Psychiater Besuch noch Sinnvoll?

Hallo,

Kleine Vorgeschichte:

Ich denke, dass ich schon sehr lange leichte Symptome von einer Depression oder einer Vorstufe davon habe. Nun habe ich angefangen zu studieren, seit dem ist es dramatisch schlechter und ich habe mich an meine Psychologische Beratungsstelle der Uni gewendet. Vor allem meine Angst vor viele sozialen Situationen ist schlimmer geworden aber auch die allgemeinen Symptome einer Depression. Was z.B. nicht wirklich möglich ist, ist auf Menschen zugehen, Kontakte knüpfen und vor allem zu telefonieren (aber das ging noch nie). Doch ganz generell habe ich quasi große Angst vor dem Reden mit oder vor fremden Menschen.

Die Psychologin dort hatte mich nach einem einstündigen Gespräch an meinen Hausarzt und an meinen Psychiater verwiesen. An den Psychiater hauptsächlich wegen der Angst vorm telefonieren, da geplant war, dass ich einen Psychologen aufsuche und dafür ja telefonieren muss.

Da ich mit der Beraterin dort aber auch nach dem zweiten Termin einfach nicht zurecht kam und mir das ganze solche Angst macht, habe ich den Termin bei ihr abgesagt, heißt: eigentlich habe ich erstmal nicht vor, weiter in Richtung Therapie zu gehen.

Meine Frage:

Würde der Psychiater mir etwas verschreiben (vorausgesetzt er hält es für sinnvoll bei meinen Symptomen) obwohl ich keine Therapie mache oder in Aussicht habe?

Ich hätte das Medikament gerne um mal zu schauen wie es damit geht, aber will da nicht hingehen und mir den Stress machen (ich hab ziemliche Angst vor dem Gespräch) wenn er es sowieso nicht machen würde.

Danke

Angst, Psychologie, Antidepressiva, Depression, Gesundheit und Medizin, Psychiater, Psychopharmaka, Suizid
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"Flashbacks" von einem Trauma meines besten Freundes?

Hallo,

folgendes: Mein bester Freund hatte eine traumatische Kindheit, er wurde von seinem Vater körperlich und auch Verbal misshandelt. Aber der Vater lebt schon seit vielen Jahre nicht mehr in der Familie, also es ist keine aktuelle Situation zum Glück. Das schwere Trauma bleibt natürlich. Er verschweigt mir jedoch nähere Details um mich quasi zu schützen, was wohl auch das richtige ist.

Nun ist es so, dass mich manche Sachen auch triggern die mit dem Thema zusammen hängen und ich dann quasi in meinem Kopf Filme sehe, in denen er als Kind weinend geschlagen, durchs Haus gejagt, bedroht und angeschrien wird (oder schlimmeres, aber meistens das), ebenso seine Mutter. Das ist dann immer ziemlich "schmerzhaft" wenn ich an sowas denken muss und mir ist zum weinen zumute. Dadurch, dass mir Details fehlen WIE schlimm es war reichen die Vorstellungen auch in alle Richtungen und "Schlimmheitsgrade".

Ist das normal bei einer Person, die einem alles bedeutet und zu der man sehr Empathisch ist? Oder fühle ich quasi ZU sehr mit und steigere mich selbst zu sehr hinein? Wenn ja, was soll ich machen?

Dazu sei anzumerken: ich bin selbst eine recht psychisch "instabile" Person, wenn man das so sagen kann. Ich habe keine Diagnosen, aber auf jeden Fall bin ich nicht all zu fit ^^

Liebe Grüße

Freundschaft, Psychologie, Empathie, Kindheit, misshandlung, Mitgefühl, Trauma, depressionenen, Flashback, Kindheitstrauma
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