Hallo,

ich bin nicht ganz sicher, wie du das meinst. Das PPP tritt immer mit den Endungen auf, die du auch von den Substantiven und Adjektiven der o- und a-Deklination kennst.

Deine Tabelle zeigt das durchkonjugierte Perfekt Passiv (im Indikativ), das mit dem PPP (im Nominativ Sg./Pl.) und einer Form von esse im Präsens (Indikativ) gebildet wird.

Falls das deine Frage nicht beantwortet, müsstest du sie nochmal genauer formulieren.

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Dir muss doch klar sein, dass du das vergessen kannst. Du weißt doch wohl auch nicht erst seit gestern, dass da eine Prüfung ansteht; dass sie offenbar relevant für dein Studium ist, und dass das nötige Wissen einiges an Vorbereitung und Übung verlangt.
Willst du in deinem Studiengang bleiben, wirst du nicht darum herumkommen, dich das kommende Jahr intensiv - im besten (vielleicht einzig sinnvollen) Fall in einem Kurs - mit dem Fach zu befassen, denn NIEMAND wird Latein in zwei Wochen auf einem Niveau lernen, das irgendeine Prüfung rechtfertigen könnte.

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Hallo,

da scheint es recht aussichtslos, genau den Brief - denn darauf kannst zu dich zumindest einstellen: Es wird ziemlich sicher ein Brief werden ;-) - zu finden, denn es gibt 369 davon und nur verhältnismäßig wenige kannst du der Kürze wegen ausschließen.

falls du dich trotzdem auf die Suche begeben möchtest, findest du alle Briefe hier: http://www.thelatinlibrary.com/pliny.html

Du kannst dir aber prinzipiell jeden Brief vornehmen, um dich an Plinius sprachlichen Stil zu gewöhnen.
Das ist übrigens ein Rat, den du in Zukunft bei jedem Autor in der Klausurvorbereitung beherzigen kannst.

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Das ist eine sehr ungnädige Aufgabe, denn du kannst schlicht nicht - zumindest nicht logisch stringent - gegen die Philosophie argumentieren, ohne es auf philosophische Weise bzw. unter Beachtung von Techniken der Philosophie zu tun.
Man kann Philosophen ggf. vorwerfen, dass ihre Thesen teils wenig Relevanz für- oder Berührungspunkte mit der Lebenswirklichkeit der Menschen haben, aber auch das setzt ja voraus, dass hier eine Wert-Gewichtung vorliegt: „Praxis > Theorie“ etwa. Und diese Gewichtung kann (s.o.) nicht ohne Philosophie begründet werden.

Das Wesen der Philosophie ist erst einmal die Frage, und eine (letztgültige) Antwort liefert sie eigentlich nie. Sie ist die Suche und das Streben nach Wissen - „Weisheit“ - kommt dabei aber nicht zum Schluss, da sie Zeitgeist und dessen Kritik ist.
Dieser Wesenszug lässt die Philosophie vielen als unsinnige Zeitverschwendung - als Gedanken „aus dem Elfenbeinturm“ - erscheinen.
Nie kann und nie wird in der Ethik ein unumstößliches (Natur)Gesetz der Moral gefunden werden und dennoch liegt in der immer neuen Aushandlung von Normen und Werten die Grundlage unserer Gesellschaft und unseres Zusammenlebens - und hier einen theoretischen Unterbau zu schaffen, zu fragen: „wie wollen wir leben? Und warum?“, darin liegt die wohl bedeutendste Aufgabe der Philosophie und bietet damit doch sehr unmittelbar einen Bezug zu und einen Nutzen für die Praxis.

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https://www.google.de/amp/s/amp.focus.de/politik/ausland/europaeischer-gerichtshof-fuer-menschenrechte-propheten-mohammed-als-paedophil-bezeichnet-verurteilung-rechtens_id_9797869.html

Dieser Fall (bzw. das Urteil) - mit nun wieder aktuellem Bezug - hat mich damals schon ziemlich geärgert.
Ohnehin stört mich auch hierzulande die Formulierung im Gesetzestext.
Stellt man Kritik unter Strafe, sofern sie „geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören“, nimmt man damit direkt die radikalsten Gruppierungen in Schutz, die bei jeder Kritik dazu neigen, „den öffentlichen Frieden zu stören“.

Hier klafft eine gewaltige Lücke zwischen „Recht“ und „gerecht“.

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Meinst du evtl. die Kugelmenschen-Erzählung aus Platons Symposion?

https://de.wikipedia.org/wiki/Kugelmenschen

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Naja. "Gute Politik" ist ja fast schon ein Oxymoron.
Politik ist immer dann "gut" oder "schlecht" wenn sie dem jeweilig Bewertenden gefällt - oder eben nicht.

Die Aussage, dass die AfD nun "gute Politik" machen würde, halte ich für gewagt; zumindest mal, weil sie ja bisher nicht wirklich an der eigentlichen Regierungstätigkeit beteiligt war.
Sie leistet Oppositionsarbeit und erfüllt damit den Zweck des Gegenpols zur herrschenden Politik - eine unfassbar wichtige Aufgabe.
Meiner eignen Meinung nach stellt sie sich dabei aber unglaublich ungeschickt an und verbaut sich - und in Erweiterung den Bürgern - die Möglichkeit, bestimmte Themen ergebnisoffen und lösungsorientiert anzugehen.

Momentan leistet meiner Meinung nach aber keine Partei "gute" politische Arbeit. Es gibt ein paar wenige Politiker - und das in allen Parteien - die ich als solche respektieren kann, doch der Anteil sinkt. Zu viele sind festgefahren in ihren teils radikalen Positionen und nicht willens oder fähig, sich der Vernunft oder zumindest einer gegensätzlichen Ansicht zu öffnen.

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Den ersten Teil solltest du hinbekommen.
Beim zweiten verrät dir das tamen - „dennoch, trotzdem“, wie die beiden cum zu lesen sind: konzessiv - „obwohl“. Beide cum stehen deshalb mit dem Konjunktiv.

quiescere - (aus)ruhen

vires deficiunt - Die Kräfte schwinden

Cogitate - Imperativ Plural

klappt es nun?

Schreib ruhig mal deine Lösung, dann kann man da ggf. nochmal drüberschauen.

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Nach fünf Jahren Lateinunterricht ist man normalerweise auf dem Niveau des „normalen“ Latinums. Einige Bundesländer haben die strenge Unterscheidung zwischen „klein“, „~normal“ und „groß“ abgeschafft und bieten nur noch eine oder zwei Varianten des Latinums. Das ist von Bundesland zu Bundesland etwas anders geregelt.
Das „Latinum“ sollte aber für praktisch jeden Studiengang (mit Ausnahme von Latein selbst) ausreichend sein.
An der Uni kann man normalerweise Kurse belegen, um es nachzuholen. Das geht häufig über zwei Semester mit wöchentlichen Kursen oder über einen mehrwöchigen Intensivkurs während der Semesterferien. In beiden Fällen steht am Ende die Latinumsprüfung.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.

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Hallo,

Ich weiß ja nicht, wie viel Wert du darauf legst, es selbst zu lösen; deshalb gebe ich dir zum ersten zuerst mal nur ein paar Hinweise; falls du mehr brauchst, sag Bescheid!

Zum 1.:

Ambo incolumnes ist das Subjekt in diesem Teil des Satzes.
Compluribus (bezieht sich inhaltlich auf hostibus) interfectis ist ein Abl.Abs.

Zum 2.:

Der Teil lässt sich schwer wörtlich übertragen. Auch ist die Verkürzung des Originalsatzes (durch deinen Lehrer?) nicht optimal - es müsste mMn ein a fortuna stehen und videretur statt videtur; ich gebe ihn dir mal ganz. Er ist auch so unklar genug:

anteferendus - Gerundiv (Nom. Sg. mask ; bezieht sich auf uter) zu anteferre - "vorziehen" - "ein Vorzuziehender / einer, den man vorziehen muss"
virtute - Ablativus respectus/limitationis - "(In welcher Hinsicht?) Im Hinblick auf (seine) Tugend/Tapferkeit / an Tapferkeit"

uter (Nom.) utri (Dat.) - "Welcher welchem"

-> "(vom Schicksal konnte nicht entschieden werden), welcher als ein welchem (/dem anderen) an Tapferkeit Vorzuziehender angesehen wurde."

Das klingt einfach furchtbar und sollte deshalb nicht so wörtlich, sondern besser frei, aber inhaltlich korrekt übersetzt werden.
Meine Reclam-Ausgabe schlägt z.Bsp. vor: "…, wen von beiden man als den tapfereren ansehen mußte."

Falls noch etwas unklar ist, frag gern nach!
schönen Gruß

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Hi,

Der erste ist völlig richtig.

Der zweite stimmt zumindest vom Inhalt her auch. Das "weil" als kausale Sinnrichtung des PCs passt hier gut. Allerdings solltest du das passive liberati (PPP) auch als solches verwenden; Du hast den Ablativ (Pl.) dolis zum Subjekt des Nebensatzes gemacht; das bleiben aber die Graeci:
"…weil sie (die Griechen) durch Odysseus Listen oft befreit worden waren."

Beim dritten geht ein bisschen was schief.
Du hast erstens wohl volutum mit einer Form von velle - "wollen" verwechselt? Es kommt aber von volvere, volvo, volvi, volutum - "rollen, wälzen" und gehört dann inhaltlich zu saxum.
Und zweitens hast du tendere (hier + inf.) - "sich bemühen, anstrengen" mit tenere - (fest)halten verwechselt.
-> " Die Griechen versuchten den vor den Ausgang gewälzten Stein (/den Stein der vor den Ausgang gewälzt worden war) zu bewegen"

schönen Gruß.

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Du hast hier sehr konsequent die Partizipien falsch - d.h. nicht KNG-kongruent zum Bezugswort und teils PPP statt PPA und umgekehrt - gebildet:

- T. deos fallentem (bezieht sich auf Tantalum)
- ira motus bezieht sich auf Summus deus
( - obsecrabat)
- coniugem amatam - Sie wird geliebt / ist die Geliebte!
- Sisyphus effugere temptans

Klappt es damit besser?

Schönen Gruß

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Schlag zuerst die Bedeutungen der einzusetzenden Wörter nach. Dann übersetze den Text und füge das am besten passende Wort ein. Achte dabei auf die KNG-Kongruenz! (Also kein Partizip im Pl. zu einem Bezugswort im Sg.; keins im Akk. zu einem Nom.)

Einen Tipp gebe ich dir noch:

die Soldaten „gehorchen“.

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Anders (bitte dann schreiebn wie)

Bei einer „toten Sprache“ herrscht weitgehend Narrenfreiheit, was die Aussprache angeht. In der deutschen Schulpraxis hat sich das ä durchgesetzt.

Klassisch wäre eher ae (wie ai). So haben wir es an der Uni gehandhabt und das ist heute auch meine bevorzugte Art der Aussprache.

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Ich würde empfehlen, dir selbst eine solche Tabelle anzulegen, da du offenbar spezielle Wünsche an ihren Aufbau stellst.
Auf diese Weise wiederholst du die Formen außerdem schon beim Schreiben.
Ansonsten kann ich dir diese (zum selber Ausfüllen) anbieten:

https://www.dropbox.com/s/lkhnjsoa8okzkwa/Konjugations%C3%BCbung%20Latein.pdf?dl=0

schönen Gruß.

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Im besten Fall hast du das entsprechende Wort gelernt und weißt, ob es ein Akk. Sg. mask., ein Nom./Akk. Sg. ntr. der o-Deklination oder (denn auch hier gibts ein -um) ein Gen. Pl. der 3.Deklination ist (z.Bsp.: consulum).
An der Endung allein kannst du es nicht erkennen. Das hast du ja selbst schon gemerkt.

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Ich habe dazu schon mal eine längere Antwort geschrieben; ich kopiere sie dir hier einfach mal rein:

Es gibt ein paar Faustregeln an denen man sich orientieren kann, wenn man das Genus nicht kennt; damit fährt man in der Regel ganz gut, wenn man nicht zufällig auf eine Ausnahme stößt. Das Problem ist: Auch diese Regeln müssen gelernt werden und die sind auch nicht so eingängig:

Zunächst das (von Deklinationen unabhängige) natürliche Geschlecht: diese Wörter haben von Natur aus ein bestimmtes Genus, das mit ihrer (inhaltlichen) Bedeutung übereinstimmt (so ist pater - der Vater - maskulin und mater - die Mutter - feminin, obwohl sie zur gleichen Deklination gehören):

Maskulin sind in der Regel: Männer, Flüsse, Berge, Winde und Monate

Feminin sind in der Regel: Frauen, Bäume (außer acer, aceris, n. - "der Ahorn") und Quellen; die meisten Städte (nicht unbedingt Dörfer), LänderGegenden und Inseln; außerdem Schiffe

Neutrum: Wörter, die nicht dekliniert werden, wie fas - "das göttliche Recht" oder nihil - "nichts", werden als Neutra behandelt.

Diese Regeln zum natürlichen Geschlecht werden im Lateinischen über die folgenden grammatischen Regeln gestellt; das heißt, wenn ein Wort nach einer grammatischen Norm maskulin sein müsste, aber von Natur aus feminin ist, ist es feminin!

1. u. 2. Deklination (o- und a-)

o-Deklination auf -us und -er (wie ager, agri oder puer, pueri) -> in der Regel Maskulinum

o-Dekl. auf -um -> Neutrum

a-Dekl. -> in der Regel Femininum; Ausnahmen sind z.Bsp. agricola, -ae (der Bauer), nauta, -ae (der Seemann), poeta, -ae (der Dichter) (s.o. Natürliches Geschlecht! -> das sind alles Männer)

3.Deklination: 

Wörter auf -er-or und -os sind i.d.R. Maskulinum (Ausnahme z.Bsp. cor, cordis, n. das Herz) sowie auf -es (miles, militis - der Soldat). außerdem -ol (sol, solis - die Sonne), -o (homo, hominis - der Mensch) und -ex (codex, codicis - Buch; grex, gregis - Herde; nicht aber nex, necis, f. - Mord)

Wörter auf -as, -atis; -us, -utis und -aus, -audis zudem die auf -io, -onis, auf -x (nox, fax, lux, vox; rex z.Bsp. ist wegen des natürlichen Geschlechts männlich!) und -s nach einem Konstonanten (ars, artis - die Kunst; mors, mortis - der Tod) sind i.d.R. Feminina.

Auch die auf -es und -is sind meist feminin, wenn sie in Nominativ und Genitiv die gleiche Silbenanzahl haben: navis, navis - das Schiff; ovis, ovis - das Schaf; vulpes, vulpis - der Fuchs. Diese Wörter enden (mit einigen Ausnahmen) im Genitiv Pl. außerdem nicht auf -um sondern auf -ium (-> navium statt navum)!

Wörter auf -men (nomen, flumen), -ur (fulgur) und -us-oris (corpus, -oris; tempus, -oris) sowie die auf -ar, -e und -al sind i.d.R. Neutrum. Wie oben gesagt, heißt das, dass bei ihnen Nominativ und Akkusativ übereinstimmen und sie im Plural ein -a haben. (Für die Neutra auf -ar, -e und -al gilt außerdem: Nom. + Akk. Pl. auf -ia, Genitiv Pl. auf -ium und Ablativ Sg. auf -i.)

4. Deklination (u-)

Hier sind die meisten Wörter auf -ūs maskulin. Ausnahmen sind z.Bsp.: domus - das Haus, manus - die Hand, porticus - die Säulenhalle und idus - die Iden (ein Kalenderdatum); die sind feminin;

Neutrum sind die auf -uDavon gibt es aber kaum welcheEin Beispiel ist: cornu, -us, n. - das Gehörn, Geweih

5. Deklination (e-)

Die allermeisten Wörter der e-Deklination sind Feminina. Ausnahmen sind dies, diei, m. - der Tag (als "Termin" ist auch dies feminin!) und meridies, meridiei, m. - Mittag.

Das sollte im Grunde alles abdecken, was man als Schüler braucht.
Schönen Gruß!

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