An alle nicht-cis-Menschen, wie habt ihr für euch realisiert dass ihr nicht cis seit und etwas ändern müsst?

Ich habe eine wirklich tolle Person kennen gelernt, mit dem habe ich zum ersten Mal über ein Thema gesprochen das ich vorher nie laut ausgesprochen habe. Wir haben über Geschlechter gesprochen, Dey ist selbst nonbinär.

Bei allen Gedanken die ich bisher hatte was mein Geschlecht betrifft habe ich das immer abgewunken, immerhin gibt es so viele Trans* Menschen die sich so furchtbar fühlen weil sie im falschen Körper stecken, es ist mir nicht jedes Mal ein Stich ins Herz wenn mich jemand mit she/her anspricht. Ich fühl mich aber trotzdem nicht so wirklich richtig. Ich hatte was dagegen Brüste zu bekommen, habe mich mit der Zeit einigermaßen an sie gewöhnt und es gibt ne relativ lustige Geschichte die damit geendet hat dass ich als Kind durch die Wohnung geschrien habe dass ich nen Penis haben will. Ich denke ich möchte mit allen Pronomen angesprochen werden können, ich habe schon immer gesagt dass wenn ich als Junge geboren wäre glaube ich dass ich mich nicht so fühlen würde als wäre ich im falschen Körper weil ich mich genauso viel junge wie Mädchen fühle. Ich habe mich einigermaßen an meinen Körper gewöhnt aber gleichzeitig kommt es oft vor dass ich mich in Gedanken darin wiederfinde mich genderfluid oder Ähnliches zu fühlen, dann schau ich in den Spiegel und denke „wem mache ich was vor?“, die Person meinte dass es dem genauso geht. Eine Freundin hat mich vor einer Weile aus Versehen mit he/him angesprochen und ich habe mich geschmeichelt gefühlt. Aber im Vergleich zu anderen sind meine Gefühle so neutral, es gibt einen Song von Will Wood, I/Me/Myself, ich singe alles mit, nur bei dem Part „this body that they stuck me in“ singe ich nie mit weil ich nicht das Gefühl habe als hätte ich das Recht das mitzusingen.

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Dilemma zwischen Freundschaft und meinen Träumen?

Meine Freunde bedeuten mir so unglaublich viel, ich hatte als Kind eine viel zu lange Zeit keine und hab mir nichts mehr gewünscht. Aber meine Träume kann ich nicht gerade da umsetzen wo wir leben. Ich arbeite daran Musicaldarstellerin zu werden und heute war ich den ganzen Tag so euphorisch, doch seit ein paar Stunden sehe ich so viele Dinge die mir Sorgen bereiten, eben hab ich eine Folge Miraculous gesehen und ich liebe diese Serie, nur verkörpert sie so viele Dinge die ich mir wünsche, es ist dort einfach ein bisschen zu perfekt und eines der Dinge ist es bei seinen Freunden zu sein und füreinander (vor Ort) da zu sein. Man könnte jetzt denken „eine Folge einer Serie bringt dich ins Schwanken?“, tut sie nicht, meine Pläne und Träume sind felsenfest. Es tut gerade nur weh, ich will nicht so viel im Leben meiner Freunde verpassen. Allerdings habe ich immer nach anderen gelebt und oft auch für andere. Ich sollte etwas für mich tun. In Filmen wird einem (fast) immer gesagt dass man gehen sollte, an sich und seinen Träumen arbeiten, man wird die wichtigsten Menschen nicht verlieren.
Ich bin müde und will und kann jetzt einfach nicht schlafen, wenn das hier irgendjemand liest, was denkst du über dieses Thema?

Oder habt ihr ähnliche Situationen (gehabt)? Ich würde sehr gerne davon hören :)

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