Wie war Augustus (Octavian) eigentlich?

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Augustus war ein Machtmensch, der es schon als junger Mann verstand, ehrgeizig seine Ziele zu verwirklichen und Gelegenheiten beim Schopf zu ergreifen. Er erschien in seiner Jugend wohl noch als völlig harmlos und wurde von einigen der mächtigsten und erfahrensten Politikern seiner Zeit wie Antonius oder Cicero völlig unterschätzt. Zudem verstand es Oktavian, in seinen Mitmenschen Talente zu erkennen und sich mit für ihn und seine Ziele wervollen Freunden zu umgeben. Persönliche Bindungen, auch und sogar zu seiner eigenen Familie mussten zurückstehen, wenn es um das Erreichen seiner Ziele ging. Er verfuhr äußerst brutal und ohne Rücksichtnahme mit seinen Gegnern und jeglichem Widerstand und schreckte nicht davor zurück, sie zu ermorden und Krieg und Elend über seine eigenen Landsleute zu bringen, ja sogar an seiner eigenen Familie statuierte er Exempel und machte keine Ausnahme, wenn man ihm nicht gehorchte. Seine Skrupellosigkeit und sein bedingungsloser Ehrgeiz lässt auf einen hochintelligenten Psychopathen schließen. 

Die Nachwelt nahm ihn trotzdem (oder vielleicht sogar gerade dswegen?) als positiven Herrscher war, denn nachdem er alle seine Feinde brutal vernichtet hatte, führte er Rom aus den Zeitalter der Bürgerkriege in eine Ära des Friedens, die auch als Pax Augusta oder auf Deutsch augusteischer Frieden bekannt ist. Kunst und Literatur gelangten unter seiner Förderung zu einer nie dagegwesen Blüte, und auch Sitte und Moral sollen während seiner Herrschaft wiederhergestellt worden sein.

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