Wo kommen eigentlich schlechte Absolventen unter?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hallo,

eine Freundin hat nach 18 Semestern den Magister in Kunstgeschichte gehabt (Regelstudienzeit 9 Semester) und den auch durch durchgezogen am Schluss, weil sie sonst ohne Abschluss dagestanden wäre. Durch einen Werkstudentenjob im Marketing bei einem Finanzdienstleister hat sie Berufserfahrung gesammelt, sie hat danach eine Bewerbung geschrieben (Finanzdienstleister) und ist jetzt in einem super bezahlten Job (verdient mehr als ich), macht Karriere und es interessiert sich keiner mehr für das Studium.

Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Leute, die Geisteswissenschaften gemacht haben und geistig flexibel und mobil sind, die werden einen Job finden. Sie werden vor Allem da Chancen haben, wo man auch mit den Mainstream-Studiengängen stark umlernen muss.

Schlechte Absolventen machen eventuell einen Schritt nach unten, aber sie werden beim aktuellen Fachkräftemangel wahrscheinlich auch etwas bekommen.

Diese Studenten bewerben sich dann auf Stellen, bei denen kein Studium benötigt wird. Sie haben ja immerhin den Realschul- oder Gymnasiumsabschluss und mit dem kann man bei vielen Berufen Fuß fassen.

Studienabbrecher(innen) gehen in die Politik, die Grünen haben ja so einige davon.

Die schaffen es bis in den Bundestag und bekommen dort mehr Geld als die meisten, die ihr Studium mit guten bis sehr guten Ergebnissen abgeschlossen haben.

Neben deinem Abschluss, Zeugnissen und dem anderen Krams zählt ja auch noch dazu, wie gut du dich verkaufen kannst, Vitamin B, Sympathie, Glück, ...

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