Wieso kann ich manchmal nicht aufhören zu trinken

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7 Antworten

gut, dass dir selber aufgefallen ist, dass du nicht aufhören kannst! manche merken das gar nicht. das nennt sich "verlust der impulskontrolle".

momentan scheint das kein problem zu sein, da die anderen um dich herum genauso viel trinken. du kriegst aber ein problem, wenn du dieses trinkverhalten in anderern umgebung zeigst z.b. auf familienfeiern oder auf der weihnachtsfeier an deiner arbeitsstelle.

vielleicht sagst du: aber DORT würde ich ja NIE so viel trinken!

aber: je öfter man ein bestimmtes verhalten zeigt, desto leichter verfällt man in das verhalten. momentan zeigst du es 3-4 mal im monat, also häufig!

an deiner stelle würde ich mir professionelle hilfe suchen, bevor du irgendwo, wo es wichtig wäre z.b. im job, durch den exzessives trinkverhalten aufgefallen bist. momentan scheinst du kein alkoholiker zu sein, aber es ist sicher schon alkoholmissbrauch, was du beschreibst. das wäre schon schädlich / gefährlich ohne den von dir beschriebenen verlust der impulskontrolle. also mach was dagegen und warte nicht ab, bis der alkohol sich schlecht auf dein leben auswirkt!

  • informiere dich - es gibt viele infoquellen im internet z.b. alhoholismus-hilfe.de -
  • wende dich an leute, denen es genauso geht: selbsthilfegruppe, anonyme alkoholiker AA
  • lasse dich von deinem hausarzt zu einem psychotherapeuten überweisen - da die wartezeiten dort sehr lang sind, mach es gleich und wende dich auch andere hilfen z.b. AA

Quartalssäufer nennt sich das auch auch wenn es eben kein Quartal ist.

Bei der Frage danach ob eine Person einer Sucht verfallen ist kommt es nicht darauf an ob in Abständen welche Menge auch immer an Suchtstoff konsumiert wird. Es kommt auf eine Veränderung der Gefühlswelt an.

Du beschreibst Kontrollverlust, und zwar kompletten wenn es um Alkohol geht. Also nicht nur eine komplette Veränderung der Gefühlswelt sondern auch der gesamten Wahrnehmung, des gesamten Seins.

Die Wissenschaft ist nicht in der Lage festzustellen wie Sucht entsteht, wann sie entsteht, aus welchen Gründen oder Nichtgründen geschweige denn dass sie in der Lage wäre Fakten zu Heilung vorzulegen. Sie tappt da noch reichlich im Dunkeln. Was nicht bedeutet dass es keine Möglichkeiten der Behandlung geben würde. Es gibt zahlreiche.

Ich möchte Dir empfehlen Dich an eine Suchtberatungsstelle zu wenden. Unter Landesstelle für Suchtgefahren findest Du die nächstgelegene Adresse an die Du Dich wenden kannst. Sie bieten sehr hilfreiche Kurse an, weiter haben sie Adressen von vielen verschiedenen Selbsthilfegruppen vor Ort. Es gibt nicht nur die anonymen Dünnschwätzer sondern noch so manche andere und durchaus auch ältere Selbsthilfefruppen. Die meisten arbeiten mit der Wissenschaft gemeinsam an der Suche nach Antworten auf offene Fragen. Die sogenannten AA tun das sicherlich nicht.

Suche ruhig mehrere Selbsthilfegruppen auf mehrmals hintereinander. Höre zu, sei ehrlich wenn Du von Dir sprichst. Stelle Fragen wenn Du magst. Danach wirst Du schlauer sein gemeinsam mit dem Kurs der Suchtberatungsstelle.

Hey! Ich kenne auch einige Leute, die, wenn sie mal angefangen haben, nicht mehr aufhören können. Bei denen würde ich das schon als eine Form von Alkoholismus bezeichnen. Aber dich kenn ich nicht, deswegen will ich da keine Vermutungen ansellen. Versuch doch, dir nächstes mal ein Limit zu setzen, und wenn du es nicht schaffst, dich daran zu halten, leg eine längere Pause ein.

Was du beschreibst heisst in der Fachsprache: "Kontrollverlust" Wenn man zu trinken beginnt, kann man nicht mehr aufhören. Das ist in der Tat besorgniserregend, vorallem wenn du das 3-4mal im Monat machst. Der Kontrollverlust ist EIN Mekrmal der Alkoholkrankheit- dies heisst noch nicht, dass du Alkoholiker bist, aber du bist zumindest sehr gefährdet. Wiege dich nicht in Sicherheit, weil du ja die Woche über nichts trinkst, es gibt auch die Form des sog. "Quartalsäufers", d.h. er kann längere Zeit nichts trinken, aber wenn, dann richtig. Informiere dich mal ein bisschen über Alkoholismus als Krankheit, evtl. auch ein Besuch beim Suchtberater. Versuche mal kontrolliert zu trinken. Auf jeden Fall nicht jedes WE zuballern!!! Das geht auf Dauer nicht gut!

Gegenfrage: Könntest Du auf dieses regelmäßige Trinken verzichten...? Oder freust Du dich schon jetzt auf diesen Tag? Sind das wirklich Freunde oder nur Saufkumpanen?

Diese Fragen kannst nur Du beantworten!

Es gibt Alkoholiker die müssen jeden Tag einen bestimmten Spiegel im Blut haben. Es gibt aber auch die Wochenend und die Quartalssäufer. Krank sind alle drei Typen.

Also nochmal meine Frage: Kannst Du darauf verzichten? Drei Monate? Und wenn deine Antwort jetzt "Wozu" "Ich brauch mir da nichts zu beweisen" oder ähnlich ist hast Du ein Problem! Wer über die Menge die er trinkt nicht die Wahrheit sagt, wer Ausreden (wie oben genannt) benutzt hat mindestens die erste Stufe der Sucht erreicht.

Was heißt bei dir "eigentlich nicht häufig"? Und "uneigentlich"? Also Zwischendurch? Wie viel...?

Also hin und wieder sich einen wegballern macht echt Spaß :) Und wenns auch nur hin und wieder ist, ist das auch nicht besonders schlimm. Aber 3-4mal im Monat (sprich fast jedes Wochenende) ist schon recht viel, wenn es jedes mal in solchen Ausmaßen stattfindet. Das würde ich schon sicherheitshalber etwas reduzieren :)

Welche Mädels wollen schon besoffene Jungs ? :-( Also lass das mit dem Saufen.

Ich hoffe es ist auch wirklich so, dass Mädels keine besoffenen mögen :)

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