Wieviel % des Gehirns nutzt der Mensch?

14 Antworten

Das variiert von Mensch zu Mensch aber es sind denke ich immer ungefähr 9% hängt davon ab welcher Bereich/Bereiche genutzt werden, bei manchen Handlungen werden ja viele benötigt. Aber es wird nie das ganze Gehirn benutzt der Großteil wird geblockt weil man nicht soviel verarbeiten kann deshalb haben Menschen mit größerer Nutzung zum Beispiel einen perfekten Gedächnis(man merkt sich absolut alles) irgendwelche körperlichen oder geistlichen Beschwerden.

Wenn Teile des Gehirns nicht genutzt würden, wofür wären sie dann vorhanden? ;)

Ich schätze, du meinst, wie viel bewusst genutzt wird, also zum Nachdenken. Da schätze ich, dass 15 % eine gute Größenordnung ist.

Der Rest wird für Informationsverarbeitung, Gedächtnis, "Körperverwaltung" usw. gebraucht.

MfG Angelo

-- Das kann man nicht wirklich sagen. Grundsätzlich sind nahezu 100% des Gehirns aktiv (nie gleichzeitig, aber Neuronen, die nie benutzt werden, sterben ab). Das ermöglicht ein gigantisches Potenzial an Flexibilität und Plastizität.

-- Die Behauptung von manchen ExpertInnen, dass Gehirnforscher schätzten, dass der Durchschnittsmensch nur etwa zehn Prozent der Gesamtkapazität seines Gehirns nutzt, ist Unsinn, denn es gibt nicht einen ernstzunehmenden Neurowissenschaftler, der das in dieser Form behauptet. Seit der Nutzung bildgebender Verfahren ist bekannt, dass das gesamte menschliche Gehirn ständig in Aktion ist.

Prozentaussagen beziehen sich auf die Vorstellung „brachliegender Kapazitäten“, die auf der hirnphysiologisch nicht haltbaren Annahme gründet (kein Beitrag eines Wissenschaftsjournals mit Gutachterverfahren (Nature, Science, Neuroscience, Brain Research, etc.), stützt diese Überlegung), dass eine möglichst große Aktivierung und damit verbunden ein möglichst hoher Energieverbrauch eine ideale Voraussetzung für Leistung und Lernen darstelle.

Tatsächlich wurde sogar beobachtet, dass Experten weniger Neuronen und Gehirnstrukturen für ihre hoch geübte Tätigkeit nützen als Novizen. Es hat sich zudem gezeigt, dass die Gehirne von Personen mit höherer Intelligenz ein geringeres Aktivierungsniveau beim Lösen bestimmter Aufgaben benötigen als die Gehirne von Personen mit geringerer Intelligenz (neuronale Effizienz). Dabei macht wohl die Deaktivierung neuronaler Verbindungen, die nicht benötigt werden, (Pruning) die Inputverarbeitung im Gehirn effizienter.

Je mehr gelernt wird, desto höher offensichtlich die Synapsenzahl und die Verästelung der Dendriten in einigen Hirnbereichen – so könnte man von einer höheren Kapazität eines „trainierten“ Gehirns sprechen.

Zudem tritt dieser Vorstellung auch ein konzeptionelles Problem entgegen: Wenn alle Zellen gleichzeitig feuern würden (also 100 %), kommt nichts zustande. Das Gehirn arbeitet sehr wahrscheinlich über Populationscodes. Dabei formen aktive Neurone, aber auch nicht-aktive Zellen eine Repräsentation aus. Unterschiedliche Neurone/Zellnetzwerke sind für unterschiedliche Aufgaben zuständig und auch dafür sind Hemmvorgänge genauso notwendig wie neuronale Aktivierungsprozesse. Dass also bestimmte Nervenzellen still sind (bzw. nur tonisch aktiv), hat auch Kodierungsrelevanz. Wir nutzen in dem Sinne immer unser ganzes Gehirn!! Ein Bild, das hierzu passt, ist der menschliche Körper im Sport. Damit man möglichst weit springt, müssen viele Muskeln zur rechten Zeit ein-, aber auch wieder ausgeschaltet werden. Wenn alle Muskeln mit einem Schlag aktiv sind, kommt man nicht sehr weit.

Das Gelabere von Prozentaussagen gründet auf esoterischem Gedankengut und ist mit traditionellem westlichem Neurowissenschaftsverständnis nicht prüfbar und haltbar. Hohe Relevanz haben diese Aussagen allerdings insbesondere aus ökonomischen Gründen! Es lassen sich in diesem Bereich alltagspsychologisch-inhaltslogische Plausibilitätsargumentationen entwickeln, die sich toll vermarkten lassen. Ähnlich sieht es bei „linkes/rechtes Gehirn nutzen“ aus: 40 Euro erscheinen günstig für ein „Gehirnförderungsarmband“, wenn man Hoffnung hat, dass dieses irgendwie helfen könnte, intelligenter, konzentrierter oder besser im Bett zu werden. Die Lateralität wird dabei neurowissenschaftlich gestützt, jedoch die Argumentation hinkt, dass durch Sensorik/motorische Handlungen bestimmte neuronale Teilprozesse gefördert werden und damit bessere Leistungen erzielt werden.

Der springende Punkt ist aus traditionellem Wissenschaftsverständnis deshalb nicht, wie viel Du Dein Gehirn nutzt, sondern  WELCHE Informationen in Deinem Gehirn repräsentiert sind und wie Du damit auf die Welt einwirkst! So kannst Du Dein Gehirn mit vielfältigen Erfahrungen und Erlebnissen füttern und wirst dadurch sicherlich in einigen Leistungskategorien oder im Leben allgemein „leistungsfähiger“ – aber dies hat nichts mit irgendwelchen Prozent zu tun, die brach liegen…

OK , erstmal Danke für die ausführliche Antwort , keine Ahnung ob du das selber geschrieben hast oder irgendwo kopiert ( ist auch egal ) .

Die Antwort hat mir zwar etwas geholfen , habe aber leider nur die hälfte davon verstanden wegen den ganzen Fach- und Fremdwörtern .

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gute frage - die scientologen locken einen damit, dass einstein sagte, wir nutzen nur 10% und es könnte mehr sein. ich glaub, außer bei krankheiten nutzen wir es schon komplett, aber die nutzung hängt auch ab von unseren wahrnehmungen. und die wahrnehmungen sind gebunden an unser schicksal, das wir durch die reinkarnation mit uns tragen. also wenn ich denke was andere menschen denken können und ich nicht, brauch ich mich nicht minderbemittelt fühlen, denn die haben andere prioritäten als ich und nutzen das hirn aber genauso intensiv wie ich, nur dass andere fähigkeiten im vordergrund stehen. das sollten wir uns erlauben dürfen und nicht panisch machen oder uns was falsches versprechen lassen und glauben machen, es ginge mehr. was viel wichtiger ist, das ist ein reflektiertes dasein meiner ansicht nach - und dazu benötigen wir einen guten ausgleich beider gehirnhälften: egal in welchem beruf wir sind und was wir sonst noch machen.

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