Eltern wollen das ich Ärztin werde?

Hallo Leute, ich bin aktuell im Streit mit meinen Eltern und wollte euch fragen, ob ihr einen Rat habt. Klingt irgendwie blöd, bin ja erwachsen, aber ich bin so zwiegespalten, daher fände ich neutrale Meinungen gut.

Und zwar wollten meine Eltern immer, dass ich Ärztin werde, ich aber nie und das habe ich auch ständig gesagt. Ich habe dann angefangen, Medizin zu studieren, aber eben nur wegen meinen Eltern, weil ich gefühlt keine andere Wahl hatte. Ich wusste ja schon immer, dass ich keine Ärztin werden will, aber im Medizinstudium merke ich es noch mehr. Es ist nicht so, dass ich schlecht darin bin. Ich bin gut, würde ich sagen und würde das Studium "problemlos" schaffen. Aber es geht darum, dass ich brutal unglücklich bin und sogar das Gefühl habe, in Depressionen zu verfallen. Ich merke auch, dass ich manchmal gemein zu manchen Patienten bin, obwohl sie ja nichts dafür können.

Ich möchte das Studium abbrechen und stattdessen Jura studieren. Das ist ja auch ein angesehener Beruf in der Gesellschaft und das würde mir eher liegen (zu 100 % will ich es trotzdem nicht). Aber meine Eltern sind mit allem unzufrieden und machen mir das Leben zur Hölle. Sie sagen, ich soll das Studium beenden usw. Ja, aber was bringt mir das, wenn ich den Arztberuf dann eh nicht ausüben will? Mit jedem anderen Studiengang sind sie unzufrieden, es muss Medizin sein. Aber es macht mich so kaputt und ich weiß, dass ich fast schon am Ende des Studiums bin. Es würde mir trotzdem nicht wehtun, wenn ich abbreche.

Habt ihr vielleicht einen Rat? Ich weiß, man muss als Arzt nicht unbedingt mit Patienten arbeiten. Aber ich weiß nicht, ob mir das Spaß machen würde. Und ich weiß, es gibt auch mega viele Fachrichtungen, aber ich sehe mich in keiner. Bzw. ich denke schon manchmal beim Praktikum, dass das eigentlich Spaß macht, aber eben nicht für immer.

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Eine Möglichkeit wäre, dass du das Medizinstudium fertig machst und dann ins Gesundheits- oder Medizinrecht gehst. Da könntest du dann Medizin und Jura kombinieren. Beispielsweise gibt es an der Universität Münster einen berufsbegleitenden Studiengang Medizinrecht für Juristen und Nicht-Juristen.

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Ich war römisch-katholisch und bin evangelisch-lutherisch geworden, aber ich war lange Zeit als Gast in zwei Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinden (Baptisten). Es gibt in Deutschland Baptistengemeinden, die im "Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden" (BEFG) sind und wenige freie Baptistengemeinden.

Wenn du evangelisch bist, dann bist du entweder evangelisch-lutherisch, evangelisch-reformiert oder evangelisch-uniert. Die Baptisten sind evangelisch-freikirchlich, also auch evangelisch. Darauf kannst du deine evangelische Familie hinweisen.

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Als Christ nehme ich das Gebot "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand" (Mt 22,37; Elberfelder Übersetzung) ernst. Wie kann man Gott mit dem Verstand lieben? Indem man Glaube und Wissen miteinander verbindet.

Zwischen Glauben und Wissen besteht ein notwendiger Zusammenhang. Glauben setzt Wissen voraus und damit kann Glauben nicht der Gegenspieler von Wissen sein. Sie bedingen sich gegenseitig.

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Andere Antwort

Als Christ darf man die Hoffnung haben und dafür beten, dass aufgrund des allgemeinen Heilswillen Gottes (vgl. 1. Tim 2,4) alle Menschen gerettet werden. Hoffnung ist noch keine Allversöhnung. Wenn du dir aber fast sicher bist, dann vertrittst du fast die Allversöhnung. Diese ist aus biblischer Sicht nicht haltbar.

Die Nahtoderfahrungen werden in der Theologie unterschiedlich bewertet. Meiner Meinung nach können die Nahtoderfahrung nicht vollständig neurobiologisch erklärt werden, aber sie sind auch kein Einblick in das Jenseits, da es Elemente der Nahtoderfahrungen auch außerhalb dieser gibt, z. B. die außerkörperliche Erfahrung (Out-of-Body-Experience)

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Ich bin Christ und vertrete die Urmonotheismustheorie, d. h. am Anfang der Religionsgeschichte steht ein Urmonotheismus. Das bedeutet, dass alle Religionen den gleichen Ursprung haben (Hochreligionen, traditionelle Stammes- und Naturreligionen, neuere religiöse Bewegungen ...).

Die biblische Urgeschichte interpretiere nämlich ich nicht wie in der historisch-kritischen Theologie ausschließlich mythologisch, sondern als Mytho-History. Das habe ich vom Theologen und Philosophen William Lane Craig übernommen. Adam und Eva sind seiner Ansicht nach ein Paar des Homo heidelbergensis, welches vor 750.000-1.000.000 Jahren lebte.

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Gottesdienst ( mit Begründung )

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Gott in jedem Gottesdienst erfahren kann, sowohl in katholischen, orthodoxen, evangelisch-landeskirchlichen und freikirchlichen Gottesdiensten.

Wenn ich als evangelisch-lutherischer Christ in einer katholischen Heiligen Messe bin, dann frage ich mich, was ich mitmachen kann und was nicht. Beispiel: Das Gebet zu Seligen bzw. Heiligen kann ich theologisch nicht verantworten, aber mit dem Heiligengedenken habe ich kein Problem. Im Augsburger Bekenntnis (1530), der wichtigsten lutherischen Bekenntnisschrift, steht dazu in Artikel 21:

Vom Heiligendienst wird von den Unseren so gelehrt, daß man der Heiligen gedenken soll, damit wir unseren Glauben stärken, wenn wir sehen, wie ihnen Gnade widerfahren und auch wie ihnen durch den Glauben geholfen worden ist; außerdem soll man sich an ihren guten Werken ein Beispiel nehmen, ein jeder in seinem Beruf. ...
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Die erste christliche Kirche ist nicht die röm.-kath. Kirche, sondern die Urgemeinde in Jerusalem. Der Geburtstag der Kirche ist Pfingsten mit der Ausgießung des Heiligen Geistes (Apg 2).

Das Papsttum ist erst ab dem 3. Jhd. entstanden und das Christentum wurde 380 n. Chr. offiziell eine Staatsreligion.

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Mein Weg war ein anderer: Vom theoretischen Theismus als Kind und Jugendlicher über (fast) Zeuge Jehovas, dann Theologiestudium und Konversion vom Katholizismus zum evangelikal-charismatischen Christen in einer evangelischen Landeskirche.

Ich zähle mich also zur evangelikalen Bewegung, bin aber auch dankbar, dass ich nicht in dieser Bewegung aufgewachsen bin. Deine Erleichterung durch die Beschäftigung mit atheistischer Religionskritik kann ich gut nachvollziehen. Wirklich frei von den dunklen Aspekten deines Gottesbildes wirst du aber nur durch Gott (innere Heilung).

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Nein

Grönland gehört geographisch zu Nordamerika und politisch zu Dänemark. Wenn es Trump wirklich nur um Sicherheitsinteressen gehen würde, dann würde es ausreichen, wenn die USA noch ein paar Stützpunkte mehr in Grönland hat, zusätzlich zur Pittuffik Space Base. Da hätte Dänemark bestimmt nichts dagegen. Ich mache mir um den Geisteszustand von Trump ernsthaft Sorgen.

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Das Problem, das wir bezüglich der Taufe von unmündigen Kindern im Neuen Testament haben: Es gibt kein ausdrückliches Zeugnis für eine Kindertaufe, abet sie wird auch nicht ausdrücklich verboten.

Die Glaubenstaufe (=erst Glaube, dann Taufe) kann man im Neuen Testament direkt nachweisen. Die Kindertaufe kann man nur indirekt nachweisen, z. B. berufen sich die Befürworter der Kindertaufe auf die sog. oikos-Formeln (grch. oikos=Haus). Damit ist die Taufe von ganzen Häusern gemeint (Apg, 1. Kor). Das Problem ist aber dabei, dass Säuglinge und unmündige Kinder nicht ausdrücklich genannt werden. Kann sein, kann nicht sein. Ich lasse es daher offen, ob Säuglinge oder unmündige Kinder dabei waren.

Der normale Weg des Christwerdens wird nach der Pfingstpredigt des Petrus (Apg 2) beschrieben:

37 Als sie aber das hörten, ging’s ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Ihr Männer, liebe Brüder, was sollen wir tun? 38 Petrus sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden, so werdet ihr empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.
41 Die nun sein Wort annahmen, ließen sich taufen; und an diesem Tage wurden hinzugefügt etwa dreitausend Menschen.

Hier werden fünf Elemente der christlichen Grunderfahrung aufgezeigt: Verkündigung, Lebensübergabe (=moderne Bezeichnung für Bekehrung), Taufe, Geistempfang und Eingliederung in die Gemeinde. Wichtiger als die normale Reihenfolge ist aber die Vollständigkeit der christlichen Grunderfahrung. Das heißt, dass beispielsweise auch ein Lutheraner in seiner Kirche diese Grunderfahrung vollständig empfangen kann.

Der baptistische Theologe Siegfried Großmann hatte einen ökumenischen Aufsatz mit dem Titel "Auf dem Weg zur einen Taufe" geschrieben. Darin geht er auf die Kirchen, welche die Kindertaufe praktizieren, zu:

  • Die Kindertaufe ist unvollständig, aber nicht ungültig. Daher sollten die täuferischen Freikirchen die Kindertaufe nicht länger als ungültig bezeichnen.
  • Die Glaubenstaufe ist die beste Form der Tauferneuerung der Kindertaufe. Daher sollten die Kirchen, welche die Kindertaufe praktizieren, die Glaubenstaufe nicht länger als Wiedertaufe bezeichnen.
  • In der Kirchen mit Kindertaufe sollte darauf geachtet werden, dass die Eltern und Paten, welche ihr Kind taufen lassen, wirklich gläubig sind, sonst wird die Kindertaufe unglaubwürdig.

Einer der bedeutensten evangelischen Theologen des 20. Jahrhunderts war Karl Barth. Er bezeichnete die Kindertaufe als "unordentlich, aber nicht ungültig". In der Frage, ob die Kindertaufe von der Kirche von Anfang an getauft wurden, gab es eine Kontroverse zwischen den beiden lutherischen Neutestamentlern Kurt Aland und Joachim Jeremias. Jeremias vertrat die Auffassung, dass an die Stelle der Beschneidung die Kindertaufe getreten sei und damit bereits das Urchristentum Kinder taufte. Ich folge aber Kurt Aland, der aufzeigte, dass die Kindertaufe erst ab etwa 200 n. Chr. nachweisbar ist.

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Nein. Die Einteilung Kirche - Freikirche - Sekte ist aber in der Konfessionskunde mittlerweile veraltet. Der Begriff Sekte wird heutzutage in der Theologie und Religionswissenschaft meist vermieden und man verwendet alternative Bezeichnungen wie beispielsweise Sondergemeinschaft.

Es ist aber wichtig, dass man zwischen Freikirchen (z. B. Baptisten, Methodisten) und Sondergemeinschaften (z. B. Zeugen Jehovas, Mormonen) unterscheidet. Ich habe allerdings auch schon Freikirchen kennengelernt, die sich in einer Grauzone zwischen Freikirche und Sondergemeinschaft befinden.

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Ich bin seit etwa vier Wochen Ausbilder für Erste Hilfe beim BRK (gehört zum DRK).

Um Ausbilder für Erste Hilfe zu werden, braucht man eine medizinische und eine pädagogische Qualifikation.

Für den medizinischen Teil macht man die Grundausbildung Sanitätsdienst, die mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung abgeschlossen wird.

Für den pädagogischen Teil macht man EgUg (Erwachsenengerechte Unterrichtsgestaltung), die man mit einer Lehrprobe abschließt und Fachdidaktik Erste Hilfe, welche mit einer schriftlichen und praktischen Prüfung abgeschlossen wird.

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Um Ausbilder für Erste Hilfe zu werden braucht man eine medizinische und pädagogische Qualifikation. Für die medizinische Qualifikation reicht eine Sanitätsausbildung von 56 Unterrichtseinheiten. Ein Rettungssanitäter erfüllt damit die medizinische Qualifikation, da diese Weiterbildung ungefähr drei Monate dauert (in Vollzeit). Es fehlt aber noch die pädagogische Qualifikation.

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