Grundsätzlich finde ich es gut, möglichst schnell unabhängig sein zu wollen und auf eigenen Beinen zu stehen. Das heißt natürlich auch, wie du ja bereits schreibst, dass du für dich selber sorgen können musst.

Ob Minijob und Kindergeld reichen, hängt ganz stark davon ab, wo du lebst bzw. wo du hinziehen möchtest (also wie hoch da die Mieten sind).

Ausziehen ist in jeden Fall mit starken Einschränkungen verbunden. Faustregel ist, die Miete sollte nicht mehr als ein Drittel deines Nettoeinkommens betragen. Wenn du SUPERsparsam bist (also kein Auto, keine Zigaretten, kein Urlaub, sehr wenig weggehen, shoppen etc., sparsam essen) kommst du evtl. sogar mit der Hälfte aus.

Schau doch einfach mal die WG-Angebote in deiner Wunschstadt an und schau, in welchem Verhältnis das zu deinem Einkommen steht. Mach außerdem eine Liste, was du sonst so an festen Ausgaben hast, z.B. Handyvertrag, Versicherungen, Nahverkehr, etc. das gibt dir einen Eindruck.

Ich hatte damals ein Einkommen von 500 Euro und eine Warmmiete von 230 Euro. War eine entbehrungsreiche Zeit, aber ich wollte auch unbedingt aus dem Nest :) Und trotz wenig Geld war es super!

Alles Gute!

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Schreib beim nächsten Mal unbedingt dazu, wo die Wohnung ist, also in welcher Stadt. Dann kann man das besser beurteilen.

Vom durchschnittlichen deutschen Mietpreis ausgehend, würde ich aber sagen, dass der Preis super ist! Mit der Kaution hast du echt Glück. Da könnte auch mehr verlangt werden.

Wofür genau die Abschlagzahlung ist, musst du mit dem Vermieter klären.

Alles Gute!

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1.) Ob deine Eltern vermögend sind oder nicht, ist nicht so wichtig. Wenn sie ein festes Einkommen haben und im Notfall einspringen können, wenn du mal die Miete nicht zahlen kannst, reicht das. Bietet einfach beide eine Bürgschaft an, wenn ihr zum Termin kommt, dann strahlt das schon mal Sicherheit und Vorbereitung aus und es ist nicht sooo wichtig, was drin steht. In der Regel fragen die Vermieter nach den letzten drei Gehaltnachweisen der Bürgen. Und selbst wenn deine Eltern nicht so viel verdienen, kann ja ihre Bonität trotzdem positiv sein. 

2.) Alternativ: Sollte die Bonität deiner Eltern negativ sein und du solltest einen Bürgen für die Kaution brauchen, biete eine Mietkautionsversicherung an (also kautionsfrei.de, Kautionsfuchs etc.). Da muss nur deine Bonität positiv sein.

2.) Schaut ihr nach den richtigen Wohnungen? Denn wenn ihr bei der Bewerbung mit fest angestellten Ärzten und Anwälten konkurieren müsst, ist es ja klar, dass der Vermieter die Anwälte nimmt (ist jetzt natürlich etwas überspitzt ausgedrückt). Bei günstigen Wohnungen in Studentenvierteln werden sich ja überwiegend Studenten bewerben, da kann doch der Unterschied nicht so groß sein.

3.) Lass doch den Bafög-Antrag erst mal von deinem aktuellen Vermieter unterschreiben. Dann bekommst du eine regelmäßige Zahlung, die du auf dem Konto nachweisen kannst. Und wenn ihr die Wohnung bekommen hast, lässt du den neuen unterschreiben. Das ist jedenfalls kein Grund zur Kündigung. Und ich wüsste nicht, warum er sich weigern sollte. Es ist ja in seinem Interesse, dass du ein regelmäßiges Einkommen hast.

4.) Falls das nicht eh verlangt wird: biete an statt der Bürgschaft eine Mietkaution von 3 Nettokaltmieten zu hinterlegen. meistens schöpfen die Vermieter diesen gesetzlich festgelegten Maximalrahmen nicht aus und du könntest ihm so mehr Sicherheit bieten.

5.) Falls ihr es euch irgendwie leisten könnt, überlegt, ob sich ein Makler lohnt. Das kostet zwar Geld, dann habt ihr aber kaum Mitbewerber, das macht beim Vermieter einen solventen Eindruck und wenn ihr länger in der Wohnung bleibt, ist es eine gute Anlage.

6.) Falls ihr das noch nicht habt: macht eine schöne Bewerbungsmappe, am besten mit Anschreiben. da sollte alles schön geordnet drin sein und die nehmt ihr jedes Mal gleich mit. Nach dem Anschreiben sollte ein extra Zettel kommen mit der Überschrift "Einkünfte Netto (Belege anbei)"" und da listet ihr eure beiden Einkommen auf. Alles, was ihr habt: Elternunterstützung, bafög, Kindergeld, Nebenjob etc. und stellt das gegenüber zur Miete (die Miete sollte hier nicht mehr als ein Drittel des Einkommens ausmachen). --> Der Vermieter hat eine Übersicht, ohne sich durch alle Papiere wühlen zu müssen, hat erst mal den Eindruck, dass ihr euch das leisten könnt und sieht, dass ihr euch über eure Finanzen Gedanken gemacht habt und gut vorbereitet seid.

7.) Wohnungsbaugesellschaften sind nicht so streng und entscheiden weniger nach Sympathie und Angst vor lärmigen Studenten. Sie schauen nur, ob ihr euch die Wohnung leisten könnt. Mit der 1/3 Regel sollte das kein Problem sein.

8.) Noch ein paar abschließende Tipps rund um Besichtigungstermin, Suche etc.: https://kautionsfrei.de/blog/die-erste-eigene-wohnung-tipps-zum-suchen-und-finden/

So, das waren meine Tipps.

Jetzt die aufmunternden Worte :) Ihr schafft das! Irgendwas findet ihr schon. Zur Not macht ihr halt erst mal Abstriche bei der Lage oder so. Hauptsache, ihr seid zusammen :)

Alles Gute!

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Wegen Ruhestörung (z.B. Lärm zwischen 22 und 7 Uhr) kannst du die Polizei rufen.

Die anderen Störungen wurde ich gemeinschaftlich mit den anderen Nachbarn schriftlich dem Vermieter melden. Dann kann er ihn abmahnen (z.B. wegen des Lärms oder dem Klingeln).

Wenn er "nicht ganz klar im Kopf ist" - was immer das genau heißen mag - wird es ihm schwer fallen eine Tür aufzubrechen. Wenn er handgreiflich wird, kann sie das sofort der Polizei melden. Wegen Haus anzünden soll sie mal checken, ob Rauchmelder installiert sind.

Das mit den 3 Verstößen stimmt nicht bzw. wird nicht ganz klar, was "Verstöße beim Vermieter" heißen soll. Nur weil er drei mal klingeln oder die Nachbarn sich drei mal beschweren, selbst wenn es berechtigt ist, kann der Vermieter jemandem nicht so einfach kündigen, wenn er seine Miete pünktlich zahlt. da gibt es ganz klare Regeln ihm Mietrecht wegen was man kündigen darf und wegen was nicht.

Alles Gute!

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Der Vermieter darf die Tierhaltung zwar nicht pauschal und grundlos im Mietvertrag für alle Mieter verbieten, er muss aber um Erlaubnis gefragt werden. Wenn er nach einer Prüfung des Falles ablehnt und dafür Gründe hat, musst du diese auch akzeptieren. Das ist rechtens: (Az.: VIII ZR 168/12). 

Im Detail sagt das Urteil, es muss eine Einzelfallrpüfung stattfinden. Er hat wegen schlechter Erfahrungen mit anderen Mietern entschieden. Ob das jetzt wirklich eine Einzelprüfung ist, darüber kann man sich vor Gericht streiten. das kostet viel Geld und Nerven und ich schätze es so ein, dass er hier vor Gericht die besseren Karten hat.

Die wichtigsten Urteile zur Haustierhaltung im Mietrecht findest du hier: https://kautionsfrei.de/blog/haustier-und-mietwohnung-tipps-zu-mietrecht-wohnen-umzug/

Alles Gute!

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Bevor ich die Polizei hole, würde ich ihn einfach fragen. Wahrscheinlich ist es ein Haustier, um das sich unter der Woche jemand anderes kümmert. Das kann man ja vorsichtig abfragen: Wir hören komische Geräusche.. Ach eine Katze, wie süß. Und wer füttert sie, wenn Sie nicht da sind?

Wenn  ihr danach noch einen komischen Eindruck habt, könnt ihr immer noch die Polizei oder den Tierschutz benachrichtigen. Am besten geht nur einer fragen, damit der andere die Polizei rufen kann, falls der Nachbar ein Axtmörder ist und der Fragende nicht zurückkommt ;)

Alles Gute!

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Bitte um genauere Infos: in welcher Stadt lebst du? Hast du ein Auto? Bist du volljährig? Rauchst du? Wirst du wirklich allein wohnen oder in einer WG? 

So pauschal kann man das ohne ein paar Infos nicht sagen. Die Lebenshaltungskosten können hier um mehrere hundert Euro variieren.

Alles Gute!

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Wenn die Mängel nicht mit Ansicht von dir verdeckt waren - und das scheint ja hier nicht der Fall zus ein, darf er das nicht. Er hat dir die Wohnung so abgenommen, wie sie war. Das hast du mit dem Protokoll schriftlich.

Alles Gute!

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Wenn sich dein Nachbar nicht an die Ruhezeiten hält, kannst du die Polizei oder das Ordnungsamt anrufen.

Ansonsten eine Woche Lärmprotokoll führen, den Lärm schriftlich dem Vermieter melden und fordern, dass er sich darum kümmert. Wenn er das nicht tut, wende dich an den Mieterbund, inwieweit du die Miete mindern kannst. Lieber nicht voreilig mindern, sonst hast du schnell eine Kündigung im Briefkasten: https://kautionsfrei.de/blog/bgh-urteil-voreilige-mietminderung-kann-kuendigungsgrund-sein/

Vom Miete mindern, wird es zwar auch nicht stiller, aber wenn du dich mit den anderen Nachbarn abspricht und fragst ob es sie auch stört und ihr in diesem Fall gemeinsam die Miete mindert, löst es zumindest ausreichend Druck auf den Vermieter er sich darum kümmert.

Alles Gute!

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