Wie verhalten sich Menschen mit Asperger-Syndrom gegenüber zu anderen Menschen in der U-Bahn?

6 Antworten

Jeder Asperger-Autist ist anders. Diese Diagnose verläuft heterogen.

Ihr Verhalten ist also nicht nur davon abhängig, wie AS bei ihnen ausgeprägt ist, welche Symptome vorhanden sind und wie sie damit umgehen usw.- sondern auch, wie die aktuelle Tagesform dieser Asperger ist. Einen nicht unerheblichen Einfluss haben Erziehung und mögliche, andere Diagnosen wie soziale Phobie usw. und ob der Autist zum ersten Date fährt, zum Vorstellungsgespräch, bereits zu einem Termin 20min Verspätung hat oder ob es die 18. Fahrt zur Arbeit ist in diesem Jahr und diesem Jahr vielleicht schon 18 Jahre mit der selben Bahn zur selben zeit zur selben Station vorausgehen. Wohnt der Autist in der Stadt oder ist er zu Besuch... entscheidend dürfte auch sein- weiß diese Person um ihren Autismus oder nicht (ich wurde zum Beispiel mit 26 diagnostiziert)... und ist vielleicht nervös, weil sie auf dem Weg zum Diagnostiker ist...

Es gibt bezüglich ihrer Diagnose kein eindeutig nur für alle Asperger geltendes Verhalten in U-Bahnen. 

Ich nutze die U-Bahn nur, wenn ich in Großstädten zu Besuch bei Freunden bin. In meiner Heimatsdtadt ist keine U-Bahn. Ich als Asperger-Autistin höre meiner Begleitperson (die ich in der Stadt besuche) zu, was sie mir zu den vorbeirauschenden Gebäuden erzählt und beachte fremde nur, wenn diese laut sind. Ich muss mich als Besucherin in Begleitung weniger um die Zielhaltestelle kümmern, also bin ich entspannter, als würde ich alleine reisen. Wenn viele laute, angetrunkende, aufdringliche Personen in der U-Bahn sind, habe ich etwas Angst und wickle für alle Fälle mein Schlüsselanhängerband um meine Hand, den Schlüssel als Waffe zur Verteidigung in der Hand, die andere hat das stinkende Deospray geöffnet in der Hand (wurde als Kind angegriffen, daher bin ich vorsichtiger). 

Wenn ich allein reise, was öfter vorkommt (auf Zugreisen bezogen) und da angesprochen werde von mir völlig fremden und nicht reden möchte, sage ich das- wird es nicht akzeptiert und man textet mich weiter zu, neige ich schon dazu, diese Personen zu fragen, ob sie ein Problem haben. Ich finde es schon frech, wenn fremde mich da zutexten und mir blöde Fragen stellen, die jetzt nicht den Fahrplan betreffen- wenn ich lese oder aus dem Fenster sehe. Ich bin, was Antworten angeht auch distanziert- weil es mir völlig fremden auch nichts angeht, wer ich bin, woher ich komme, wo und wie ich da wohne und wohin ich gehe und wie lange ich bleibe... da kann ich ja gleich öffentlich auf Facebook posten, wann man mir meine Wohnung ausräumen kann...
Sind Anmachen dabei, widert mich das als Frau immer an, da ich nicht auf solche Form der Kontaktaufnahme stehe und verhalte mich entsprechend der Art, wie man mich anspricht.

Aber sonst bin ich einfach nur ich, wenn ich reise. Ich bin Autistin, aber auch ein Mensch, der mehr ist als die Summe der AS-Symptome.

Kommt auf die Persönlichkeit an.

Szenario:

1. Steigt in die U-Bahn und setzt sich hin. Steigt seine Station aus.

2. Rennt rein/schreit/singt. Steht und glotzt die anderen blöd an. Steigt aus.

3. Steigt ein dann, wieder raus (3x). Steht vor einem Sitz und beäugt die sitzende Person. Dann sagt der Asperger: "Das ist mein Platz. Ich sitze immer da". Der Asperger macht es so lange bis der andere nachgibt und aufsteht oder bis er aussteigen muss.

4. Person kommt rein und sieht das Objekt der Begierde (Mädchen) und fängt an wild zu flirten. Steigt aus

5. Wartet bis alle einsteigen und zieht seine Schuhe und Socken aus und steigt in die U-Bahn. Steigt aus und zieht Socken und Schuhe an. :DD

Es gibt alles! Ich bin Szenario eins.

Sie gehen falsch herum ;)
Wie sollen sie sich verhalten
Sie gehen in die U-Bahn und steigen an ihrer gewünschten Haltestelle aus.
Fast so wie alle anderen Fahrgäste auch ;)

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