Es kommt relativ häufig vor, dass Planeten zu ihrem Stern eine gebundene Rotation aufweisen. Das heißt, dass der Planet seinem Stern immer dieselbe Seite zeigt (auf einer Seite ist entsprechend immer Tag, auf der anderen Seite permanente Nacht). In solchen Fällen ist ein Tag immer genauso lang wie ein Jahr. Das kommt dann häufig vor, wenn der Planet verhältnismäßig Dicht an seinem Stern ist (und entsprechend Zeit vergangen ist) wie zum Beispiel kleine Gesteinsplaneten an eine Roten Zwerg, wo er sehr dicht sein kann.

Nun muss man sich eigentlich nur vorstellen, dass die gebundene Rotation noch nicht vollends erreicht ist, aber Planet eine gegenläufige Rotation aufweist. Immer dann müsste jetzt, wenn ich keinen Denkfehler habe, der Tag länger dauern als ein Jahr.

Gegenläufige Rotationen sind natürlich seltener, aber sie kommen definitiv vor. Dafür kann es mehrere Ursachen geben wie eine starke Kollisionen oder der Planet kommt ursprünglich gar nicht aus dem System, sondern wurde eingefangen. Dann ist es theoretisch möglich, dass es ein Planet mit gegenläufiger Rotation ist. Wenn dieser jetzt langsam von der Gravitation des Sterns ausgebremst wird (sobald er natürlich auf einer halbwegs stabilen Bahn um diesen läuft), dass eine gegensätzliche Rotation nicht länger dauert als die "Umrundung" des Sterns, aber die gebundene Rotation noch nicht eingetreten ist, ja genau dann dauert auf diesem Planet der Tag länger als das Jahr.

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Moin Juli,

eigentlich gibst du dir die Antwort schon selbst. Erst mal möchte ich aber sagen, dass ich toll finde, dass du dir mit 15 diese Gedanken machst.

Die Urknalltheorien beschreiben wie du schon sagst nicht die Erschaffung aus dem Nichts, sondern den Ablauf nach der sogenannten Planck-Ära (ein extrem kurzer Zeitintervall, aber nach Ablauf dieser fängt das Universum an sich quasi nach den uns bekannten Gesetzen der Physik zu verhalten). Alles was innerhalb dieser Planck-Zeit liegt...darauf kann niemand seriös antworten. Maximal lässt sich darüber spekulieren.

Anschließend lässt sich aber alles ganz wunderbar erklären. Elementarteilchen sind die Teilchen, die nach unserem Kenntnisstand nicht mehr teilbar sind. Früher galten auch Atome als nicht teilbar (daher auch der Name, denn die Bezeichnung stammt aus dem altgriecheschen "Atomos", was so viel wie "unteilbar" heißt - witzig, oder?). Meine Schulbücher waren auch noch veraltet, denn es beschrieb auch Protonen, Neutronen mitsamt den Elektronen, die Bestandteile von Atomen sind, als Elementarteilchen und somit als kleinste Teilchen. Heute ist der Kenntnisstand, dass das zwar auf Elektronen zutrifft, aber nicht auf Protonen oder Neutronen. Protonen bestehen zum Beispiel aus den heute angenommenen Elementarteilchen "Quarks" und "Gluonen". Wie du sicher merkst: Nicht alles, was bisher in der Wissenschaft angenommen wurde, hatte bis in aller Ewigkeit bestand.

Nichtsdestotrotz ist die Frage noch offen, woher quasi die ursprüngliche Materie stammt. Veräppeln will man dich aber mit den Urknalltheorien nicht. Sie beantworten diese Frage auch nicht.

Spekulieren könnte man darüber, ob beispielsweise unser Universum das Ergebnis einer gigantischen Annihilation ist. Antimaterie kommt in unserem Universum (fast) nicht vor, ist aber nachgewiesen und kann künstlich erzeugt werden. Diese wechselwirkt sofort mit normaler Materie (also das, woraus unser ganzes Universum besteht). Man kann jetzt annehmen, dass riesige Antimateriemengen mit Materiemengen reagiert haben, es aber ein kleines Ungewicht gab und das was übrig ist, ist unser Universum. Das ist jetzt ein Beispiel für recht unseriöse, aber dennoch interessante Spekulationen, die aber auch nicht klären, woher die Materie für die Annihilation gekommen wäre.

Ich schätze ein Schlüsselwissen zum Verständnis des Universums ist das Knacken der Dunklen Energie (nicht verwechseln mit Dunkler Materie). Wir beobachten sie zwar und uns ist klar, dass das Universum immer weiter expandiert, aber wir kennen den genauen Grund nicht. Mit dem Verständnis zur Dunklen Energie lassen sich deutlich genauere Vorhersagen über das Ende unseres Unversums machen. Eventuell ergibt das auch weitere Indizien zu seinem Beginn. Da hat die Wissenschaft aber noch eine Menge Arbeit vor der Brust und vielleicht wird das nichts mehr zu meinen Lebzeiten, aber wer weiß das schon?

Was die Religionen betrifft: Man kann nicht abstreiten, dass das Problem der Herkunft der Materie verlagert wird. Aber auch ohne Religion muss irgendwas schon irgendwie mal dagewesen sein in etwas, was vielleicht weder Raum noch Zeit kennt. Welcher menschliche Verstand ist ausgeprägt genug um das zu erfassen? Der Mensch ist gedanklich an dieser Welt gebunden und jeder dürfte Probleme haben dafür Verständnis aufzubringen (man hat ja schon Verständnissprobleme, wenn man sich die extremen Entfernungen innerhalb des Universums vorstellt).

Ich weiß nicht, ob dir das wirklich weiterhelfen kann, aber jedenfalls kann ich dir sagen, dass diese Gedanken von so manchem gedacht werden.

Gruß Lynx

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Was einen Stern zu einem Stern macht, ist seine Fähigkeit Kernfusion zu betreiben. Er fusioniert also leichte Elemente in schwerere Elemente. Das bedeutet im Klartext: Hätte es keine Sterne gegeben, würde es jetzt (fast) nur Wasserstoff geben. Erst in Sternen entstehen dann Elemente wie zum Beispiel Sauerstoff, Kohlenstoff, Eisen oder mit dessen Ableben auch Silber, Blei, Uran oder Gold. Anders gesagt: Es musste erst ein Stern sterben, damit Planeten wie die Erde entstehen konnten. Das jetzt zur Vergangenheit.

Wenn sie nun von heute auf morgen verschwinden würden? Tja, dann haben wir ein riesiges Problem, denn unsere liebe Sonne ist auch ein Stern und ihre Fähigkeit Kernfusion zu betreiben, schenkt uns die Wärme und das Licht, was wir brauchen. Warum ist das so?

Bei der einfachsten (und häufigsten) Form der Kernfusion (die auch die erste Phase eines Stern darstellt), fusioniert ein Stern immer zwei Wasserstoffatomkerne zu einen Heliumatomkern. Diese Atomkerne haben eine gewisse Masse (quasi Gewicht). Man könnte jetzt meinen, wenn zwei Wasserstoffatomkerne zu einem Heliumkern fusionieren, müssten Helium ja doppelt so viel wiegen wie Wasserstoff. Das kommt aber nicht ganz genau hin, denn Helium wiegt etwas weniger. Das Ganze nennt man Massendefekt. Das findet Albert Einstein aber komisch, denn der behauptet, dass Energie nicht verloren gehen kann (Energieerhaltungsgesetz) und Masse stellt eine Form der Energie da. Merkwürdig, oder?

Naja das kommt einfach daher, weil nicht die gesamte Masse in Masse resultiert, sondern ein Teil in andere Energieformen freigesetzt wird. Das ist laut Einstein nicht verboten und auch notwendig, damit wir beispielsweise Strom erzeugen können usw. Jedenfalls wird die Differenz dann als thermische Energie und Lichtenergie (und Strahlung) abgegeben.

Ohne Sterne würde es als auch unsere Sonne und somit kein Licht und keine Wärme geben. Auch eine starke Gravitation wird es nicht geben - wir würden uns schwerkraftmäßig also an den nächstschwersten Objekt orientieren (wie Jupiter zum Beispiel) und erstmal eine ziemlich unstabile Bahn ziehen. Masse erzeugt nämlich auch Gravitation und ein Stern hat davon extrem viel. Was zudem auch der Grund ist, warum es überhaupt zu Kernfusion kommen kann. Zumindest so, wie Sterne es machen. Auf der Erde müssen wir andere Wege für die Kernfusion nutzen, aber das ist jetzt eine anderes Thema (aber falls es dich interessiert: Info zum Kernfusionsreaktor Wendelstein 7-X der Uni Greifswald ist dann mal etwas, was man sich anlesen könnte).

Irgendwann wird es auf dem einen oder anderen Weg übrigens so kommen, dass es keine Sterne mehr gibt. Das hängt von der Expansionsrate des Universums ab, wann das der Fall sein wird, aber entweder ist das gesamte Wasserstoff irgendwann verbraucht oder die Gravitation der Wasserstoffmengen ist zu gering im Bezug zur voranschreitenden Expansion. Bis dahin gibt es uns aber sicher nicht mehr :)

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Nachgewiesen hat man bisher nichts, aber dennoch werden zumindest Vorstufen von Leben nicht ausgeschlossen. Das sind jetzt also keine Jungs, die mit dem Raumschiff hier angeflogen kommen, aber eine Untersuchung ist es definitiv wert. Falls dann methanbasierendes Leben entdeckt wird, würde das die Chancen enorm erhöhen, dass auch andere bewohnbare Planeten geben könnte.

Solche Spekulationen gibt es auch beim Jupiternmond Europa beispielsweise. Man darf dabei halt nicht an hochentwickelte Spezies denken, sondern maximal an Einzeller oder dergleichen...

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Wenn man schon einen Schöpfer ins Spiel bringt, dann muss man wissen, was die Erde eigentlich so rund macht (und alle anderen Planeten). Zuständig dafür ist die Gravitation und die ist wohl unumstritten sehr wichtig.

Würde es keine Gravitation geben (bzw. hätte ein Schöpfer sie nicht erschaffen), dann gäbe es keine Kernfusion und somit nicht mal einen Stern, es gäbe damit keine schwereren Elemente als Wasserstoff und vielleicht Helium. Kein Licht, keine thermische Energie, keine Planeten oder sonst irgendwas.

Daher: Nein! Gravitation muss es geben und mit ihr ist die Erde automatisch (nahezu) kugelförmig. Wenn es einen Schöpfer gibt, dann war er gnädig mit uns, dass er die Gravitation bzw. die Schwerkraft ins Spiel gebracht hat.

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Wie immer: Es kommt darauf an!

Ich nehme an es geht um Photovoltaik - also Stromerzeugung aufgrund von Sonnenlicht. Heute ist die Einspeisevergütung nach dem EEG recht gering. Für eine Anlage bis 10 kW Leistung liegt je eingespeiste kWh bei 12,2 Cent (was sich nächsten Monat ändern dürfte - nach unten). Es gab Zeiten, da lag diese über 50 Cent und somit weit über die Bezugskosten für elektrische Energie.

Daher ist es ratsam die Anlage für den Eigenverbrauch zu konzipieren um somit die Bezugskosten zu senken und den Rest dann einzuspeisen. Anlagen über 10 kW (oder 10.000 kWh Eigenverbrauch) müssen eine Anteilige EEG-Umlage zahlen (40 % - 2,72 Cent/kWh). Wenn eine Drittbelieferung vorliegt (beispielsweise Untermieter vorhanden sind usw. - also Anlagenbetreiber und Verbraucher nicht personenidentisch sind) fällt die volle Umlage an (6,79 Cent/kWh). Deshalb bleiben viele Anlagen für den Eigenverbrauch unter 10 kW bei privaten Haushalten. Hat zudem den Vorteil, dass nicht zwingend eine Erzeugungsmessung installiert werden muss und man einen hohen Eigenverbrauchsanteil hat.

Nehmen wir jetzt an du baust eine 5 kW Anlage und du bekommst das kW für 1.200 €, also bezahlt mit allem drum und dran 6.000 €. EEG-Vergütung bekommt man 20 Jahre lang und so würde ich auch die Abschreibungsdauer der Anlage ansetzen. Wenn ich eine Annuität rechne über 20 Jahre und 1,8 % Zinsen, dann sind das 359,90 € im Jahr an Darlehenskosten (also durch Zins und Tilgung bezahlt man über 20 Jahre dann noch mal knapp 1.200 Euro mehr).

In Norddeutschland liegt die durchschnittliche spezifische Leistung kWh je kW bei etwa 850. Also je kW werden 850 kWh im Jahr erzeugt. Bei 5 kW macht das dann 4.250 kWh im Jahr. Nehmen wir an du verbrauchst etwa 30 % der Energie selbst, also 1.275 kWh und dein Nettobezugspreis liegt bei 22 Cent, dann sparst du jedes Jahr 280,50 € an Bezugskosten. Den Rest - 2.975 kWh - speist du ein und bekommst aktuell noch 12,2 Cent (bis zur Realisierung sicher weniger). Das macht dann 362,95 €.

362,95 € + 280,50 € - 359,90 € = 283,55 € pro Jahr

Mit diesen 283,55 € pro Jahr musst du dann noch etwaige Reparaturen, Versicherung, Wartungen oder Säuberungen sowie möglicherweise den Einbau einer Tonfrequenzrundsteuertechnik (wobei welche die Alternative ziehen und die Einspeiseleistung auf 70 % begrenzen) zahlen können. Das, was in das Geld geht, ist oft der Ausfall der Wechselrichter. Da kann schon mal ein 1.000er draufgehen und ich würde eine Erneuerung einrechnen.

Das alles sind übrigens Nettopreise.

Kurz gesagt: Es macht nicht unbedingt "Spaß" - Reichtum sollte man also nicht erwarten und als Anlagenbetreiber hat man auch einige Pflichten (beispielsweise die Marktstammdatenregistrierung ab diesem Sommer bei der Bundesnetzagentur usw.), aber es kann sich zumindest rentieren. Die Anlage wird wohlmöglich auch nach den 20 Jahren noch für den Eigenverbrauch erzeugen können. Allerdings ist unklar, was mit der Einspeisung dann passiert. Vermutlich bekommt man dann nichts mehr oder nur den Durchschnittsmarktpreis (der aktuell bei etwa 3 Cent/kWh) liegt.

Hilft dir das weiter? Bei größeren Anlagen wird der Vergütungssatz dann geringer, die anteilige Umlage fällt an und irgendwann benötigt man auch eine RLM-Messung und Fernwirktechnik (ab 100 kW). Dafür fallen aber vielleicht die Investitionskosten geringer aus - teilweise auch unter 1.000 Euro je kW. Allerdings muss man dann auch errechnen lassen wie der Netzanschluss so aussieht usw.

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Vielleicht muss man zwischen Raum und Materie differenzieren. Selbst wenn der Raum unendlich ist und sogar noch expandiert (was paradox klingt, aber kein Widerspruch sein muss), heißt es nicht zwangsläufig, dass es auch unendlich Materie geben muss. Bei der Expansion des Universums erkennt man es ja ganz gut: Das Universum expandiert zwar, aber die Materie nimmt nicht zu. Somit bleibt auch die Möglichkeit der Planetenbildung begrenzt.

Wenn man jetzt an Multiversen denkt, verzerrt es das Bild natürlich. Multiversum heißt jetzt erst mal nur, dass es neben unser Universum noch ein weiteres gibt. Vielleicht auch unendlich viele, aber vielleicht eben auch nicht.

Wenn es unendlich viele gibt und sowas wied er Urknall entsprechend unendlich oft vorgekommen ist (oder welche Zeitform auch immer man dafür nehmen muss), muss es dich und mich unendlich oft geben (und in unendlich vielen Variationen und diese jeweils auch unendlich. Das ist aber dem Unendlichkeitsphänomen, wie du es ja selbst erkennst, zuzuschreiben.

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Hmm ich stelle mir ein ähnliches Problem vor, wie beim Einfangen von Blitzen usw. auch. Problematisch sind vor allem die unkonstanten, aber hohen Energiemengen an schwer zu ermittelnden Orten. Für die Energieerzeugung ist es immer besser eine konstante oder steuerbare Energiegewinnung zu haben - zumindest wenn es um elektrische Energie geht. Energie ist ja im eigentlichen Sinne nicht speicherbar. Die heutigen Akkumulatoren schaffen definitiv nicht diese Menge. Man kann sich elektrische Energie nicht als Konstrukt vorstellen, das man eben wegkeschern und verpacken kann. Eine Sonde oder dergleichen, die mal eben die Energie speichert und zu uns bringt - so funktioniert elektrische Energie leider nicht.

Zudem - wie lange hält so ein Auswurf an? Ich schätze ein paar Minuten bis wenige Stunden, dazu noch unvorhersehbar und auch stark schwankend in der Stärke. Das ist meiner Meinung nach nichts, womit man effizient nutzbare Energie gewinnen könnte, so interessant solche Flares auch sind.

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Ich wandel die Frage mal um und frage: "Sind schwarze Löcher für die Menschheit wichtig?"

Das mache ich einfach deswegen um hier keine Konflikte bezüglich irgendeiner Religion zu haben. Ob es ein Gott war oder schlichter Zufall beziehungsweise es auf natürlicher Weise physikalisch gar nicht anders möglich ist spielt dafür erst mal keine Rolle.

Es gibt ja unterschiedliche Formen schwarzer Löcher. Am bekanntesten sind sicher stellare schwarze Löcher - also solche, die nach dem Ableben masserreicher Sterne entstehen. Die dürften für die Menschheit erst mal eine untergeordnete Rolle spielen - anderswo vielleicht nicht. Das hängt sicher von der Sternenkonstellation ab, aber es gibt beispielsweise Sternensysteme, die als Doppelsternsystem mit einem schwarzen Loch und einen normalen Stern funktionieren könnten und um sich rum ein stabiles Planetensystem bilden könnten. Das aber nur nebenher - der Erde ist das eher nicht wichtig.

Supermassereiche Löcher wie Sagittarius A, welches das Zentrum unserer Galaxie - der Milchstraße - darstellt, dürfte für die Erde eine nicht ganz unbedeutende Rolle spielen. Sie bilden nicht nur das Zentrum einer Galaxie, sondern sind auch die massereichsten Objekte dieser. Masse erzeugt Gravitation und somit ziehen sie andere Objekte an. Dadurch schaffen sie es, dass die Materie etwas besser zusammenfassen kann. Ohne Gravitation würde es zudem auch keine Kernfusion etc. geben und somit auch keine Sterne wie unsere Sonne. Jedenfalls dürften dadurch die Wahrscheinlichkeiten steigen, dass sich das viele Wasserstoff besser zueinander findet.

Wir hier, eher am Rand der Galaxie, haben dann nicht die Probleme, dass es zu dicht ist aber auch nicht, dass es keine Möglichkeit von Sternen gibt. Hier ist es also verhältnismäßig ruhig und der nächsten Stern ist 4,2 Lichtjahre entfernt (Proxima Centauri). Also man müsste etwa 9.000 mal zum Neptun reisen um endlich dort angekommen zu sein.

Was ich sagen möchte: Supermassereiche schwarze Löcher haben eine gewisse Bindungsfunktion, dessen Auswirkungen auf unser Dasein nicht zu unterschätzen ist.

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Hallo Itisboy,

was Sterne eigentlich ausmacht, ist ihre Fähigkeit Kernfusion zu betreiben. Jetzt wird es etwas physikalisch, aber ich glaube das trägt zum Verständnis bei. Was man wissen muss ist, dass Masse Gravitation - also Schwerkraft - versursacht. Je schwerer also etwas ist, desto stärker ist die Gravition. Bei Sternen gibt es zu Beginn fast nur Wasserstoff. Wasserstoff ist das leichteste Element des Universums. Die Hauptmasse eines Elements macht der Atomkern aus, genauer gesagt die Anzahl der Protonen (und Neutronen). Wenn du dir das Periodensystem der Elemente ansiehst, erkennst du, dass Wasserstoff an erster Stelle steht. Die Position im Periodensystem ist gleichbedeutend mit der sogenannten Kernladungszahl - also die Anzahl der Protonen im Kern und demnach hat Wasserstoff nur ein Proton. Soweit, so gut.

Nun musst du dir gewaltige Wasserstoffmengen vorstellen (Wasserstoff ist nebenbei gesagt auch das häufigste Element des Universums - mit Abstand). Auch wenn Wasserstoff recht leicht ist, ensteht hier dennoch eine geringe Gravitation und die Wasserstoffwölkchen finden nach und nach zueinander und ziehen sich an. Irgendwann wird ihre Gesamtmasse dann so groß, dass es zu der oben genannten Kernfusion kommt, aber was passiert da genau?

Um den Kern - in der Hülle - bewegen sich ja die Elektronen eines Atoms. Diese sind negativ geladen und verhindern üblicherweise, dass sich die Kerne miteinander verschmelzen. Etwa so, als würde man zwei gleichpolige Magneten aneinanderhalten wollen.

Irgendwann wir die Gravitation aber so stark, dass die Abstoßungskräfte überwunden werden können (davor Enden solche Gebilde oft als sogenannte Braune Zwerge - also "Sterne", die es quasi nicht ganz als solche geschafft haben, weil ihre Masse und die damit zusammenhängende Gravitation zu gering ist). Dann verbinden sich also zwei Wasserstoffatomkerne zu einem Heliumatomkern. Soweit verständlich?

Wenn man sich die Masse von Wasserstoff und Helium ansieht, stellt man fest, dass zwei Wasserstoffatome schwerer sind als ein Heliumatom. Masse ist eine Form der Energie und da gibt es Einstein, der sagt, dass Energie nicht verloren gehen kann und das Ganze Energieerhaltungsgesetz nennt. Wenn Energie also nicht vernichtet werden kann, muss sie umgewandelt werden und genau das passiert dabei. Die Differenz zwischen den Massen wird als andere Energieform freigesetzt wie Licht, Wärme und Strahlung. Das ist der Grund, warum Sterne wie unsere Sonne leuchten und Wärme abgeben.

Das Sterne so flackern, liegt oft nicht am Stern direkt, sondern an unserer Erde. Die Lichtstrahlen müssen ja durch unsere Atmosphäre und diese verursacht diesen Effekt. Daher kann man beobachten, dass Sterne in Horizontnähe stärker flackern, da sie einen längeren Weg durch unsere Atmosphäre bis zur Netzhaut unseres Auges nehmen müssen.

Ich hoffe man versteht, was ich da versucht habe zu erklären :)

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Es ist vielleicht die Frage, wie du Welt jetzt definierst. Wenn du mit Welt jetzt Planeten wie die Erde meinst, dann ist die Frage recht knifflig. im beobachtbaren Universum gibt es etwa 200 Milliarden Galaxien. Die Milchstraße - unsere Galaxie - hat etwa 200 Milliarden Sterne. Nicht jede Galaxie hat dieselbe Anzahl (hängt oft vom Alter und von der Konstellation ab). Manchmal entstehen auch noch neue Sterne, manchmal erlöschen welche, aber sicher haben auch einige Sterne Planeten als Trabanten und einige Gasriesen auch sicher Monde (dann in gebundener Rotation zum Mond, aber mit schneller Umrundung, damit es etwas ähnliches wie einen Tag-Nacht-Zyklus gibt). Es wäre also eine unfassbar große Anzahl an Planeten.

Dennoch wird es relativ betrachtet irre selten sein, dass sie erdähnlich sind. Damit meine ich jetzt nicht etwa die gleiche Größe und als Gesteinsplaneten, sondern auch im passenden Abstand zur Sonne, ähnliche elementare Zusammensetzung, Atmopshäre, Magnetfeld, Achsneigung und und und. Das ist einfach unmöglich zu sagen, wie oft sowas vorkommt.

Den erdähnlichsten extrasolaren Planeten, den wir je entdeckt haben, ist scheinbar auch gleich der dichteste. Er befindet sich im Sternensystem Proxima Centauri ca. 4,2 Lichtjahre entfernt (also würde man grob 9.000 mal die Strecke zum Neptun zurücklegen - also dennoch irre weit weg). Allerdings ist "erdähnlich" da auch etwas viel gesagt. Er könnte zwar flüssiges Wasser haben, aber Proxima Centauri ist ein Roter Zwerg - also wesentlich kleiner als unser Stern. Daher muss der Planet recht dicht dran sein um flüssiges Wasser zu haben. Planeten, die so nah an ihrem Stern sind, unterliegen oft einer gebundenen Rotation - zeigen sich als immer das selbe Gesicht. Eine Seite ist also immer Tag und damit sehr heiß, die andere entsprechend unterkühlt in immerwährender Nacht. Möglicherweise gibt es aber einen Ring, mit immerwährender Dämmerung, der interessant sein könnte. Dazu ist es schwer zu sagen, ob es ein ausgeprägtes Magnetfeld geben kann, was aber bei einer solche Nähe zum Stern durchaus hilfreich wäre. Dann kommt noch, dass Proxima Centauri ein anderes Doppelsternsystem - Alpha Centauri - umrundet.Wie die gravitativen Auswirken in solcher Konstellation sind, weiß ich offen gesagt nicht - hängt auch sicher davon ab wie dicht das Doppelsternsystem umrundet wird und wie sich das Doppelsternsystem zusammsetzt. Wäre der eine Stern besonders schwer und der andere leicht, verhält es sich sicher anders als wenn beide ähnlich schwer sind.

Was ich sagen will - wenn du "Welt" mit "Planet wie die Erde" definierst - dann mag ein solcher Planet irgendwo im Universum zwar vorkommen, aber es würde nach jetzigen Stand irre selten sein. Andersrum mag es Planeten geben, die einfaches Leben wie Einzeller ermöglichen. Vielleicht gibt es sie schon auf Monden von Gasplaneten (wie der Jupitermond Europa) in unserem System.

Wenn du mit Welt das ganze Universum meinst, dann kennen wir an sich nur unseres, auch wenn es Überlegungen gibt, dass es weitere Universen gibt. Der Begriff Welt - wenn es eine Totatliät meint - müsste aber eigentlich auch weitere Universen umfassen, sobald wir von diesen Kenntnis erlangen - was durchaus schwer werden dürfte^^

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Ich denke es ist wie bei jedem Hobby. Das richtige Maß wird sicherlich entscheident sein.

Grundsätzlich sind alle Hobbies in ihrer weise zeitintensiv und je nachdem, wie man es betrachtet, kann man es immer als Zeitverschwendung sehen.

Ich habe beispielsweise 24 Jahre lang Fußball gespielt und da sicherlich auch richtig Zeit und Herzblut reingesteckt. Das ist ja auch nicht nur das Kicken an sich, sondern auch die Vorbereitung dazu. Samstagabend feiern gehen war nie drin, da man Sonntags fit sein sollte. Klar kann man sagen, dass es einen fit hält und man viele Leute kennenlernt, aber andersrum hat man auch körperliche Einbußen.

Beim Zocken ist das ganz ähnlich. Ich habe viele tolle Geschichten kennengelernt (wie bei guten Büchern oder guten Filmen) und konnte selber auf diese Geschichten Einfluss nehmen. Habe mit Freunden immer kleine Wettbewerbe gehabt oder gemeinsam gegen Fremde gespielt. Spaß macht das natürlich schon, aber auch hier ist wichtig, dass man sich dann nicht gänzlich zuhaue einschließt.

Einige basteln gerne an etwas rum, andere lesen gerne oder trainieren oder unternehmen etwas im Grünen wie Wandern. Wichtig ist doch, dass es der eigenen Psyche gut tut und man abschalten kann. Da muss jeder seinen eigenen Weg finden.

Daher sage ich zusammenfassend, dass es eigentlich nur wichtig ist sein Hobby passend zu dosieren oder von der Priorität her richtig einzuordnen. Ist klar, dass Familie, Beruf, Freunde und Gesundheit erst mal vorrangig sind, aber ich glaube auch ein Ausgleich zum Stress in Form eines Hobbies, egal welches, ist auch wichtig.

Es mag vielleicht auch genreabhängig sein, aber ich habe auch schon einiges durchs Gaming lernen können. Der Ruf vom sinnlosen Rumgeballere etc. wird dem Gaming eigentlich auch nicht gerecht.

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Also wenn es weitere intelligente Spezies im Universum gibt, glaube ich kaum, dass das Attraktivitätslevel dem der eigenen Spezies übersteigen würde. Das biologisch gesehen schon so. Man würde sich vermutlich derartig unterscheiden, dass es etwa vergleichbar damit sein dürfte, dass man eine Qualle attraktiver finden würde als einen Menschen.

Das Ganze dient immer noch der Fortpflanzung und genetisch wird man sich schon ziemlich unterscheiden, sodass es unmöglich ist Nachwuchs zu bekommen. Selbst wenn man an die Hypothese der Panspermie glaubt, dann bedeutet das, dass auch sämtliches Leben auf der Erde daraus entstanden ist. Schweine sind uns beispielsweise genetisch sehr ähnlich, trotzdem wird niemand ein Schwein einen Menschen vorziehen. Ein kleiner Unterschied reicht also schon...

Also...ich habe mal jetzt einen möglichen Schweine-, Quallen- oder Alienfetisch ausgeschlossen :D

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DIe Wohnungsgröße ist, wenn man nicht gerade mit Strom heizt, erst mal nur bedingt wichtig. Die Personenzahl macht da tatsächlich mehr Sinn.

Ich habe mal gehört, dass für die erste Person 1.500 kWh der Schnitt sei, hängt aber halt einfach von vielen Faktoren ab.

Ich wohne auch alleine in einer 65 m² Wohnung und habe vergangenes Jahr nicht ganz 1.000 kWh verbraucht. Allerdings habe ich auch keinen Trockner, keinen separaten Gefrierschrank und die Gasheizungsanlage (speziell die Pumpe) ist einze zentrale Anlage und wird nicht über meinen Zähler abgerechnet (halt später über die Nebenkosten). Die Menge fehlt also.

Auch bin ich nicht zu oft zuhause gewesen, wenn war es aber tatsächlich rechnerlastig und wenig TV. Bei heutiger Unterhaltungselektronik glaube ich, dass Computer da zwar zu den Geräten mit der stärksten Leistung gehören, aber im Vergleich zu Pumpen und Gefriertechnik sowie Heizen mit Strom einfach weniger verbrauchen (hab die kW-Zahlen jetzt nicht im Kopf, aber ein Computer läuft auch nicht ständig unter Volllast).

21 ct/kWh ist schon sehr wenig finde ich. Das kann man bei mir vllt. als Nettowert ansetzen^^

Allerdings bin ich auch dem lokalen Versorger treu. Zumindest so lange es preislich nicht absurd wird (im Vergleich zu anderen) und das ist es nicht. Wechselei hin oder her und manche müssen das auch einfach tun, aber ich habe kein Problem damit auch mal eine Kleinigkeit mehr zu bezahlen, wenn es in der Region bleibt. Sowieso führen regionale Betriebe Gewerbesteuer an die eigene Kommune ab und speziell im Falle von Stadtwerken, gehen die Gewinne eh oft an die Stadt, da sie Gesellschafterin ist. Anders gesagt: Was mehr bezahlt wird und vllt auch etwas darüber hinaus kommt der Region in irgendeinerweise zu gute. Ok, das hängt vielleicht auch von der Effizienz der Stadt ab, aber ihr wisst was ich meine.

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Ist schon ein paar Tage her, aber ich hoffe man liest das hier noch. Wichtig zum Verständnis ist eigentlich, dass man weiß wie Sterne wie die Sonne funktionieren, wie die Elemente entstehen und wie sich Gravitation auswirkt um zu verstehen wie sich am Ende dann Planeten bilden. Das hat mir zumindest sehr geholfen. Ich fang daher mal ganz von vorne an, beim Urknall.

Elemente gab es beim Urknall nicht (ca 13,8 Milliarden Jahre in der Vergangenheit). Was lediglich da war, waren salopp gesagt die Grundbausteine. Es dauerte so etwa 3 Minuten, bis sich die ersten Elemente dann bildeten. Aus Quarks und Gluonen bildeten sich Protonen. Elektronen sind offenbar Elementarteilchen und nicht weiter teilbar. Aufgrund ihrer gegensätzlichen Ladung haben sich Protonen und Elektronen dann angezogen und bildeten das erste und heute noch häufigste Element im Universum: Wasserstoff. Wenn man sich das Periodensystem dazu ansieht, wird das Ganze oft klarer, denn die Position im Periodensystem verrät über das Element recht viel. Die Position ist nämlich auch gleichbedeutend mit der Kernladungszahl - also die Anzahl der Protonen im Kern des Atoms. Wasserstoff hat entsprechend ein Proton, Helium zwei, Lithium drei und Beryllium vier, die auch durch die sogenannte primordiale Nukleosynthese entstanden sind, aber jetzt nicht weiter nennenswert sind, von der Menge nicht und auch nicht für das Verständnis.

Jetzt passierte einige hundertmillionen Jahre nichts, außer das eine Kraft anfing zu arbeiten: Die Gravitation. Gravitation wird immer dann erzeugt, wenn etwas Masse hat. Wasserstoff ist zwar das leichteste Element, dennoch ist auch hier Masse vorhanden. Gravitation zieht dann andere Masse an, ist offenbar so schnell wie Lichtgeschwindigkeit, kann dann aber unendlich weit wirken, aber natürlich mit abnehmender Wirkung, umso weiter die Entfernung dann ist.

So sammelten sich nach und nach riesige Wasserstoffmassen und bildeten gemeinsam eine immer größere Masse und verdichten sich immer mehr, bis es zu einem gewissen Punkt kommt. Normalerweise verhindern die Elektronen in der Atomhülle, dass sich Kerne miteinander fusionieren. Etwa so, also wenn man zwei gleichpolige Magnete aneinander halten möchte. Irgendwann ist aber die Gravitation so stark, dass die Kraft übertrumpft werden kann. Jetzt kommt es zur Kernfusion - zwei Wasserstoffatomkerne fusionieren zu einem Heliumatomkern - und das ist dann der Punkt, wo der erste Stern entstanden ist. Wenn man sich die Masse von zwei Wasserstoffatomen anguckt und das von einem Heliumatom, stellt man fest, dass das Heliumatom etwas weniger Masse hat als zwei Wasserstoffatome. Masse ist aber eine Form der Energie und da es nach dem Energieerhaltungsgesetze keine Energieverluste gibt, muss dieser Teil, der nicht in Masse vorhanden ist, in anderer Energieform freigesetzt werden und das tut es auch - nämlich in Form von Licht, Hitze und Strahlung. Das ist also der Grund warum unserer Sonne zum Beispiel die Erde bescheint.

Hier merken wir aber schon, dass die erste Sternengeneration keine Planeten haben konnte, zumindest keine, die aus etwas anderem als den leichtesten Elementen bestehen. Also gucken wir weiter auf den Stern. Wenn er nämlich sein Wasserstoff verbraucht hat (und entsprechend massereich ist), dann fängt er irgendwann an Helium zu fusionieren. Das nennt man dann Heliumbrennen oder auch Salpeter-Prozess (nach seinem Entdecker). Und wenn der Stern massereich genug ist, macht er so weiter bis er bei Eisen angelangt ist. Hier stoppen dann die Kernfusionsprozesse, da sich hier das Verhältnis der Masse zwischen Fusionsprodukt und "Rohstoff" umkehrt. Ab hier benötigt man also zusätzlich Energie von außen.

Die Gravitation ist nun aber so stark, dass der Stern in sich zusammenfällt und kollabiert. Die Fusionsprozesse haben das sonst unterbunden, waren also eine Art Gegenspieler zur Gravitation. Nun stürzen also die gesamten Massen aufeinander ein und hier finden wir dann die Energie, die von außen zugeführt werden muss, um letztendlich die schwersten Elemente zu fusionieren. Danach werden dann die schwereren Atome zumindest teilweise durch eine Supernova ins All geschleudert. Daraus können dann Planeten wie die Erde entstehen. Hier verhält es sich dann durch die Gravitation genauso, nur das  eben statt Wasserstoff auch weitere Elemente zur Verfügung stehen.

Im Umkehrschluss heißt das also, dass erst ein Stern sterben musste, damit die Erde entstehen konnte und noch etwas fast romantisches: Wasserstoff ist das älteste Element ist zum absoluten Großteil direkt nach dem Urknall enstanden. Der Mensch besteht zum großen Teil aus Wasser und Wasserstoff ist Bestandteil davon. Ein Teil von uns ist also 13,8 Milliarden Jahre alt :)

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