Ich hab mal Google bemüht und je nach Lehrwerk lautet der vorherige Satz:

"Quid Agamemnoni usui erat Troiam oppressisse?"
oder
"Quid Agamemnoni(, qui avidus victoriae erat,) profuit Troiam oppressisse?"

  • "Welchen Nutzen brachte es Agamemnon, Troja unterworfen zu haben?"/
  • "Was nützte es Agamemnon,(…) Troja unterworfen zu haben?"

Der fogende Satz spart das usui esse/prodesse aus und ist folglich zu lesen als:
Quid Caesari Gallia victa [usui erat/profuit] rem publicam oppressisse?

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Hier gibt’s nicht viel zu meckern.

Dasvierrädrigbei carrucis würde ich streichen. Ist nicht nötig und klingt unschön.
Cultu besser als „Schmuck/Ausstattung“

Der letzte Satz ist etwas schief:

-> Auf seinem Vorhof stand eine (Riesen)Statue Neros von 120 Fuß (Größe/Höhe).

insgesamt eine sehr gute Übersetzung

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At ille urbem neglegens in alias partes Italiae invasit et ad Cannas Romanis ingentem cladem paravit.
  • neglegere - "sich nicht kümmern um" hier vielleicht freier: "links liegen lassen"
  • ad Cannas - ad + Akk hier nicht "zu" sondern "bei" -> "bei Cannae"
  • cladem parare - "eine Niederlage bereiten"
  • Mit urbs - "die Stadt" meint häufig - und auch hier - DIE Stadt, nämlich Rom.

Das Subjekt (Hannibal) steckt hier im Prädikat (bzw. den Prädikaten). Auch das PPA neglegens bezieht sich auf ihn. Du kannst es hier beiordnend übersetzen (als zwei Hauptsätze): "Doch er ließ Rom links liegen und…"

Sed quia Romam non ceperat, a comite vituperatus est: ,,Vincere scis, Hannibal, victoria uti nescis."
  • comes, comitis - Gefährte, Gefolgsmann
  • vituperare - tadeln, kritisieren; vituperatus est - 3.P.Sg. Perfekt Indikativ Passiv -> "er wurde kritisiert"
  • Den letzten Teil kennst du ja

Ich hoffe, damit bekommst du es gelöst. Wenns nicht klappt, frag gern nochmal nach oder schreib deinen Versuch hier rein, damit man nochmal drüberschauen kann.

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Es gibt hier mehrere Überlieferungen und "falsch" in dem Sinne ist keine.
In Ovids Fassung - das ist wohl die bekannteste - ergeht er sich immer mehr in seiner unerfüllbaren Sehnsucht, reist sich das Gewand herunter, schlägt sich selbst mit den Händen - das "Auf-die-Brust-Schlagen" ist in vielen lateinischen Textpassagen ein Ausdruck von Verzweiflung und Trauer - und stirbt schließlich einfach.

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Alten Mannes

Ein einsamer Genitiv? So alleinstehend ergibt das nicht viel Sinn, aber der Genitiv zu senex lautet senis.

Es war nichts anderes zu erwarten

nihil (/nil) aliud expectandum erat - Es durfte nichts anderes erwartet werden

Alles für den Schutz des Staates

Möglich u.a. als Omnia pro tutela publica / omnia pro rei publicae tutela

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Die Regeln sind recht simpel.

Steht der Hauptsatz in einem Haupttempus (Präsens, Futur I, Futur II und (selten) einem präsentisch verwendeten Perfekt (->wenige Wörter, die im Perfekt stehen, aber im Präsens übersetzt werden)), dann steht der Nebensatz bei
Gleichzeitigkeit im Konjunktiv Präsens und bei
Vorzeitigkeit im Konjunktiv Perfekt

Steht der Hauptsatz in einem Nebentempus (Imperfekt, Perfekt, Plusquamperfekt (und historisches Präsens)), dann steht der Nebensatz bei
Gleichzeitigkeit im Konjunktiv Imperfekt und bei

Vorzeitigkeit im Konjunktiv Plusquamperfekt

Klärt das deine Frage schon?
Falls nicht, hake hier gern nach.

Schönen Gruß

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Im Lateinischen steht man zwar in foro, im Deutschen aber auf dem Marktplatz, nicht im. Sonst ist das aber formal korrekt.
Eine kausale Übersetzung bietet sich hier allerdings eher nicht an. Ich würde es wörtlich oder als Relativsatz übersetzen.
Eine Substantivierung ginge wohl als „ruft ihn bei dessen Herumstehen auf dem Marktplatz“. Schön ist das allerdings auch nicht.

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Schauen wir mal:

Das PPP (Partizip Perfekt Passiv) wird vorzeitig gebildet d.h wenn der Hauptsatz im Präsens steht muss man eine Zeit nach hinten springen also Perfekt.
  • Es wird nicht "vorzeitig gebildet"; du meinst wahrscheinlich das richtige, bezeichnest es aber etwas falsch. -> Es zeigt in Partizipialkonstruktionen eine Vorzeitigkeit an.
Man kann das PPP verschieden bilden: adverbial, relativ, mit einer Substantivierung und wörtlich
  • Auch hier: du meinst das richtige, bezeichnest es aber falsch; zunächst: das PPP ist keine Konstruktion! Es ist ein Partizip, eine Form des Verbs. Du kannst damit aber Konstruktionen bilden. So z.Bsp. Das Participium Coniunctum oder den Ablativus Absolutus. Diese Konstruktionen kannst du auf verschiedene Weisen übersetzen - das meintest du wohl.
  • Die Möglichkeiten der Übersetzung sind beim PC:
  • Wörtlich, Unterordnung (also als adverbialer Nebensatz(z.Bsp. temporal, kausal, modal, konsekutiv u.a.)), Relativsatz, Beiordnung (als Hauptsatz) und Substantivierung. Als Merkwort zu diesen Möglichkeiten bietet sich "WURBS" (oder WRUBS, wenn dir das besser gefällt) an.
Man muss die Form immer extra lernen ergo bei laudata --> laudatam
  • Das PPP lernst du beim Vokabellernen immer mit, meist in der Form Nominativ Sg. Maskulin oder Neutrum (also auf -us bzw. -um); Der Sinn deines "laudata --> laudatam" erschließt sich mir nicht ganz, denn:
das PPP hat die Endungen der o und a Deklination; Eselsbrücke: -tus -ta -tum -sus -sa -sum
  • Richtig. Das PPP wird nach der o- und a- Deklination gebeugt. Es steht dann immer in Kasus-, Numerus-, und Genus-Kongruenz zum jeweiligen Bezugswort.

Was du zudem wissen solltest:

  • Das PPP ist - wie oben gesagt - erstmal nur eine Form des Verbs. Es wird nicht nur in Partizipialkonstruktionen (wie PC und Abl.Abs.) verwendet, sondern bildet in Verbindung mit einer Form von esse auch die Formen des Perfekt und Plusquamperfekt Passivs.

Falls du noch zusätzliche Fragen haben solltest, stell die gern.
Schönen Gruß

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  • Haud sane heißt etwa „nicht wirklich“, „in der Tat nicht“
  • quidnam - „Was denn(?)“; Konjunktiv (sit) steht, da es eine indirekte Frage ist.
  • der davon abhängige Relativsatz steht daher auch im Konjunktiv.
  • putare mit dopp. Akk. -> „halten für“

Haud sane intellego, quidnam sit, quod laudandum putet.

„Ich verstehe nicht wirklich, was es (denn) gibt (/ist), was er für lobenswert (/für etwas zu lobendes) hält.“

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Insgesamt wirklich gut. Ein paar Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge:

In privato solo Martis Ultoris templum forumque Augustum feci et Capitolium et Pompeium theatrum utrumque opus impensa grandi refeci sine inscriptione nominis mei.‘
  • "Auf persönlichem Boden": "Auf Privatgrund" klingt besser
  • Capitolium et Pompeium theatrum sind die Akk.Objekte zu refeci
  • Mit Capitolinum ist wohl der (Jupiter)tempel auf dem Kapitol gemeint. Den hat Augustus nämlich tatsächlich renovieren lassen.
  • Pompeium theatrum ist das Pompeiustheater. Das steht in Rom, und hat nichts mit Pompeji zu tun.

Auf Privatgrund errichtete ich einen Tempel für Mars Ultor und stellte (ich) die beiden (Bau)werke, den Kapitol-Tempel und das Pompeiustheater mit großen Kosten ohne Inschrift meines Namens wieder her.

Profecto – ut dixit ipse – urbem, quam latericiam acceperat, marmoreamreliquit.“
  • ut - "wie"
  • urbem: Akk. Obj. des Satzes
  • latericiam ("Ziegel-") und marmoream ("Marmor-") beziehen sich beide auf urbem: Eine Ziegelstadt / Stadt aus Zieglen und eine Marmorstadt / Stadt aus Mormor
  • relinquere hier im Sinne von "beim Tod hinterlassen", nicht "verlassen"

Sicherlich/ In der Tat - wie er selbst sagte - hinterließ er die Stadt, welche er (als eine) aus Ziegeln bekommen hatte, (als eine) aus Marmor.

Fulvius: „Homines stultissimi! Nonne intellegitis Augustum haec opera fecisse ad populum sibi conciliandum?
  • Der Teil spricht die 2.Person Pl. an. Man kann Homines stultissimi also gern als Vokativ lesen. Wenn man es als ein Fluchen von Fulvius mit ausgespartem esse lesen will, ginge das aber sicher auch.
  • intellegitis ist Präsens! nicht verwechseln mit intellegistis!

Fulvius sagt: „Ihr dummen Menschen! Versteht ihr nicht, dass Augustus sich diese Mühen machte, um das Volk für sich zu gewinnen?

Augustus numquam rem publicam liberam restituere in animo habuit.
  • der ist super!

Augustus hat niemals im Sinn gehabt, den freien Staat (/die freie Republik) wiederherzustellen.

Cupiditate regendi adductus inimicos interfecit et omnem potestatem in manus suas traxit.”
  • Zeitverhältnis beachten!
  • "in seine Hände schleppen" klingt sehr seltsam

Er tötete seine Feinde, weil er von der Begierde des Regierens veranlasst worden war und zog alle Macht in seine Hände.

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Ich korrigiere hier zuerst nur mal. Falls du zu einer bestimmten Korrektur Fragen hast, stell die gern.

  1. Romulus sagt zu Remus: ,,Bald herrsche ich (eigentlich: "...werde ich herrschen"), nicht du.''
  2. Remus spricht: ,,Du irrst dich. Du wirst nicht herrschen.'' - Stimmt!
  3. Romulus bei sich: ,,Remus wird niemals herrschen.'' - Stimmt auch.
  4. Remus sagt: ,,Wir werden das Zeichen der Götter abwarten.'' (/auf das Zeichen warten)
  5. Romulus sagt zu den Göttern: ,,(Oh) große Götter, ihr werdet den König offenbaren(/verkünden).''
  6. Remus sagt:,, Die Götter werden uns antworten und wir werden ihnen gehorchen.''
  7. Romulus spricht: ,,Nicht du wirst König (sein), sondern ich werde König (sein).'' - Passt!
  8. Remus sagt: ,,Die Götter werden dir nicht, aber (besser auch hier: "sondern") mir helfen.'' -> "...nicht dir, sondern mir…"
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Ja, hier gibts einiges an kniffliger Grammatik. Ich gebe dir erstmal nur Tipps, damit du die endgültige Übersetzung noch selbst machen kannst:

Caesare invito res publica numquam restituetur.
  • Caesare invito ist ein s.g. "nominaler Ablativus Absolutus"; beim "normalen" Abl.Abs. hast du ein Substantiv und ein Partizip jeweils im Ablativ. Beim nominalen hast du entweder zwei Substantive oder ein Substantiv und ein Adjektiv (so wie hier) im Ablativ. Man übersetzt dann: Cicerone magistro - "Mit Cicero als Lehrer" oder "Als Cicero Lehrer war" oder etwas ähnliches. Hier: Caesare invito (invito von invitus heißt "unwillig, gegen den Willen") ~ "Mit dem unwilligen Caesar" -> "gegen den Willen Caesars"
  • Dann folgt der restliche Satz; restitu-e-tur (von restituere) ist Futur I, Passiv -> "wird wiederhergestellt werden"
Ne putaveritis rem publicam Caesari curae esse!
  • Ne putaveritis: putav-eri-tis ist 2.Person. Pl. Perfekt Konjunktiv Aktiv. Da du hier einen Konjunktiv im Hauptsatz hast, muss bei dir im Kopf die Schublade mit den Konjunktivfunktionen aufgehen. Konjunktiv Perfekt in der 2. Person + Ne deutet auf einen Prohibitiv - ein Verbot - hin! (Das Perfekt ist zeitstufenlos. D.h. es drückt keine Vergangenheit aus) -> "Glaubt nicht…"
  • Es folgt ein AcI ("…,dass…")
  • (Caesari) curae [est] ist ein s.g. Dativus finalis. Er drückt aus, zu was etwas dient, bzw. was die Wirkung ist. Hier etwa: "Es gereicht zur Sorge" oder "es bereitet Sorge"; für wen etwas dann eine Wirkung hat, steht in einem zweiten Dativ (dem Dat. (in)commodi) Hier: Caesari -> "es bereitet Caesar Sorge."; besser passt hier für curae [est]: "Interesse haben an" oder "etwas liegen an".
Id tantum cogitat, quemadmodum gloriam sibi paret.
  • tantum - "nur", cogitare - "überlegen"
  • quemadmodum - "wie; auf welche Weise"
  • paret kommt nicht von parere! Es ist: 3.Person Sg. Präsens Konjunktiv Aktiv zu parare - "bereiten, verschaffen".
Adeo cupidus gloriae est, ut Alexandro par esse velit.
  • Adeo - "so sehr"
  • cupidus -"begierig nach"; wonach steht im Genitiv (->gloriae)
  • Alexandro meint Alexander den Großen
  • par - "ebenbürtig, 'auf Augenhöhe mit' "
Cognovimus Caesarem iuvenem de Alexandro cogitantem flevisse.
  • cognoscere heißt im Präsens "kennen lernen" und im Perfekt "wissen, kennen"; (Was du in der Vergangenheit kennen gelernt hast, weißt du jetzt)
  • Caesarem iuvenem [de Alexandro cogitantem] flevisse ist ein AcI in dem ein PC steckt. (Der Infinitiv steht im Perfekt! -> Vorzeitigkeit! flevisse kommt von flere)
  • cogitare de - "denken an"
  • Caesar iuvenis - "Caesar als junger Mann"

Ich hoffe, damit kommst du etwas weiter. Schreib deinen Versuch sonst gerh hier noch rein, falls du unsicher bist.
Schönen Gruß

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Die römische Mythologie hat sehr viele Überschneidungspunkte mit der griechischen; so viele, dass sie vielfach deckungsgleich und nicht wirklich zu trennen sind. Daher ist es meist sinnvoller, von der „Mythologie (bzw. Mythen) der Antike“ zu sprechen.

Gute Sammlungen antiker Erzählungen sind zum Beispiel:

Gustav Schwabs „Die schönsten Sagen des klassischen Altertums (das gibt’s, meine ich, auch irgendwo gemeinfrei als PDF)

oder Gerhard Finks „Die schönsten Sagen der Antike“

Ich kann dir beide empfehlen.

Wenn du eine der römischen Primärquellen für mythologische Erzählungen im Original oder in Übersetzung lesen willst, bieten sich natürlich Ovids 15 Bücher (keine Angst, ein Buch misst nur ca. 700-800 Verse) Metamorphosen an.

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Latein Übersetzung zu Sispheus?

Sisyphus, qui paene cunctos homines audacia superat, etiam deos caeli saepe irridet.

Sisyphus, der fast alle Menschen an Kühnheit übertrifft, sogar oft die Götter im Himmel verspottet.

Tandem Iuppiter eum morte matura afficere cogitat.

Schließlich beschließt Juppiter frühzeitig seinen Tod (an zu tun).

Itaque Thanatum ad eum ire iubet.

Deshalb befiehlt er dem Gottes Todes zu ihm zu gehen.

Sed Sisyphus, cui etiam sapientia magna est, eum fallere et praeterea vincire potest.

Aber Sisypheus, welcher große Weisheit besitzt, kann ihn täuschen und (außerdem) fesseln.

Homines dolo eius beati sunt, nam se potentiam mortis non iam timere debere putant.

Die Menschen sind durch seine List glücklich, denn sie glauben für sich die Macht des Todes nicht mehr fürchten zu müssen.

Tum Iuppiter Martem deum iratus mittit, qui Thanatum virtute sua liberare potest.

Dann schickt Juppiter aus Zorn den Gott Mars los, welcher den Gott des Todes mit seiner Tapferkeit befreien kann.

Qui paulo post iterum Sisyphum adit et eum in Tartarum ducit.

Welcher wenig später wiederum Sisypheus bittet und ihn in die Unterwelt bringt.

Sisyphus gelingt es jedoch ein zweites Mal die Götter zu täuschen und er lebt noch viele Jahre auf der Erde. Schließlich muss aber auch er sterben. In der Unterwelt erwartet ihn eine harte Strafe:

Sisyphus maximo cum labore saxum in montem subvolvere debet; sed cum laborem finitum esse putat, saxum rursus devolvitur.

Sisypheus muss durch arbeiten einen großen Felsbrock einen Berg hinaufwälzen, als er glaubt mit der Arbeit fertig zu sein, rollt der Stein wieder hinab. 

Bezieht sich das Wort "se" auf Menschen?

Bezieht sich das Wort "eius" auf den vorhergehenden Satz, also auf Sisypheus?

Bezieht sich das Wort "sua" auf Mars?

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Außer ein paar Kleinigkeiten ist das eine wirklich gute Übersetzung.
Super!

Sisyphus, qui paene cunctos homines audacia superat, etiam deos caeli saepe irridet.
  • der hintere Teil ist etwas krumm
  • caeli als Lokativ - "im Himmel" - geht. Alternativ als Genitiv - "Götter des Himmels"

Sisyphus, der fast alle Menschen an Kühnheit übertrifft, verspottet oft sogar die Götter im (/des) Himmel(s).

Tandem Iuppiter eum morte matura afficere cogitat.
  • matura bezieht sich direkt auf morte -> früher / zeitiger Tod
  • das ganze lässt sich wirklich nicht so toll wörtlich übersetzen, weshalb du schon einen guten Ansatz gewählt hast. wörtl. hieße es "beschließt, ihn mit einem frühzeitigen Tod zu versehen"; Alternativ einfach: ", ihn zu töten"
  • "Schließlich beschließt" würde ich umformulieren.

Zuletzt beschließt Juppiter seinen (früh)zeitigen Tod.

Itaque Thanatum ad eum ire iubet.
  • das passt so 

Deshalb befiehlt er dem Gottes des Todes (/Thanatos), zu ihm zu gehen.

Sed Sisyphus, cui etiam sapientia magna est, eum fallere et praeterea vincire potest. 
  • auch der ist super!

Aber Sisyphus, welcher (/der) große Weisheit besitzt, kann ihn täuschen und (außerdem) fesseln.

Homines dolo eius beati sunt, nam se potentiam mortis non iam timere debere putant. 
  • Statt "durch" lieber "glücklich über"
  • nicht "für sich"; das se ist der Akkusativ des AcIs und ist reflexiv - rückbezüglich - auf das Subjekt: homines. -> "sie glauben, dass sie (selbst)…"

"Die Menschen sind über seine (/dessen) List glücklich, denn sie glauben die Macht des Todes nicht mehr fürchten zu müssen. (/dass sie…)"

Tum Iuppiter Martem deum iratus mittit, qui Thanatum virtute  sua liberare potest.
  • "Aus Zorn" passt inhaltlich; es sollte nur klar sein, dass es sich als Adjektiv auf Iuppiter bezieht.
  • virtus ist so ein Wort, was sehr viele verschiedene Bedeutungen haben kann. Im Grunde alles, was man positiv mit "Mannhaftigkeit" bzw. "Männlichkeit" (vir = Mann) assoziiert. Hier passt wohl am ehesten "Kraft"

Dann schickt Juppiter aus Zorn den Gott Mars los, welcher den Gott des Todes (/Thanatos) mit seiner Kraft befreien kann.

Qui paulo post iterum Sisyphum adit et eum in Tartarum ducit. 
  • Qui, quae, qoud (als Relativpronomen) am Satzanfang deutet häufig auf einen s.g. "relativischen Satzanschluss" hin; hier übersetzt du es wie ein Demonstrativ- oder Personalpronomen -> "Er"; Daraus ergibt sich dann auch ein etwas andere Satzstruktur in der Übersetzung.
  • adire kann zwar auch "bittend herantreten", hier ist aber aber die Zeit des Bittens schon lange vorbei. Es heißt hier einfach "hingehen zu"

Dieser (Thanatos) geht wenig später wiederum (/noch einmal) zu Sisyphus und bringt ihn in die Unterwelt.

Sisyphus gelingt es jedoch ein zweites Mal die Götter zu täuschen und er lebt noch viele Jahre auf der Erde. Schließlich muss aber auch er sterben. In der Unterwelt erwartet ihn eine harte Strafe:

Sisyphus maximo cum labore saxum in montem subvolvere debet; sed cum laborem finitum esse putat, saxum rursus devolvitur.
  • das maximo bezieht sich auf labore nicht auf saxum. Achte auf die KNG Kongruenzen!
  • labor hier besser mit "Mühe / Anstrengung" übersetzen -> unter größter Anstrengung"
  • das sed hast du vergessen

Sisypheus muss unter größer Anstrengung einen Felsbrocken einen Berg hinaufwälzen; als er aber glaubt mit der Arbeit fertig zu sein, rollt der Stein wieder hinab. 

Bezieht sich das Wort "se" auf Menschen? -> Ja!

Bezieht sich das Wort "eius" auf den vorhergehenden Satz, also auf Sisypheus? -> Ja!

Bezieht sich das Wort "sua" auf Mars? -> Ja!

Schönen Gruß

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Sisyphus Übersetzung? Unsicher bei der Übersetzung?

Sisyphus

  1. Sisyphus, rex1) Corinthiorum2), secum cogitat: »Cuncta, quae possidere cupio, possideo. Nonne beatus sum?

Sisyphus, König der Korinther, denkt bei sich: „Alles, was ich wünsche zu besitzen, besitze ich. Bin ich nicht glücklich?

  1. Etiam sapiens3) sum. Etiam deos sapientia superare possum. Qui se dominos mundi esse putant. Ego eos decipiam4)! Eos neque virtute neque potentia neque sapientia homines superare demonstrabo5)

Auch bin ich weise. Sogar vermag ich die Götter an Weisheit übertreffen. Diese  glauben über sich die Götter der Welt zu sein. Ich werde sie täuschen. Ich werde zeigen, dass sie weder an Tapferkeit, noch an Macht, noch an Weisheit die Menschen übertreffen!

  1. Paulo post Mors6) ad Sisyphum venit et eum in Tartarum7) portare cupit.

Paulus kommt nach dem Gott des Todes zu Sisyphus und wünscht diesen an den Strafort der Unterwel zu tragen.

  1. Sisyphus secum cogitat: »Nondum8) mori9) cupio!«; tum Mortem6) catenis10) vincit11). Nunc nemo mori9) potest, priusquam12) Mars13) Mortem6) e catenis10) liberat.

Sisyphus denkt bei sich: Ich wünsche noch nicht zu sterben. Dann fesselt der Gott des Todes mit Ketten. Niemand vermag jetzt zu sterben, bevor der Gott des Krieges den Gott des Todes von den Ketten befreit.

  1. Postea Sisyphus deos multis aliis modis14) decipit15).

Später täuscht Syphisus die Götter auf viele anderen Weisen.

  1. Post mortem16) dei Sisyphum in Tartaro7) graviter17) puniunt18): Saxum19) magnum in collem20) volvere21) debet. Cum Sisyphus saxum19) in cacumen22) collis20) volvit21), id statim23) revolvitur24). Ita25) Sisyphus, cui vulnera corporis non sunt, tamen doloribus animi26) laborat.

Nach dem Tod bestrafen die Götter Sisyphus im Strafort der Unterwelt schwer. Er muss einen großen Stein auf einen Hügel rollen. Als Sisyphus den Stein auf die Spitze rollt, rollt dieser sofort zurück. So Sisyphus, wessen Körper nicht verwundet ist, dennoch leidet er an Schmerzen in der Seele.

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Ein paar Dinge hab ich zwar anzumerken, aber insgesamt ist das schon nicht schlecht.

Sisyphus, rex1) Corinthiorum2), secum cogitat: »Cuncta, quae possidere cupio, possideo. Nonne beatus sum? 

Sisyphus, (der) König der Korinther, denkt bei sich: „Alles, was ich wünsche zu besitzen, besitze ich. Bin ich nicht glücklich?

  • Hier gibts eigentlich nichts zu beanstanden. Der ist korrekt.
Etiam sapiens3) sum. Etiam deos sapientia superare possum. Qui se dominos mundi esse putant. Ego eos decipiam4)! Eos neque virtute neque potentia neque sapientia homines superare demonstrabo5)!«
  • Hier ist die deutsche Formulierung teils etwas daneben.
  • Für qui statt "Diese" einfach "Sie" klingt besser.
  • dominos mundi nicht deos mundi

Auch bin ich weise. Ich vermag sogar die Götter an Weisheit zu übertreffen. Sie glauben von sich, die Herren der Welt zu sein (/...dass sie die Herren d. Welt seien). Ich werde sie täuschen. Ich werde zeigen, dass sie weder an Tapferkeit, noch an Macht, noch an Weisheit die Menschen übertreffen!

Paulo post Mors6) ad Sisyphum venit et eum in Tartarum7) portare cupit.
  • Paulo ist kein Name, sondern ein Adverb und heißt "ein wenig; etwas"; paulo post = "Wenig später / kurz darauf"
  • ich denke mal, dass Tartarus so in der Anmerkung erklärt war "Strafort der Unterwelt"; Dieser Ort heißt aber einfach so: der Tartaros (bzw. Tartarus für die Römer). Man übersetzt es also nicht.
  • Ähnliches gilt für Mors. Hier schadet es aber nicht, stattdessen "Todesgott" oder "Gott des Todes" oder einfach "der Tod" zu übersetzen.
  • cupere sollte hier schon stärker als "wünschen" sein: "wollen" passt besser
  • ansonsten nur ein Vorschläge zur Formulierung

Kurz darauf kommt der Tod zu Sisyphus und will ihn in den Tartaros bringen.

Sisyphus secum cogitat: »Nondum8) mori9) cupio!«; tum Mortem6) catenis10)vincit11). Nunc nemo mori9) potest, priusquam12) Mars13) Mortem6) e catenis10)liberat.
  • Subjekt im tum Satz fehlt; "Er" (Sisyphus) steckt im vincit; Mortem ist das Akkusativobjekt
  • Wie oben auch: Mars ist ein Eigenname und wird so gelassen!
  • priusquam nach verneinten Ausdrücken (hier: nemo potest) = bevor nicht

Sisyphus denkt bei sich: Ich wünsche noch nicht zu sterben. Dann fesselt er den Tod mit Ketten. Niemand vermag jetzt zu sterben, bevor Mars den Tod nicht von den Ketten befreit.

Postea Sisyphus deos multis aliis modis14) decipit15). 
  • Passt! Ich würde nur ein "noch" ergänzen. Das macht die Übersetzung etwas lebendiger.

Später täuscht Syphisus die Götter [noch] auf viele anderen Weisen.

Post mortem16) dei Sisyphum in Tartaro7) graviter17) puniunt18): Saxum19)magnum in collem20) volvere21) debet. Cum Sisyphus saxum19) in cacumen22)collis20) volvit21), id statim23) revolvitur24). Ita25) Sisyphus, cui vulnera corporis non sunt, tamen doloribus animi26) laborat.
  • Größtenteils schon sehr gut übersetzt. Nur am letzte Satz krankt es etwas.
  • Tartaros, s.o.
  • cacumen collis: hier finde ich es sogar gut, das "des Hügels" auszusparen, da ja klar ist, um welchen Gipfel es geht und es ohne tatsächlich schöner klingt.
  • ein "wieder" würde ich frei ergänzen.
  • cui vulnera corporis non sunt: hier hast du einen Dativus Possesivus. wörtlich: "Dem Wunden des Körpers nicht sind" = "Der keine körperlichen Wunden hat" oder so frei, wie du es gemacht hast: "S., dessen Körper nicht verwundet ist"; (entscheidend ist nur, dass du die Gegenüberstellung "körperliche <-> seelische Wunden" sprachlich auch parallel gestaltest.)
  • Wenn du tamen - "dennoch" in einem Hauptsatz hast, kannst du häufig in der Übersetzung ein "obwohl" im Nebensatz ergänzen.

Nach dem (/seinem) Tod bestrafen die Götter Sisyphus im Tartaros schwer. Er muss einen großen Stein auf einen Hügel rollen. Als Sisyphus den Stein auf die Spitze (des Hügels) rollt, rollt dieser sofort [wieder] zurück. So leidet Sisyphus, obwohl er keine körperlichen Wunden hat, dennoch an seelischen Schmerzen.

Schönen Gruß

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Das kommt darauf an, wessen Lager sie zerstören wollten.
sua ist reflexiv (bezieht sich auf das Subjekt) und meint „ihr (eigenes) Lager“. Das scheint mir wenig sinnvoll.

eius dagegen meint das Lager dessen, zu dem sie kamen. In dem Fall könnte das eius auch entfallen.

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Schreib ruhig erstmal deinen eigenen Versuch hier rein. Dann kann man dir auch sagen, wo du Fehler gemacht hast. Andernfalls lernst du überhaupt nichts und stehst beim nächsten Text wieder dumm da.

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Ja, das ist vielleicht nicht ganz leicht. Der Aufbau sollte aber durch die Übersetzung und Erklärungen deutlich werden.

Quid timeam, ignoro -

"Was ich fürchte, weiß ich nicht -

timeo tamen omina demens,

"ich fürchte dennoch töricht alles,

et patet in curas area lata meas. 
  • hier muss man in der Übersetzung etwas deuten, was gemeint ist.

"und es eröffnet (/erstreckt) sich ein weites Feld (hinein) in meine Sorgen (= Meinen Sorgen eröffnet sich ein weites Feld = Es gibt viel, um das ich mich sorgen könnte)

Qua ecumque [pericula] aequor habet, quaecumque pericula tellus [habet],
  • im ersten Teil ist das pericula ausgespart und im zweiten das habet. Beides muss mitgedacht werden!

"Welche Gefahren das Meer (aequor) auch immer bereit hält (/hat), (und) welche Gefahren die Erde,

tam longae causas suspicor esse morae.
  • suspicari ist ein Deponens -> Aktiv statt Passiv!
  • AcI abhängig vom suspicor - "ich vermute/ habe den Verdacht"
  • umformuliert: "suspicor tam longae morae causas esse."

"…,ich vermute, dass sie (=die Gefahren) der Grund (lat. Pl.) der so langen Verzögerung sind." (alternativ: "ich verdächtige sie, der Grund zu sein")

Ich hoffe, das hilft beim Verständnis

Schönen Gruß

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Hier hilft es, sich etwas mit der Geschichte dahinter auszukennen:
Anicetus war ein Freigelassener Sklave (libertus) unter Kaiser Nero, von dem es heißt, er habe seine Mutter, Agrippina, loswerden wollen und sie deshalb mit einem schlecht konstruierten, "brüchigen" (fragilis) Schiff auf eine Reise geschickt. Dieses Schiff sollte Anicetus für ihn bauen (construere):

Itaque iussit (gemeint ist Nero)
Es folgt ein AcI.
Anicetum libertum (s.o.) navem fragilem (s.o.) construere (s.o.).

Klappt es damit?

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