was er tut, ohne zu wissen, wie Du ihn helfen kannst. Helfen kannst Du Dich in diesem Fall nur Dich selbst, indem Du konsequent handels, indem Du ihn vielleicht darauf ansprichst und auch Druck ausübst. Z.B.kannst Du zu ihm sagen: Hörst Du nicht sofort auf damit, stelle ich unsere Beziehung ab jetzt in Frage. Wichtig dabei ist, achte auf Dich selbst u. bevor es zu spät ist, besuche einfach mal unverbindlich eine Selbsthilfegruppe f. Suchtkranke Menschen. Ich übrigens leite eine Selbsthilfegruppe. Es kommen wöchentlich ein bis zwei Anfragen v. Angehörigen, die mit den Betroffenen verheiratet sind oder nur zusammenleben u. bitten um Rat, wie sie sich verhalten sollen. Wenn Du in der Richtung Hilfe benötigst, kannst Du Dich ja noch einmal melden. LG Iwores (Klaus)

das ist gut, du hilfst mir damit auf alle Fälle schon viel weiter. Ich denke nicht das ich in der Spirale schon tief drinne bin, ich sage ihm jedes Mal das ich es nicht gut finde und ich würde auch zu hause nie Alkohol oder ähnliches kaufen. Aber die andere Seite ist, ich bin mir nicht sicher, ob ich es schaffen kann, mich auf lange Sicht aus dieser Spirale rauszuhalten, irgendwann ist man drin und das möchte ich vermeiden. So ein Mist, er ist mir verdammt wichtig, wenn ich ihn sehe habe ich immer wieder die Hoffnung, mit ihm alt zu werden. Er ist ruhig, er ist mein Ausgleich und er ist intelligent und hintergründig, er ist sowas großes für mich, ich kann es mir nicht vorstellen, ohne ihn zu sein. ´Wenn alles so weiter gehen würde, müsste ich aber ohne ihn sein.

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so

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