Hllo Lsx…,

in freier Natur buddeln Kaninchen für ihren Nachwuchs eine "Setzröhre", ein Nest unter der Erde, und sie verschließen den Eingang nach jedem Stillen (meist 1-2 mal täglich), halten sich dann auch bewusst fern vom Eingang, damit kein Fressfeind aufmerksam wird. Also – vollkommen natürlicher Instinkt deiner Häsin. Sie braucht jetzt übrigens eine besondere Ernährung, lies einfach mal den Artikel hier durch: 

http://www.diebrain.de/k-nachwuchs.html#Geburt

Alles Gute für die Tiere, Ninken

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Hallo Snow…,

du warst überrascht von dem Nachwuchs, hattest dich aber informiert und den Rammler getrennt von der/den anderen – heißt das, er war noch bei der Häsin, bis du wieder da warst? Wenn ja, könnte es eher der Rammler gewesen sein, der gebissen hat. Generell sind Handaufzuchten bei Kaninchen sehr risikoreich, es gibt keinen wirklichen Ersatz für die Muttermilch. Und etwas später fressen die Kleinen auch den Blinddarmkot der Mutter, wichtig für die Ausbildung einer guten Darmflora. Trennen würde ich deshalb wirklich nur im Notfall. Häsinnen gehen übrigens vor allem bei großem Stress an ihre Babys, wichtig sind viel Platz, absolute Ruhe und Versteckmöglichkeiten. Solltest du wirklich eine Handaufzucht versuchen wollen/müssen, findest du hier Informationen: 

http://www.diebrain.de/k-handaufzucht.html

Zum Rammler: bis zu 6 Wochen kann er noch zeugungsfähig sein. Zu den Kleinen dürfte er erst, wenn sie mindestens vier Monate alt sind (falls du Jungtiere behalten willst). Wenn du sie vermitteln willst, such im Netz nach einem "Schutzvertrag" (gibt es u.a. auch bei diebrain, Suchefunktion dort nutzen) und gegen eine Schutzgebühr (damit sie nicht als Schlangenfutter enden). Vermitteln mit 10-12 Wochen, die Kleinen sollten erst einmal das Sozialverhalten lernen/üben können mit Geschwister/Häsin. Die besten Chancen hast du, wenn die Kleinen dann schon geimpft sind, die Rammler frühkastriert. 

Alles Gute für die kleine Familie, Ninken

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Hallo Svenja…,

das hört sich gar nicht gut an, der Kleine muss so schnell wie möglich zum Tierarzt, nicht erst Montag, Tierklinik oder Notdienst. Das viele Trinken könnte ein Hinweis auf ein Nierenproblem sein, eventuell ausgelöst durch E.Cuniculi (bei einem meiner Kaninchen fing es auch mit massenhaftem Trinken an), hier ein Link dazu: 

http://www.diebrain.de/k-cuni.html

Aber egal, welche Ursache dahintersteckt, schon die anderen Symptome, die du beschreibst, bedeuten bei Kaninchen Alarmstufe Rot. Wie so oft bei Fluchttieren verstecken auch Kaninchen Krankheiten, bis es absolut nicht mehr geht (Wildkaninchen verjagen kranke Artgenossen zum Schutz der Gruppe). Wenn sie sich so verhalten, wie du es beschreibst, ist das ein absoluter Notfall, da würde ich nicht mal eine Stunde warten mit dem Besuch beim Notarzt. Ich hoffe sehr für den kleinen Kerl, dass du eine Möglichkeit findest, dich um ihn zu kümmern, es besteht akute Lebensgefahr. 

Alles Gute für den Kleinen, Ninken

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Hallo Johanna, 

was du machen könntest, wäre, "entlassene" Laborkaninchen bei dir aufzunehmen, hier als Beispiel ein Link aus einem Forum einer Kaninchenschutzorganisation: 

http://www.kaninchenschutzforum.de/showthread.php?t=125069&highlight=Laborkaninchen

Laborkaninchen sind relativ groß, sie sollen natürlich wie alle Kaninchen nicht in Einzelhaltung leben, da brauchst du schon ein recht großes Gehege plus viel Auslauf auf noch größerer Fläche. Du kannst ja einfach mal Verbindung aufnehmen und alles mit den Ansprechpartnern aus dem Forum (oder einem anderen) besprechen. 

Viel Erfolg und lG, Ninken


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Hallo puffelwuff…, 

es stimmt, das gesunde (!) Kaninchen oft schon am Geruch, spätestens nach einem sogenannten "Probebiss" merken, ob etwas unverträglich bis giftig ist. Allerdings erstens wirklich nur, wenn sie gesund sind (bei einer kleinen Erkältung funktioniert das Riechen schon nicht mehr gut genug), und auch nicht zuverlässig immer. "In der Natur wird das Gras auch nicht aussortiert": In der Natur sterben auch die meisten Kaninchen nach 1–2 Jahren, die ART überlebt dank der sprichwörtlichen Vermehrungsfreude der Tiere. Uns geht es aber nicht um das Überleben der Art, sondern um das Überleben unserer geliebten Individuen, und deshalb würde ich da nie das Risiko eingehen, giftige Pflanzen anzubieten. Es sind schon sehr sehr viele Kaninchen dabei gestorben. Zum Beispiel gab es mal ein Leckerchen, in dem gelegentlich Giftpflanzen vorkamen und zu Todesfällen führten, und letztens gab es Probleme mit einer Heusorte, in der Giftpflanzen gefunden wurden, die zu Todesfällen führten. Letzteres ist eine sehr große Ausnahme, aber bei selbst gepflückter Wiese ist die Gefahr durchaus hoch und an deiner Stelle würde ich definitiv alles gründlich absuchen … LG Ninken 

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Hallo ebast…,

ist schon ein Schädelröntgen gemacht worden? Eventuell muss ja ein Zahn gezogen werden, Genaueres sieht man halt nur auf einem Röntgenbild. Wenn nichts gezogen werden muss, kann man nur mit optimaler Fütterung etwas helfen (grobe Struktur der Futters, z. B. Heu vom 1. Schnitt, keine Pellets o. Ä., die sind völlig kontraproduktiv) und halt mit regelmäßigen Besuchen beim Tierarzt zum Entfernen von Zahnspitzen. Ich muss auch alle vier Wochen hin mit einem meiner "Zahnis", so was kommt leider vor bei Kaninchen. 

Bei Interesse lies mal hier nach: 

http://www.diebrain.de/k-zahn.html

Ist allgemein eine sehr gute Seite für Kaninchenhalter. 

LG Ninken 

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Hallo Yaiza…, 

die meisten Kaninchen mögen nicht nur auf kuscheligen Decken liegen, sie mögen es auch, darauf zu pinkeln :-) Besser finde ich deshalb nicht ganz so flauschige Baumwollteppiche, guck mal bei Ikea (Signeteppiche à 2.99 €) oder ähnlichen Läden. Die kann man auch bei 95 Grad in die Waschmaschine stecken, sehr praktisch, wenn z. B. mal Parasitenbefall ist (was auch bei bester Haltung vorkommen kann). Baumwolle ist auf jeden Fall der geeignetste Stoff. Kaninchen liegen übrigens manchmal auch sehr gerne sehr kühl, ein paar Fliesen oder Steinplatten sind daher oft auch beliebt. 


LG Ninken

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Hallo Annakind, 

das klingt nach Enzephalitozoonose Cuniculi, kurz E.Cuniculi oder E.C., manchmal auch Head Tillt oder Schiefkopfkrankheit genannt, da das Schiefhalten des Kopfes ein häufiges Symptom ist. Dass die Symptome nach dem ersten Auftreten erst mal kurz verschwinden, ist extrem häufig bei dieser gefährlichen Krankheit, trotzdem muss sofort behandelt werden. Der Erreger ist ein Blutparasit, der besonders Nervensystem, Gehirn und Nieren angreift. Kopfschiefhaltung, Taumeln, ggf. Sich-im-Kreis-Drehen und/oder Lähmungserscheinungen sind neurologische Ausfallerscheinungen, die auf Schädigungen im Gehirn/ZNS zurückzuführen sind. Eine sofortige Behandlung ist so wichtig, damit es möglichst wenig dauerhafte Folgeschäden gibt. 

Zur Behandlung: Du brauchst einen spezialisierten Tierarzt, im Studium lernen Tierärzte so etwas nicht, außerdem hat sich bzgl der Behandlung viel getan. Kortison ist das stärkste entzündungshemmende Medikament und wird bei neurologischen Ausfallerscheinungen (wie bei deinem Kleinen) gegeben. Wie lange – das muss der (kaninchenkundige …) Tierarzt entscheiden, es ist ein Abwägen von Wohl (Entzündung bekämpfen) und Übel (Immunsystem schwächen). Meist gibt man es einige Tage hochdosiert und schleicht es dann langsam aus (wichtig!). Eventuell wird es länger gegeben. Ein Vitamin-B-Komplex wird gegeben zur Stärkung des Nervensystems. Panacur ist als Wurmmittel bekannt, im Darm kann es den Erreger bekämpfen (leider aber auch nur dort …). Da es schnell zu Sekundärinfektionen kommt, gibt man außerdem ein Antibiotikum. 

Hier ein Link zur Krankheit, inklusive Behandlung (mit dem Tierarzt besprechen!) und Tipps dazu, wie du helfen kannst: http://www.diebrain.de/k-cuni.html

Wenn Verletzungsgefahr besteht durch Drehen etc., setze ihn (mit vertrautem Partnertier, wichtig gegen Stress des Alleinseins, und infiziert sind nun eh alle) in ein Gehege, dessen "Wände", also Gitter, mit gerollten Handtüchern gesichert sind. Tierarztbesuch und Medikamentengabe bedeuten zwar leider auch Stress (der Symptome auslösen kann), aber das muss ja leider dringend sein. Abdunkeln des Raums ist oft hilfreich. Und halt neben den Medikamenten wasserreiches Futter (Nieren schützen) und Ruhe, Ruhe, Ruhe … Leider kann man bei E.C. nie sagen, wie die Prognose ist, manchmal stirbt das Tier schnell, manchmal wird es nach kürzerer bis langer Behandlung wieder wie vorher. In der Regel braucht der Halter Geduld und Durchhaltekraft,aber dafür sind die Chancen bei möglichst sofortigem Behandlungsbeginn mit den richtigen Medikamenten relativ gut. 

Wenn Fragen auftauchen, gern. LG und alles Gute, Ninken

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Ich füttere den gar nicht, weil ich einen Kandidaten mit Disposition für Blasenprobleme habe und sich durch den hohen Oxalsäureanteil beim Sauerampfer  leichter Probleme mit Blasenschlamm/Blasensteinen/Nierensteinen ergeben können (die Oxalsäure beeinflusst den Kalziumstoffwechsel negativ). Auch bei Kaninchen, die (noch) keine Probleme mit Blase/Niere haben, würde ich Sauerampfer eher weglassen oder höchstens in äußerst kleiner Menge geben. LG Ninken

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Hallo anni…,

als gelegentliches Leckerchen sind Weintrauben okay. Allerdings sollte man sie natürlich erst mal waschen, außerdem die Kerne entfernen. Was man alles füttern darf, kannst du in den Listen der Seite diebrain.de nachlesen :-) LG Ninken 

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Kaninchenpopo baden?

Hey, mein Kaninchen Lollo hatte vor fast drei Jahren E.c. (Hinterbeinlähmung). Nach einigen Monaten Behandlung konnte er eines der zwei Hinterläufe wieder bewegen. Er war zu der Zeit am ganzen Unterkörper nackt und wund, auch das hat sich weit gebessert. Allerdings hat er immer noch einen rosa hautfleck auf der linken popohälfte (dort sitzt er oft drauf), an dem ihm das Fell ausfällt. Bisher hat er sich zum Glück noch nichts aufgeschürft oder entzündet, da ich das Gehege immer sehr sauber halte. Jedoch waren wir jetzt 2 Wochen im Urlaub und die Nachbarn haben vergessen sauberzumachen. Meine Kaninchen saßen die ganze Zeit in ihrer Pisse und Lollos Fell ist am Popo rundherum des Hautflecks nass, gelb, verklebt und verklumpt und stinkt. Außerdem haben sich auf dem Hautfleck große, weiße Schuppen gebildet (wie bei manchen leuten auf der Kopfhaut). Ich würde nun gerne seinen Popo baden, um die Pipi rauszukriegen und die Haut etwas zu entspannen. Als Grundlage möchte ich lauwarmen Kamilletee nehmen. Aber womit soll ich waschen? Ich habe das Weleda Calendula Babyshampoo zuhause, das enthält ein sehr mildes Tensid (Coco-Glucoside), allerdings neben Mandelöl und Calendulaextrakt auch Alkohol und Glycerin. Kann ich das für Lollos sensible Kaninchenhaut nehmen oder könnt ihr mir etwas anderes empfehlen? Ich habe auch noch Heilerde zuhause, kann ich davon was auf die Haut tun? Fällt euch sonst noch etwas ein, was ich ins Wasser geben kann? LG Lotta ;)

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Hallo nature1,

wie man Kaninchen bei Bedarf badet, kannst du hier nachlesen: 

http://www.diebrain.de/k-pflege.html#bad

Wegen der Schuppen würde ich aber auch den Tierarzt aufsuchen, kann sein, dass sich durch die Unreinheit Probleme gebildet haben, die vom Tierarzt behandelt werden müssen. 

Gute Besserung für Lollo, Gruß, Ninken 

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Hallo suzi…, 

da Myxomatose und RHD auch über Insekten etc. übertragen werden können und da diese Krankheiten ohne Impfung so gut wie immer tödlich verlaufen, sollte man Kaninchen immer impfen lassen. Zurzeit grassiert auch in Deutschland eine neue Variante von RHD, RHDV2 genannt. Gegen diese Variante von RHD ist nur ein Impfstoff zugelassen: Cunivak. Manche Tierärzte impfen noch mit dem bis vor etwa einem Jahr noch so beliebten (und bequemen …) "Nobivac" (bei dem man nur einmal jährlich impfen musste), wegen der RHD-Variante sollte man sich aber nun einen Tierarzt suchen, der mit Cunivak impft. Leider muss man das sowohl gegen Myxomatose als auch gegen RHD/RHDV2 halbjährlich machen lassen und – es muss erst einmal grundimmunisiert werden (bei der ersten Impfung oder wenn die letzte Impfung lange her ist). Grundimmunisieren bedeutet: nach 3-4 Wochen gegen beides noch einmal impfen lassen. Nach dieser Grundimmunsierung muss dann wie gesagt halbjährlich aufgefrischt werden. 

Und noch eins: Zwischen Kastration und Impfen müssen mindestens zwei Wochen liegen, da das Immunsystem fit sein muss für beides. 

Bzgl. Flöhen und Würmern: dagegen behandelt man erst, wenn man damit ein Problem bekommt. 

LG Ninken

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Hallo Maram…, 

was und wie man Kaninchenbabys füttern kann, findest du hier: 

http://www.diebrain.de/k-handaufzucht.html

Wieso wollt ihr es füttern, was ist passiert? Ich frage, weil manche Leute irritiert sind, wenn die Häsin sich scheinbar nicht kümmert, Wildkaninchen stillen nur 1-2 mal am Tag (meistens nachts oder in den frühen Morgenstunden) und ignorieren den Bau ansonsten, um keine Fressfeinde aufmerksam zu machen.  

Gruß, Ninken

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Hallo pimpinkin, 

generell brauchen Kaninchen vor allem frisches Grünfutter, das kommt der natürlichen Ernährung am nächsten. Also von Frühling bis Herbst am besten artenreiche Wiese (verschiedene Gräser und Wildkräuter), geeignete Blätter von Bäumen/Sträuchern – im Winter ersetzt durch möglichst viel Grün/Blätter von entsprechenden Gemüsesorten (Möhrengrün etc.). Dazu kommt dann bunt gemischtes Gemüse und frische Küchenkräuter (im Winter auch ersetzbar durch Trockenkräuter). Heu muss zwar immer da sein, aber generell ist frisch immer besser als getrocknet, und eine grobe Struktur (z. B. ganze getrocknete Kräuterblätter) besser als stark verarbeitete Sachen (wie Pellets aus Kräutern). Es sollte ein so buntes und auch großes Angebot da sein, dass die Kaninchen wählen können, siehe hierzu folgender Artikel der sehr empfehlenswerten Seite der Nager- und Kanincheninfo diebrain (de): 

http://www.diebrain.de/k-adlibitum.html

Große Rassen wie Deutsche Riesen sind (leider …) so extrem groß gezüchtet, dass ihr Verdauungssystem gar nicht genug Energie aus den o.g.  frischen Futtermitteln gewinnen kann – bei ihnen muss man zusätzlich noch kalorienreichere Sachen füttern, besonders bei Außenhaltung im Winter, wo der Körper besonders viel Energie braucht, – und auch, solange sie wie bei deinen "Kleinen" noch im Wachstum sind. Geeignet sind hierfür diverse Samen und z. B. Sonnenblumen- oder Kürbiskerne (generell "Fettfutter", von dem jedes Kaninchen etwas bekommen darf und sollte, aber Riesen halt einiges mehr), Trockengemüse und etwas Trockenobst. Bei diebrain (de) findest du (unter anderem) sehr viel über Kaninchenernährung, zum Beispiel Listen von Sachen, die man füttern darf sowie Infos zu Ernährungsbesonderheiten wie z. B. bei großen Rassen. 

LG Ninken

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Hallo eli…,

ein eitriger Ausfluss sieht bei Kaninchen so aus, wie du es beschreibst. Ursachen gibt es dafür viele. Wenn der Tierarzt, bei dem du warst, nicht weiß, wie man ein Kaninchen so fixiert, dass man es untersuchen kann, dann geh zu einem, der sich damit besser auskennt. Du kannst z. B. in Foren (Kaninchenschutz etc.) um Adressen in deiner Gegend bitten. Ich würde der Sache auf jeden Fall nachgehen, bevor das Problem schlimmer wird. LG Ninken

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Hallo Jolie…,

das ist unterschiedlich bei den Tierheimen. Schutzorganisationen wie Kaninchenschutz, Kaninchenhilfe, Wir helfen Kaninchen, BunnyHilfe etc. wären übrigens eine weitere Option (die Tiere sind dann tierärztlich gecheckt, Rammler kastriert, geimpft, werden meist deutschlandweit vermittelt und transportiert etc.). Vorkontrollen sind ziemlich verbreitet, da sehr sinnvoll, es soll den Schützlingen ja gut gehen – und woher sollen die Leute wissen, ob der fremde Mensch am Telefon die Wahrheit sagt (es gibt da einfach leider schlechte Erfahrungen).

LG Ninken

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Hallo MelonenLove,

wieso auch Pellets aus Kräutern/Heu nicht gut sind, findest du hier:

http://www.diebrain.de/k-trofu.html

Optimal ist es, möglichst viel Frischfutter zu geben, z. B. im Winter Grünkohl, ansonsten auch Chinakohl, Salate (am gesündesten sind die bitteren Sorten wie Endivie, Frisee, Radicchio …), super sind z. B. Möhrengrün und Blätter von Mairüben, Kohlrabi, Radieschen, dazu dann noch Gemüse, hier bei Winter-Außenhaltung viel (energiereiches) Wurzel- und Knollengemüse wie Möhren, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Steckrübe, Knollensellerie, Fenchel … Gut sind auch Brokkoli und Blumenkohl, Stangensellerie …, eine Liste von geeigneten Frischfuttersorten findest du ebenfalls bei diebrain/de (siehe Link oben). Dazu hochwertiges Heu und frische Kräuter, ggf. auch getrocknete Kräuter/Blätter/Blüten und hier und da ein bisschen Fettfutter wie Samen, Sonnenblumenkerne etc., bei Winter-Außenhaltung mehr als bei Innenhaltung wegen dem höheren Energiebedarf. Generell ist "wenig verarbeitet" besser als Pellets und Co., und frisch besser als getrocknet, so mal als Grundgedanke :-)

Wenn noch Fragen sind, gern, aber guck mal bei der verlinkten Seite, dort steht sehr viel über Ernährung (auch mit weiterführenden Links).

LG Ninken

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Hallo 2000…,

anscheinend reicht der Abstand von 8 Wochen nicht aus, ihr solltet auf jeden Fall noch jetzt vor den Feiertagen zum Tierarzt fahren. Trockenfutter ist ganz schlecht, ihr könnt ihm auch selbst einen Brei aus gesunden Sachen machen. Und probiert mal, Möhren und Co. zu raspeln und auch in dünnen Scheiben anzubieten, vielleicht kann Gemüse in dieser Form angenommen werden. Allerdings müssen Schmerzen ausgeschlossen werden, und die Ursache muss natürlich richtig gecheckt werden. Ist der Kopf geröntgt worden? Wäre wichtig. Bei diebrain/de gibt es u.a. auch verschiedene "Rezepte" für Brei, aber das sollte wie gesagt nur eine Notlösung sein. Von Brei und auch ansonsten nur sehr weicher Nahrung nutzen sich erstens die Zähne nicht ab, so dass das Zahnproblem immer problematischer wird, und zweitens kann dadurch auch die Verdauung lebensgefährlich gestört werden, wenn die groben Rohfasern fehlen. Hier noch ein Link zum Thema:

http://www.diebrain.de/k-zahn.html

LG Ninken

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Hallo pandachen…,

dein Kaninchen beißt den Draht durch, weil es raus will. Kaninchen haben einen großen Bewegungsdrang, Wildkaninchen haben z. B. ein Revier von 1 qkm, in dem sie auf Nahrungssuche unterwegs sind (und das oft zu Zeiten, in denen wir Menschen schlafen). Der Körper der Kaninchen ist von Natur aus entsprechend auf viel Bewegung eingestellt. Die Verdauung funktioniert z. B. nur, indem nachfolgendes Futter (mit wenig Kalorien, halt Wiese etc.) den Futterbrei im Darm weiterschiebt – und dadurch, dass sie sich beim Hoppeln, beim Buddeln ihrer Baue, bei der Flucht vor Feinden und im Zuge ihrer Sozialkontakte untereinander sehr viel bewegen. Sich schnell und weit bewegen zu können, ist für Kaninchen überlebenswichtig. Und diesen Instinkt haben auch unsere Hauskaninchen. Sperrt man sie auf so kleiner Fläche ein wie bei einem Stall oder einem handelsüblichen Käfig, dann zeigen sich Verhaltensstörungen. Ausbrechen wollen (dabei wird oft auch heftig gebuddelt, Wassernäpfe fliegen vor lauter Frust durch die Gegend etc.), Überängstlichkeit, Aggression gegen Partnertier und/oder Halter etc.

Bei euch kommt erschwerend hinzu, dass die beiden Kaninchen einzeln gehalten werden. Sie bemerken das andere Kaninchen natürlich (haben den Geruch spätestens nach dem Umsetzen in den jeweils anderen Stall vehement in der Nase, aber wenn die Ställe nah beieinander sind, riechen sie sich eh mit ihrem feinen Geruchssinn). Und wenn sich Kaninchen riechen, müssen sie – wieder so ein Instinkt – die Rangordnung miteinander klären. Bei Wildkaninchen hat die Rangordnung den Sinn, dass die stärksten und gesündesten Tiere ihre Gene weitergeben, also Stichwort Arterhaltung. Auch diesen Instinkt haben deine Kaninchen wie ihre wilden Verwandten, sie sind deshalb unter starkem Stress (der ebenfalls zu Verhaltensstörungen und auch zu einer erhöhten Krankheitsanfälligkeit führt). Da Kaninchen hoch soziale Tiere sind und – nachdem die Rangfolge geklärt ist – ihre Artgenossen dringend brauchen, um glücklich zu sein (sie machen dann so gut wie alles miteinander und passen auch aufeinander auf, was alle sehr beruhigend finden, wer kann schon entspannen, wenn er 24 Stunden am Tag alleine aufpassen muss …), ist Einzelhaltung schlimm für sie.

Wenn du den Kleinen wirklich richtig helfen willst, dann vergesellschafte sie miteinander und gib ihnen den Platz, den sie brauchen. Es hilft dem Tier nicht weiter, wenn du z. B. anderen Draht, ein Gitter o.Ä. verwendest, es hilft ja nicht, das Symptom zu beseitigen, ohne die Ursache anzugehen.

Infos zu Außengehegen, Vergesellschaftung etc. findest du hier:

http://www.diebrain.de/k-index.html

LG Ninken

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Hallo Lolkind…,

auf jeden Fall zum Tierarzt gehen, und das bald, so ein Juckreiz ist natürlich sehr unangenehm und vor allem kann es auch zu Entzündungen kommen (Krüsten/Wunden), und wegen Schmerzen kann es dann auch lebensgefährlich werden, weil die Tiere bei Schmerzen oft nicht mehr fressen und das Verdauungssystem zusammenbricht.

Hier ein Link zum Thema, nach deiner Beschreibung liegt "Ohrräude" nah, aber letztendlich kann nur der Tierarzt das genaue Problem bestimmen (Hautgeschabsel) und eine passende Behandlung einleiten.

LG Ninken

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