Der Konjunktiv Präsens, non sileatur, wird als eine Art Befehl verstanden
Diese Form nennt sich Iussiv. : "es soll nicht geschwiegen werden…" und zwar geschwiegen zu (/über) : de…, de... und de...

Hilft das schon?

...zur Antwort

Normalerweise sollte man ja einen eigenen Versuch vorzeigen können, wenn man hier Hilfe erhalten möchte, aber ich sehe, dass es hier durchaus schwierig ist, überhaupt etwas zu fassen zu bekommen, denn das hier ist nicht ganz einfach zu verstehen:

Magni cuiusdam animi atque eius viri,
  • Ergänze est. Die Genitive sind hier Sonderformen des Gen. Possesivus: Mit unpersönlichem est, können Genitive ein „es ist die Aufgabe/die Pflicht/die (Eigen)Art//es zeugt von… usw. des/eines […]“ ausdrücken; hier also: Es (/Das) ist die Art eines gewiss großen Geistes und eines Mannes, den…
quem de suscepta causa propositaque sententia
  • de suscepta causa und proposita sententia: Abhängig von depellere de - abbringen von. Hier also: von einem angenommenen (Gerichts)fall und einem sich vorgenommenen Beschluss.
nulla contumelia, nulla vis, nullum periculum
  • Subjekte des Nebensatzes (quem…).
posset depellere.
  • Prädikat d. NS.

„Das ist die Art eines gewiss großen Geistes und eines Mannes, den keine Beleidigung, keine Gewalt und keine Gefahr von einem angenommenen Fall und von einem sich vorgenommenen Beschluss abbringen kann.“

____________________________________________________

Africa prohibitus non ad Caesarem [venit], ne iratus, non domum [venit], ne iners, non aliquam in regionem, ne condemnare causam illam, quam secutus esset, videretur:

Das venit nach dem Doppelpunkt kann (muss) auch hier eingesetzt werden, damit du ein Prädikat hast.

ne steht mit dem Konjunktiv und bedeutet „damit nicht“. Der Konjunktiv hier ist videretur. Videre im Passiv wird als „erscheinen/wirken“ übersetzt.

Die Folgen von non…ne… bedeuten also: nicht…, damit er nicht […] erschien“

„Von Afrika abgehalten, kam (~ging) er nicht zu Cäsar, damit er nicht zornig wirkte, nicht nach Hause, damit er nicht untätig wirkte, nicht in irgendeine andere Gegend, damit er nicht die Sache (causa) zu verdammen schien, der er gefolgt war (sequi, sequor, secutus sum; ein Deponens).  

_________________________________________________________

In Macedoniam ad Cn. Pompei castra venit, in eam ipsam causam, a qua erat reiectus iniuriā.

Dieser Satz ist nun nicht mehr so schwer und ich denke, den könntest du auch allein schaffen. Causa meint hier (wie im Satz vorher) die Sache, der sich jemand verpflichtet hat (ähnlich wie im Englischen: for a good cause - für eine gute Sache) und übertragen auch die Partei, die diese Sache vertritt. Du kannst ja deinen Versuch hierzu mal posten.

Ich hoffe das hilft.
Schönen Gruß

...zur Antwort

Das klassische Spiel:
Schreib deinen Vorschlag, dann gibt's Hilfe.
(Das erste cauponam devertit gehört da sicher auch nicht hin; es sei denn, Telemachus ist eine im wahrsten Sinne gespaltene Persönlichkeit ;-) )

...zur Antwort

Hallo,

Es geht hier ums Passiv. Genauer: ums Perfekt Passiv.
Das wird gebildet mit dem PartizipPerfektPassiv (dem PPP) im Nominativ (Sg. und Pl.) und einer Form von esse im Präsens.
Welche Form von esse du brauchst, erkennst du unmittelbar am Pronomen:

ego sum

tu es

is,ea,id, est

nos sumus

vos estis

ii,eae,ea sunt

Welche Form des PPPs du verwenden musst, hängt davon ab, wer derjenige, (bzw. was dasjenige ist,) um den(/das) es geht.

Am Beispiel von amare - lieben: 1.P. Perfekt Aktiv: amavi, PPP: amatus (, -ta, -tum):

Ist „egomännlich, musst du das PPP im Nominativ Sg. maskulinum verwenden:
ego amatus sum. - Ich (ein Mann) bin geliebt worden.
Eine Frau würde sagen: ego amata sum.

ist „tuweiblich, braust du das feminine PPP:
tu amata es.- Du (eine Frau) bist geliebt worden.
Einem Mann würde man sagen: tu amatus es.

Bei vos und nos musst du erstens darauf achten, dass das PPP im Plural (-ti, -tae, -ta) steht, denn es geht ja um mehrere und zweitens, aus wem die Gruppe besteht.
Sind es ausschließlich Männer, brauchst du das PPP im Nominativ Pl. maskulinum: nos amati sumus - wir wurde geliebt;
ist die Gruppe rein weiblich, benutzt man das PPP im Nom. Pl. femininum: vos amatae estis - Ihr (Frauen) seid geliebt worden.
Ist auch nur ein Mann in einer Gruppe von Menschen (egal wie groß), wird auch das PPP maskulinum verwendet.

1.Ego a sceleratis auditus sum.
- Ich (ein Mann) bin von Verbrechern gehört worden.

2.Ego a furibus sollicitata sum.
- Ich (eine Frau) bin von Dieben beunruhigt worden.

3.Nos a furibus turbati sumus.
- Wir (Es ist wenigsten ein Mann dabei) sind von Dieben gestört worden.

Ich hoffe, das hilft dir weiter.
Falls nicht, frag gerne nochmal nach.
Schönen Gruß

...zur Antwort

Ja, das ist gängige Praxis.
“Vergleiche ebenda.” -> Vgl. ebd.
Und vergiss nicht, jede Fußnote mit einem Punkt zu beenden. (Hier ist das natürlich durch die Abkürzung schon gegeben)

...zur Antwort

rus ist hier Akkusativ und der wird - man weiß es von Monty Python - für eine "Bewegung auf etwas zu" verwendet. Also ja, es heißt: "aufs Land gehen". Wieso klingt das komisch? Oder stößt du dich am Ausdruck? rus als "Land" ist hier im Gegensatz zu "Stadt" zu verstehen, nicht als Land im politischen Sinne.

...zur Antwort

Hallo,

Du schreibst leider nicht, in welchem Kontext an der Uni du das übersetzen musst. Das erschwert es, das Maß an Hilfe, die hier angemessen ist, festzulegen.
Hast du gerade angefangen, Latein zu lernen? Crashkurs fürs Latinum? Oder hast du ein Lateinstudium begonnen? Im letzten Fall gilt, mehr noch als im ersten, dass du definitiv richtig ranklotzen musst, wenn das was werden soll; denn der Text ist (verhältnismäßig) simpel und bietet wenig, was unklar sein sollte, wenn man bereits etwas Latein gelernt hat. Eigeninitiative ist aber in jedem Fall die Voraussetzung.

Ein paar Hilfen:

Si in tantā tuā fortunā lenitas tanta non esset,

- Steht im Irrealis d. Gegenwart (Konjunktiv Imperfekt: esset)
„wenn es bei tanta tua fortuna nicht auch lenitas tanta gäbe…“
(man könnte auch ein tibi ergänzen: tibi esset = dir wäre = du hättest/besäßest.)

quam tu per te, per te – inquam – obtines,

- quam bezieht sich auf die lenitas 
- per te -
von dir aus (-> von Natur aus)

acerbissimo luctu redundaret ista victoria.

- ista victoria ist das Subjekt des Satzes- redundare - überfließen von… - wovon, steht im Ablativ 

Quam multi enim de victorbus essent,

- Wieder Irrealis.- de victoribus - „von/unter den Siegern“

qui te crudelem esse vellent,

- qui bezieht sich auf multi (de victoribus) 
- te crudelem esse
ist ein AcI, der von vellent bedingt wird.

cum etiam de victis reperiantur?

- cum… wohl cum causale - „da sie (doch) auch de victis reperiantur
- hier vielleicht schöner: „wo sie doch auch…“ (verbindet semantisch die zeitliche mit der begründenden Bedeutung)

Quam multi, qui impedirent clementiam tuam,

- ergänze essent - quam multi essent, qui…
- Auch Irrealis.

cum hi, quibus ipsis ignovisti, nolint

- cum wieder kausal.- hi, quibus - die, denen…- ipsis - ebenfalls
„während die, denen du ebenfalls ignovisti, nicht wollten (=wollen würden)

te esse in alios misericordem?

- AcI. abhängig vom nolint
- in alios -
gegenüber anderen

Falls es noch Fragen gibt, frag. Ansonsten schick - wie Willy es schon geschrieben hat, deinen Versuch und jemand wird sich die Zeit nehmen und ihn durchsehen.

schönen Gruß. 

...zur Antwort

Nun, da es in den Metamorphosen nunmal um Verwandlungen geht, kommen in eigentlich allen Körperteile vor.
Zwei prominente aus dem ersten Buch wären:

Lykaon [1, 163-243]

in villos abeunt vestes, in crura lacerti:
fit lupus et veteris servat vestigia formae;
canities eadem est, eadem violentia vultus,
idem oculi lucent, eadem feritatis imago est. (236-239)

"Die Kleider weichen zottigem Haar, die Arme Beinen:
er wird ein Wolf und bewahrt Spuren der alten Gestalt;
es ist das selbe graue Haar, die selbe Gewalttätigkeit im Gesicht,
es leuchten die selben Augen, es ist das selbe Abbild der Wildheit."

und

Daphne [1, 452-567]

mollia cinguntur tenui praecordia libro,
in frontem crines, in ramos bracchia crescunt (549-550)

"Von zartem Bast wird die weiche Brust gegürtet,
Die Haare wachsen zu Laub, die Arme zu Ästen."

aber wie gesagt: es gibt da recht viele...

...zur Antwort

Möchtest du wissen, ob das so stimmt?
Das "jemals" würde ich weglassen. Da hier nicht explizit umquam o.ä. steht, gibt der Satz das so nicht her.
Ansonsten kann man das so machen.

"Option" für res geht sicher, da res so vielfältig einsetzbar ist, wie das deutsche "Sache" oder "Ding".

Man könnte es auch als Absichtserklärung auffassen (Ich werde nicht, weil ich nicht will.): "Über die Meinung derjenigen, die… , will ich nichts sagen."

schönen Gruß

...zur Antwort

Da hast du ein paar Möglichkeiten:

Für "auf dem Berg" kannst du einfach "in monte" verwenden. Oder "in summo monte", wenn du ausdrücken willst, dass die Villa oben auf dem Gipfel steht.

"Villa" bildet das Subjekt und bleibt in jedem Fall so. Statt "villa" ginge auch "domus" (das Haus).

"vom Großvater" geht mit "avi" (Genitiv von avus) oder mit "avita" - "die großväterliche"

"ist" einfach "est" oder "stat" - "steht" oder "sita est" - "ist gelegen"/"liegt".

Bau es dir zusammen wie's dir passt.

"in (summo) monte villa (/domus) avi (/avita) (sita) est (/stat)"

...zur Antwort

Ich bin nicht ganz sicher, wie du das meinst. Unsere Sinne sind einerseits unser Zugangspunkt zur Welt, andererseits - und das deutest du ja an - konstituieren sie sie auch. Ein Blinder lebt tatsächlich in einer anderen Welt als ein Sehender.
Die eigene Welt reicht immer nur soweit, wie die eigenen Sinne (inkl. des Verstandes) es zulassen. Der eigene Leib als die Gesamtheit von Körper und Sinnen ist und bleibt die einzige Zentrale des Zugangs zur Welt. Das ist tatsächlich ein Problem, wenn es darum geht, nach einer vermeintlich "objektiven Wahrheit" in der Welt zu suchen.
Warum diese Sinne auf ein bestimmtes Maß beschränkt sind, hat evolutionäre Gründe.

...zur Antwort

Das könnte deine Frage beantworten:

https://www.gutefrage.net/frage/was-bedeutet-die-konsonantische-konjugation?foundIn=list-answers-by-user#answer-287317700

Ob etwas zur konsonantischen- oder zur gemischten Konjugation gehört, erkennst du daran, ob ein -i- (und zwar nicht als Bindevokal) bereits in der 1.P.Sg. und dann auch in der 3.P.Pl. vorhanden ist.

Kons.: agere -> ago -> agis -> … -> agunt

gemischt: cupere -> cupio -> cupis -> … -> cupiunt

schönen Gruß

...zur Antwort

Ich weiß nicht, ob du die alte Leier schon kennst, aber:
Zeig, was du hast, dann wird dir jemand helfen.
Der Text ist ja nun nicht so lang. Wenn du es handschriftlich übersetzt hast, reicht ja auch ein Foto davon.

...zur Antwort

Lässt sich hier überhaupt eine Tabelle anlegen!?
Das Deutsche und das Lateinische kennen je 6 Zeiten:

  1. Präsens
  2. Präteritum (Dt.) / Imperfekt (Lat.)
  3. Perfekt
  4. Plusquamperfekt
  5. Futur I
  6. Futur II

Dabei entspricht die Verwendung dieser Zeiten sich aber nicht immer 1zu1. Das sollte bei Übersetzungen unbedingt beachtet werden.

War es das, was du wissen wolltest?

...zur Antwort

Hallo,
Wenn du den Konjunktiv in Relativsätzen findest, solltest du mit einem Nebensinn rechnen. Dieser Nebensinn wird nicht ausformuliert, sondern ist im Konjunktiv enthalten.

Du hast hier - so wie ich es sehe - in beiden Fällen einen konsekutiven (so…dass…) Nebensinn:

1. Es gab nur zwei Wege [die so waren], [dass sie] über (die) sie ihre Heimat verlassen konnten
2. Einen (Weg) [der so ist, dass] auf dem kaum einzelne Karren gezogen werden konnten.

...zur Antwort

Das kommt natürlich immer auf den Shop/den Tätowierer an. Das Studio, zu dem ich immer gehe, lässt für jede Arbeit 50€ anzahlen, die dann mit dem Preis verrechnet werden. Viel mehr würde es dort nicht kosten. Frag am besten direkt vor Ort nach.

Dir muss aber klar sein, dass ein so filigranes Tattoo nicht lange gut aussieht. Gerade am Knöchel, wo viel Die Haut viel Reibung ausgesetzt ist, wird vielleicht schon nach einem Jahr nur noch eine Linie mit ein paar farbigen Flecken daneben zu erkennen sein. Die Haut arbeitet zudem auch und je feiner das Tattoo, desto eher wird es unscharf.
Das solltest du dir wirklich gut überlegen...

...zur Antwort

Latein Übersetzung zu morgen?

Hallo ihr Lieben,

Ich muss zu morgen einen Text in Latein übersetzen und verzweifle. Ich war leider einige zeit lang krank, muss natürlich alles aufholen, und muss nun einen Text übersetzen. Ich habe einen Versuch gestartet, aber da sind große Lücken drin, die ich bis morgen nicht mehr schließen kann, daher wäre es super lieb wenn ihr meinen Teil korrigieren und den Rest evtl. hinzufügen könntet!

Außerdem müssen wir noch die Partizipkonstruktionen heraussuchen. Es wäre mega toll wenn ihr die mit ihren Erkennungsmerkmalen markieren könntet und mir vielleicht sogar den entsprechenden Fachterminus sagen könntet.

Der Text:

Quintus Fabius Pictor a senatoribus Delphos missus cum legatione mare transiit. Tum templum Apollinis intravit et a sacerdotibus salutatus Pythiam interrogavit. Sed sortem a Pythia datam non intellexit. Sacerdotes a legatis interrogati munera a Romanis postulaverunt. Denique Quintus cum legatione Romam rediit et senatoribus in curia nontiavit: "Dei a vonis suppliciis sacrisque culti populo Romano aderunt. Aucilio deorum Poeni superabuntur. Tum tuti et a Poenis liberi erimus. Sed antea Pythio Apollini donum e praeda debitum mittemus. Ita deus preces civitatis Romanae observabit." Et senatores omnibus sacris magna cum cura factis gratiam deorum imprimisque Apollinis sibi adiunxerunt.

Mein Versuch:

Quintus Fabius Pictor, von den Senatoren mit den Gesandten nach Delphi geschickt, überquerte das Meer, Dann hat er Apollos Tempel betreten und wurde von den Priestern der Pythia begrüßt. Aber einen Orakelspruch von Pythia ….

Nachdem Quintus mit der Gesandtschaft nach Rom zurückkehrte und die Senatoren im Rathaus benachrichtigt hat: „Die Götter...“

. . .

Und die Senatoren gewannen den Dank der Götter und besonders den Dank des Apollon, durch alle Opfer, die mit großer Sorgfalt erbracht wurden, für sich.

Vielen Dank für jeden der sich die Mühe macht!

...zur Frage

Weil sich noch keiner erbarmt hat und du ja ein bisschen was vorgeleistet hast. Vielleicht findest du vor der Schule morgen noch Zeit, das hier zu lesen:
_________________________

Offensichtlich geht es in der Übung ja um das Participium Coniunctum (PC).

Hier ist darauf zu achten, dass du immer das Partizip - hier durchgehend das PartizipPerfektPassiv (PPP) - und das dazugehörige Bezugswort ausfindig machst. Sie stehen immer im selben Kasus, Numerus und Genus (KNG-Kongruenz). Die Konstruktion reicht hier stets vom Bezugswort bis zum Partizip. Was (an Objekten und Adverbien) dazwischen steht, gehört dazu.

Die Übersetzungsmöglichkeiten sind hier:

  • Wörtlich
  • Unterordnung (temporal, kausal, konzessiv, konditional, modal)
  • Relativsatz
  • Beiordnung („er wurde [geschickt] und tat dann dies und das“)
  • Substantivierung („nach [seiner Sendung nach Delphos durch die Senatoren] tat er dies und das“; hier ist immer etwas Kreativität gefragt und es klingt nicht immer gut.)

Gut zu merken mit: WURBS (manche mögen auch WRUBS)

Welche Möglichkeit sich eignet, muss man je nach Satz und Kontext bestimmen.

Das PPP stellt eine Vorzeitigkeit dar. Das heißt, dass das, was mit dem PPP ausgedrückt wird, VOR dem stattfindet, was im Satz passiert: Satz steht im Präsens -> PC mit PPP drückt Imperfekt/Perfekt aus; Satz steht im Imperfekt/Perfekt -> PC mit PPP drückt Plusquamperfekt aus; Satz steht im Futur I - PC mit PPP drückt Futur II (!) aus.

Ich habe die PCs nach dem Bezugswort mit Klammern gekennzeichnet.

Quintus Fabius Pictor [a senatoribus Delphos missus] cum legatione mare transiit. 

Q.F.P. a senatoribus Delphos missus . Das PPP ist missus, steht im Nom. Sg. m. und bezieht sich auf Q.F. Pictor. (Das cum legatione steht außerhalb der Partizipialkonstruktion) und daher heißt es: 

"Q.F. Pictor überquerte, von den Senatoren nach Delphi geschickt, mit einer Gesandschaft das Meer."
 Tum templum Apollinis intravit et [a sacerdotibus salutatus] Pythiam interrogavit. 

Das Subjekt (Q.F.P.) steckt hier im Verb. Das PPP ist salutatus und bezieht sich auf (den gedachten) Quintus nach dem et. - Übersetze das lateinische Perfekt nicht mit dem deutschen Perfekt. Sie sind nicht identisch! Im Lat. ist das Perf. die „Erzählzeit“; im Deutschen ist es das Präteritum.

(So)dann betrat er den Tempel Apollo(n)s und nachdem er von den Priestern begrüßt worden war, befragte er Pythia. (das ist die Priesterin des Orakels)

-ob du Apollo oder Apollon schreibst, ist eigentlich wurscht. Für die Römer hieß er Apollo, für die Griechen (und Delphi liegt nunmal in Griechenland) Apollon. Streng genommen ist es also der Tempel Apollons.

 Sed sortem [a Pythia datam] non intellexit. 

Obwohl das PPP eigentlich eine Vorzeitigkeit abbildet, ist es aber manchmal schöner, das nicht ausdrücklich (mit dem Plusq.Perf.) zu formulieren. Dass sich das eine vor dem anderen abgespielt hat, wird oft auch so klar. (sollte trotzdem gekennzeichnet werden, damit der Lehrer weiß, dass es erkannt wurde)

Doch er verstand die Prophezeiung, die (ihm) von Pythia gegeben wurde (/worden war), nicht.
Sacerdotes [a legatis interrogati] munera a Romanis postulaverunt. 

PPP: interogati, Nom. Pl. m.; Bezugswort ist Sacerdotes.

Die Priester, die von den Gesandten befragt worden waren, verlangten Spenden (gemeint sind Weihgaben) von den Römern.

mit Substantivierung:

„Nach der Befragung durch die Gesandten verlangten die Priester Spenden von den Römern.“
 Denique Quintus cum legatione Romam rediit et senatoribus in curia nuntiavit: 
Schließlich kehrte Quintus mit seiner (/der) Gesandschaft nach Rom zurück und verkündete den Senatoren in der Kurie:

Es folgen einige Sätze im Futur I (auch ein Thema gerade?)

 "Dei [a vobis suppliciis sacrisque culti] populo Romano aderunt. 

PPP: culti (colere, colo, colui, cultus); BW: Dei. aderunt: 3.P.Pl.Fut.I Akt. Hier ist es ein klein bisschen knifflig, denn vorzeitig zum Futur I ist das Futur II !

„Die Götter werden, nachdem sie mit (/durch) Gebeten und Opfern von euch verehrt worden sein werden (oh man…), dem römischen Volk helfen.

einfacher wär’s als wörtliche Übersetzung:

„Die Götter, von euch mit […] verehrt, werden…“ Bildet die zeitliche Struktur aber nicht so schön ab.
Auxilio deorum Poeni superabuntur. 

Subjekt: Poeni: Nom. Pl., superabuntur: 3.P.Pl. Fut.I Pass.

Mit der Hilfe der Götter werden die Punier ( gemeint ist Hannibal und sein Heer) überwältigt werden.
 Tum tuti et a Poenis liberi erimus. 

erimus: 1.P.Pl. Fut I von esse (-> ero, eris, erit, erimus, eritis, erunt), tuti und liberi beide Nom.Pl.(m.)

Dann werden wir sicher und frei von den Puniern sein.
Sed antea Pythio Apollini donum [e praeda debitum] mittemus. 

Phytio Apollini ist Dat. Sg. „Pythius Apollo“ ist eine Bezeichnung für Apoll, die auf seinen Sieg über den Python zurückgeht.

PPP: debitum (debere, eo, ui, debitus) BW: donum Akk.Sg. ntr.; mittemus: 1.P.Pl.Fut I, Akt. -> Vorzeitigkeit wieder Fut. II 

Doch zuvor werden wir dem Pythischen Apoll die Opfergabe senden, die (ihm) aus der Kriegsbeute geschuldet worden sein wird.

Du musst bedenken, dass der Krieg ja noch nicht gewonnen ist und deshalb auch über zukünftige Beute gesprochen wird. 

auch hier wieder einfacher, aber auch freier:

Doch zuvor werden wir dem Pythischen Apoll die (ihm) aus der Beute zustehende (/geschuldete) Opfergabe senden. 
Ita deus preces civitatis Romanae observabit." 

observabit: 3.P. Sg. Fut. I, Akt.

So wird der Gott die Bitten der römischen Bürgerschaft beachten.“

Im Letzten Satz hast du kein PC, sondern einen Ablativus Absolutus (Abl.Abs.) Hier stehen Partizip und Bezugswort im Ablativ und du löst den ganzen Teil inklusive des Bezugswortes aus dem Satz heraus. Das BW im Abl. bildet dann das Subjekt des Teilsatzes. Die Übersetzungsmöglichkeiten sind UBS (s.o.) Auch hier gilt beim PPP Vorzeitigkeit!

Et senatores [omnibus sacris magna cum cura factis] gratiam deorum imprimisque [gratiam] Apollinis sibi adiunxerunt.

Abl.Abs. von omnibus sacris bis factis. 

Und die Senatoren gewannen, nachdem alle Opfer mit großer Umsicht dargebracht worden waren, die Gunst der Götter und ganz besonders die Apolls (für sich).

Ich hoffe, das hilft dir weiter.
schönen Gruß.

...zur Antwort