Die Firma zahlt mir 13,50 pro Stunde und ich arbeite 4 mal 35 Stunden.
Muss ich mein Gehalt versteuern?

13,50€ pro Stunde wären dann pro Woche 472,50€ (35h x 13,50€). Und das mal vier (4 Wochen) sind 1.890€.

Damit wird in Steuerklasse 1 auf jeden Fall Lohnsteuer einbehalten (fängt ab 1.358€ Brutto an, dass sie anfällt)

Weil ich habe gelesen das wen man unter 11k ihm Jahr verdient man es nicht versteuern muss.

Das ist der Grundfreibetrag (11.604€). Der bezieht sich aber nicht auf dein Bruttolohn, sondern auf dein zu versteuerndes Einkommen, was sich anhand der Daten aus deiner Steuererklärung berechnet.

Im Folgejahr kannst du dann eine Steuererklärung abgeben und wenn deine Einkünfte bzw. zu versteuerndes Einkommen das ganze Jahr hinweg unterm Grundfreibetrag liegen, dann kriegst du die zu viel gezahlte Lohnsteuer wieder erstattet.

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Wenn du nicht verpflichtet bist eine abzugeben (aus deinen Angaben her könnte man es vermuten), dann wird auch nichts mit mit Strafen etc. auf dich zukommen.

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Wer sagt, dass es dem FA nicht interessiert, ob Steuern hinterzogen werden? Hängt aber auch von der Höhe einer hinterzogenen Steuer ab. 100 € an hinterzogenen Steuern sind "uninteressanter" als dagegen 10.000€ bspw....

Steuerhinterziehung muss man denen aber auch erstmal nachweisen (Reine "Vermutungen" reichen nicht aus, weil man hier in dem Bereich des Steuerstrafrechts ist).

Sowas kommt dann halt mal gerne bei Außenprüfungen zum Vorschein oder durch Kontrollmaterial, anonyme Anzeigen etc., nachdem man den Sachverhalt überprüft hat.

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Die Einspruchsfrist beträgt ein Monat nach Bekanntgabe des Steuerbescheids.

Bekanntgabe ist: Bescheiddatum + 3 Tage

Du hast den Einspruch innerhalb der Frist eingelegt. Soweit in Ordnung.

Aber du solltest den Einspruch schon so schnell wie möglich begründen.

Hierzu gibt´s zwar keine expilzite Frist im Gesetz. Aber der Sachbearbeiter im Finanzamt kann den Einspruch ohne Begründung ja erstmal nicht bearbeiten (Deshalb wirst du in aller Regel dann ein Schreiben mit einer von ihm gesetzten Frist zur Begründung des Einspruchs kriegen - Kommst du dem immer noch nicht nach, dann wird der Einspruch als unbegründet zurückgewiesen).

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leider sind die meisten Steuerberater so überlastet das die keine neuen Kunde nehmen

Stimmt durchaus.

und wenn doch dann mit einem Monatsbeitrag von 200-300 Euro.

Das sind eigtl. die normalen Preise. Günstiger wirst du kaum bekommen.

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Wieviel kostet so ein Berater?

Kommt drauf an, was er alles für dich machen muss (Steuererklärung, Buchführung,...) . Das kann ab 500€/1.000€ und aufwärts gehen.

Die Vergütungen bemessen sich anhand der Steuerberatervergütungsverordnung (StBVV).

Wo kann ich einen halbwegs vernünftigen finden?

Durch Recherche im Internet oder du fragst vllt. mal in deinem Umfeld, ob da vllt. jemand irgendeinen kennt.

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Hat der Arbeitnehmer obwohl nur tagsüber weg trotzdem Anspruch auf Verpflegung nach § 9 (4a) Estg

Er ist ja mehr als 8h pro Tag außerhalb der Wohnung und erster Tätigkeitsstätte unterwegs. Also ja.

das Stellen der Mahlzeit des AG kürzt die Pauschale um 40 %?

Ja. Um 40% der Pauschale für einen vollen Tag (24h Abwesenheit). Also Kürzung um 11,20 € (28 € x 40%).

Das ergibt sich aber auch alles aus dem BMF-Schreiben vom 25.11.2020 ab Rz. 73ff. mit Beispielen.

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Scheinbar schickt sie mehr als 100 Pakete pro Monat, es handelt sich also um erhebliche Einnahmen.

Sie handelt, so wie es aussieht, selbstständig, nachhaltig, mit Gewinnerzielungsabsicht und beteiligt sich am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr.

Das wäre ein anmeldepflichtiges Gewerbe (sowohl beim Gewerbeamt als auch beim Finanzamt mittels Fragebogen zur steuerlichen Erfassung).

Auch sind entsprechende Steuererklärungen (Einkommensteuererklärung, ggf. Umsatzsteuer- und Gewerbesteuererklärung) abzugeben.

Sie ist der Meinung, dafür keine Steuern entrichten zu müssen, Sie sei Kleinunternehmerin und das Ganze sei eine "private Tätigkeit

Die Kleinunternehmerregelung bezieht sich nur auf die Umsatzsteuer. Bei Beanspruchung dieser Regelung wird keine Umsatzsteuer erhoben. Und diese muss sie auch erstmal beim Finanzamt beantragen.

Hat aber mit anderen Steuerarten, die für sie ggf. relevant sind (Einkommensteuer, Gewerbesteuer) nichts zu tun.

Bei der Einkommensteuer gibt es den Grundfreibetrag (11.604€). Sofern dein zu versteuerndes Einkommen (Alle Einkünfte abzüglich Sonderausgaben und Außergewöhnliche Belastungen) darunter liegt, fällt keine Einkommensteuer an.

Bei der Umsatzsteuer gibt's die Kleinunternehmerregelung (oben schon erklärt). Kann nur beansprucht werden, wenn

  • du mit deinen Umsätzen im Vorjahr bei nicht mehr als 22.000€ und
  • im laufenden Jahr bei voraussichtlich nicht mehr als 50.000€ liegst.

Ansonsten wären es 19% der Umsätze.

Und Gewerbesteuer fällt bei einem Gewinn von über 24.500€ erstmal an.

Gibt es solche Ausnahmen, wenn man zb Wäsche verkauft, die man nur ganz kurz getragen hat?

Nein.

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Wie soll hier jemand diese Einschätzung für dich machen? Hier kennt niemand dein Unternehmen, um das einschätzen zu können.

Variable Kosten sind halt Kosten, die sich immer wieder in ihrer Höhe ändern können (abhängig z.B. von der Profuktionsmenge des Unternehmens etc.), wie bspw. Materialkosten, bezogene Fremdleistungen...

Du musst selber einschätzen können, was für Kosten da erstmal auf dich zukommen (Ist ja nur eine Schätzung, kein tatsächlicher Wert).

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Habe gegoogelt und da stand man bekommt die wenn man schonmal mit steuern was zutun hatte auf dem Brief, oder die beantragen kann. 

Wenn du schonmal bei deinem Finannzamt eine Steuererklärung abgegeben und einen Steuerbescheid erhaltwn hast, dann wurdest du dort unter einer Steuernummer aufgenommen.

Wenn du zum allerersten Mal überhaupt eine Steuererklärung angibst, dann kannst du noch keine Steuernummer haben.

Jetzt meine Frage: kann ich meine Steuererklärung auch ohne Steuernummer abschicken, weil es ja meine erste ist und das Finanzamt weist mir dann automatische eine zu, oder muss ich die erst beantragen?

Es geht auch ohne Steuernummer (Deine Steueridentifikationsnummer genügt)

Das Finanzamt weist dir dann, nach Einreichung deiner Erklärung, von sich aus eine Steuernummer zu.

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Das würde höchstens unter das private Veräußerungsgeschäft (§ 23 EStG) fallen. Und auch hier wärst du damit raus, weil das unter die "Gegenstände des tägl. Gebrauchs" fällt.

Es ist nicht steuerbar, also braucht das auch in keiner Steuererklärung angegeben zu werden.

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