Würde stetiger Druck in einem festen Hohlkörper wärme erzeugen?

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Durch Komprimieren (Zusammenpressen eines Gases entsteht Wärme. Ist dieser Vorgang beendet, kühlt das Gas samt Behälter auf Umgebungstemperatur ab. Würde weiterhin Wärme erzeugt, so wären ja z.B. unter hohem Druck stehende Pressluft-, Gas-, oder Sauerstoffflaschen warm, sind sie aber nicht.

Beim schnellen Zusammenpressen eines Gases entsteht keine Wärme. Wegen dQ = T * dS ist ein Wärmestrom immer auch mit einem Entropiestrom verknüpft, beim Zusammenpressen entsteht aber gerade keine Entropie, der Vorgang ist nämlich reversibel. Richtig ist hingegen, dass die Temperatur des Gases steigt. Einfachste Begründung: Die vorhandene Entropie des Gases wird auf einen kleineren Raumbereich konzentriert, es wird also wärmer. Die zur Temperaturerhöhung ohne Entropieerhöhung notwendige Energie wird dem Gas mechanisch zugeführt. Lässt man dann wieder los, dann entspannt sich das Gas, kühlt direkt auf die ursprüngliche Temperatur ab und kann genau die eben hingesteckte Energie als mechanische Arbeit verrichten.
Der zweite Teil mit dem Abkühlen auf Umgebungstemperatur ist hingegen richtig.

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@lks72

Beim schnellen Zusammenpressen eines Gases entsteht keine Wärme

Ahso? Und wie funktioniert dann das beim Dieselmotor, bei dem das Kraftstoff- Luft- Gemisch ja sehr schnell zusammengepresst wird und so heiß wird, dass es zur Sebstzündung kommt?

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@syncopcgda

Steht oben in meinem Kommentar.
Bei der schnellen Kompression (die übrigens adiabatisch heißt oder isentrop, weil nämlich gerade keine Entropie erzeugt wird) wird die im Gemisch vorhandene Entropie auf einen kleinen Raumbereich komprimiert, dazu ist allerdings Energie notwendig, diese kommt aus dem Impuls, den der Kolben noch hat. Die Temperatur ist damit automatisch höher.
Wenn dir diese Erklärung als zu suspekt erscheint, mal eine äquivalente Formulierung aus der Statistik bzw. der kinetischen Gastheorie: Durch das Zusammendrücken des Kolbens werden die Moleküle an der sich bewegenden Kolbenwand beschleunigt, in dem der Impuls der sich bewegenden Wand samt der zugehörigen kinetischen Energie von den Molekülen des Gasgemischs aufgenommen wird. Da die Temperatur aber ein Maß für die mittlere kinetische Energie der Moleküle ist, steigt sie also. Mit "Wärme" hat dies allerdings nichts zu tun.
Wärme wird dann, um bei deinem Beispiel zu bleiben, bei der Explosion erzeugt, genauer gesagt wird durch die Explosion ein Entropiestrom dS auf einer Tempertur T erzeugt, und damit auch ein Wärmestrom dQ = T * dS.

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Nein, nur während der Druck steigt, entsteht Wärme. Wenn der Druck abfällt, kühlt es ab.

Nein,ein Überdruck allein erzeugt keine Wärme,sonst wären Autoreifen ja immer schön warm.

Wie genau werden atomare Linienspektren ermittelt?

Bei der Wasserstofflampe heißt es:

"Wasserstoffmoleküle werden durch einen Elektronenstrahl in angeregte Wasserstoffatome gespalten. Die Anregung wird dann in Form von elektromagnetischer Energie wieder abgegeben."

Diese Strahlung ist dann teilweise im Bereich des sichtbaren Lichts, welches man dann in seine Bestandteile zerlegen kann, durch Gitter o. Ä. Dann hat man ein solches Linienspektrum.

http://www.physik-studium.eu/materie_spektren.jpg

Allerdings wird mir nicht ganz klar, wie man das Element nun zum Leuchten bringt. Eisen z. B. hat auch, wie jedes Element, ein solches Spektrum, kann aber abhängig von der Temperatur ganz verschiedenes Licht abgeben, sogar weißes Licht, also alle Farbbestandteile.

Also müsste das Spektrum ja kontinuierlich sein.

Ist es aber nicht, Eisen hat auch ein paar solcher Linien, zwischen denen es keine Strahlung abgibt. Jetzt ist die Frage, wie kommen Wissenschaftler auf diese Linien. Machen wir es genauso wie bei der Wasserstofflampe, und "regen durch einen Elektronenstrahl an" passiert gar nichts, da es ein Leiter ist. Oder, wenn ich viele Elektronen auf meinen Leiter packe, leuchtet er auch in verschiedenen Farben oder schmilzt, weil die elektrische Energie in Wärme umgewandelt wird. Aber das kann es ja nicht sein.

Es muss ja eine einheitliche Norm geben, unter denen man elementare Spektren untersucht.

"Man nehme %Elementname% und lege eine Wechselspannung von ???V an. Das emittierte Spektum ist das atomare Spektrum."

Oder

"Man nehme %Elementname% und bestrahle es mit Licht mit der Wellenlänge ???. "

Oder

"Man nehme %Elementname% und lege es in destilliertes Wasser."

Oder nicht? Wenn es keine Untersuchungsnorm gibt, kann ich mir ja aussuchen, welches Spektrum ich für meinen Eisenklotz nehme.

Bitte um Aufklärung, danke. ^^

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