Theismus/Atheismus - warum ist diese Trennung notwendig?

Auf die Gefahr hin, dass ich jetzt Prügeleien zwischen beiden Parteien auslöse, das Thema beschäftigt mich schon länger.

Ich glaube nicht an einen Gott. "Atheist!!" - würden 99% der Menschen direkt rufen. Ich sage aber Nein. Ich bin keine Atheistin.

Durch die verschiedene Ansichten innerhalb der Familie (Mutter katholisch und gläubig, Vater evangelisch, nicht gläubig) konnte ich schon früh beide Ansichten mitbekommen, die theistische und die atheistische.
Bis zur Firmung hab ich alles mitgemacht, war in der Kirche und so weiter. Auch wenn das dem Gruppenzwang in der ländlichen Gegend geschuldet war - aber ich würde sagen, dass ich mit bei dem Thema relativ gut auskenne.

Ich weiß, dass beide Ansichten nicht zu Konflikten führen müssen, wenn man richtig damit umgeht. Ich versteh auch nicht, warum jemand seine Meinung immer kundtun muss. Klar geht es um eine Grundeinstellung - aber ich frage andere doch auch nicht, direkt, woran sie glauben. Das gilt übrigens für beide Seiten.
Eine Freundin von mir studiert Religion auf Lehramt - ja und? Wir sind trotzdem befreundet, das ist kein Hinderungsgrund. Theismus / Atheismus sagt doch nichts über den Menschen aus.
In meinem Leben wurde ich noch kein einziges Mal nach meiner Konfession gefragt, deswegen glaub ich nicht so ganz, dass die Konflikte einfach so entstehen.

Wer an einen Gott glaubt, für den gibt es einen Gott. Für diejenigen, die nicht daran glauben, gibt es keinen. Deswegen bezeichne ich mich nicht als Atheistin. Ich weiß, dass es zB für meine Mutter einen Gott gibt, für mich aber nicht. Warum also die Trennung in schwarz und weiß?

Wie steht ihr dazu?

Vielleicht mögen einige jetzt sagen, dass ich mit meinen 20 Jahren zu jung bin, um die Welt zu verstehen. Aber es fühlt sich richtig an, wie es ist. Und das ist doch die Hauptsache.

Es geht mir nicht um extreme Religionen, die alles und jeden zerstören wollen, die Ansicht teile ich definitiv nicht. Es geht mir lediglich um den Alltag, in dem manche beider Seiten laut der Plattform hier ja schon ziemliche Probleme haben, andere Meinungen zu akzeptieren und ihre Ansicht bis aufs Blut verteidigen wollen..

Leben, Religion, Schule, Diskussion, Alltag, Christentum, Psychologie, Atheismus, Interesse, Liebe und Beziehung, weltanschauung, Philosophie und Gesellschaft
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An die Finanzbeamten, was macht der Beruf für euch aus?

Ich würde gern mal anonym die Meinungen hören. Bin selbst Finanzanwärterin, aber ich hab irgendwie das Gefühl, dass mir bei dem Beruf was fehlt. Kollegen in meinem Amt möchte ich nur ungern fragen.

Oft hab ich den Eindruck, dass mir für die Arbeit nicht gedankt wird oder dass ich selber kein positives Ergebnis sehe. Grob zusammengefasst erscheint sie mir oft unverhältnismäßig, genaueres möchte ich nicht öffentlich schreiben.

Ich hab einfach das Gefühl, wenn ich jetzt zB als Speditionskauffrau arbeiten würde, dann seh ich, für was die Aufträge gut sind, dass andere was damit anfangen können und wem ich vorgearbeitet habe. Klar erhält der Staat durch meine Arbeit Steuern - aber ich sag jetzt mal so: Ohne mich würde er die auch bekommen.

Und ich hätte vielleicht mit einer Ausbildung bessere (Aufstiegs-)Chance wie mit dem Studium.

Jetzt habe ich noch die Chance, mir was anderes zu suchen, aber ich bin im Moment wirklich auf der Suche nach dem Sinn der Arbeit. Vielleicht kann mir jemand von seiner Sicht erzählen.

Ich bin kurz davor, mein Studium wegzuwerfen und eine Ausbildung zu beginnen, evtl im Bereich Marketing. Wenn ich die Laufbahnprüfung bestehe, muss ich ja erstmal 5 Jahre im Amt bleiben. Das wär für mich im Moment keine Option, auch wenn der Bachelor vermutlich ein super Abschluss wäre (in meinem Bundesland erhält man beim geh. Dienst parallel den LL.B).

Steuern, Studium, Schule, Ausbildung, Beamte, Beamtentum, Berufsberatung, Finanzamt, Universität, Verbeamtung, Beruf und Büro
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