Ich bin seit 3 Jahren mit meinem Partner zusammen, seit einem Jahr leben wir zusammen.
In guten Zeiten ist er sehr liebevoll zu mir. Er berührt mich viel, er macht mir Komplimente, bringt mich zum Lachen und er verbringt Zeit mit mir.
Mache ich mir jedoch Sorgen über etwas, was ihn betrifft und konfrontiere ihn damit, wird er schnell ignorant und/oder aggressiv. Meistens sind es Worte und Handlungen von ihm aus der Vergangenheit, die mich immer noch beschäftigen. Ich gebe zu, dass das meistens keine allzu dramatischen Angelegenheiten sind, trotzdem beschäftigen sie mich im Nachhinein noch sehr. Ich möchte meistens, dass er mir vergangenes Verhalten erklärt, dass ich damit abschließen kann.
In diesen Situationen gibt er mir das Gefühl und sagt es auch explizit, dass ihm meine Sorgen egal seien. Er schaut auch meistens nur auf sein Handy, während ich mit ihm über meine Gefühle reden möchte. Ich rede meistens trotzdem weiter, weil mich dieses ignorante Verhalten verletzt und triggert. Ihn macht das oft ziemlich aggressiv, so dass sein ignorantes Verhalten in Aggressionen inklusive Beleidigungen übergeht. In der Vergangenheit ist es auch vorgekommen, dass ich deswegen weinen musste, während er geschlafen hat. Der Streit wird meistens dadurch augenscheinlich gelöst, in dem er mich dazu bringt, mich bei ihm zu entschuldigen. Er möchte, dass man seine Sorgen alleine verarbeitet.
In diesen Situationen geht in mir oft der Gedanke auf, dass ich froh bin, keine Kinder mit ihm zu haben. Dass ich nicht komplett an ihn gebunden bin, ihn praktisch jederzeit verlassen könnte, wenn es zu extrem werden sollte.
Gleichzeitig liebe ich ihn in unseren guten Zeiten sehr, da er mir auch ein sehr gutes Gefühl geben kann. Er ist der erste Mann, den ich wirklich liebe.
Ich habe wahrscheinlich ein überdurchschnittliches Bedürfnis nach Anerkennung, was ich indirekt in meinen Fragen/Sorgen an ihn verpacke. Er ist sehr auf Harmonie bedacht und würde selbst nie ein Problem ansprechen.
Trotzdem finde ich sein Verhalten sehr unsensibel, so dass ich Zweifel habe, ob er mich denn wirklich voll und ganz liebt. Schließlich würde ich umgekehrt niemals so mit ihm umgehen wie er es tut, wenn er wegen etwas traurig ist.
Was sagt ihr? Kann er der "Eine" sein, auch, wenn er sich nicht um meine Sorgen kümmert?