Was findet ihr besonders männlich oder anziehend?

Hallo liebe Community,

Nachdem ich mich zuletzt als bekennender Playboy-Leser geoutet habe folgt nun die eigentlich ratsuchende Fortsetzung.

Das Männermodel Macho mit Versorgerfunktion und Schnurrbart hat schon längst ausgedient und ist einer modernen Version und Interpretation eines Mannes mit Gefühl und Tiefgang gewichen. Vorbei die Zeiten als die Höhlenmenschen noch mit der Keule auf Jagd nach Frauen gegangen sind, heute läuft das alles bei weitem komplexer ab. Der Wandel des Männerbildes hat folgendes vorgesehen und mit sich gebracht. Als Mann von heute sind keine testosterongesteuerten, knallharten Heroen mehr gefragt, sondern Männer, die Verständnis zeigen und einfühlsam sind, die Beziehung Mann-Frau soll gleichberechtigt sein, wodurch man sich zunehmend gegenseitig annähert anstatt gerade die Unterschiede zwischen beiden zu feiern. Zudem kommen noch so zweifelhafte Neuerungen dazu, dass Mann nun durchaus zur Maniküre gehen und sich die Augenbrauen zupfen lassen darf, wenn nicht sogar soll. Eine gewisse Gruppe von Metrosexuellen übertrifft das alles noch, indem sie sich zusätzlich wie Frauen schminken oder meinetwegen noch die Nägel lackieren. Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern verschwimmen zusehends und die sicherlich zu befürwortende Emanzipation trägt noch ihr Übriges dazu bei, verunsichert den Mann von heute aber unerhört. Der Playboy hingegen versucht stattdessen ein unabhängiges Männerbild zu zeichnen, das wieder zurückkehrt zu mehr Klassik und markanten Zügen, von eigenem Stil und Klasse zeugt, nur ist Mann von all den vielen Entwicklungen oftmals schon so verwirrt, wenn nicht gar verstört, dass er gar nicht mehr weiß wie er den noch entwickeln sollte.

Glücklicherweise gibt auch da der Männerversteher sogleich ein paar hilfreiche Ratschläge vor, welche für mich aber größtenteils nur schwer umzusetzen sind bzw. ich auch gar nicht dazu gewillt bin.

Um mich mit der exklusivsten Robe der italienischen Modedesigner einzukleiden fehlt mir schlichtweg das Geld, bei meinem unregelmäßigen Haarwuchs sähe ein 3-Tage-Bart leider alles andere als sexy aus, mein Orientierungssinn gleicht dem eines Eichhörnchens auf Nüssesuche und als Vegetarier mach ich mich auch nicht sonderlich gut am Grill.

Nur was bleibt mir sonst noch übrig, um die Frauenwelt von meiner Männlichkeit zu überzeugen und meinen Vorzügen zu beeindrucken.

Bin da grad ein wenig ratlos und hoffe auf eure Hilfe. Dankeschön.

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Muss ich mich dafür schämen den Playboy in aller Öffentlichkeit zu lesen?

Der Playboy feiert dieses Jahr sein 40-jähriges Bestehen in Deutschland, was sicher nicht möglich wäre, wenn sich nicht doch zumindest gelegentlich der ein oder andere das Heftchen kaufen würde. Ich denke mal, dass ich nichts Falsches behaupte, wenn ich zudem sage, dass der Playboy bei weitem nicht so schmuddelig ist wie so manch andere Bahnhofslektüre, dennoch hängt ihm weiterhin etwas Verruchtes nach. Wagt man den Vergleich zur Bild-Zeitung, welche obwohl sie angeblich kaum einer liest eine Millionenauflage hat, so gibt es im Playboy im Vergleich proportional zur Größe des Blattes weniger nackte Haut zu sehen als in Deutschlands beliebtester Klatschpresse, dennoch kann ich mich nicht daran entsinnen schon jemals einen unbekümmert blättern gesehen zu haben.

Wenn ich im Zug sitze gehe ich entweder meiner einen Lieblingsbeschäftigung nach ein wenig die Leute zu beobachten oder habe immer auch etwas Lesestoff mit dabei. In letzter Zeit handelt es sich hierbei immer häufiger um den Playboy, der wirklich nicht bloß durch diverse ästethische Fotos, sondern auch durch überwiegend wirklich interessante Artikel glänzen kann. Sobald das Abteil jedoch ein wenig voller wird fühl ich mich doch recht schnell unter Beobachtung, ein etwas beschämendes Gefühl kommt in mir auf und ich pack ihn lieber wieder weg.

Was meint ihr, ist es unsittlich diese Lektüre so offenkundlich zu studieren oder darf ich durchaus weiterhin selbstbewusst und ohne rote Ohren zu bekommen darin lesen solange ich zum Schutze der Jugend und zur Vermeidung öffentlichen Ärgernisses explizite Seiten überspringe?

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Welchen Film empfehlt ihr mir, der euer Leben verändert hat?

Es gibt viele Arten seinen Wissenshorizont zu erweitern und an geistiger Reife zu gewinnen. Ein gut geschriebenes Buch lässt einen Eintauchen in eine Welt, in der man sich zusammen mit dem Helden der Geschichte auf eine Reise begibt, mit ihm gemeinsam vielerlei Abenteuer bestreitet und am Ende um etliche Erfahrungen reicher ist. Zu den Büchern, welche mich in dieser Hinsicht besonders geprägt haben gehören sicherlich „Stiller“ von Max Frisch und „Der Steppenwolf“ von Hermann Hesse.

Auch schöne Lieder können einen sehr berühren, Gefühle in einem wecken, eine kleine Freude bereiten, über Liebeskummer hinweg helfen oder auf sonstige Art und Weise eine heilsame Wirkung entfalten.

Filme wiederum sind eine weitere Form der hohen Kunst und können gut gemacht ein richtiges Meisterwerk sein. Die richtige Verbindung verschiedenster Eindrücke, komponiert zu einer großen einheitlichen Gesamtheit können ein wahrlich herrliches Vergnügen für die Sinne darstellen. Es gibt schier unzählige Meilensteine der Filmgeschichte, die mich sehr beeindruckt haben. Dazu gehören Klassiker wie Forrest Gump, ebenso wie The Green Mile oder auch Keanu Reeves als Neo in der Matrix. Sehr zum Nachdenken angeregt hat mich „Die Insel“ und auch Magnolia hat mich unheimlich verblüfft. Zu den schönsten Geschichten zählen für mich weiterhin Vanilla Sky und Hachiko. Doch nur äußerst selten gelingt es einem Film mich so sehr aufzuwühlen und nachhaltig zu beschäftigen, dass ich sagen würde sie haben mein Leben verändert. Um genau zu sein sind es bislang genau zwei, zum einen der kantige, dennoch smarte Seifenverkäufer Brad Pitt und der von Schlafstörungen heimgesuchte Protagonist Edward Norton alias Tyler Durden in Fight Club. Und zum anderen, der aufrüttelnde, durch seine Message bestechende erste Teil von Saw, dessen Umsetzung und eindrückliche Inszenierung mich schier umgehauen haben.

Genau nach solchen Filmen, aber auch Büchern suche ich und bin schon ganz gespannt auf eure ganz eigenen lebensprägenden Erfahrungen.

Vielen Dank

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In der Sauna zwei Schwule getroffen, was nun?

Hallo,

wie vielleicht schon einige von euch mitbekommen haben bin ich ja wirklich bekannt dafür regelmäßig in die absurdesten Situationen zu geraten.

Heute kann ich wieder einen Strich mehr in mein Kerbholz der außergewöhnlichen Erfahrungen machen. Ich hatte mal wieder einen Tag frei und wollte mir in der Taunus-Therme bei Bad Homburg etwas Erholung gönnen. Es war das erste Mal überhaupt, dass ich einen Saunatag gemacht habe, aber dann gleich die volle Packung, einen Aufguss nach dem anderen und das auf der obersten Sitzbank. Nach dem 3. Saunagang hat mich dann ein glatzköpfiger Mann um die 40 rum angesprochen, dass ich ihm aufgefallen bin, weil ich gleich mehrmals hintereinander Saunieren war, er mich aber bislang noch nie zuvor hier getroffen hat. Also hab ich ihm erzählt, dass ich noch ziemlich neu bin hier in der Gegend und noch gar nicht soviel kenn von Frankfurt und der Umgebung, woraufhin er sich mir gleich angeboten hat, dass er mir gerne mal die Stadt zeigen könne. Da ich grundsätzlich ein offenherziger Mensch bin und auch nichts gegen ein paar neue, nette Bekanntschaften hab, hab ich ihm auch gleich meine Nummer gegeben, dass wir uns nächste Woche mal treffen können. Später hab ich auch noch seinen Kollegen kennen gelernt, mit dem zusammen wir 3 allesamt nackt uns im Ruhebereich entspannt haben. In dem Gespräch zwischen den beiden konnte ich dann ziemlich schnell feststellen, wo eigentlich deren sexuellen Vorlieben liegen und der eine hat auch ganz offensichtlich schnell den Körperkontakt zu mir gesucht, sodass ich mir fast zusammen reimen kann, was wohl seine Absichten sein dürften.

Wer mich nun schon etwas länger kennt weiß allerdings, dass ich 100% hetero bin (zumindest bin ich bis dato davon überzeugt) und möchte auf dem anderen Gebiet auch weiterhin Jungfrau bleiben, die Frage ist bloß wie ich dieses Vorhaben bestmöglich umsetze ohne womöglich irgendwelche Gefühle zu verletzen.

Wer hat einen Rat für mich?

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Können Männer und Frauen auch nur miteinander befreundet sein?

Obwohl ich von meinem Alter her ein Kind der Generation 0 bin „sympathisiere“ ich eher mit der Generation X um die ernannte Leidens- und Leitfigur Kurt Cobain. Bezeichnend für diese Gruppe an Jugendlichen war es, dass sie sich einem Mangel an Lebensaufgaben gegenüber sah und schwer damit zu kämpfen hatten diese Lücke wieder zu schließen. Viele haben demzufolge angefangen irgendwelche Scheiße zu bauen und versucht mit Drogen ihren quälenden Alltag zu vergessen sowie die Zeit irgendwie zu überbrücken, währenddessen ich mich auf die Suche nach der wahren Liebe begeben hab, diese zu finden für mich den eigentlichen Sinn des Lebens darstellt.

Früher reichte schon allein das Wort Brüste aus, um bei den Jungs einen ganz natürlichen erogenen Prozess in Gang zu setzen, heute hingegen schauen sich die 12-Jährigen mittags auf Pro 7 die Big Bang Theory und abends dann die Gang Bang Theory. Solche Entwicklungen haben nicht zuletzt zur Folge, dass auch die Bezeichnung Liebe gerade unter Jugendlichen zunehmend inflationäre Tendenzen annimmt und etwas eigentlich sehr Schönes und Intimes zu einer Art Wettstreit unter Jungbullen ausartet.

Auch ich habe schon vielerlei Gerüchte über meine Sexualität in die GF-Welt gesetzt, sodass es zulangsam angebracht ist mal mit einer Wahrheit rauszurücken. Für mich spielt Sex in einer Partnerschaft eher eine untergeordnete Rolle, ich will zwar nicht behaupten, dass ich nicht auch meinen Spaß daran hätte, aber ich denke, dass ich notfalls gut darauf verzichten könnte, sodass man mich für männliche Verhältnisse schon fast als asexuell bezeichnen kann.

Nun ist meine Frage, wie ich es schaffen kann jemandem verständlich zu machen, dass es Männern nicht immer bloß auf das Eine ankommt und es auch nicht jedes Mal unbedingt zutreffen muss, dass bei einer Bekanntschaft zwischen einem Mann und einer Frau früher oder später mindestens einer von beiden stets etwas mehr will, sondern es auch bei einer reinen Freundschaft in solch einer Beziehung bleiben kann?

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Wo fängt Fremdgehen eigentlich an?

Schenkt man den Worten des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton Glauben so hatte er niemals eine sexuelle Affäre mit seiner Praktikantin Monica Lewinsky und tatsächlich bezeichneten nur 70% aller Teilnehmer einer Fit for Fun – Umfrage Oralverkehr als Sex, einer Umfrage unter amerikanischen Studenten zufolge sehen sogar nur noch 20% aller Befragten diese Praxis als Sex an.

Ich selbst zähle mich ebenfalls zu den 70% der Fit for Fun – Befragten, aber da unsere Gesellschaft ja in rasendem Tempo immer moderner und vermeintlich auch (sexuell) aufgeklärter wird, gehöre ich was dies betrifft womöglich auch bald einer Minderheit an und meine Einstellungen sind dann genauso alt und verkrustet wie mein bereits leicht angestaubtes Verständnis von Knigge-Regeln.

Da ich ein Mensch bin, der nicht viel von flüchtigen One-Night-Stands hält, sondern mehr Wert auf eine ernsthafte Beziehung legt, frage ich mich nun wieviel in der heutigen Zeit noch erlaubt ist ohne, dass es einen Seitensprung oder Vertrauensbruch darstellt. Wieviel Eifersucht ist noch normal und berechtigt und wann wird es zuviel?

Ist es schon Fremdgehen, wenn man ein anderes Mädchen küsst oder sie einfach nur liebevoll streichelt? Geht es bereits zu weit, wenn man bei einer Freundin übernachtet? Ist es falsch, wenn man beim sich selbst befriedigen an eine andere Frau denkt und würdet ihr es als zu verachten ansehen, wenn man noch Single ist, aber kurz vor einer festen Beziehung noch schnell mit einer anderen Frau schläft?

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Wie werde ich als Thailand-Reisender mein Image als Sextourist wieder los?

Es fing alles an, mit einem merkwürdigen Zufall, der mein Leben grundlegend verändern sollte. Ich war an einem schönen Nachmittag mit meiner Mutter zusammen in einem netten Café, wo ich zufällig unwissentlich auf den einflussreichsten Geschäftsmann vom Titisee getroffen bin, der mir sogleich einen Job in seinem Laden angeboten hat.

So war ich also einen Sommer lang als Aushilfe im Verkauf beschäftigt und hatte vielleicht die geihlste Zeit in meinem Leben. Da wir viele asiatische Reisegruppen hatten, sind dort zu einem Großteil Chinesen angestellt. Von vielen nur als Schlitzaugen verpönt, habe ich hingegen ihre Mentalität und Denkweise sehr zu schätzen gelernt. Im Gegensatz zu meinem letzten Arbeitsplatz war ich hier bei allen Angestellten sehr beliebt und hab dort meine beste Freundin kennen gelernt, die immer noch einen Platz in meinem Herzen hat.

Das ist nun 4 Jahre her und seitdem wird mir immer stärker bewusst, dass mich dieses typisch Deutsche zunehmend anwidert. Viele Deutsche haben anscheinend verlernt wofür sie eigentlich arbeiten und leben, es geht ständig nur darum zu funktionieren, alles was gegen den Strom schwimmt wird verachtend beäugt und das ganze Verhalten ist oftmals so klinisch und kalt, dass ich Gänsehaut bekomm.

Darum heg ich schon seit langem den Wunsch wenigstens mal für kurze Zeit aus diesem einengenden Umfeld rauszukommen und ein paar Tage im asiatischen Raum Kraft für die Seele zu tanken. Meine Wahl fiel letztendlich auf Thailand, das Land des Lächelns, wo ich mich von der Kultur des Landes und den Menschen dort inspirieren lassen und bei ein paar Thai-Massagen am Strand einfach nur relaxen wollte.

Dummerweise ist ausgerechnet Thailand als Mekka für Sextouristen verschrien und so hat man gerade als alleinreisender Europäer schnell seinen Stempel aufgedrückt.

Wie würdet ihr damit umgehen, wenn alle denken, dass man nur auf der Suche nach einem billigen Schuss ist und wie schafft man es in Thailand sich all die heiratswilligen, jungen Dinger vom Hals zu halten?

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Warum wird so häufig vergessen den Zimmermädchen auch etwas Trinkgeld zu geben?

Hallo Leute,

Ich hab das vermeintliche Vergnügen dort arbeiten zu dürfen, wo andere Urlaub machen. In Wahrheit ist es eher so, dass mir die Lust auf Erholung und Relaxen schnell vergehen würde, wenn ich immer genau wüsste, was da so hinter den Kulissen manchmal abgeht. Da ist längst nicht alles Gold was glänzt, vielleicht höchstens die Urinrückstände an den Händen beim Zubereiten des Salats. Davon bekommt der Gast selbstverständlich nichts mit, sondern sieht nur das schöne Ergebnis auf dem Teller.

Eigentlich kann der Service meist auch nur recht wenig für das Gepantsche, was er da rausträgt, dennoch bekommt er als erstes den Unmut des Gastes zu spüren, wenn das Fleisch tot gebraten oder man schnell merkt, dass die TK-Ware nicht lang genug in der Mikrowelle heiß gemacht wurde, dafür wird er aber in aller Regel auch mit reichlich Trinkgeld entlohnt, ganz gleich wie inkompetent er auch sein mag. Spitzenreiter, was Trinkgeld angeht ist und bleibt aber der Hausdiener, welcher kurz mal für ein paar Minütchen seinen Ranzen in Bewegung setzen muss, um ein paar Koffer zu tragen und für diesen kleinen Aufwand das Geld schon hinterhergeschmissen kriegt, um anschließend im besten Fall wieder die Tür zu bewachen.

Da ich selber auch für ein paar Monate Hausdiener war hatte ich dagegen nichts einzuwenden, was insofern auch in Ordnung ist, da der Beruf nicht der bestbezahlte ist. Trotzdem könnte die Trinkgeldverteilung kaum ungerechter sein, da die allermeisten Gäste schlichtweg vergessen, dass es im Hotel einen Job gibt, der noch mieser bezahlt wird, aber deswegen nicht weniger wertvoll ist. Ich spreche hier von der Arbeit der Zimmermädchen, die sich jeden Tag den Buckel krumm schuften für ein paar Kröten, die gerade so reichen, um über die Runden zu kommen. Die Reinigung eines Zimmers dauert im Schnitt 20 Minuten, bei besonderen Ferkeln, welche es schaffen eine Bleibe innerhalb weniger Tage in eine Messie-Bude zu verwandeln auch schon mal über eine Stunde. All das wird als selbstverständlich angesehen und fällt erst dann auf, wenn mal irgendwo ein Fleck übersehen wird oder ein Haar liegen bleibt, aber dafür ist das Geschrei umso größer. Die Mädchen fühlen sich teilweise wie Kakerlaken, die von keinem geschätzt werden und noch nicht einmal einen Gruß wert sind.

Ich selbst durfte ebenfalls schon die Erfahrung machen, wenn ich aushilfsweise im Housekeeping gearbeitet habe und von einigen Gästen keines Blickes gewürdigt wurde, dieselben Gäste, welche mir am nächsten Tag höchsten Respekt zollten als ich wieder im Anzug an der Rezeption stand.

Die Zimmermädchen aus meinem alten Hotel sind mir wirklich ans Herz gewachsen und taten mir als häufig so leid, dass alle von dem vielen Trinkgeld schwärmen, aber sie leider oftmals mit leeren Händen dastehen, trotz guter Arbeit. Darum meine Frage, warum werden gerade sie meistens vergessen, wenn es um eine kleine Aufmerksamkeit geht und wieso sparen die allermeisten Gäste ausgerechnet am falschen Ort?

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Kann Einsamkeit die Intelligenz fördern?

Wirft man mal einen Blick in die Geschichte wird man feststellen, dass viele kluge Köpfe äußerst exzentrische Persönlichkeiten und nicht selten Einzelgänger waren. Ihre Begabung ist oftmals Fluch und Segen zugleich. Nicht selten leiden sie unter Depressionen, sind was ihre soziale Kompetenz angeht totale Krüppel und leben lieber zurückgezogen in ihrer eigenen kleinen Welt als sich unter die Menschenmenge zu trauen. Sie werden für ihre Genialität bewundert und beneidet, werden für ihren Wahnsinn aber auch verachtungsvoll angeschaut oder haben gar eine so unheimliche Aura an sich, dass man sich gar nicht an sie rantraut. Sie sind auf ihrem Gebiet absolut begnadet und doch so bedauernswert, weil ihr eigenes Leben für sie häufig eine einzige Qual darstellt. Sie leben abgeschottet von der Außenwelt, wo sie in ihrem Schaffensraum, der gefüllt ist von Einsamkeit und Leere, ein Meisterstück nach dem anderen hervorbringen.

Ich frage mich nun, ob es in der Natur solcher Genius liegt ihr Werk im Stillen zu vollbringen oder ob nicht gerade diese sich selbst erzwungene Einsamkeit dazu führt den Geist anzuregen, woraus die unglaublichsten und weltbewegendsten Ideen entstehen können.

Der Mensch ist normalerweise ein soziales Wesen, das anfällig ist für vielerlei Arten der Ablenkung. Von überall her kommt ein neuer Reiz, der aufgenommen und verarbeitet werden muss, ganz egal wie banal und unbedeutend er auch sein mag. Meine Vermutung ist, dass diese Schwemme an wertlosen Informationen irgendwann dazu führt, dass das geistige Vermögen abflacht und der Mensch verdummt. Wir haben keinen großen Krieg, keine große Depression. Unser großer Krieg ist ein spiritueller. Unsere große Depression ist unser Leben. Mal ganz ehrlich, was macht denn ein Großteil der Jugend von heute am Wochenende. Sie gehen mit ihrer Clique in eine Disco, tanzen auf eine unter irgendwelchen Drogen komponierte Musik und knallen sich den Schädel mit Alkohol weg. Das ist meiner Ansicht nach nicht gerade das, was man unter dem Sinn des Lebens verstehen sollte und ist sicherlich alles andere als Intelligenz fördernd. Ist es da nicht besser man zieht sich aus solchen Freundeskreisen zurück und verbringt seine Zeit lieber mit sich allein? Nur man selbst, ohne all die störenden Einflüsse anderer, man kann die Ruhe genießen und sich Gedanken über viele weitaus wichtigere Dinge machen.

Ich selbst ziehe es auch lieber vor einsam zu bleiben als mich mit Menschen in einer Umgebung zu bewegen, die einen auf Dauer nur verblöden lässt. Glaubt ihr, dass meine Einstellung richtig ist oder ist es grundsätzlich falsch sich freiwillig sozial auszugrenzen?

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Verliebt in einen Avatar – XFighter7 in Love

Hallo,

 

auf meiner ewig währenden Mission die Eine zu finden, bin ich mir diesmal so sicher auf das richtige „Pferd“ gesetzt zu haben. Meine Suche war bislang stets davon geprägt, dass mir meine Angebeteten im besten Fall die kalte Schulter gezeigt, im Normalfall aber zum Abschied meist irgendwelche Küchengeräte oder Topfpflanzen hinterhergeschmissen haben.

Auch meine letzte Flamme hat es nicht einmal für nötig gehalten mir einen Korb zu geben, sondern ließ meine 1000 Liebes-SMS einfach unbeantwortet ;-( http://www.gutefrage.net/frage/ich-glaub-ich-hab-mich-verliebt--was-soll-ich-tun

 

Zudem kommt erschwerend dazu, dass ich mit meiner Impotenz beim weiblichen Geschlecht nicht unbedingt punkten konnte und auch meine dilettantischen Versuche meine Kusskünste durch langes Training mit einer Melone zu verbessern, waren nicht von Erfolg gekrönt.

 

Ich war schon kurz davor mich selbst als unvermittelbar einzustufen und HerzIV zu beantragen, doch dann lief mir plötzlich dieses holde Wesen über den Weg, so unbeschreibbar schön und lieb, dass selbst mir die Worte fehlen.

 

Nun wünsch ich mir so sehr, dass diese Geschichte ein Happy End hat, doch leider hab ich sie bisher noch nie gesehen, sondern nur mit ihr über GF geschrieben. Glaubt ihr, dass diese Liebe eine Chance hat?

 

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Wie soll man als Gast reagieren, wenn die Bedienung mir eine Bierdusche verpasst hat?

Langsam wird es Sommer, die Sonne scheint und die ersten Kroküsse sprießen. Nun stellt euch vor, ihr sitzt in einem gemütlichen Café auf der Terrasse, bestellt euch eine kühle Blonde und genießt einfach das schöne Leben. Es könnte alles kaum besser sein, doch dann kommt so ein tollpatschiger Kellner daher, der bereits beim Anmarsch an meinen Tisch so rumstorcht als würde er auf Stöckelschuhen laufen, visiert noch kurz sein Ziel an und ergießt über mir ein kalte Brause hopfenhaltigen Getränks. Sicherlich wird das arme Würstchen von Kellner das nicht mit Absicht gemacht haben (zumindest hoffe ich das für ihn) und auch sonst hab ich gegen einen Wet-T-Shirt Kontest prinzipiell nichts einzuwenden, dumm nur wenn ich mein teures Armani-Hemd zuvor nicht durch eine billige H&M-Marke ausgetauscht habe. Falls der Gute, dem dies Malöhr passiert ist sich nicht schon vor Schuld- und Schamgefühlen ganz betröpelt irgendwo unter der Tischdecke versteckt bzw. gleich das Weite gesucht, sondern sich höflichst für sein Unvermögen entschuldigt hat, kann man ihm ja eigentlich kaum mehr böse sein, doch was mache ich mit meinem in Gerstensaft getränkten Hemd und wäre es unverschämt zumindest die Kosten für die Reinigung zu verlangen?

 

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Kann man auch Mitglied von 2 verschiedenen politischen Parteien sein?

Anlässlich der jüngsten Landtagswahlen in Baden-Württemberg und ich glaube Rheinland-Malz hab ich mir als Kämpfer für die Armen und zu Unrecht Gelöschten natürlich so meine Gedanken gemacht.

 

Irgendwie ist mir (mittlerweile) keine Partei (mehr) so wirklich sympathisch und ich würde gern vieles anders machen. Anstatt nun aber wie ein Gros der Menschen bloß über alles rumzumaulen, wovon sie natürlich selbst ohnehin die meiste Ahnung haben, so wie es auch 82.000.000 Millionen Fußball-Nationaltrainer gibt, möchte ich aber einer Partei beitreten, um wirklich etwas bewegen zu können.

 

Im Grunde sind mir die Piraten ja fast noch die Liebsten, zumal Chaos ohne wirklichen Plan ohnehin mein Fachgebiet ist und es insofern für mich ein Leichtes sein sollte, mich bis an die Parteispitze hochzuarbeiten-/schlafen. Allerdings befürchte ich, dass die Partei in naher Zukunft noch des Öfteren an der 5% Hürde scheitern wird, auch wenn bei einer ähnlichen Entwicklung wie bei den Grünen abzusehen ist, dass sie es bis in 30 Jahren ebenfalls nach ganz oben in den Landestag schaffen werden.

 

Da ich nun aber nicht unbedingt dafür bekannt bin ein geduldiger Mensch zu sein (meine Mitfahrgelegenheit lässt grüßen) möchte ich bis es soweit ist auch noch anderweitig am politischen Geschehen teilhaben und der SPD oder so beitreten, nur geht das überhaupt?

 

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