Umgang mit sexsuchtigen?

Folgendes Szenario:

u.a. auf Partnerbörsen bin ich schon öfters von Personen angesprochen worden, aber auch so, die zugaben sexsüchtig zu sein. Bei manchen war eine Kindesmisshandlung o.ä. im Hintergrund und sie neigten dazu Partner entsprechend zu "testen". Also machten einen besorgten Eindruck hinsichtlich dieser Thematik, u.a.weil Betroffener, wobei...da muss man vorsichtig sein... Einer sagte mir mal, er würde nicht zu einer Prostituierten gehen, weil die ...ja, verbraucht sind. Die hatten schon etliche gehabt, deshalb suche man eben nach einem treuen "Partnern". Vielleicht auch ohne selbst treu zu sein...Sucht eben. Im Grunde ist das so, dass die ständig von Sex reden, dich nur darüber definieren, sich nicht an ein Krankenhaus zur Therapie wenden, sondern eben den passenden Partner suchen.

Bei einem kam noch Drogensucht hinzu. Der ging mich dann auch im Vollrausch an, woran er sich im Nachhinein nicht erinnern konnte. Durch die Drogensucht neigte er auch zu lügen (er sei clean), aber auch dazu, sich Dinge einfach zu nehmen, einzufordern. Die Welt ist schuld oder ich müsse ihm das und das kaufen, zB Zigaretten....

Ich hab nun immer den Kontakt abgebrochen. An sich sind sie ja krank, also kein Grund fur Bashing, aber...wie würdet ihr in solchen Situationen handeln? Auch, wenn ihr so was im beruflichen Umfeld ggfs vorfindet und es Einfluss darauf hat bzw die Schnittstelle Beruf/privat durch Freunde, Bekannte eines Kollegen, die euch belästigen.

Menschen, Psychologie, Belästigung, sexsucht, Umgang
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Beschreibung der maßgeblicher Punkte/ Kernidee von Feindlichkeit gegenüber Minderheiten während NS?

Gerade zu NS-Zeiten hatten Antisemitismus usw. Ihren Höchststand. Ich finde, dass manche heutigen Denkmuster ähnliche Tendenzen aufweisen.

Zum Einen wird stark auf Zuordnung zu einer Gruppe reduziert. Und das Labeln der entsprechenden Personen für jeden sichtbar. Das sieht man zB daran, dass den betreffenden Menschen in der NS für Betreffende sichtbar Sterne gegeben wurden; Juden gelb, Homosexuelle rosa, Bibelforscher/Zeugen Jehovas lila, Kriminelle schwarz usw.

Zum Anderen war die Zeit dadurch gekennzeichnet, dass viele der Täter deutlich niedrigere Hemmschwellen hatten, zum Einen durch Propaganda und...diverser Pseudomedizin, die genutzt wurde, um Menschen als minderwertiger zu labeln. Spielten da noch andere Faktoren ne Rolle?

Die Pseudomedizin usw galt auch als "richtungsweisend", was "normal ist anhand äußerer Merkmale, nicht anhand der Tatsache, ob ein Handeln schädigend ist oder nicht. Das erkennt man daran, dass nicht nur Einzeltäter schädigende Handlungen gegenüber Juden etc. wie Belästigung ausübten, sondern eine Selbstjustiz gefördert wurde, die bis hin zur Massenvernichtung von Menschen führte in den Konzentrationslagern.

Durch die Sichtbarkeit der Label, würde ich behaupten, fiel es bürgerlichen Tätern auch leichter gegenüber Einzelpersonen Selbstjustiz zu üben. Ich hab in Dokus gesehen, dass man Leuten diverse Rechte absprach, die belästigte usw. Einzelnen Tätern schien es möglich gezielt Mitbürger fertig zu machen, weil man ihnen damit (Sterne/Label, Pseudomedizin) Werkzeug gab.

Ich glaube, durch fehlende Grundrechte und die Werkzeuge ist normalen Mitbürgern eine Art Selbstjustiz, aber auch Kontrollfunktion über Mitbürger auferlegt worden, die eskalierte. Nicht nur sichtbar durch Bedrohung Gelabelter.

Könnte man das so in etwa beschreiben, also die Kerndynamik, maßgebliche Punkte dahinter, die zu dieser Eskalation führten? Was wäre noch wichtig, was zu dem Holocaust geführt hat?

Geschichte, Politik, Gewalt, Gesellschaft, Nationalsozialismus, gewaltenteilung
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