Esperanto hat nicht den Anspruch sich "durchzusetzen". Mit Esperanto wird eher Frieden und Brüderlichkeit assoziiert. Das ist kein Ding von "Weltsprachen".

In der Welt wird eher etwas von Machthabern durchgesetzt als von wohlgesinnten Menschen. Auch nach meinem Geschmack sind es zu wenige, die bereit sind, den Vertretern von Durchsetzungsinteressen in den Arm zu fallen.

Leider bleiben Machtlose machtlos, auch wenn sie weitaus in der Überzahl sind. Aber leider geht es in der Welt nicht unbedingt demokratisch zu.

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Fremdsprachen zu lernen ist nicht leicht, auch nicht Esperanto. Allerdings muss man anders als bei "gewachsenen" Sprachen kaum Ballast mit hinzulernen, die die Sprache nicht ausdrucksfähiger macht. Esperanto ist nicht simpel, sondern genial. Das mitzuerleben ist schon ein Genuss. Da kommt es weniger darauf an, wie verbreitet Esperanto zu sein scheint. Ich jedenfalls verwende Esperanto häufiger und lieber als Englisch.

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Mit der grammatikalischen Endung nach dem Verbstamm, die die Zeitstufe anzeigt:· -i Infinitiv (ami - lieben)· -as Präsens (amas - liebt)· -is Präteritum (amis - liebte)· -os Futur (amos - werde lieben)· estas amanta - bin, bist, ist... liebend· estas amata - werde, wirst, wird... geliebt· die Partizipien korrespondieren mit den einfachen Zeiten: -inta und ita, Vergangenheit, -onta und -ota Futur ... gibt es im Deutschen so nicht. Nur ein kleiner Einstieg, mehr auf https://de.wikibooks.org/wiki/Esperanto

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Darauf kann man nicht individuell antworten. Die größte Herausforderung ist, das eigene Lernverhalten herauszufinden. Ich habe mehr als 3 Wochen gebraucht, um Esperanto sprechen und schreiben zu können. 1975 gab es noch kein Lernu.net und es funktionierte recht gut autodidaktisch mit Büchern. Schnelle Lernerfolge halfen mir immer wieder den inneren Schweinehund zu überwinden und täglich an die Lernarbeit zu gehen, wenn auch nur für eine viertel Stunde. Wichtig ist m. E. auch anzuerkennen, dass Esperanto nicht simpel ist, es ist nur wegen Fehlens von Ausnahmen von Grammatikregeln leichter zu lernen als andere Sprachen. Das mühsame Geschäft des Vokabellernens bleibt einem auch in Esperanto nicht erspart.
Wichtig erscheint mir noch folgender Hinweis: Viele Esperanto"sprecher" hören mit dem Lernen auf, wenn sie ihr Niveau erreicht haben, das sie von ihrem Radebrechenglisch kennen. Das macht dann wirklich auf Außenstehende den Eindruck, dass Esperanto eine Pidginsprache sei. Tatsächlich ist in Esperanto die Chance groß, eine muttersprachähnliche Fertigkeit zu erwerben, auch wenn es kein Land im herkömmlichen Sinne gibt, in dem Esperanto gesprochen wird. Gleichwohl gibt es eine bunte Sprechergemeinschaft, in der die Esperantokultur gepflegt wird. Mein Beitrag hierzu: maklerejo.de
Falls Du Unterstützung beim Lernen brauchst: www.staunberater.de/?Esperanto___Esperanto_lernen

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Genau so gut könnte man fragen, warum es immer noch Todesstrafen gibt und Millionen von Menschen verhungern. Es gibt so viele Dinge, von denen Menschen glauben, sie müssten sich durchsetzen. Von allein tun die Dinge das nicht. Die gutwilligen Menschen, die Dinge durchsetzen möchten, die der Menschheit gut täten, sind nicht so erfolgreich wie die Menschen, die Machtausübung und Unterdrückung meinen anwenden zu müssen. Und immer zu den Unterlegenen zu zählen lässt zuweilen resignieren.

Was Esperanto betrifft: Wer an die Idee der Völkerverständigung glaubt und trotz aller Widerstände seine Minderheitenposition nicht aufgibt, dem haftet leicht der Verdacht der Spinnerei oder des Sektierertums an, nur weil es ihm nicht gelingt, zu einer Mehrheitsgruppe aufzusteigen. Dem entsprechend werden Esperantosprecher*innen gern ignoriert und bestenfalls belächelt.

Außerdem gibt es Wichtigeres als sich mit Ausländern verständigen zu können, siehe oben. Die meisten geben sich mit den Status quo zufrieden, manche vielleicht mit der geballten Faust in der Hosentasche. Zu meinem großen Leidwesen geben sich viele Esperantosprecher*innen damit zufrieden die Sprache zu lernen und verzichten darauf sie anzuwenden. Wenn man nicht mit gutem Beispiel voran geht, kann man nicht erwarten, dass auch andere Menschen sich mit der Idee des Esperanto befassen.

Such doch mal nach Esperantosprecher*innen und frag sie, warum sie nicht mehr daran glauben, dass Esperanto Zweitsprache für jeden Menschen wird. Du wirst die unterschiedlichsten Antworten bekommen. Allerdings könnte Dir passieren, dass Du auf die Idee kommst, Esperanto zu lernen und die gute Idee bekannt zu machen, die dahinter steckt.

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Die Sprache ist schön

Esperanto hat das Beste aus den schönsten Sprachen der Welt. Seit 1976 habe ich auch die schönsten persönlichen Kontakte in der Welt. Die meisten EsperantosprecherInnen haben die Sprache gelernt nicht weil sie mussten (so wie z. B. Englisch), sondern aus freien Stücken. Das Erlernen von Esperanto schafft schnell Erfolgserlebnisse, weil man sich mit unregelmäßigen Verben, grammatikalischem Geschlecht und ähnlichem Ballast nicht abmühen muss. Die internationale Esperantokultur hebt sich deutlich von Nationalkulturen ab. Es ist spannend sie zu entdecken und mit zu gestalten.

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Esperanto ist eine Sprache, die keinem Volk allein gehört und für internationale Kommunikation gedacht ist. Der Autor der Sprache ist von einem ähnlichen Konzept ausgegangen, wie die Brüder Grimm und Martin Luther bezogen auf die deutschen Sprachen. Diese haben nämlich mit den Sprachen in Deutschland Ähnliches gemacht, was heute oft bezogen auf Esperanto als "Kunstsprache" bezeichnet wird. Esperanto ist die Fortentwicklung europäischer Sprachen mit einer Grammatik, die allen Sprachen der Welt entgegen kommt. Das Geniale an Esperanto ist, dass die Sprache nur so viel abwärtskompatibel ist, dass die Wörter leicht erlernbar bleiben (sie sind z. B. näher an Latein als Wörter in latiniden Sprachen), aber um den Ballast befreit ist, den eine Sprache nicht ausdrucksfähiger, sondern nur unüberschaubarer und schwer lernbar (unregelmäßige Verben, grammatikalisches Geschlecht) macht. Nicht Esperanto hat sich nicht durchgesetzt, sondern die Menschen, die auf freundschaftliche Weise internationale Kontakte pflegen möchten, haben sich nicht durchgesetzt. Vielleicht wollen sie sich auch nicht "durchsetzen", weil sie das Machtgehabe nicht mitmachen wollen, das mit dem Sichdurchsetzen verknüpft ist. Diejenigen, die Esperanto ablehen, weil es sich angeblich nicht durchgesetzt hätte (Englisch als internationale Sprache hat sich trotz aller Beteuerungen auch nicht durchgesetzt), setzen sich bestenfalls mit Ihrer Ignoranz durch - ein durchaus häufig anzutreffendes Phänomen. Wer im Ausland Freunde finden möchte, lässt sich nicht durch dumme Sprüche beirren, lernt Esperanto und findet sie mithilfe der Esperantoorganisationen und des Internets. Esperanto ist die Klammer für Friedensfreunde. Da es im Inland schon so wenige gibt, muss man offenbar auch noch im Ausland welche suchen. Dafür gibt es keine besser geeignete Sprache und Kultur als Esperanto.

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Esperanto - leichter als Deutsch, aber doch nicht simpel.

Kannst du nicht auch noch herausstellen, weshalb Plansprachen als internationale Sprachen besser geeignet sind, als Nationalsprachen? https://sites.google.com/site/esperantohamburg/Home/esperanto

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Esperanto ist eher eine naturalistische Plansprache. Das heißt, sie orientiert sich stark an den Vorlagen, nämlich den Sprachen, die Ende des 19. Jahrhunderts die verbreitetsten Sprachen waren. Wer europäische Fremdsprachen gelernt hat, dem fällt es leicht, Esperanto zu lernen. Wer Esperanto gelernt hat, dem fällt es leicht, andere Fremdsprachen zu lernen, einschließlich asiatischer. Die internationale Kommunikation wird voraussichtlich auch noch in den nächsten Jahren über europäisch orientierte Sprachen laufen. Welche Rolle asiatische Sprachen einnehmen könnten, ist schwer vorauszusagen. Einen Kompromissweg zwischen den großen Sprachgruppen zu suchen birgt die Gefahr, dass niemand eine solche Sprache annimmt, zumal, wenn auch noch eine Schrift dazu erfunden wird, die alle gleich benachteiligt. Man denke nur, vieviele Asiaten bereits die lateinische Schrift gelernt haben beim Versuch, Englisch zu lernen. Bei dem geplanten Hobby könnte vermutlich eher eine Geheimsprache, als eine internationale Sprache herauskommen. Um sich die gestellten Fragen beantworten zu können, empfehle ich, sich mit dem Thema Interlinguistik, bzw http://de.wikipedia.org/wiki/Esperantologie zu beschäftigen.

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Tja, wie viele Leute in Deutschland können Klavier spielen. Was würde es aussagen, wenn man wüsste, wie viele Leute Englisch sprechen? Sprechen wirklich alle 82 Millionen Deutsche deutsch?

Ich halte die Fragestellung für einen Irrweg. Allgemein "solche Zahlen" muss man wohl eher durch eigene Forschungsarbeit herausfinden. Aber das wäre wohl ein anderes Fach.

Übrigens: um richtiges Deutsch sprechen zu können, muss man wenigstens einigermaßen die Ausspracheregeln des Englischen beherrschen. Da werden schon Kinder in Kindergärten trainiert, und das alles nur, weil deren Eltern auf die Lüge hereinfallen, Englisch sei "die Weltsprache". Als Engländer würde ich mich bedanken, wie meine Sprache in der Welt verhunzt wird.

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Ich spreche Esperanto

Gern hätte ich die Möglichkeit gehabt, auch für die Option "Ich glaube, dass Esperanto wichtig ist" zu stimmen. Ich spreche nicht nur Esperanto, ich finde die Sprache so unkünstlich und reich, habe viele Freunde in aller Welt gefunden, dass ich auch Esperanto unterrichte. Es würde mich freuen, wenn noch mehr Menschen Esperanto lernten, anwendeten und so ihre Scheu davor überwinden könnten. Vielleicht war ich mit meiner Neugier im Vorteil, als ich zum ersten Mal mit Esperanto konfrontiert war und ähnliche Vorbehalte hatte, wie sie hier und in ähnlichen Foren geäußert werden.

esocom.de

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