Woher kommen eigentlich Gedichte? Also, wie kam man dazu, welche zu schreiben?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt verschiedene Wurzeln, die sich zum eine aus der Merkfähigkeit begründen, da Gereimtes sich bei der ehemals nur mündlichen Überlieferung leichter merken ließ. So wurden lange Heldenballaden bei Hofe vorgetragen, wobei "Hof" durchaus als Gehöft eines etwas reicheren Gebietsbeherrschers verstanden werde kann. Zum anderen erklären sich Gedichte aus der Lust des Menschen an sich wiederholenden Klängen. Aus dem damaligen - manchmal fast zwanghaften - Reimen entstand später eine reimlose Kunstform, die sich mehr darauf richtete, Gedanken in verdichteter Form an andere Menschen zu vermitteln, die fähig waren, diese Verdichtung wieder zu entschlüsseln. Und hier bestehen heute die meisten Möglichkeiten, sich miss- zu verstehen oder nur Anregungen aus den Gedanken zu nehmen, die man versteht.www.lyrik-abc.de

Aus dem Altertum und noch davor (Steinzeit). Datieren wird das wohl keiner können.

Enstanden sind sie wahrscheinlich aus rituellen Gesängen in Afrika - die sich aus wiederholenden Sequenzen zusammensetzten. Die dann später Verse genannt wurden. Da es sich leichter singen und merken lässt, wurden Reime gemacht. Klingt auch harmonischer. Von den Lieder (weil ja nicht jeder singen kann) teilten sich dann die Gedichte ab.

Erst später kamen dann die Wort-Strategen ins Spiel. Und erfanden unterschiedliche Vers- oder Reimmaße, wie z.B. der beliebte Limerick.

Das ist eine schöne Frage. Das Versmaß ist aus der Antike, sowohl die Römer als die Griechen hatten bereits Dichtungen. Die From des Gedichts ist in den letzten Jahrhunderten gewachsen. Das hier zu erklären wäre zu umfassend

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