Hllo Lsx…,

in freier Natur buddeln Kaninchen für ihren Nachwuchs eine "Setzröhre", ein Nest unter der Erde, und sie verschließen den Eingang nach jedem Stillen (meist 1-2 mal täglich), halten sich dann auch bewusst fern vom Eingang, damit kein Fressfeind aufmerksam wird. Also – vollkommen natürlicher Instinkt deiner Häsin. Sie braucht jetzt übrigens eine besondere Ernährung, lies einfach mal den Artikel hier durch: 

http://www.diebrain.de/k-nachwuchs.html#Geburt

Alles Gute für die Tiere, Ninken

...zur Antwort

Hallo dennis…, 

bei Metacam ist die einmalige Überdosierung zum Glück nicht so schlimm, aber natürlich musst du jetzt wieder auf die normale Dosierung achten. Beim Antibiotikum hast du den Fehler wahrscheinlich ja schon korrigiert? Da wäre eine zu niedrige Dosierung sehr schlecht, weil sich deshalb Resistenzen bilden könnten (das Mittel also wirkungslos wäre). LG Ninken

...zur Antwort

Hallo Anonym…, 

Nystatin ist ein Medikament zur Behandlung von zu vielen Hefepilzen im Darm. Ein paar sind immer da und das ist okay, aber durch einige Ursachen können sie sich stark vermehren. Wichtig ist immer, die Ursache für die starke Vermehrung zu finden und abzustellen. Einige mögliche Ursachen kann man durch eine genauere Kotuntersuchung feststellen, das solltest du auf jeden Fall machen lassen. Um zu schauen, ob Parasiten die Ursache sind, sammelt man über 3-5 Tage Köttel (pro Tag etwa 5 Köttel reichen, am besten die Köttel von jedem Tag separat in ein Tütchen packen). Man macht so eine "Sammelprobe", weil manche Parasiten nicht ständig ausgeschieden werden; das Sammeln erhöht also die Wahrscheinlichkeit, dass eventuelle Parasiten auch tatsächlich gefunden werden. Beim Tierarzt wird dann eine "Flotation" gemacht, frag einfach danach. Auch Bakterien können zu vermehrten Hefen führen, für den Nachweis wird Kot in ein Labor geschickt. Ein Problem durch Hefen kann auch durch eine ungeeignete Fütterung kommen, auf der Seite "diebrain.de" kannst du alles zur Fütterung nachlesen, unter "Pilzbefall" findest du auch was zu Hefelpilzen. 

Zum Eingeben des Medikaments: Mit Wasser verrühren (oder mit abgekühltem Kräutertee, zum Beispiel Anis-Fenchel-Kümmel oder Kamille) und oral eingeben, also mit Spritze (ohne Nadel) ins Mäulchen geben. Google mal "Kaninchen Medikamente geben", dann findest du viele Seiten, auf denen Tipps dazu stehen (z. B. sweetrabbits, Kaninchenschutzforum etc.). Es gibt viele Methoden, du musst schauen, welche bei deiner Häsin am besten funktioniert. Am Anfang ist es meist sehr hilfreich, eine zweite Person dabei zu haben. Wir haben es anfangs so gemacht, dass wir das Kaninchen in seine Transportbox getan haben, die Box dann im Wohnzimmer auf den Esstisch gestellt haben, Deckel ab, einer fixiert das Kaninchen (eventuell mithilfe eines Handtuchs), der andere fasst mit der einen Hand ums Mäulchen und gibt mit der anderen Hand das Medikament. Aber wie gesagt, es gibt verschiedene Methoden, google mal. 

Und denk dran, dass die Ursache gefunden werden muss, zu viele Hefepilze sind eine sogenannte "Sekundärerkrankung", das heißt, sie vermehren sich nicht mal einfach so, es gibt dafür immer einen Grund, der abgestellt werden muss. Leider kennen sich die meisten Tierärzte nicht gut mit Kaninchen aus, man muss sich als Tierarzt nach dem Studium spezialisieren, und du brauchst so einen auf Kaninchen und Co. spezialisierten Arzt. Es gibt Listen empfohlener Tierärzte, auch danach kannst du googeln, gib mal "Kaninchen Tierarztliste" ein. 

Alles Gute für den Kleinen und lies mal bei diebrain/de, sweetrabbits, kaninchenwiese, Kaninchenschutz etc., Kaninchen sind sehr spezielle Tiere und es ist wichtig, dass man sich als Halter informiert. LG Ninken

...zur Antwort

Hallo Snow…,

du warst überrascht von dem Nachwuchs, hattest dich aber informiert und den Rammler getrennt von der/den anderen – heißt das, er war noch bei der Häsin, bis du wieder da warst? Wenn ja, könnte es eher der Rammler gewesen sein, der gebissen hat. Generell sind Handaufzuchten bei Kaninchen sehr risikoreich, es gibt keinen wirklichen Ersatz für die Muttermilch. Und etwas später fressen die Kleinen auch den Blinddarmkot der Mutter, wichtig für die Ausbildung einer guten Darmflora. Trennen würde ich deshalb wirklich nur im Notfall. Häsinnen gehen übrigens vor allem bei großem Stress an ihre Babys, wichtig sind viel Platz, absolute Ruhe und Versteckmöglichkeiten. Solltest du wirklich eine Handaufzucht versuchen wollen/müssen, findest du hier Informationen: 

http://www.diebrain.de/k-handaufzucht.html

Zum Rammler: bis zu 6 Wochen kann er noch zeugungsfähig sein. Zu den Kleinen dürfte er erst, wenn sie mindestens vier Monate alt sind (falls du Jungtiere behalten willst). Wenn du sie vermitteln willst, such im Netz nach einem "Schutzvertrag" (gibt es u.a. auch bei diebrain, Suchefunktion dort nutzen) und gegen eine Schutzgebühr (damit sie nicht als Schlangenfutter enden). Vermitteln mit 10-12 Wochen, die Kleinen sollten erst einmal das Sozialverhalten lernen/üben können mit Geschwister/Häsin. Die besten Chancen hast du, wenn die Kleinen dann schon geimpft sind, die Rammler frühkastriert. 

Alles Gute für die kleine Familie, Ninken

...zur Antwort

Hallo SecretManga,

die "milchige Flüssigkeit" ist Eiter, die Ursache für das Problem muss (!) von einem Tierarzt gefunden und beseitigt werden. Es gibt sehr viele mögliche Ursachen, z. B. Kaninchenschnupfen, Zahnprobleme, Fremdkörper im Auge … Ohne die Ursache zu kennen, kann man nicht behandeln. Und eine so alte Salbe kannst du eh nicht mehr verwenden. Ein Argument für deine Mutter: Je später man die Ursache findet und abstellt, desto aufwändiger und teurer wird die Behandlung. Außerdem leidet das Tier, und das Immunsystem läuft permanent auf Hochtouren, wodurch andere Krankheiten ausbrechen können. Wenn man keine Tierarztkosten haben möchte, darf man keine Tiere halten – als Halter ist man verpflichtet, sich um seine Tiere zu kümmern. LG Ninken

...zur Antwort

Hallo Svenja…,

das hört sich gar nicht gut an, der Kleine muss so schnell wie möglich zum Tierarzt, nicht erst Montag, Tierklinik oder Notdienst. Das viele Trinken könnte ein Hinweis auf ein Nierenproblem sein, eventuell ausgelöst durch E.Cuniculi (bei einem meiner Kaninchen fing es auch mit massenhaftem Trinken an), hier ein Link dazu: 

http://www.diebrain.de/k-cuni.html

Aber egal, welche Ursache dahintersteckt, schon die anderen Symptome, die du beschreibst, bedeuten bei Kaninchen Alarmstufe Rot. Wie so oft bei Fluchttieren verstecken auch Kaninchen Krankheiten, bis es absolut nicht mehr geht (Wildkaninchen verjagen kranke Artgenossen zum Schutz der Gruppe). Wenn sie sich so verhalten, wie du es beschreibst, ist das ein absoluter Notfall, da würde ich nicht mal eine Stunde warten mit dem Besuch beim Notarzt. Ich hoffe sehr für den kleinen Kerl, dass du eine Möglichkeit findest, dich um ihn zu kümmern, es besteht akute Lebensgefahr. 

Alles Gute für den Kleinen, Ninken

...zur Antwort

Hallo Johanna, 

was du machen könntest, wäre, "entlassene" Laborkaninchen bei dir aufzunehmen, hier als Beispiel ein Link aus einem Forum einer Kaninchenschutzorganisation: 

http://www.kaninchenschutzforum.de/showthread.php?t=125069&highlight=Laborkaninchen

Laborkaninchen sind relativ groß, sie sollen natürlich wie alle Kaninchen nicht in Einzelhaltung leben, da brauchst du schon ein recht großes Gehege plus viel Auslauf auf noch größerer Fläche. Du kannst ja einfach mal Verbindung aufnehmen und alles mit den Ansprechpartnern aus dem Forum (oder einem anderen) besprechen. 

Viel Erfolg und lG, Ninken


...zur Antwort

Hallo againsttherest,

das Narkoserisiko hängt auch sehr davon ab, wie und mit welchen Medikamenten sie durchgeführt wird, sprich doch darüber mal mit deinem Tierarzt, Informationen sind ganz wichtig, damit du hinter deiner Entscheidung stehst. 

Zur OP: Wenn sie die gut packt (wovon ich jetzt mal ausgehe, sie ist ja ansonsten anscheinend fit), muss der Abszess täglich gespült werden. Es wäre gut, wenn du dir zeigen lässt, wie man das macht, damit du nicht zu häufig zum TA musst. Kontrollieren (und gründlich ausschaben) muss der TA natürlich immer mal wieder, aber du kannst auch viel selbst machen und das ist weniger stressig für deine Kleine. Wenn der Abszess immer wieder vom Eiter befreit wird, heilt er von innen nach außen. Eine Alternative zur OP sehe ich nicht, behandelt werden muss das Problem auf jeden Fall. Und über Einschläfern (wie hier teilweise geschrieben wurde) würde ich jetzt nicht nachdenken, sie kann doch noch viele gute Jahre haben. 

LG Ninken

...zur Antwort

Hallo puffelwuff…, 

es stimmt, das gesunde (!) Kaninchen oft schon am Geruch, spätestens nach einem sogenannten "Probebiss" merken, ob etwas unverträglich bis giftig ist. Allerdings erstens wirklich nur, wenn sie gesund sind (bei einer kleinen Erkältung funktioniert das Riechen schon nicht mehr gut genug), und auch nicht zuverlässig immer. "In der Natur wird das Gras auch nicht aussortiert": In der Natur sterben auch die meisten Kaninchen nach 1–2 Jahren, die ART überlebt dank der sprichwörtlichen Vermehrungsfreude der Tiere. Uns geht es aber nicht um das Überleben der Art, sondern um das Überleben unserer geliebten Individuen, und deshalb würde ich da nie das Risiko eingehen, giftige Pflanzen anzubieten. Es sind schon sehr sehr viele Kaninchen dabei gestorben. Zum Beispiel gab es mal ein Leckerchen, in dem gelegentlich Giftpflanzen vorkamen und zu Todesfällen führten, und letztens gab es Probleme mit einer Heusorte, in der Giftpflanzen gefunden wurden, die zu Todesfällen führten. Letzteres ist eine sehr große Ausnahme, aber bei selbst gepflückter Wiese ist die Gefahr durchaus hoch und an deiner Stelle würde ich definitiv alles gründlich absuchen … LG Ninken 

...zur Antwort

Hallo ebast…,

ist schon ein Schädelröntgen gemacht worden? Eventuell muss ja ein Zahn gezogen werden, Genaueres sieht man halt nur auf einem Röntgenbild. Wenn nichts gezogen werden muss, kann man nur mit optimaler Fütterung etwas helfen (grobe Struktur der Futters, z. B. Heu vom 1. Schnitt, keine Pellets o. Ä., die sind völlig kontraproduktiv) und halt mit regelmäßigen Besuchen beim Tierarzt zum Entfernen von Zahnspitzen. Ich muss auch alle vier Wochen hin mit einem meiner "Zahnis", so was kommt leider vor bei Kaninchen. 

Bei Interesse lies mal hier nach: 

http://www.diebrain.de/k-zahn.html

Ist allgemein eine sehr gute Seite für Kaninchenhalter. 

LG Ninken 

...zur Antwort

Hallo madelainegrap,

leider kennen sich die wenigsten Tierärzte mit Kaninchen aus, dein Kleiner braucht dringend einen, der sich auf Kaninchen & Co. spezialisiert hat. Wenn er nichts mehr zu sich nimmt, besteht leider akute Lebensgefahr, die Unterkühlung ist eine Folge davon, es droht ein Kreislaufkollaps. Vermutlich frisst er wegen Schmerzen nicht, die Ursache dafür muss dringend gefunden und behandelt werden, außerdem braucht er Medikamente, evtl. auch Päppelbrei, um die Verdauung wieder in Schwung zu bringen. Um die Ursache zu finden, muss zum Beispiel geröntgt werden, eine Magenüberladung macht sich nicht immer als harter Bauch bemerkbar. Viele Leute ziehen da einen falschen Umkehrschluss: Ein harter Bauch ist ein Indiz für ein Magen-Darm-Problem (als Ursache oder auch Folge eines anderen Problems), aber ein weicher Bauch heißt NICHT, dass KEIN Verdauungsproblem vorliegt! Eine "erste Hilfe" für den Bauch ist Dimeticon, als Sab Simplex frei verkäuflich in der Apotheke, Dosierung siehe diebrain/de. Und halt ihn warm, wichtig für den Kreislauf, und dann nichts wie ab zu einem spezialisierten Tierarzt. Es gibt Listen empfohlener Tierärzte in einigen Kaninchenforen, zum Beispiel Kaninchenhilfe. Da jetzt Wochenende ist, wäre aber wohl eine Tierklinik das Beste. Die Sache kann auf gar keinen Fall bis Montag warten, es besteht wie gesagt akute Lebensgefahr! 

Alles Gute für den Kleinen, Gruß, Ninken

...zur Antwort