Ein Lektorat bedeutet für den Lektor oft sehr viel Arbeit und vor allem auch Zeitaufwand. Das macht kein Profi umsonst und auch nicht für Dumpingpreise, und es wäre auch naiv, das zu erwarten. Es ist ein harter Job, der eine Menge Wissen und Können und Erfahrung verlangt, ebenso wie jeder andere Beruf "von der Stange", den man erlernen muss, bevor man zum Fachmann wird. Und das lassen wir Lektoren uns natürlich auch bezahlen. Wenn Sie also eine komptente Überarbeitung Ihres Buchs wünschen, müssen Sie auch bereit sein, diese Dienstleistung angemessen zu honorieren. Die Preise dafür liegen grob im Bereich ab 5-6 Euro/Normseite und sind abhängig vom Thema, vom Aufwand und nicht selten auch vom Umfang.

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Ich glaube nicht, dass es Verlage für minderjährige Autoren in dem Sinne gibt. Wenn du ein gutes Buch geschrieben hast und ein Verlag dieses Buch will, wird ein Vertrag abgeschlossen, und im Fall von Minderjährigkeit sind die Eltern diejenigen, die ihn unterschreiben müssen, denn ohne Vertrag geht nichts. Vielleicht solltest du dich noch etwas in Geduld üben und weiterschreiben. Mit 13 hast du möglicherweise schon Potenzial, aber kaum die nötige Reife des Handwerks, die du haben müsstest, um ein "verlagskonformes" Buch zu schreiben. Dazu gehört nämlich viel Schreiberfahrung und damit verbunden meist viele Jahre Training, bis etwas herauskommt, das ein Verlag als "verkäuflich" und reif genug betrachten würde, um es anzunehmen. Wenn du jetzt krampfhaft einen Verlag suchst und nur Absagen erhältst, kann das für dich sehr enttäuschend werden. Gibt dir selbst noch Zeit, das Schreiben läuft dir ja nicht davon, so jung wie du noch bist.

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Schriftsteller ist für viele ein Traumberuf, aber meist nur deshalb, weil sie sich an erfolgreichen Vorbildern orientieren. In der Realität sieht das ganz anders aus. Die meisten Autoren können nicht von ihrem Verdienst als Schriftsteller leben und selbst wenn eines Tages ein angemessener Verdienst möglich ist, dauert es viele Jahre und viele Bücher, bis der Autor sich etabliert hat. Du solltest diesen Beruf von allen Seiten betrachten und das Schreiben aus Freude angehen, ohne dich dem Druck auszusetzen, gleich zu den oberen Zehntausend zählen zu wollen. Erzählerisches Schreiben ist ein Handwerk, das man nur mit sehr, sehr viel Übung und der Fähigkeit, Kritik anzunehmen, bis in ein Stadium entwickeln kann, in dem man sich tatsächliche Chancen ausrechnen darf. Das geht meist nicht binnen kurzer Zeit, sondern es ist ein Entwicklungsprozess, der viele Jahre andauert. Und auch wenn man eines Tages das Handwerk so beherrscht, um qualitativ und inhaltlich hochwertige Manuskripte zu erschaffen (oder zumindest solche, die vom herkömmlichen Verlag als verkaufsfähig eingestuft werden können), so beginnt dann die große Klinkenputzerei und man muss Verlage suchen und sie überzeugen. Daran zerbrechen viele junge Karrieren, die übereifrig das erste Manuskript schon einschicken. Mit 16 kannst du getrost schreiben und deine Freude kreativ ausleben, aber du solltest realistisch auf diese wirklich harte Branche schauen und akzeptieren, dass ein langer Weg vor dir liegt, der nicht immer einfach sein wird.

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Durch Satzumstellung kann man es oft vermeiden. Unästhetisch ist es nur im Übermaß, aber oft passen auch andere Wörter oder eine Änderung des Satzes, z.B: "Ich setze relativ häufig "dass" ein, wie ich jetzt bemerkt habe ..."

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Das ist prinzipiell kein Problem, denn für solche Aufgaben gibt es Ghostwriter. Sie sollten sich aber darüber bewusst sein, dass ein Ghostwriter für das Schreiben einer Biografie mehrere Tausend Euro haben will. Je nach dem, wie umfangreich die Geschichte ist und wie viele Seiten sie haben soll, kann das auch durchaus mal im 5-stelligen Bereich sein. Dieses Geld müssen Sie also haben. Oder aber Sie schreiben alles selbst auf und lassen es später von einem Lektor professionell lektorieren. Das kostet zwar auch, aber nicht so viel wie das Schreiben selbst. Wenn Sie ganz viel Glück haben, finden Sie ja vielleicht auch jemanden in der Familie oder im Freundeskreis, der für Sie schreibt.

Es ist jedoch in fast allen Fällen an ziemlich viel Geld gebunden, denn ich nehme nicht an, dass Sie eine prominente Persönlichkeit sind und schon einen Verlag haben, der einen Ghostwriter für Sie findet und auch bezahlt.

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Die Urheberrechte bleiben immer beim Autor, der Verlag hat lediglich vereinbarte Nutzungsrechte. Das Tredition-Prinzip ist schon verbreiteter - der größete Anbieder dieser Art dürfte BoD (Norderstedt) sein. Dort kostet die Printpublikation im Selfemadeverfahren knapp 40 Euro. Ebook bin nicht informiert. Aber bitte nicht vergessen: Billig oder fast kostenfrei veröffentlichen kann heute jeder, doch der Buchinhalt ist das Wichtigste. Im Zweifel vorher ein professionelles Lektorat durchführen lassen, dann klappts vielleicht auch mit einem "richtigen" Verlag.

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Das ist ein Zuschussverlag und kein richtiger, denn Verlag kommt von Vorlegen, und bei Zuschussverlagen legt nur einer vor: Der Autor. Für solche Verlagsleistungen muss man heute nicht bezahlen, denn sie können ohnehin nicht bieten, was "richtige" Verlage leisten, nämlich das Buch später intensiv zu promoten und physisch in den Buchhandel bringen. Im Ergebnis hat man bei solchen Verlagen dasselbe, als würde man sein Buch selbst verlegen, nur mit dem Unterschied, dass man viel mehr Geld bezahlen muss. Ein ordentliches und meist viel günstigeres Lektorat - und damit höhere Chancen in "richtigen" Verlagen oder auch spätere Selbstpublikation - und das Buch wird denselben oder sogar viel größeren Erfolg haben - mit kleineren Investionen.

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Wie LondonerNebel schon schrieb: Personen des öffentlichen Lebens bzw. Prominente dürfen auch ungefragt genannt werden, wenn sie keine wirkliche Rolle im Buch spielen, also etwas gesagt haben sollen, oder charakterisiert/bewertet werden. Man könnte beispielsweise schreiben: "Er hat einen Fahrstil wie Michael Schuhmacher beim Formel-1-Rennen" oder "Sie fraß die Bücher von Andreas Franz regelrecht". Vor Negativ-Nennung würde ich allerdings absehen, also Vergleiche der Art "dumm wie XY" oder so. Bei allen anderen, real existierenden Personen, z.B. der Bäcker in derselben Straße, sollte man sich die Erlaubnis holen, am besten schriftlich. Das gilt auch dann, wenn man bekanntere Personen in irgendeiner Art einbinden möchte. Erfahrungsgemäß haben die meisten Promis nichts dagegen, solange sie keine Negativrolle bekommen und das Buch vor Druck lesen dürfen.

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