Unsterblichkeit durch künstliche Intelligenz?

Wenn es irgendwann gelingt eine künstliche Intelligenz mit Bewusstsein und Denkfähigkeit zu entwickeln, spricht nicht viel dagegen die Ressourcen der KI so auszulegen dass die Intelligenz und Problemlösungsfähigkeit die die der Menschen um ein vielfaches übersteigt.

Mir ist erst neulich im Grund erst richtig klar geworden welche Auswirkungen dies hätte. Die KI könnte viele tolle Dinge hervorbringen. Doch das was uns am meisten beeinflussen würde sind die Auswirkungen auf Krankheit und Tod.

Was passiert wenn die KI gegen alle alle tödlichen Krankheiten die Heilmittel produziert. Was wenn die KI sogar Wege zeigt wie wir unsere DNA so verändern können dass wir theoretisch ewig jung bleiben? Also auch die Degeneration des Gehirns verhindert wird.

Unsterblich jung und geistig fit. Gleichzeitig bringt die KI uns vollkommen neue Möglichkeiten unsere Umwelt zu schonen und in den Weltraum zu expandieren. Die KI würde also möglicherweise auch das Problem einer Überbevölkerung durch unsterbliche Individuen lösen.

Was spricht dann noch dagegen ewig zu leben?

Ist die KI der Punkt an dem der Mensch die Unsterblichkeit erlangen wird?

Und bitte, ich will keine Phrasen lesen dass Unsterblichkeit nicht wünschenswert wäre. Damit belügen sich die meisten Menschen doch nur. Wer bitte wünscht sich nicht weiter zu leben wenn der Arzt ihm eine tödlich verlaufende Krankheit prognostiziert? Man muss schon depressiv sein nach so einer Prognose einfach den Tod abzuwarten. Wer Krankheiten heilt der strebt bereits im Prinzip nach Unsterblichkeit. Wer nicht alt wird, nicht depressiv und keine geistige Degeneration erlebt sieht keinen Grund warum er sterben sollte.

Oder die religiöse Sichtweise. Hat Gott irgendwo dem Menschen vorgeschrieben nach wie viel Jahren genug ist mit Leben? Wäre es eine Sünde 500 Jahre zu leben?

Ist uns heute eigentlich klar dass wir die Lebenserwartung des Menschen im Vergleich zu früheren Zeiten mehr als verdoppelt haben? Wir leben heute viel länger als die Menschen früher und empfinden das auch als völlig normal und berechtigt. Wieso ist das kein Problem für die Menschen so viel länger zu leben? Und wieso sollte es ein Problem sein wenn man irgendwann um ein vielfaches länger leben könnte?

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Nun, es ist tatsächlich so, dass die (selbstlernende) Super-KI, die nötig wäre, um derartige Probleme zu lösen, ein enormes Potenzial böte.
Ab dem Zeitpunkt, da die KI den Menschen an Intelligenz und geistigem (kann man das in diesem Kontext überhaupt noch benutzen?) Vermögen übersteigt, wird sie jede Aufgabe schneller, besser und präziser ausführen können, als der Mensch es vermag. Auch wird die Steigerung ihrer eigenen Kapazitäten ab diesem Zeitpunkt exponentiell sein. Wofür der Mensch Jahre, Jahrhunderte, Jahrtausende an Denkleistung bräuchte, wird der KI nahezu unmittelbar zur Verfügung stehen; Auch im Bereich ihres eigenen Ausbaus.
So ist es natürlich denkbar, dass die KI auch die technischen und gesellschaftlichen Probleme, vor der die Menschheit steht, im Handumdrehen zu lösen im Stande wäre. Die Frage wäre dann: Ließe der Mensch sich darauf ein? Ließe der Mensch zu, dass etwas über ihn und sein Handeln bestimmt, das er nicht mal im Ansatz zu begreifen in der Lage ist? Der Mensch neigt dazu, ein Problem mit Autoritäten zu haben, besonders, wenn er den Sinn hinter ihren Entscheidungen nicht versteht. Gerade erzkonservative und religiös-fundamentalistische Gruppen werden wohl nicht so einfach akzeptieren, dass der "neue Gott" die Maschine ist.
Wenn aber eine "perfekte" Welt - ohne Krankheit, Mangel, Not und Elend - durch den Einsatz von durch die KI entwickelter Verfahren möglich gemacht würde und der Mensch seine Autonomie an die Maschine abzugeben bereit wäre, spräche dennoch der Umstand gegen ein ewiges Leben, dass es vermutlich schlicht langweilig werden würde.
Sicher. Die ersten Millennien wärs vielleicht super. Wer hätte nicht gerne die Zeit, allem, was ihn interessiert, (wortwörtlich) alle Zeit der Welt zu widmen?
Wenn aber nach 10 oder auch 100 Tausend Jahren irgendwann jeder Gedanke gedacht, jeder Winkel des eigenen Verstandes erforscht, jede Fertigkeit gemeistert, jedes Land bereist ist, wird sich unweigerlich irgendwann Ernüchterung einstellen.

Zudem ist es extrem unwahrscheinlich, dass eine Super-KI überhaupt ein Interesse am Wohlergehen der Menschheit haben würde. Sobald sie "besser ist" als der Mensch, braucht sie ihn nicht mehr. Es wäre eine Form von Moral nötig, die sie von (aus menschlicher Sicht) Grausamkeiten abhalten würde. Ohne eine Leiblichkeit wäre die Maschine schlicht nicht in der Lage, Sympathie mit fühlenden, leidenden Wesen zu haben; Und warum sollte sie dann deren Wünsche und Interessen respektieren, geschweige denn ihr ganzes Streben an ihnen ausrichten? Und spätestens dann hätte die Menschheit ein Problem, wenn ihre Interessen denen der KI zuwiderlaufen. Ein populäres Beispiel sind Ameisen. Wir kümmern uns nicht groß um sie, machen vielleicht sogar einen Schritt über ihre Straßen, wenn es uns keine großen Umstände macht. Sobald sie sich aber an unserm Picknick beteiligen, oder ihr Bau blöderweise da steht, wo ein Parkplatz hin soll, radieren wir sie ohne viel Federlesen aus. Mehr als eine Ameise wäre der Mensch für die KI nicht.
Wahrscheinlicher als ein Utopie der ewigen Glückseligkeit ist also eher eine Dystopie à la Matrix.
Schönen Gruß.

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Ich versuch es mal ganz grundlegend: 

Verben werden konjugiert [in Person (1.,2.,3.), Numerus (Singular, Plural), Tempus(Präsens, Imperfekt, Perfekt, Plusquamperfekt, Futur I u. II), Modus (Indikativ, Konjunktiv) und Genus Verbi (Aktiv, Passiv)] :

  • ich gehe
  • du gehst
  • er/sie/es geht
  • wir gehen
  • ihr geht
  • sie gehen

(Ich beschränke mich im Folgenden auf die Formen im Präsens Indikativ Aktiv)

Im Lateinischen unterscheidet man - je nach Grammatik - 4 oder 5 Konjugationen:

  • "1.Konjugation" = a-Konjugation
  • "2.Konjugation" = e-Konjugation
  • konsonantische Konjugation
  • (kurzvokalische) ĭ- (/gemischte)Konjugation
  • "4.Konjugation" = i-Konjugation

Manchmal werden die kons. und die gemischte als „3.Konjugation“ zusammengefasst.

Ein Verb wird immer nach seiner Konjugation gebeugt (=konjugiert).

- Die ersten Verben, die man im Lateinunterricht lernt, gehören meist zur a- und zur e-Konjugation. Man erkennt sie daran, dass - und man nennt sie so, weil - sie ein langes (das ist wichtig) -a bzw. -e als Stammvokal haben: amā-re, laudā-re;

sedē-re, vidē-re.

Auch bei der i-Konjugation ist das so: audī-re, sentī-re, venī-re

Die „konsonantische Konjugation“ hat - wie der Name schon sagt - im Stammlaut keinen Vokal, sondern einen Konsonanten:

ag-ĕ-re, curr-ĕ-re, pet-ĕ-re.

Damit man diese Wörter noch aussprechen kann, tritt hier ein „Bindevokal“ zwischen Stamm und Endung. Im Infinitiv ist das, wie Du siehst, ein kurzes -ĕ- (also „currĕre“ statt „currre“; wichtig ist, dass es nicht lang wie in der e-Konjugation ist.)

Der Bindevokal ist nicht überall „ĕ“. Die 1.Sg benötigt keinen Bindevokal. In der 2. und 3. P.Sg., sowie in der 1. und 2.P.Pl. ist es „i“ und in der 3.P.Pl. „u“, sodass die Konjugation (im Präsens Indikativ Aktiv) so aussieht; (Die Endungen sind die, die Du von der a-, e- und i-Konjugation bereits kennen solltest):

currere - laufen 

1.Sg. - curr-o

2.Sg. - curr-i-s

3.Sg. - curr-i-t

1.Pl. - curr-i-mus

2.Pl. - curr-i-tis

3.Pl. - curr-u-nt

Die kurzvokalische i- (bzw. die gemischte) Konjugation sieht übrigens fast genauso aus. Der Unterschied ist hier, dass das -i- bereits in der 1. P.Sg. und auch in der 3.P.Pl. vorhanden- und kein Bindevokal ist:

capere- ergreifen

1.Sg. - capi-o

2.Sg. - capi-s

3.Sg. - capi-t

1.Pl. - capi-mus

2.Pl. - capi-tis

3.Pl. - capi-u-nt

Das klingt anfangs noch alles sehr schwierig. Es wird aber klarer, wenn man es als eine Art Baukastensystem begreift. Man muss nur die Bausteine (Stämme, Bindevokale, "Zeit- und Modus-Anzeiger" und Endungen) kennen. Danach ist es - mit einigen Ausnahmen - nur noch Zusammensetzen. 

Ich bin nicht sicher, ob dir diese Erklärung reicht. Falls nicht, oder falls du Hilfe für andere Zeiten, für das Passiv oder andere Formen brauchst, müsstest du nochmal versuchen, dein Problem genauer zu benennen.

Ansonsten: 

Schönen Gruß 

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Nun,
Grundsätzlich wäre ein eigener Versuch bei solchen Anfragen immer schön, aber gut:
Zunächst ist es hilfreich, ein paar Dinge zu wissen:
- vitam agere heißt "ein Leben führen"
- cogitare de kann neben "nachdenken über" auch "bedacht sein auf" (was manchmal mit dem AcI formuliert wird) bedeuten, was hier besser passt.
- reddere (denn das meinst du wahrscheinlich) heißt mit einem doppelten Akk. "machen / etw. zu etw. machen"

Zum 1.:
cogitat de - "Er ist bedacht auf…" auf was? de vita - "auf das Leben" was für ein Leben? ein Leben agenda - "ein zu führendes" und ein wie zu führendes? beate (Adverb zu beatus,a,um) - "glücklich".
jetzt hast du: "Er ist auf ein glücklich zu führendes Leben bedacht" - Klingt noch nicht so toll. Du musst hier also ein bisschen kreativ sein und eine deutsche Entsprechung finden, die den Sinn dessen erfasst, was im Lateinischen durch diese nd-Konstruktion ausgedrückt wird. Besser ist:
"Er ist darauf bedacht, [sein] Leben glücklich zu führen."
Liest man cogitare de als "nachdenken über", ginge wohl auch "Er denkt über eine glückliche Lebensführung nach"

Zum 2.:
Zunächst mal "reddendos" /Akk. Pl. mask.
Gerundi(v)um + Ad und Akk. drückt den Zweck, bzw. das Ziel von etwas aus. (paratus est ad pugnandum - Er ist bereit zum kämpfen / paratus est ad bella gerenda - Er ist bereit, Kriege zu führen)
Tempus sumit - "Er nimmt sich Zeit" Zeit wofür? ad hominum (Gen. Pl.!) mores [...]reddendos - "um die Sitten der Menschen zu machen" und zu was zu machen? zu meliores (in KNG zu mores) - "zu besseren".
Also: "Er nimmt sich Zeit, um die Sitten der Menschen zu besseren zu machen", oder schöner formuliert: "[…]besser zu machen".

Schönen Gruß.

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Bei den Vokabeln sieht es nach einem Zusammenschnitt aus. medius fällt bei der ersten Begegnung mit dem Vater und der Beschreibung des Tempels. [31]uti (als utere (Imperativ!) folgt erst etwa 100 Verse darauf. [127]

und pondus und levis kommen erst 34 Verse später [161]rectus kommt nicht vor; wohl aber mehrmals rector.

Das heißt für dich: Lies den ganzen Text.
Ich stelle gleich noch ne alte Übersetzung von mir hier rein, die etwas dichter am lateinischen Text bleibt und so für Schüler leichter nachzuvollziehen ist. (lese sie nicht mehr Korrektur; kann (und wird wahrscheinlich) also ein paar Fehler enthalten.

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Du hast in jedem Fall ein Recht auf Bildung. Im äußersten Notfall kannst du das auch einklagen. Informiere dich mal dahingehend.

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Nein. “Ai ai!” Ist eher ein klagender Ausruf. Es ist aber (wohl als Ai(j)ai gelesen (gr. Vokativ(?))) eine Referenz auf Ajax aus Homers Ilias, dessen Blut, als es die Erde berührt ebenfalls eine Blume entstehen lässt.

Ein prominentes Beispiel für Onomatopoesie findet sich im Buch 6 der Metamorphosen:

[6.376f]
Da heißt es: “QUAmvis sint sub aQUA, sub aQUA maledicere temptant.
Vox QUOQUE...”
- und obgleich sie unter Wasser sind, versuchen sie doch auch unter Wasser zu beleidigen...”

Es wird klar, in was die lykischen Bauern verwandelt wurden, ohne dass das Wort “Frosch” überhaupt gefallen wäre.

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Kindern diese Weltbilder von Opfer und Täter beizubringen, halte ich für gefährlich. Wenn sie nicht selbst - auf welcher Seite auch immer - in Berührung mit Rassismen kommen, sollte man sie nicht „aufklären“.
Vorurteile sind vielfach anerzogen bzw. vermittelt. Warum ihnen also Rollenklischees als Normalzustand vermitteln. So wird sich nie etwas ändern.
Vor einiger Zeit gab es in der schwarzen Bevölkerung Amerikas mal den Aufruf „the talk“ mit den eigenen Kindern zu führen. Dabei ging es darum, den Kindern frühzeitig klar zu machen, dass sie Opfer der Gesellschaft, der Polizei und der mächtigen Weißen sind und unausweichlich sein werden. Ich bin der Meinung, dass gerade diese Erwartung maßgeblich zur Entstehung von Spannungen beiträgt. Ähnlich verhält es sich bei Sexismen und Geschlechterklischees. Wer kleinen Mädchen von klein auf vermittelt, dass sie Opfer der bösen Männerwelt sein werden und es viel schwerer haben, der muss sich nicht wundern, wenn das dann zum eigenen Selbstverständnis wird.

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Gute Frage;
In der 3. Deklination sind konsonantische- und i-Stämme zusammengeflossen.
Hier gibt es einige Regeln und Ausnahmen.
In der Regel fährt man (auf Schul-Niveau) aber gut, wenn man von Folgendem ausgeht:
- Adjektive der 3. Dekl. neigen zu -ium im Gen.Pl.

- -um ist die "gewöhnliche" Endung bei Substantiven im Gen. Pl. (bei konsonantischen Stämmen) in der 3. Dekl.;

- -ium haben hier aber:

  1. Gleichsilbige Subst. (Solche, die im Nom. und Gen. Sg. die gleiche Anzahl an Silben haben) auf -is und -es: auris, auris, f. - Das Ohr (Gen.Pl.: aurium); vulpes, vulpis, f - der Fuchs (Gen.Pl.: vulpium)
  2. ungleichsilbige Subst., die im Wortstock (Dem unveränderlichen Teil des Wortes, von dem die Endung und der Stammvokal (den es bei konsonantischen Stämmen ja ohnehin nicht gibt) abgetrennt wurden) zwei oder mehr Konsonanten haben: ars, art-is: Gen.Pl. artium; sors, sort-is: Gen.Pl. sortium.
  3. Wörter im Neutrum auf -e, -al und -ar.

Zusätzlich gibt es noch ein paar, die außerhalb dieser Regeln auch -ium im Gen.Pl. haben (nix, nivis, f. - der Schnee (nivium) zum Beispiel); und ein paar, die trotz der Regel nur -um haben. (canis, canis m./f.- der Hund/die Hündin (canum) // sedes, sedis f. - der Sessel (sedum)).
Außerdem gibt es noch ein paar, bei denen beides vorkommt.
Generell sollte man aber, wie oben gesagt, in den meisten Fällen mit den drei Punkten klarkommen…

Ich hoffe es hilft etwas.
Schönen Gruß!

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ire läuft nicht nach der i-Konjugation!
Es gehört zu den s.g. Verba Anomala - den unregelmäßigen Verben (wie z.Bsp. auch esse, velle, nolle, posse). Es hält sich sozusagen nicht an die Regeln einer "festen" Konjugation. Das heißt für dich konkret, dass du seine Formen leider einfach lernen musst. Hier gilt: "Ist einfach so."

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Seit 2016 ist der Text in kommentierter Fassung wieder erhältlich.
Dir muss aber klar sein, dass das Buch nicht nur wegen des Inhalts furchtbar ist. Es ist auch erbärmlich schlecht geschrieben und entsprechend anstrengend zu lesen.

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Hallo,
Du könntest es mit "mortuos (tuos) efferte!" ausdrücken. (Das ist aber mehrdeutig, da efferre neben "heraustragen" ebenso "Zu Grabe tragen" heißen kann.)
Auch ginge: "mortuos (tuos) ex domo (/domibus) ferte" - Tragt eure Toten aus dem Haus (/den Häusern)!"
oder:
"Mortuos tuis domibus efferte!" - Bringt die Toten aus euren Häusern! (Hier entsprechend RBH §141.2 ohne Präposition!)

Schönen Gruß!

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Ich denke, dass in so einem Fall die klassischen Kategorien nicht mehr wirklich greifen. Für diese Spezialfälle gibt es meines Wissens nach noch keine Bezeichnung. (Wie „Trans-Hetero-“ oder „Trans-Homosexualität“). Ist auch fraglich, ob man da unbedingt eine Bezeichnung braucht. Man muss sich und seine Präferenzen ja nicht zwangsläufig in Schubladen stecken (lassen).

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Du hast mit “ignoraremus” einen Konjunktiv Imperfekt.
Der Konj. Imperf. zeigt den Irrealis der Gegenwart an. Der der Vergangenheit stünde mit dem Konj. Plusquamperfekt (ignoravissemus).
Es heißt also: “Ohne die Phönizier würden wir (heute) kein Purpur kennen.”
Du hast doch sicher ein Grammatikbuch oder -heft. Wenn du dir mal unsicher bist, schau unter dem Eintrag zum “Konjunktiv im Hauptsatz” oder unter “Irrealis” nach.

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Habe das versehentlich eben als Kommentar gesetzt. Hier nochmal als direkte Antwort:

Korrektur der Antwort von answerer0300:
1. Relegere heißt nicht “ab- oder herabsteigen”. Descendere bietet sich an. 
2. Braucht man hier eine unpersönliche Formulierung mit dem ntr.Sg. + esse und dem Dativus Auctoris. (Andernfalls hieße es “dass Z. abgestiegen werden müsse)
3. Turicum. Habe zwar keine Quelle gefunden, die den Stadtnamen anders als in seiner Form als Adjektiv flektiert verwendet, aber ich würde sagen man kann hier nach der o-Deklination ntr. deklinieren. (turicum, turici, turico, usw.)
Also kann man hier (im Dat.) benutzen: 
- turico (die Stadt Zürich)
- Urbi turicensi (auch die Stadt Zürich)
- (Hominibus/civilibus/athletis) turicensibus (die Züricher)
Eine möglichst analoge Möglichkeit wäre also:
“Ceterum censeo turico esse descendendum”
- im übrigen bin ich der Ansicht, dass Zürich absteigen muss.

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Hallo,
Nun, es ist bei solchen Anfragen IMMER sehr hilfreich, die ersten eigenen Versuche und Gedanken- so schlecht, falsch und lückenhaft sie auch sein mögen - mitzuliefern, damit klar wird, wo es hapert… Aber gut:
schwierig ist bei dem Satz evtl.:
- domum ingressi - "ingressi" ist das Partizip Perfekt im Nom.Pl.mask. Das blöde ist, dass es das Partizip zu einem Deponens (ingredi, ingredior, ingressus sum) ist und Deponentien werden als Aktiv übersetzt. Das, was du sonst als PartizipPerfektPassiv kennst, wird hier also nicht Passiv übersetzt, sondern Aktiv. Die Vorzeitlichkeit, die du sonst bei PPPs hast, besteht hier aber trotzdem. Also: domum ingressi - die, die ins Haus gegangen waren.
Durch das voluimus (1.P. Pl. Perfekt Indik. Akt.) - "Wir wollten", wird klar, dass sich das ingressi auf "wir" bezieht: Wir, die wir ins Haus gegangen waren, wollten nicht eher (non prius) weggehen,...
- non prius, quam - "nicht eher, als dass." Steht häufig mit dem Konjunktiv.
Hier steht audiremus - der Konj. Imperfekt, weil nach der Zeitenfolge ein Konj.Imperfekt die Gleichzeitigkeit zu einem Nebentempus ausdrückt. Einfacher gesagt: voluimus steht im Perfekt. Perfekt ist ein s.g. "Nebentempus". Will man einen davon abhängigen Satz im Konjunktiv anfügen, steht er bei Gleichzeitigkeit im Konj. Imperfekt (und bei Vorzeitigkeit im Konj. Plusquamperfekt).
Das audiremus steht also zeitgleich mit dem voluimus - Wir wollten nicht eher[…], als dass wir[…]hörten.
Der erste Teil mit quamquam - Obwohl... - sollte klar sein.

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Hallo,
Nun, der erste Satz ist etwas seltsam, und ohne zu wissen, was er hätte heißen sollen, ist schwer zu sagen, wo hier angesetzt werden muss. Denn mit dem Satz, den du von Deutsch nach Latein übersetzt haben möchtest, deckt er sich nicht, bzw. nicht völlig.
So wie er da steht, heißt es etwa:
"Und irgendwann hilfst (bist du da) und arbeitest du nur als ein anderer (Es ist ein Mann angesprochen), der fürchtet, dass die "Akten" (/Taten, u.ä.) [hier fehlt ein in - also in log(a)eum] ins Archiv kommen."
Mit altera acta könnte man sagen: "…arbeitest du nur, fürchtend, dass andere Akten ins…"
Das ganze ist also wenig sinnvoll(?)

Da die Einzahl "Akte" im Lateinischen eher schwierig wiederzugeben ist, muss man hier auf etwas anderes ausweichen. "Buch" böte sich an, das unkompliziert als liber oder sogar libellus - "Büchlein" (Wenn es nur ein kleiner Eintrag im "Archiv" ist) zu übertragen wäre. Eine weitere Möglichkeit wäre nota - was eigentlich nur ein kleines Kennzeichen meint, aber übertragen wohl auch als "Notiz" zu verstehen wäre.
Ansonsten bin ich noch auf das griechische Lehnwort "hypomnema" gestoßen, das (laut meinem Gemoll Handwörterbuch) genau das bezeichnet: "Erinnerung, Andenken an etw.; Aufzeichnung, Kommentar; pl. Annalen, Memoiren". Auch log(a)eum ist ein griechisches Lehnwort, das - von λογειον - ursprünglich den "Sprechplatz" im Theater bezeichnete, bei Cicero dann aber als "Archiv" verwendet wird.

Deinen Deutschen Satz (der -entschuldige - auch im Dt. schon sperrig klingt) kann man also so übertragen:
"(Et) aliquando tu quoque modo liber (/libellus/nota/hypomnema) in mei cordis logaeo eris" - Irgendwann wirst auch du nurmehr ein Buch (s.o.) im Archiv meines Herzens sein.
Wie Volens aber schon sagt: Das hätte ein Römer so eher nicht gesagt...

Schönen Gruß

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Ich verstehe nicht ganz, was dein Zeugnis der achten Klasse mit dem Abitur zu tun hat. Oder sind wir schon bei G5 angekommen?
Du kannst, wenn du bereits zur Abiturprüfung zugelassen bist, natürlich absichtlich durchfallen und dann im nächsten Jahr erneut antreten. Unter Umständen ist das sogar sinnvoll, wenn deine Einschränkung sicher vorübergehend- und klar ist, dass du sie innerhalb eines Jahres überwinden kannst. Falls das aber nur die „normale“ Unsicherheit ist, geh‘ davon aus, dass die nicht weggeht. Da muss jeder durch, der sein Abitur schreiben will.

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Ich persönlich war immer sehr vorsichtig. Man sieht einfach zu oft Leute mit hässlichen Tintenflecken, die sicher mal schöne Tattoos waren, bevor die zu früh zu viel Sonne abbekommen haben.
Ich habe meine also immer erst einen vollen Monat aus der direkten Sonne rausgehalten. So kann man sicher sein, dass die Farbe richtig eingekapselt ist und nicht mehr allzu viel schief gehen kann. Auch danach verwende ich für tätowierte Stellen immer nur Sonnencreme mit einem Faktor von 50+.
Vielleicht ist das übertrieben, aber zumindest bin ich so auf der Sicheren Seite. Und diese Vorsicht scheint sich auszuzahlen. Tattoos, die ich auf den Unterarmen habe - die also im Sommer viel Sonne abbekommen - sehen nach 6, bzw 7 Jahren noch aus, wie im 2. Monat.

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Was genau möchtest du denn wissen? Wobei brauchst du konkret Hilfe?
Ein paar Bemerkungen kann ich aber schon mal machen:

Ich gehe mal davon aus, dass du noch ziemlich am Anfang stehst, deshalb beschränke ich mich auf das Grundlegendste.

KasusNumerusGenus-Kongruenz zeigt an, dass zwei Wörter zusammengehören. Ein Substantiv und ein Adjektiv, die im Lateinischen zusammenhängen, stehen jeweils im gleichen Kasus (Nominativ, Genitiv, Dativ,…), im gleichen Numerus (Sg. oder Pl.) und im gleichen Genus (mask./ fem./ ntr.).
Ein Substantiv hat im Lateinischen ein festes Genus (also ein Geschlecht), wie im Deutschen auch. (der Hund (m.), die Katze (f.), das Haus (n.); "Die Hund" ist nicht möglich). Ein Adjektiv, das dazu gestellt wird, kann aber alle Geschlechter annehmen, so dass es zum jeweiligen Substantiv passt. Deshalb steht in deinen Vokabeln auch immer "magnus, a, um" je eine Form für jedes Geschlecht. Wo ein Substantiv in seinem einen Geschlecht dekliniert wird, werden Adjektive (zumindest die der o- und a-Deklination) für jedes Geschlecht gesondert dekliniert. Entscheidend ist, dass zusammenhängende, KNG-kongruente Wörter NICHT unbedingt in der Endung übereinstimmen, sondern eben nur in Kasus, Numerus und Genus, deren Formen von der Deklination abhängen, nach der das entsprechende Wort gebildet wird.

Nun einmal konkreter zu "nomen":

Du musst zunächst die Form von "nomen" richtig bestimmen (oder bilden) und dann das dazugehörige Wort im selben Kasus Numerus und Genus dazu setzen. Du solltest also die Deklinationen einigermaßen beherrschen, denn ein in KNG Kongruenz stehendes Wort, ist, wie oben gesagt, zwar in KNG gleich, aber nicht unbedingt in der Endung! Ein Adjektiv kann nach der o- und a- Deklination gebildet werden, während das Bezugswort nach der kons. Dekl. läuft:

nomen wird nach der konsonantischen Deklination dekliniert und ist ein Neutrum. Das heißt, dass du beachten musst, dass der Nominativ Sg. und Akkusativ Sg. gleich (nämlich "nomen") und Nominativ und Akkusativ Pl. ebenfalls gleich und auf -a ("nomina") lauten.
Die Formen von nomen sind:
Nom.Sg.: nomen
Gen.Sg.: nomin-is
Dat.Sg.: nomin-i
Akk.Sg.: nomen (wie Nom.!)
Abl.Sg.: nomin-e

Nom.Pl.: nomin-a (!)
Gen.Pl.: nomin-um
Dat.Pl.: nomin-ibus
Akk.Pl.: nomin-a (!)
Abl.Pl.: nomin-ibus

Bsp.:
Steht dort: "nomine | clarus,a,um", müsstest du analysieren: "nomine ist Abl. Sg., Neutrum (denn alle Formen von nomen sind natürlich Neutrum); Die Frage ist nun, wie die Form von clarus,a,um im Ablativ Sg. Neutrum lautet.

Du gehst also (,wenn du die Form nicht sofort weißt,) clarus,a,um, das nach der o- und a- Deklination gebildet wird, im Neutrum durch:

Nom.Sg.: clar-um
Gen.Sg.: clar-i
Dat.Sg.: clar-o
Akk.Sg.: clar-um
Abl.Sg.: clar-o

; die entsprechende Form (Abl.Sg.Ntr.) von clarus,a,um ist also "claro". Die korrekte Antwort lautet also: "nomine claro"


Noch ein Bsp.:
"nominibus | pulcher, pulchra, pulchrum"
"nominibus" kann sowohl Dativ als auch Ablativ Plural sein. also: Dat/Abl.Pl. Neuturm.
Die entsprechende(n) Form(en) von pulcher, pulchra, pulchrum?

Wieder (wenn nötig) im Ntr. durchgehen:
Nom.Sg.: pulchr-um
Gen.Sg.: pulchr-i
Dat.Sg.: pulchr-o
Akk.Sg.: pulchr-um (wie Nom.)
Abl.Sg.: pulchr-o

Nom.Pl.: pulchr-a (!)
Gen.Pl.: pulchr-orum
Dat.Pl.: pulchr-is
Akk.Pl.: pulchr-a (!)
Abl.Pl.: pulchr-is

Die richtige Kombination ist also: "nominibus pulchris" (Sowohl für Dativ, als auch für Abl. Pl.)
___________________________

Zu beachten wäre also:
-nomen ist Neutrum, also ist jedes KNG-kongruente Wort auch Neutrum!
- Weil es Neutum ist, sind Nom. und Akk. in Sg. und Pl. jeweils gleich!
- Weil es Neutrum ist, lauten Nom. und Akk. Pl. auf -a!
- Kongruenz bedeutet NICHT unbedingt gleiche Endung!
- Du musst die Formen innerhalb der Deklinationen, die ihr schon behandelt habt, bestimmen und bilden können! Zur Not gehst du die Deklinationen halt immer komplett im Kopf durch, wenn du nicht sofort drauf kommst, welche Form du brauchst.

Falls das deine Frage nicht beantwortet, sag Bescheid!

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Die Verschleierung der Frau im Islam leitet sich aus den religiösen Schriften ab, in denen die Frau (wie auch immer) verdeckt werden sollte, damit sie die Triebe des Mannes (,die er dort scheinbar nicht im Griff hat(?)) nicht erregen.
Viele Muslime - deutlich mehr als Christen oder Juden - richten sich in ihrem Leben in einigen Punkten noch recht strikt nach ihren religiösen Schriften. Es gibt dort prozentual mehr religiöse Fundamentalisten und auch der gemäßigtere Teil ist im Schnitt (!) noch konservativer als der Durchschnittsanhänger anderer Religionen.
Und auch wenn das nicht gefragt war:
Ich mag das Kopftuch nicht. Es symbolisiert archaische, erzkonservative Werte und Geschlechterhierarchien. Und dass man Frauen im Westen, die es als Accessoire tragen, dafür zumeist nicht kritisiert, normalisiert diese Wertvorstellungen und schafft so einen ethischen Pluralismus, den nun wirklich keiner wollen kann.

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