Ja, Du kannst wegen der Zinsen vollstrecken. Du brauchst auch weder einen Anwalt noch ein Gerichtsverfahren, da Du ja bereits einen Titel hast.

Je nachdem, auf welche Weise Du vollstrecken willst - in sein bewegliches Vermögen, in sein Konto, bei seinem Arbeitgeber oder in eine Immobilie - sind unterschiedliche Institutionen zuständig. Für die Vollstreckung kannst Du (bzw. eigentlich das Kind, um das es geht) Prozesskostenhilfe beantragen. Die Rechtsantragsstelle Deines Gerichts hilft Dir kostenlos weiter.

...zur Antwort

Ja. Denn auch für die laufenden Unterhaltszahlungen kann eine Auskunft verlangt werden.

...zur Antwort

In der Regel keine. Er stellt nicht etwas für sich oder für seine Gruppe (Familie, Gemeinschaft) her, sondern etwas für den Arbeitgeber, nur zu dem Zweck einen Arbeitslohn zu bekommen. Der Inhalt seiner Arbeit ist ihm daher meist gleichgültig. Es ist für ihn keine freie Betätigung seiner menschlichen Fähigkeiten, sondern Zwangsarbeit. Das Produkt seiner eigenen Arbeit steht ihm hinterher im Geschäft als etwas Fremdes gegenüber, das er sich nicht bereits durch seine Arbeit angeeignet hat, sondern dass er sich erst durch einen Kauf aneignen muss. Die eigene Arbeit ist ihm "entfremdet", wie Marx sagt: "Der Arbeiter ist nur in seiner Freizeit bei sich und während der Arbeitszeit außer sich."

...zur Antwort

"Wir" Deutschen sowieso nicht. Erstens sind die meisten Deutschen erst später geboren, zweitens gehören zu "den Deutschen" mittlerweile ja auch viele Menschen, deren Eltern oder Großeltern Türken, Griechen, Russen, Araber, Afrikaner usw. waren. Alle diese Deutschen haben keinerlei Schuld.

...zur Antwort

Da Du von "Erziehungsberechtigten" sprichst,handel es sich offenbar um ein minderjähriges Kind.

Besteht ein gemeinsames Sorgerecht? Dann müsste auch der andere Elternteil zustimmen, dass das Kind alleine wohnt.

An der Unterhaltshöhe ändert sich nichts. Wenn das Kind in der neuen Wohnung keine Miete zahlt - das tut es solange es beim Erziehungsberechtigten lebt auch nicht.

...zur Antwort

Für Deine volljährige Tochter ist nicht nur der Vater unterhaltspflichtig, sondern auch Du, wenn Du ein Nettoeinkommen über 1.300,- Euro monatlich hast. Denn für Volljährige sind grundsätzlich BEIDE Eltern barunterhaltspflichtig.

Den Anteil, denn der Vater zu zahlen hat, muss er direkt an das Kind zahlen. Er darf nur dann an Dich zahlen, wenn die Tochter ausdrücklich erklärt hat, damit einverstanden zu sein.

Deine Tochter muss Dir umgekehrt "Kostgeld" zahlen. Dieses Kostgeld kannst Du direkt mit deiner eigenen Unterhaltspflicht verrechnen. Zu beachten ist, dass Du auch das Kindergeld auf das Kostgeld anrechnen musst. Wenn Du also z.B. 350,- Euro Kostgeld verlangst und bereits das Kindergeld von 194,- Euro bekommst, kannst Du nur noch 156,- Euro zusätzlich verlangen bzw. mit Deiner eigenen Unterhaltspflicht verrechnen.

Der Vater darf den Kindesunterhalt nicht einstellen oder kürzen, weil die Tochter dir Kostgeld zahlt. Ob die Tochter einem anderen Miete zahlt oder Dir, muss dem Vater egal sein.

...zur Antwort

Der Mindestunterhalt pro Kind liegt bei 370,- Euro, zusammen also 740,- Euro. Eigentlich könntest Du diesen Unterhalt nicht voll zahlen, da Dein Selbstbehalt von 880,- Euro nur noch eine Zahlung von 620,- Euro zulässt. In Deinem Fall wird aber Dein Vermögen mit herangezogen, um die restlichen 120,- Euro monatlich zahlen zu können. Du musst allerdings auch keinen höheren Monatsbetrag als 740,- Euro zahlen.

Tipp: Falls der Vater über ein wesentlich besseres Einkommen verfügt, wäre zu prüfen, ob er sich nicht ausnahmsweise am Barunterhalt für die Kinder beteiligen muss.

...zur Antwort

Wenn der Vater nicht informiert wurde, dass er ein Kind hat, obwohl es der Mutter möglich gewesen wäre, so ist der Unterhaltsanspruch verwirkt, d.h. er muss nichts für die Vergangenheit nachzahlen. Dazu gibt es ein Urteil dass man hier https://www.scheidung-online.de/wp-content/uploads/OLG-Saarbrücken.pdf

nachlesen kann.

...zur Antwort

Zu beachten ist: Ab dem 18. Geburtstag sind grundsätzlich beide Eltern unterhaltspflichtig, also auch der Vater. Wenn Deine Nichte Geld von der Mutter einklagen will, muss sie dem Gericht gleichzeitig mitteilen, wie hoch der Unterhaltsanteil des Vaters ist bzw. warum von ihm nichts zu holen ist.

...zur Antwort

Eine normale Scheidung, bei der es keine Probleme gibt, dauert meist rund 7 bis 8 Monate.

...zur Antwort

Viele Sachen kann man im Ehevertrag regeln, aber nicht alles. So kann man sich nicht jetzt schon verpflichten, in Zukunft einem Scheidungsantrag zuzustimmen.

Falls Ihr keinen Familiennamen habt, könnt Ihr zwar im Vertrag regeln, dass das Kind Deinen Namen tragen soll. Allerdings ist eine solche Vereinbarung nicht 100%ig bindend. Nach der Geburt müsst Ihr eine gemeinsame Erklärung abgeben, wie das Kind heißen soll. Ist eine solche gemeinsame Erklärung nicht möglich, weil Ihr Euch nicht einig seid, so muss das Familiengericht entscheiden. Das Familiengericht muss sich nicht zwangsläufig an den Ehevertrag halten. aber trotzdem hat der Ehevertrag ein gewisses Gewicht bei der Abwägung. Dein Mann müsste dem Gericht dann genau erklären, welche wichtigen Gründe er hat, von der Vereinbarung abzuweichen.

...zur Antwort

Zunächst einmal bist Du zum Kindesunterhalt verpflichtet.

Falls die Mutter nach der Geburt erst einmal nicht berufstätig ist, bist du auch ihr gegenüber unterhaltspflichtig.

Das Sorgerecht hat erst einmal allein die Mutter. Du kannst aber beantragen, dass Du neben der Mutter das gemeinsame Sorgerecht bekommst.

Wenn Du erreichen willst, dass das Kind bei Dir lebt, geht das nur, wenn das Gericht zu der Überzeugung gelangt, dass diese Lösung für das Kindeswohl wesentlich besser ist. Da wirst Du bei einem Neugeborenen aber keine große Chance haben. Dass die Mutter klaut, steht dem Kindeswohl auch erst mal nicht entgegen. Das Kind kriegt davon ja gar nichts mit. Und wärst Du überhaupt zeitlich in der Lage, Dich um ein Baby zu kümmern?

...zur Antwort

Dein Mann war noch nie in der Pflicht, für deine ersten drei Kinder zu zahlen, und ist es natürlich jetzt nach der Trennung auch nicht. Du kannst Unterhaltsvorschuss beantragen.

...zur Antwort

Ja, kein Problem.

...zur Antwort

Da kann was nicht stimmen. Denn das Jugendamt kann Unterhaltsvorschuss nur ab demjenigen Zeitpunkt (rückwirkend) verlangen, als es sich erstmal wegen des Kindesunterhalts an Dich gewandt hat und entweder Zahlung oder eine Auskunft über Deine Einkommensverhältnisse verlangt hat. Also erst ab dem Zeitpunkt, wo Du wusstest, dass da etwas kommt. Wenn Du allerdings danach dann noch Barzahlungen an die Kindesmutter geleistet hast, sieht es insoweit schlecht aus.

...zur Antwort

Ein Wechselmodell bedeutet nicht, dass beide Eltern genau die Hälfte des Unterhalt leisten müssen. Vielmehr muss derjenige Elternteil, der mehr verdient, auch einen größeren Anteil leisten. Nähere Informationen dazu gibt es unter https://www.scheidung-online.de/unterhalt/kindesunterhalt/wechselmodell/

...zur Antwort

Z.B. so:

Nach dem Sieg über das nationalsozialistische Deutschland haben praktisch alle relevanten Bevölkerungsgruppen - Industrielle, Mittelstand, Arbeiterschaft, Beamte, Kirchen, Universitäten, Künstler usw. - versucht Glauben zu machen, ihre Gruppe habe mit dem NS nichts zu tun gehabt. Das hat sich im Laufe der Jahre alles als falsch herausgestellt. Für viele Gesellschafts- und Berufsgruppen - Ärzte, Juristen, Professoren, Historiker, Polizisten, Militär, Diplomaten - gibt es mittlerweile genaue Untersuchungen über die Verstrickung in das NS-Regime. Die einzige gesellschaftliche Gruppe, die es geschafft hat, sich bis heute praktisch nur als Opfer darzustellen, sind - die Frauen. Eindrucksvoll zeigt sich dies am Mythos der "Trümmerfrauen". Obwohl längst bekannt ist, dass es in den meisten Städten gar keine "Trümmerfrauen" gab und dass es da, wo es sie gab, oft um Strafkolonnen handelte, in denen NS-Funktionärinnen von den Siegern gezwungen wurden, den Schrott wegzuräumen, ist der Mythos der "unpolitischen", "schweigend leidenden" Frau, die im Notfall auch noch die Arbeit der Männer machen muss, nahezu ungebrochen.

Dann könntest Du gegenüberstellen die landläufigen Meinungen (die auch in der feministischen literatur seit langem tonangebend sind), dass das NS-Regime frauenfeindlich gewesen wäre etc. einerseits, und die neueren Untersuchungen andererseits, die zeigen, dass das NS-Regime von vielen Frauen auch als Fortschritt empfunden wurde. Z.B. konnten Frauen Positionen im NS-Frauenbund einnehmen. Das war zwar mit der Stellung der Männer nicht zu vergleichen und natürlich keine echte "Emanzipation", aber verglichen mit der Situation davor, wo es überhaupt keine stattlich anerkannte öffentliche Funktion von Frauen gab, für viele eben ein empfundener Fortschritt.

Viele junge Mädchen empfanden die Mitgliedschaft im BDM als Befreiung vom spießigen Elternhaus. In BDM-Zeltlagern durfte z.B. geraucht werden, und nicht wenige BDM-Mädchen kamen schwanger zurück - auch weil die NSDAP gegen "bürgerliche Spießermoral" wetterte.

Dazu gibt es eine Reihe von guten Untersuchungen.

...zur Antwort

Diese Hausratsgegenstände sind nach den Grundsätzen der “Billigkeit” zu verteilen. Es kommt nicht darauf an, ob sie einer der Ehegatten benötigt, jedoch sind auch die Bedürfnisse minderjähriger Kinder zu berücksichtigen. Außerdem kommt es hier auf die Einkommens- und Vermögensverhältnisse an, so dass z.B. der einkommenslosen Ehefrau eher die Kücheneinrichtung und die Waschmaschine zu überlassen wäre, während der gut verdienende Ehemann dafür z.B. die Unterhaltungselektronik mitnimmt.

Grundsätzlich soll beiden Ehegatten Hausrat von ungefähr gleichem Wert überlassen werden. Erhält indes ein Ehegatte Hausrat, der wesentlich mehr wert ist als derjenige des anderen Ehegatten (was z.B. der Fall sein kann, wenn beim ersten Ehegatten gemeinsame Kinder leben und er deshalb Küche, Waschmaschine etc. behält), kann er u.U. verpflichtet sein, dem anderen Ehegatten eine Nutzungsvergütung zu zahlen.

...zur Antwort

Richtig. Aber bei demjenigen Ehegatten, der Gesellschafter der GmbH ist, ist dieser Gesellschaftsanteil ein Teil seines Vermögens, und das Vermögen ist im Wege des Zugewinnausgleichs auszugleichen. Der Gesellschaftsanteil ist natürlich mehr wert, wenn die GmbH viel Vermögen hat.

...zur Antwort

Natürlich! Derjenige Elternteil, bei dem das Kind nicht lebt, schuldet immer den Barunterhalt. Die Höhe richtet sich nach ihrem monatlichen Nettoeinkommen und der Düsseldorfer Tabelle.

...zur Antwort