Rechnen wir doch nur mal einen Single mit Bürgergeld + Wohnung + Nebenkosten (Krankenkasse bezahlt, GEZ befreit) = durchschnittlich je nach Stadt ca. 1.200 Euro Überweisung vom Jobcenter.
Jetzt geht der Single arbeiten für den Mindestlohn mit 12,82 Euro x 8 Std. x 5 Tage x 4 Wochen = 2051,02 Euro brutto - KK - Rentenversicherung - Steuern = 1.504.,50.
Also für rund 300 Euro im Monat mehr, bin ich jeden Tag 8 Std. Arbeit + 1 Std. Pause + 1 Std. Fahrzeit = 10 Std. von zu Hause weg, muss von diesen 300 Euro Fahrgeld bezahlen, brauche mehr Geld für Kantine und Geld für Kleidung. Was bleibt unterm Strich?
Kein Wunder, dass niemand dafür arbeiten gehen will. Würde ich auch nicht wollen. Dann habe ich doch lieber 100 oder 200 Euro weniger, keinen Chef vor der Nase, kann mir meine Zeit frei einteilen und die Dinge tun, die mir Spaß machen. OK - die paar Einschränkungen durch das JC kann ich auch noch mit einem Krankenschein umgehen.
Also mal ehrlich. Wenn der Mindestlohn nicht drastisch angehoben wird, verleitet dieser niemanden zum Arbeiten.