Das Hartz-IV-System basiert auf der Unterstellung, dass die Arbeitslosen entweder zu blöd oder zu faul sind, einen Job zu bekommen. Demzufolge wird daraus die Schlussfolgerung gezogen, dass sie im Fall von Blödheit bevormundet und im Fall von Faulheit sanktioniert werden müssen.

Die Maßnahmeträger leben von dieser Sichtweise, denn ihre "Qualifizierungsangebote" zielen auf die vermeintliche Ertüchtigung der "Blöden". Die haben also kein Interesse, das sich da etwas ändert.

Die systembedingte Erscheinung der Arbeitslosigkeit wir also zu einem individuellen Problem umgelogen, für das jeder Arbeitslose vermeintlich selbst die Verantwortung trägt. Davon gehen Mangels Bildung auch die meisten Mitarbeiter in der Arbeitsagentur oder in den Jobcentern aus. Und das ungeachtet der Tatsache, dass ein großer Teil dieser Mitarbeiter selbst nur befristet beschäftigt und permanent davon bedroht ist, demnächst selbst auf der anderen Seite des Schreibtischs zu sitzen.

Diese Sichtweise wird begünstigt durch die damit verbundene Möglichkeit der Selbsterhöhung durch Abwertung anderer - hier durch Abwertung der Arbeitslosen.

Emotional "auf den Tisch hauen" oder sich den Regularien durch Ignorieren zu entziehen bringt gar nichts, ganz im Gegenteil, das spielt den Sanktionierern nur in die Karten und ist gewollt.

Sich gegen Entscheidungen zu wehren ist nur erfolgversprechend, wenn man sich entweder selbst mit der Gesetzeslage auskennt oder wenn man sich mit anwaltlichem Beistand wehrt.

Fachanwälte für Sozialrecht gehen davon aus, das ca. 40 Prozent aller in Hartz-IV erlassenen Bescheide falsch sind. Eine solch hohe Zahl kann nur systematisch betrieben und Vorsatz sein.

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Das war eine Aufforderung und kein Gruß.

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Was für eine dumme Behauptung als Grundlage für diese "Frage".

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Für die moderne Wissenschaft ist der "Wahrheitsgehalt" eines religiösen Buches kein Untersuchungsgegenstand.

Interessant für die Wissenschaft ist allenfalls der kulturhistorische Hintergrund der Entstehung religiöser Bücher.

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Die Feldzüge der Wehrmacht waren alle Vabanquespiele. Der Polenfeldzug gelang nur, weil erstens die Franzosen im Westen nicht angriffen und zweitens die Polen nicht so lange aushielten, bis der Wehrmacht die Munition ausging. Denn die Munition hätte auf deutscher Seite kaum länger gereicht als der Feldzug ging.

Auch der Frankreichfeldzug gelang nur mit viel Glück.

Im Krieg gegen die Sowjetunion war wieder das gleiche Muster zu verzeichnen. Nur hier hatte sich die sträfliche Unterschätzung der Fähigkeiten der Roten Armee und die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten schon im Winter 41 gezeigt. Mit der Niederlage vor Moskau war die deutsche Strategie gescheitert und damit der Krieg verloren.

So gut war die deutsche Generalität dann wohl doch nicht oder konnte sie nicht damit rechnen, dass sich ihr Gegner wehrt?

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Also, wenn ich wollte, dass mehr Geld für Rüstung ausgegeben werden soll, würde ich auch erzählen, wie angeblich schlecht es um die Ausrüstung der Bundeswehr steht.

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Da bist Du aber völlig auf dem Holzweg, Linke argumentieren sehr rational, nur sind sie nicht so beschränkt wie Rechte und begreifen, dass Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität der Kitt einer funktionierenden Gesellschaft sind und somit materielle Macht entfalten.

Das zu erkennen ist aber Rechten mit ihrem sozialdarwinistischen Brett vor dem Kopf nicht gegeben. Sie sind einfach zu beschränkt dafür.

Rechte argumentieren übrigens auch nicht mit Fakten, sondern meistens mit Fake-News, die an die primitivsten Instinkte und Emotionen, vor allem an Angst, appellieren. Es wird als eher umgekehrt ein Schuh aus deiner These.

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Überlegen doch mal selbst, wie du es finden würdest, wenn man dir die Fortpflanzung verbietet.

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Gegen die Todesstrafe

Ich lehne sie ab aus ethisch-moralischen Gründen, aber auch aus ganz praktischen Erwägungen: Todesstrafe leistet keinen Beitrag zu weniger Kriminalität, das ist wissenschaftlich erwiesen.

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Die de facto Abschaffung des sozialen Wohnungsbaus ist eine Forderung der asozialen neoliberalen Politik wie sie in den letzten Jahrzehnten durchgeführt wurde. Das ist Klientelpolitik für die Reichen, die nach Anlagemöglichkeiten suchten und suchen. Das hat überhaupt erst zu dieser Wohnungssituation in den Großstädten geführt. Wie die Abschaffung der letzten Reste sozialen Wohnungsbaus diese Situation verbessern sollte, ist nicht nachvollziehbar.

Wer das elementare Bedürfnis Wohnen, dem sogenannten freien Markt überlässt, zerstört durch Gentrifizierung nicht nur funktionierende Städte, sondern spaltet die Gesellschaft noch mehr als sie es ohnehin ist.

Die Situation kann nur entspannt werden, wenn der soziale Wohnungsbau wieder massiv gefördert wird. Da das natürlich an die Geldbörsen der Vermieter geht und diese im Gegensatz zu den Mietern die weitaus mächtigere Lobby haben, bedarf es da nicht nur einer Regierung mit sozialem Profil, sondern auch noch einer mit Rückgrat. Die allerdings ist nicht in Sicht, schon gar nicht, wenn man nach rechts schaut.

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Ja

Ein "Ehrenmord" wird begangen, weil der oder die Täter sich in ihrer vermeintlichen Ehre verletzt oder gekränkt sehen.

So etwas gibt es in allen Kulturkreisen, auch bei uns. Nur, bei uns heißt so etwas Beziehungstat. Im Kern ist es aber immer dasselbe.

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Vorweg: Es gab noch nie Kommunismus, weshalb er auch nicht untergehen konnte.

Wenn du über den Untergang des real existierenden Sozialismus etwas wissen möchtest, dann ergibt sich die nächste Frage: Willst du die tatsächliche Bedeutung Polens für diesen Prozess oder die Bedeutung gemäß Geschichtsmythologie wissen?

Tatsächlich war Polen bloß das erste Symptom der Krise, die zum Untergang führte und nicht die Ursache. Und wie das bei Symptomen so ist, zeigen sie sich am ehesten dort, wo der Krise am wenigsten entgegengesetzt werden kann und das war in Polen der Fall.

In der quasireligiösen Geschichtsmythologie brach sich in Polen zuerst der "Schrei nach Freiheit" Bahn und war fortan nicht mehr zum Schweigen zu bringen und führte zum Untergang des Sozialismus. Aber das ist wie gesagt Mythologie gleichsam einem religiösen Bericht über ein Wunder und hat mit Ursachen wenig zu tun.

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Wie es wirklich war, weiß der britische Geheimdienst, der wird es aber nicht sagen. Wer belastet sich schon gerne.

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Natürlich, sie haben mehr dafür geleistet und auch auch mehr dafür bezahlt.

Sie haben mit ihrem Volkseigentum bezahlt, mit ihren Biografien, mit ihrer Geschichte. Sie mussten eine noch nie dagewesene Transformationsleistung erbringen. Sie müssen Abwertung, Geringschätzung und vor allem die Herrschaft Westdeutscher in Ostdeutschland erdulden. Der Osten gehört ohnehin zum größten Teil Westdeutschen. 

Sie mussten die Deindustrialisierung erdulden und damit zusehen, wie man sie auf Dauer zu Alimentenempfängern aus dem Westen gemacht hat und sie müssen erdulden, wie man sie fortwährend als nicht ernstzunehmende tumbe rechtsradikale Dummbratzen hinstellt und dass dann auch noch auf die DDR schiebt, als wenn 28 Jahre Bundesrepublik dafür nicht verantwortlich sein könne.

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Warum zeigt GB den Russen nicht endlich mal wo der Hammer hängt man könnte den Russen die Krim wieder weg nehmen als gelbe Karte für Russland.

Vielleicht, weil die Briten Schiss haben, den Arsch voll zu kriegen und das zu Recht.

GB lässt zu dass russische Agenten auf seinem Boden Mordanschläge verüben und durch eine schlampig weggeworfene Giftflasche eine dreifache Mutter sterben muss.

Weder ist die Herkunft des Giftes zweifelsfrei bewiesen, noch ist bewiesen, wer es war. Es gibt mindestens genauso viele Indizien für eine Urheberschaft britischer oder anderer westlicher Dienste. Und wenn man sich die Frage stellt, wem so ein Anschlag wohl mehr in die Karten spielt, dann bekommt man immer größere Zweifel an einer russischen Täterschaft.

Wenn man dann auch noch weiß, dass britische Geheimdienste auch mal gerne lügen, um einen Krieg anfangen zu können - wir erinnern uns an 2003 und die Begründung für den Irak-Krieg - dann wird der Verdacht auch nicht gerade auf Moskau gelenkt.

Eine britische Verlautbarung und deren Verbreitung durch BILD macht vor diesem Hintergrund das Ganze nicht glaubwürdiger.

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Ja, der Verfassungsschutz sollte die AfD beobachten.

Spontan möchte man sagen - ja!

Nur der Gedanke, dass damit der Bock zum Gärtner gemacht werden könnte, lässt einen dann doch innehalten.

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Du solltest dabei auch bedenken, wer sie erzieht und antreibt, indem Macht, Reichtum, Durchsetzungsvermögen etc. mit höherer Paarungsbereitschaft honoriert wird.

Und wenn du dabei auf die Lösung Frauen kommst, dann hast du schon 99 Punkte.

:-)

Man denke nur an den Ritter, der zum Raubritter wurde, weil Frau Kunigunde in Ihrer Kemenate jammerte, nichts zum Anziehen zu haben und überhaupt der Ritter von schräg gegenüber nicht so ein Waschlappen sei.

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Das Streben nach Konsum und seine Verwirklichung haben nichts mit Freiheit zu tun. Im Gegenteil, es führt in die babylonische Gefangenschaft des Kapitalismus.

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