Bedenklicher psychischer zustand?

Ich weise seit meiner frühesten kindheit verhaltensauffälligkeiten auf und leide seid über einem jahrzehnt an einer vielzahl psychiatrischer symptome.

In meiner kindheit wurde bei den zahlreichen psychiater und psychologen immer nur festgestellt dass eine fülle an psychiatrischen symptomen und verhaltensauffälligkeiten besteht, jedoch keine eindeutige krankheit festgestellt werden kann. Mit 14/15 wurde dann ADS diagnostiziert. Ich habe deshalb keine medikamente genommen. Im laufe der letzten jahre hat sich die symptomatik weitestgehend geändert.

Bei einem psychiatrieaufenthalt nach einem zusammenbruch aufgrund einer antidepressiven-medikation die anscheinend ungeeignet war wurde mir eine narzisstisch-histrionisch kombinierte persönlichkeitsentwicklungsstörung, dystymie (unterform der depression), angststörungen und diverse phobien sowie anzeichen für sich entwickelnde weitere störungen im bereich der persönlichkeits und affektiven störungen (bipolar, manisch und schizoide persönlichkeit) diagnostiziert.

Ich wurde auf eigenen wunsch ohne medikation weiterbehandelt und nach einem 6 wöchigen aufenthalt entlassen. Ich suchte mir daraufhin privat einen psychiater. Mein aktueller psychiater, therapeut, mentor und coach ist einer der renommiertesten ärzte und therapeuten unserer region und ein "hohes tier" im sozialbereich. Er hat mir sertralin 50mg und truxal 45mg verordnet. Aufgrund einer unverträglichkeit wurde truxal durch trittico ersetzt.

Ich konnte nach dem ersten einnahmetag tief und gut schlafen bin aber mit dem gefühl monate lang im koma gelegen zu haben erwacht. Kurz darauf habe ich die übrigen medikamente aufgrund exzessiven alkoholkonsum anlässlich meines 18. Geburtstages einige tag lang ausgelassen und dann absprache mit meinem arzt aus verschiedenen gründen abgesetzt.

Zurzeit befinde ich mich im kreislauf von etwa einwöchigen schweren manischen episoden die durch schlaflosigkeit, übermäßigem antrieb und leben über dem limit gekennzeichnet sind und darauffolgenden schweren depressiven episoden (nicht mehr aus dem bett aufkommen, suizidgedanken) der wechsel zwischen den zuständen erfolgt meist durch einen zusammenbruch. Nebenbei stehen belastende lebensumstände und andere symptome wie persönlichkeits-krisen, angstzustände etc... im raum.

Ich kann nicht mehr schlafen, mir geht es grottenschlecht und ich weiß beruflich/schulisch nichtmehr weiter. Ich bin auch andauernd körperlich krank und geschwächt. Ich bin klug und gebildet und will einen guten beruf ergreifen aber es geht derzeit nichts weiter. Ich will auch nichtmehr in die psychiatrie und keine medikamente mehr.

Wie kann ich einen weg für mich finden? In erster linie werde ich das mit meinem arzt besprechen jedoch ist der nächste termin erst in einigen wochen und ich will persönliche ratschläge von betroffenen und spezialisten unter euch.

Danke fürs durchlesen und für die erhoffte hilfe

Gesundheit, Alkohol, ADS, Psychologie, Bipolar, Depression, Gesundheit und Medizin, manisch-depressiv, Persönlichkeitsstörung, Phobie, Psyche, Psychiatrie, Schizoid, Suizidgedanken
3 Antworten
Doch nicht so krank wie gedacht?

Ich habe lange und ausführlich über mich selbst nachgedacht und neue denkansätze. Ich lehne meine psychiatrischen diagnosen ab und zweifle den psychiatrie aufenthalt als zwecklos und unnotwendig an. Vor einer woche habe ich mit psychopharmaka aufgehört und es geht mir gut. Ich habe sie ohne absprache mit meinem arzt ausgeschlichen. Ich glaube auch, dass ich nicht mehr zum therapeuten bzw. Psychiater gehen möche und dass ich keinen brauche. Ich glaube jetzt dass ich einfach ein jugendlicher mit vielen problemen und ängsten bin wie viele andere auch.

Ich habe es hingenommen dass ich mich vor vielen dingen fürchte. Wenn ein hund kommt denke ich mir "gut, ich fürchte mich, deshalb werde ich 1-2meter ausweichen" und es ist unproblematisch. Um meine platzangst zu umgehen fahre ich nun mit dem früheren bus der nicht so voll ist oder öfters mit dem rad.

Nun, meine sozialen sorgen und schulängste haben sich auch minimiert, da ich viele freunde gewonnen und tolle bekanntschaften gemacht habe. Und ich habe mit den lehrern gesprochen und sie haben verständnis gezeigt. Nach netten chats mit freunden und sorglosigkeit wegen dem folgenden schultag kann ich auch gut schlafen.

Ich habe in den wenigen aber intensiven sitzungen mit meinem psychiater, psychotherapeuten und menthor viel gelernt. Ich werde nun achtsamer durchs leben gehen und verantwortung übermehmen. Ich werde keine medis mehr nehmen, meine ernährung umstellen, mehr sport machen und step für step das rauchen reduzieren. Der weg dahin ist anstrengend aber ich werde ihn gehen.

Um mich fürs lernen oder für sonst was aufzuraffen setze ich mir belohnungen und denke dann an die party die ich nächste woche veranstalten werde als ziel dass durch lernen (was die zeit rasch vergehen lässt) näher rückt.

Was sagt ihr zu meinen einstellungen? Glaubt ihr dass weist auf einen bald erfolgenden zusammenbruch hin der mich wieder zum denken veranlasst dass doch alles schlimmer ist als gedacht? Bin ich vielleicht wirklich nur sehr sensibel und jugendlich (m/18) anstatt psychisch krank?

Gesundheit, Schule, Psychologie, Gesundheit und Medizin, Psyche
5 Antworten