Weil ich noch sehe: Warum nicht einfach

"Meine Vorfahren stammen alle aus der Türkei. Aber ich heiße nun mal Hans Jörg Aldemir."

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Warum gibt es keine umfassende Finanztransaktionssteuer?

Mit der Frage -- an hoffentlich hier mitlesende Finanzfachleute -- ist eigentlich schon alles gesagt.

Wer es ausführlicher haben will -- Ausgangspunkt war für mich dieser Fund eben:

=======

Ich lese so gut wie nie RT = RUSSIA TODAY. Heute schnappe ich im Vorbeigehen das auf:

--

"Schon ein Mini-Steuersatz von 0,1 (!) Prozent auf die Umsätze an den deutschen Börsen brächte 40 Milliarden Euro in die Staatskasse, aber im Unterschied zu Frankreich und anderen europäischen Staaten kann sich die Regierung in Berlin nicht dazu durchringen. Das Thema "Finanztransaktionssteuer" beackern deren Vertreter seit Jahr und Tag nur, soweit publikumswirksam erforderlich. Die Aufzählung ist unvollständig, in vielen weiteren Steuergesetzen sind Regelungen versteckt, die den hiesigen Geldadel noch weiter privilegieren.

Mehr zum Thema - Ausgerechnet SPD-Finanzminister Scholz begräbt lang verhandelte Finanztransaktionssteuer

Der Staat verfügt mit dem Steuerrecht über ein umfassendes Instrumentarium zur Umverteilung. Er nutzt es seit Jahrzehnten nicht mehr für sozialen Ausgleich." (deutsch.rt.com)

--

Einleitend wird da noch eine Kritik an der Berichterstattung von "Tagesschau & Co." geübt:

"Statt brauchbarer Information über den Staatshaushalt und das unsoziale Steuersystem serviert ARD-aktuell dem Publikum Placebos. Aktuell zeigt sich dies an der Berichterstattung zur Grundsteuer-Reform, bei der wesentliche Hintergründe ausgespart werden. | von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam | Wer verantwortlich für sich und die Seinen entscheiden will, braucht exakte Informationen über sein Soll und Haben sowie über seine Handlungsoptionen. Wer als Staatsbürger verantwortlich über die Geschicke der Nation mitreden und -befinden will, muss wissen, wie es um Staatsvermögen, Staatseinnahmen und -ausgaben steht. Offiziell wird das Hochglanzbild vom "mündigen" Bürger gepflegt, für den sich Michel Piefke und Lieschen Kraushaar halten sollen. Tagesschau & Co. sorgen allerdings mit ihren regierungsfrommen und systemkonformen Nachrichten dafür, dass zwischen Behauptung und Wirklichkeit Welten liegen."

--

Der Gedanke der Besteuerung von Börsenumsätzen ist meiner Lektüreerfahrung nach nicht nicht neu, auch um windige Leerverkäufe und das wilde Herumschieben von unvorstellbar großen Beträgen im Online-Aktienhandel einzudämmen. Warum er, dieser Gedanke, sich nicht durchsetzen lässt? Eine Frage, die meinen Wissenshorizont übersteigt ...

--

Grundlegende Informationen unter Wikipedia / Finanztransaktionssteuer

--

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Darf ich mich an dieser Stelle erst einmal bedanken für die vielen, auch teilweise sehr ausführlichen Kommentare! Da muss ich mich jetzt erst einmal hindurch lesen, um nicht zu sagen: hindurch arbeiten...

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Warum gibt es keine umfassende Finanztransaktionssteuer?

Mit der Frage -- an hoffentlich hier mitlesende Finanzfachleute -- ist eigentlich schon alles gesagt.

Wer es ausführlicher haben will -- Ausgangspunkt war für mich dieser Fund eben:

=======

Ich lese so gut wie nie RT = RUSSIA TODAY. Heute schnappe ich im Vorbeigehen das auf:

--

"Schon ein Mini-Steuersatz von 0,1 (!) Prozent auf die Umsätze an den deutschen Börsen brächte 40 Milliarden Euro in die Staatskasse, aber im Unterschied zu Frankreich und anderen europäischen Staaten kann sich die Regierung in Berlin nicht dazu durchringen. Das Thema "Finanztransaktionssteuer" beackern deren Vertreter seit Jahr und Tag nur, soweit publikumswirksam erforderlich. Die Aufzählung ist unvollständig, in vielen weiteren Steuergesetzen sind Regelungen versteckt, die den hiesigen Geldadel noch weiter privilegieren.

Mehr zum Thema - Ausgerechnet SPD-Finanzminister Scholz begräbt lang verhandelte Finanztransaktionssteuer

Der Staat verfügt mit dem Steuerrecht über ein umfassendes Instrumentarium zur Umverteilung. Er nutzt es seit Jahrzehnten nicht mehr für sozialen Ausgleich." (deutsch.rt.com)

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Einleitend wird da noch eine Kritik an der Berichterstattung von "Tagesschau & Co." geübt:

"Statt brauchbarer Information über den Staatshaushalt und das unsoziale Steuersystem serviert ARD-aktuell dem Publikum Placebos. Aktuell zeigt sich dies an der Berichterstattung zur Grundsteuer-Reform, bei der wesentliche Hintergründe ausgespart werden. | von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam | Wer verantwortlich für sich und die Seinen entscheiden will, braucht exakte Informationen über sein Soll und Haben sowie über seine Handlungsoptionen. Wer als Staatsbürger verantwortlich über die Geschicke der Nation mitreden und -befinden will, muss wissen, wie es um Staatsvermögen, Staatseinnahmen und -ausgaben steht. Offiziell wird das Hochglanzbild vom "mündigen" Bürger gepflegt, für den sich Michel Piefke und Lieschen Kraushaar halten sollen. Tagesschau & Co. sorgen allerdings mit ihren regierungsfrommen und systemkonformen Nachrichten dafür, dass zwischen Behauptung und Wirklichkeit Welten liegen."

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Der Gedanke der Besteuerung von Börsenumsätzen ist meiner Lektüreerfahrung nach nicht nicht neu, auch um windige Leerverkäufe und das wilde Herumschieben von unvorstellbar großen Beträgen im Online-Aktienhandel einzudämmen. Warum er, dieser Gedanke, sich nicht durchsetzen lässt? Eine Frage, die meinen Wissenshorizont übersteigt ...

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Grundlegende Informationen unter Wikipedia / Finanztransaktionssteuer

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Ich trage selbst noch nach:

Die Grünen, 2018: Finanztransaktionssteuer einführen: Jetzt!

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Also das mit dem Funktionsplotter hat nicht geklappt. (Kann an mir liegen.) Aber der Versuch mit Linienvorlage (parallele Linien) und Bearbeitung durch

Corel PhotoPaint > Effekte > Verzerren > Maschen verbiegen

kommt schon in die Richtung. Mit weiterem Ausprobieren müsste es zu schaffen sein. (Bild wird hier sehr unsauber wiedergegeben. Linien sind in der Vorlage klar.)

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ICH MUSS VIELLEICHT NOCH EINMAL HERAUSSTELLEN; WAS DIE FRAGE IST.

Seid ihr auch erstaunt, wenn ihr seht, dass 1 Kubikzentimeter Gold leichter als ein Standardbrief ist?

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Die gesetzlichen Grundlagen wurden von Wepster ja schon ausführlich dargelegt. Dazu noch:

  • Die Gesetzesänderung wurde wohl seinerzeit als eine Art "Mittelweg" beschlossen. Man wollte das leidige Einzelfall-Durchsuchen durch die GEZ-Jäger, das immer auch juristische Probleme der Unverletzlichkeit der Wohnung aufgeworfen hat, vom Hals haben.
  • Man wollte die Verwaltungskosten gering halten (Erhebung der Personenzahl je Haushalt, u. ä.)

Gekippt werden kann das Ganze nur auf der ganz großen politischen Bühne, wenn sich eine Mehrheit in den Parteien findet. Dazu müsste die Angelegenheit einmal ein wirklich zentrales Wahlkampfthema werden. Chancen dazu? Eher gering, denke ich.

Nicht vergessen: Der Öffentlich-rechtliche Rundfunk ist inzwischen so gewachsen, dass ein Herunterfahren der Kosten innerhalb von 10 Jahren schier unmöglich ist. Von dem einmal abgesehen, plädiere ich auch für nur 7 Rundfunkanstalten:

4 ARD: Nord, Süd, West, Ost

1 ZDF

1 Kulturradio (wie France Culture)

1 Deutschlandfunk (Auslandsradio, das auch in D empfangen werden kann)

Aber nun: Wie einen ÖRR-Dampfer, der trotz vieler Gebühren permanent in der Schleuse der Geldknappheit fährt, wenden?

GEZ-Entkommen: Nicht möglich.

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Wie stehen Sie zu 'türkischen Hochzeitskorsos'?

Vorweg, weil ich irgendwo bei GFN gelesen habe: "Bitte beachte jedoch, dass auch bei Umfragen der Ratgeber-Charakter im Vordergrund steht."

Der Ratgeber-Charakter wäre hier: "Wenn ich wissen will, ob ich mit deiner Meinung im Mainstream liege, wie gehe ich dann vor?"

Die Sie-Form der Anfrage ausnahmsweise, wegen des offiziellen Charakters des nachfolgenden Inhalts.

--

Also mal ein Beispiel. Da lese ich in einer hochangesehenen Tageszeitung das Folgende:

--

"STEPHAN KÜRTHY UND ANDREAS BACHNER 11.06.2019 | München – Quietschende Reifen, röhrende Motoren, der Geruch von verbranntem Gummi in der Luft, ein Caravan von aufgemotzten Sportwagen – und eine lahmgelegte Münchner Innenstadt. So geht PS-Hochzeit auf Türkisch! || Eine Hochzeitsgesellschaft aus Pfaffenhofen a.d. Ilm hat am Sonntagnachmittag für einen Großeinsatz der Münchner Polizei gesorgt. [Ein BMW-Fahrer driftet mit seinem Wagen mit rauchenden Reifen quer über den Max-Jospeh-Platz | Foto: privat]"

--

Da können die Meinungen für mich ungefähr in dieser Spannweite liegen:

--

  • Das ist ein rundherum positives Ereignis. Bayern sieht da mal, was echte Lebensfreude ist! "Hier wird die spießige deutsche Gesellschaft durch fremde Lebens- und Auto-Auffassungen bereichert! So geht echte Freude am Leben!"
  • ...
  • Das ist der Beginn einer feindlichen kulturellen und später dann politischen Übernahme! "Wir machen, was wir wollen, und eine Anzeige gibt es ja eh nicht in eurem noch-deutschen Wischiwaschi-Staat! Bald weht sowieso die türkische Flagge auf dem Bundestag!"

--

Ich bitte zu beachten, dass ich den Versuch unternommen habe, ungefähr von den AfD- bis zu den Grünen-Anhängern die Bandbreite der Meinungen abzudecken. Zwischenstufen natürlich jederzeit willkommen!

Wie stehen Sie zu dieser Frage?

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Heute, wirklich nicht von mir bestellt, eine belustigte Meldung der ZEIT, auf der Titelseite:

--

Eine Hochzeit

Bei einer kurdischen Hochzeit in Glinde (Ostholstein) stoppte die Polizei einen Autokorso von rund 30 Pkw, darunter Luxussportwagen und hochgerüstete Limousinen. 33 Verwarnungen gab es und fünf Bußgeldverfahren. Ein Ferrari und ein Mercedes wurden sichergestellt. Zum Hochzeitsmahl kamen 600 Gäste. – Dies ist ein Beispiel dafür, dass Einwanderer es in diesem Land zu etwas bringen können.

Do 13.06.2019 (Nur für Abonnenten wahrscheinlich.)

https://epaper.zeit.de/webreader-v3/index.html#/887803/1

--

Ich nehme mal an, dass nicht alles das als Beispiel für gelungene Integration sehen.

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Wie stehen Sie zu 'türkischen Hochzeitskorsos'?

Vorweg, weil ich irgendwo bei GFN gelesen habe: "Bitte beachte jedoch, dass auch bei Umfragen der Ratgeber-Charakter im Vordergrund steht."

Der Ratgeber-Charakter wäre hier: "Wenn ich wissen will, ob ich mit deiner Meinung im Mainstream liege, wie gehe ich dann vor?"

Die Sie-Form der Anfrage ausnahmsweise, wegen des offiziellen Charakters des nachfolgenden Inhalts.

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Also mal ein Beispiel. Da lese ich in einer hochangesehenen Tageszeitung das Folgende:

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"STEPHAN KÜRTHY UND ANDREAS BACHNER 11.06.2019 | München – Quietschende Reifen, röhrende Motoren, der Geruch von verbranntem Gummi in der Luft, ein Caravan von aufgemotzten Sportwagen – und eine lahmgelegte Münchner Innenstadt. So geht PS-Hochzeit auf Türkisch! || Eine Hochzeitsgesellschaft aus Pfaffenhofen a.d. Ilm hat am Sonntagnachmittag für einen Großeinsatz der Münchner Polizei gesorgt. [Ein BMW-Fahrer driftet mit seinem Wagen mit rauchenden Reifen quer über den Max-Jospeh-Platz | Foto: privat]"

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Da können die Meinungen für mich ungefähr in dieser Spannweite liegen:

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  • Das ist ein rundherum positives Ereignis. Bayern sieht da mal, was echte Lebensfreude ist! "Hier wird die spießige deutsche Gesellschaft durch fremde Lebens- und Auto-Auffassungen bereichert! So geht echte Freude am Leben!"
  • ...
  • Das ist der Beginn einer feindlichen kulturellen und später dann politischen Übernahme! "Wir machen, was wir wollen, und eine Anzeige gibt es ja eh nicht in eurem noch-deutschen Wischiwaschi-Staat! Bald weht sowieso die türkische Flagge auf dem Bundestag!"

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Ich bitte zu beachten, dass ich den Versuch unternommen habe, ungefähr von den AfD- bis zu den Grünen-Anhängern die Bandbreite der Meinungen abzudecken. Zwischenstufen natürlich jederzeit willkommen!

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Nur mal, weil ich ev. dazulernen will. Ich hatte die Anmerkung des Community-Fachmanns

"Türkische Hochzeitskorsos sind eben so gut wie Hochzeitskorsos von Angehörigen anderer Staatsangehörigkeiten."

kurz kommentiert. Das war zu lesen und ist jetzt verschwunden.

Mein Kommentar war nicht weiter bemerkenswert. Aus dem Gedächtnis rekonstruiert habe ich geschrieben:

"Vollkommen richtig! Nur sind mir in letzter Zeit kaum Berichte über biodeutsche Hochzeitskorsos dieser Art untergekommen. Aber wenn ich unterinformiert bin -- nur her damit!"

her damit > meint > "mit Berichten über solche biodeutschen Hochzeitskorsos".

Ist das schon eine forum-intern nicht zulässige Anmerkung? Fände ich, offen gestanden, erstaunlich.

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Mein Dank an alle!

(Gelegentlich, wie jetzt, schreibe ich am Ende dazu, dass ich kein Prädikat "Beste Antwort" vergebe, weil ich der Meinung bin, dass wir schon genug an Wettbewerb in der Gesellschaft haben. ;-) )

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"Was wenn man von 2 Verlagen angenommen wird?"

Die Gefahr mit den zwei Zusagen ist denkbar gering!

Aber wenn die Verlage sich um Ihr Ms. reißen, dann können Sie in Sachen % vom Ladenpreis prima verhandeln. Aber nicht übertreiben! Nicht, dass am Ende die 9 Verlage, die die Geschichte bringen wollten, allesamt abwinken.

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Antwort, gesichert:

"Die Abrechnungsvorschrift läuft, Stand heute, zu 100 % auf Nummer XYZ"

"mit dem heutigen Stand" geht übrigens gar nicht. Wenn, dann: "nach heutigem Stand". Das ist aber für eine solche Floskel ein wenig zu sperrig.

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Na ja, auf das mit der Wikipedia ist der Faruq wahrscheinlich auch selbst gekommen. Also mal etwas vereinfacht:

Die kleinen "einfachen Termini" Phon / Morph bezeichnen das Konkrete, die mit drangehängtem -em das Allgemeine und Abstrakte. (Schade, man hätte noch für den Satz Phras / Phrasem und Text / Textem dazu nehmen können. Es hat sich aber Satz und Satztyp und Text und Textsorte etabliert. Mit anderen Fragestellungen für die Forschung.)

Jetzt mal zur Veranschaulichung: Morph als Wortelement ist vergleichbar einem mit freier Hand gezeichneten Rechteck. Man weiß, dass es ein Rechteck sein soll, aber es gibt natürlich Abweichungen vom idealen Typus. (Wer kann schon eine gerade Linie mit der Hand zeichnen? Und die Winkel stimmen auch nicht ganz.) Morphem ist das Ideal selbst. Die Verständigung klappt nur, wenn das Konkrete dem Ideal zuordenbar ist. Wenn nicht -- dann eben nicht. So sieht das jedenfalls der linguistische Strukturalismus. In der Praxis nehmen wir Hilfen aus der Situation und dem Kontext zu Hilfe und können unklare Formen erschließen. Sehr schön zu sehen an dem, was ich irgendwo aufgeschnappt habe:

"Die am häufigsten gebrauchten Worte in einer Kneipe: - Flur (Wie viel Uhr?) - Schlange... (Schon lange (nicht mehr gesehen)) - Eishockey (Alles O.K.) - Wirsing (Wieder sehn) - Kanufahrn (Kann noch fahren!)"

So, und jetzt noch die notwendige kleine Ketzerei: In der Konsequenz der Terminus-Findung und -anwendung war die Sprachwissenschaft noch nie gut! Deshalb stimmt auch dieser Vergleich mit dem Rechteck nicht durchgängig. (Aber das soll dann mal dein Deutschlehrer, Herr OStR. Dr. Müller, erklären.)

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"Ich glaube kaum, dass es da irgendwelche Vorteile gibt."

Nun denn -- ein extrem großer Vorteil wäre: Wenn alle Sprachen bis auf eine ausstürben (!), dann hätten wir den Turm zu Babel überwunden! Wir würden uns überall auf der Welt mit dieser einen verbliebenen Sprache verständigen können. Wäre das nicht ein extrem großer Vorteil?

Ein bisschen weitergedacht:

  1. Man muss prüfen, wie viel unreflektierte Sozialromantik in der Angst vor dem "Sprachensterben" drinsteckt. Heißt:
  2. Man muss genauer hinschauen. Welche Sprache ist wann warum und mit welchem Effekt ausgestorben? (War's vielleicht doch nur ein Dialekt, der in den letzten Jahren von 384, 383, ... Menschen gesprochen wurde?)
  3. Oder ist eine Sprache nur in Teilsprachen zerfallen?
  4. Ein immer mich immer wieder faszinierender inverser Einzelfall: Die Rekonstruktion des Ivrit aus einer toten Religionssprache. Israel hat seine Standardsprache aus der Totenkammer zurückgeholt! (Wir Könnten es ja, vergleichbar, mal mit dem Kirchenlatein versuchen und daraus Europäisch machen!)

Zu 1-3: Wenn das Norn ausgestorben ist, dann wird das heute kaum jemand vermissen. Es sei denn aus prinzipiellen Gründen, weil nichts, aber auch gar nichts vergehen soll. (Siehe das mit dem Sozialromantischen!)

Latein ist in die romanischen Sprachen zerfallen. Ist es damit "ausgestorben" oder hat es Kinder bekommen und ist dann den Weg alles Irdischen gegangen?

Nicht vergessen: Die modernen Nationalsprachen sind relativ junge, merkwürdige Gebilde. In der Regel eine Vereinigung von vielen Dialekten in 1 Sprache. Wobei meist ein führender Dialekt zum Standard wurde. (Das Toskanische in Italien, das Hannover-Stadtdeutsch in Deutschland. -- BTW Vergesst die Mär von der sächsischen Kanzleisprache! Das war was künstlich Geschriebenes. Höchstens. Sächsisch hat sich in den letzten 300 Jahren kaum verändert. Es war und ist -- von außen besehen -- ein lustig klingender Dialekt.)

Und noch mal weiter: Viele Dialekte sterben aus (Norddeutschland) oder werden durch das Fernsehen und überhaupt: "die Medien" mit der Zeit stark ausgedünnt und verwässert (Süddeutschland). Auch da wird manchmal sogar von staatswegen dagegengehalten. Wahrscheinlich vertane Liebesmüh.

Also, Schlusspunkt, realistisch: Englisch zur Weltsprache zu machen, auch wenn dann ca. 700 Sprachen aussterben -- gar keine schlechte Idee. Nur eben nicht politisch durchsetzbar. Allein schon wegen der Franzosen. ;-)

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Ist Schule sinnlos?

Ich bin der Meinung, das unser Schulsystem weitgehend sinnlos ist. Man lernt zu viele Sachen die man nie mehr brauchen wird. Ein Beispiel sind Parabeln: Wieso muss ich wissen, wie man Parabeln berechnet, wie sie aussehen und so weiter. Ich werde es nie mehr im leben brauchen, und wenn es der Zufall wirklich will, dann sehe ich in google oder einem Buch nach. (An diejenigen, die nicht mehr auf Anhieb wussten was Parabeln sind: Dass ist es was ich meine ) Das heißt nicht, das ich Bildung an sich sinnlos finde, sondern wie gesagt unser Bildungssystem. Wissen ist Macht, aber wenn man das gelernte nicht anwenden kann, bringt einem Wissen gar nichts. Jedes Kind oder Jugendlicher hat eigene Interessen und Talente die gefördert werden sollten. Unser Schulsystem sollte viel mehr aufgefächert werden um diese einzelnen Bereiche fördern zu können. Außerdem währen Fächer wie Psychologie (wo man lernt, wie man zum Beispiel durch Werbung oder Fernsehen manipuliert wird) oder Gesundheit (wo man zum Beispiel lernt wie man sich gesund ernährt und was die verschiedenen Begriffe auf den Verpackungen bedeuten) meiner Meinung nach sehr sinnvoll. Außerdem wird man in der Schule regelrecht mundtot gemacht und unter Druck gesetzt, wenn man seine eigene Meinung vertritt. Kleinere Gruppen oder einzelne Personen die anders sind werden gemobbt und nicht akzeptiert. Resultat: Viele dieser Schüler passen sich an, um dem "zeitgemäßen Jugendlichen" zu entsprechen. Bei den Lehrern ist es genau so: Man darf seine eigene Meinung gar nicht mehr sagen, weil man ansonsten benachteiligt wird. Meistens wird man sogar subjektiv Behandelt, obwohl man objektiv kritisiert hat, und das in einer Demokratie. Zum Schluss: Sogar Albert Einstein sagte, das man Weisheit nicht durch Schule erlangt.

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Diese Frage zwingt eine andere Frage herbei: was an die Stelle der Schule treten soll. Realistisch ausgeführt das Ganze. Ja, Geld spielt dann auch eine Rolle, denn Hauslehrer sind teuer und unterrichten immer nur ein paar Kinder.

Ich kann Kritik an der Schule sehr gut verstehen. Mein Hinweis ist immer: Die Schule soll Grund- und Mittelfertigkeiten lehren und die Hochbegabten möglichst nicht behindern.

Mein liebstes Bild: Ein Mathe-Genius wie Peter Scholze sitzt mit 14 bei einem ehrbaren Oberstudienrat im Unterricht. Was läuft da ab? In manchen, den guten Fällen: Hochbegabtenförderung. In schlimmen Fällen: Konkurrenzempfinden auf der Seite des Lehrers mit den entsprechenden Folgen für den Schüler.

Ich habe gestern einen Podcast über den Chemiker Perutz gehört. Von dem kann man viel lernen, auch mit Blick auf die Schule. Ja, von Max Ferdinand Perutz kann man viel lernen!

https://www1.wdr.de/mediathek/audio/zeitzeichen/audio-max-ferdinand-perutz-chemiker-geburtstag--100.html

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Kann man mit diesem Argument den Militärdienst verweigern?

Mal an unsere Juristen, mit der Bitte um Meinungsäußerung. Gleich hier: Mir ist klar, dass wir im Moment keine Militärpflicht haben.

--

Ich war bei einer Unterhaltung älterer Jahrgänge dabei. Die nicht vom Krieg -- so alt waren sie nun auch wieder nicht --, sondern vom Kriegsdienstverweigern berichteten. Man hatte bereits Alkohol getrunken.

A: Ich bin damals wirklich gefragt worden, was ich machen würde, wenn ich mit meiner Freundin nachts durch den Park gehe und von drei maskierten Männern mit Messern bedroht werde. Die Männer machten Anstalten, mich und eine Freundin anzugreifen. Ich hätte eine Pistole dabei. Was ich denn da täte? Ich habe ganz ruhig gesagt: "Ich würde die Männer erschießen." -- Großes Erstaunen. Ja wie denn das?! Warum ich denn dann keinen Kriegsdienst leisten wolle?! -- Ich habe ganz ruhig gesagt: Es gebe für mich einen grundsätzlichen Unterschied zwischen individueller Selbstverteidigung in einer Gefahrenlage -- mein Entschluss -- und der von anderen verordneten angeblichen Verteidigung des Landes. Für letzte wolle ich, nach den Erfahrungen der Nazi-Zeit, nicht, jedenfalls nicht grundsätzlich, zur Verfügung stehen. "Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurück-geschossen!" Da wurde ja auch Selbstverteidigung des Reiches propagiert. So etwas kann natürlich immer wieder passieren. Im einfacheren Fall dann, wenn sich die politischen Dinge aufschaukeln wie im 1. Weltkrieg.

B (ein Richter): Hm. Bei mir wärst du damit nicht durchgekommen!

Allein schon das gravitätische "Bei mir wärst du nicht durchgekommen" hat mich, den Zuhörer, irritiert. Juristen ticken so, hab ich mir gedacht. Aber wie auch immer -- wie ist da die juristische Argumentation?

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Es gibt Missverständnisse. -- Nachgeschobene Erläuterungen: Die Herren, die da beisammen saßen, dürften so 1970 rum gemustert worden sein. Ist also ein paar Jahre her. Dass die Frage damals so gestellt worden ist, bezweifle ich nicht. Nicht vergessen: Da waren die Männer, die 1945 von der Front zurückkamen und Adolf vollumfänglich erlebt hatten, so um die 50 und saßen in so einer Kommission, die es damals ja, ähnlich einem Gericht, gab. Und das mit der Pistole und dem Waffenschein ist natürlich mal rein hypothetisch. Es kann ja jemand mit allen notwendigen Erlaubnissen sein.

Es geht hier nur um die Frage: Ist die Unterscheidung Individualselbstverteidigung vs. politisch erklärter Kollektivselbstverteidigung des Staates ein hinreichender juristischer Grund, so zu argumentieren.

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Mal ein Tipp: Immer dazuschreiben, wo die Antwort abgeliefert werden soll. Schule, Uni (Seminar welchen Typs?).

Die Frage: "Kennt sich wer mit der frühneuhochdeutschen Sprache aus?"

flott jugendlich gestellt, lässt auf Schule, Oberstufe, schließen.

Ich würde auf dieser Stufe, wie andere auch schon vorgeschlagen haben, mit Texten und mit dem eigenen Kopf beginnen. Beispiel: Was fällt hier an Unterschieden und Gemeinsamkeiten zum heutigen Deutsch auf:

--

Dem erberen weisenn her Wilbolt Pirkamer, pürger | zw Nörnberg, meinem günstigenn herren. | Jtem ich wunsch ewch vill guter seliger newer jor | vnd all der eweren. | Mein willigen dinst zw vor, liber her Pirkamer. | Vernemt mein gesuntheit, vill pessers beger jch | ewch von gott. Jtem als jr mir verczeichett hand, | etlich perlen vnd schtein zw kawffen, send jr wissen, | daz jch nix gutz oder seins geltz wert kan bekumen, | es ist als von den Dewczschen awffgschnabt.

--

Wild, oder? -- Da sich erst mal selbst versucht zu haben, ist viel besser, als ein paar Systematisierungen anderer -- die eventuell nicht verstanden wurden -- nachzubeten.

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Also -- ich würde erst mal die Frage erst mal anders stellen. Und das "ganz objektiv" auf jeden Fall weglassen. Das ist nur eine seltsame Floskel. In der Sprache ist NIX "ganz objektiv".

Meinung: steht gegen Tatsache (Tatsache: Das ist Rotwein; mal mit der Theorie der 'clear cases' beschäftigen) > Meinung: "Der Wein ist besser als dieser da." Da ist ja weit und breit kein Hass. Nicht mal bei "Die AfD ist eine in jeder Hinsicht demokratische Partei." Das sind alles Meinungen, bei denen 'Hass' keine Rolle spielt.

Hass: Vorsichtig und abgestuft verwenden! Die 14jährige Tochter schreit schon mal die Mutter an: "Ich hasse dich!" Das tut sie, weil sie einen beschränkten Wortschatz hat. Die Tochter, meine ich.

Leichte Antipathie ... Abneigung / Ablehnung ... Hass.

Es mag sein, dass manche Menschen aus ihren politischen Überzeugungen (! -- nicht Meinungen!) heraus Hass gegen Andersdenkende entwickeln. Aber das muss dann in der Begründung nachgezeichnet werden. Wer sind diese Menschen? Welche Überzeugungen haben sie? Usw.

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Da empfehle ich doch glatt die entsprechende Wikipedia-Kategorie. (Ja, was es nicht alles bei der WP gibt!)

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Multiple_Pers%C3%B6nlichkeitsst%C3%B6rung_im_Film

  • Mein Favorit wäre auf jeden Fall: Shutter Island
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