Wie soll man diese Karikatur Interpretieren ?

 - (Geschichte, Karikatur)

4 Antworten

also der Schüler sieht ja eindeutig wie ein Mini-Me von Hitler aus. 

Ja das ist so gut wie das einzige was ich erkennen kann 😂

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Die Karikatur sagt, dass es immer noch Nazis in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg gab, trotz der Entnazifizierung.

Die Beantwortung der Frage ergiebt sich aus dem Text im Original-Spiegel und leider auch durch die vom Schulbuchverlag übermalte und deshalb nicht mehrsichtbare Beschriftung des Talars. Auch das Wort Demokratie ist auf dem Buch nicht mehr lesbar.

Der Lehrer trägt Militär-Stiefel. Es handelt sich um einen Alliierten (stellvertretend für den Besatzerstaat), der für die Umerziehung zuständig ist. Aber schon zwei Jahre nach dem Krieg kann er sich kaum an Nazis (hier als A.H. dargestellt) erinnern. Die Zeitungen in Deutschland haben eine ganz klare Meinung zu dieser harmlosen Art der Entnazifizierung vgl. Bild + besonders Text im Original:  http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/41121096

Wenn du den Artikel liest, wird dir klar, was der Zeichner ausdrücken möchte.

Und, konnte ich weiterhelfen?

Gruß seniorix

Ich habe mir den Artikel durchgelesen, jedoch verstehe ich immer noch nicht was der Karikaturist mit dieser Zeichnung ausdrücken möchte.. Also welche Intention dahinter steckt.

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@vanessa7135

Was steht den im Buch mit der Karikatur über die Entnazifizierung?

Was bedeutet, wie eine Zeitung erwähnt, die "Konservierung des Faschismus in Westdeutschland" ?

Was bedeutet es, wie eine Zeitung erwähnt, wenn die gesamte Entnazifizierung in den westlichen Zonen an einen "schlechten Bauernschwank" erinnert?

Was bedeutet es, wie eine Zeitung erwähnt, wenn selbst "auch Hauptkriegsverbrecher .... mit Samthandschuhen angefasst werden."?

Was bedeutet es, wie eine Zeitung erwähnt, wenn noch über 30000 Menschen in Ämtern sitzen, aus denen sie laut Kontrollratsbestimmungen unverzüglich hätten entfernt werden sollen.

Viele der tief in die NS-Vergangenheit verstrickten Mitläufer konnten in der Bundesrepublik Deutschland unbehelligt nach 1949 Karriere machen. Mit Persilscheinen, die ihnen von (mutmaßlichen) Opfern für die beurteilenden Kommissionen und Spruchkammern ausgestellt wurden, gingen sie in die Politik, Justiz, Verwaltung, Polizei und an die Universitäten zurück; oft auch unter falschem Namen und häufig unter Mithilfe der Netzwerke (Rattenlinien) alter Kameraden oder von „Seilschaften“. So waren zeitweise in den fünfziger Jahren mehr als zwei Drittel der leitenden Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes ehemalige Mitglieder der SS. Verstärkt wurde dieses Scheitern einer tatsächlichen Aufarbeitung der Vergangenheit noch dadurch, dass die amerikanische Außenpolitik ab 1946 ihren Fokus gegen die Sowjetunion gesetzt hatte (siehe Kalter Krieg),während in der sowjetisch besetzten Zone kategorisch behauptet wurde, alle Nazi-Verbrecher seien ausschließlich im Westen zu finden. Die Briten hatten vornehmlich pragmatische Absichten zwecks eines möglichst raschen und reibungslosen Wiederaufbaus, und Frankreich tat sich selbst schwer mit der eigenen Vergangenheitsbewältigung im Zusammenhang mit Marschall Pétains Vichy-Regierung. aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Entnazifizierung#Umsetzung_im_besetzten_Deutschland

So, mehr zu helfen wäre unfair gegenüber anderen in deiner Klasse. Aber die darfst und solltest du natürlich fragen, was sie von deiner Interpretation halten.

Jetzt konnte ich dir aber weiterhelfen, oder?

Gruß seniorix

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Umerziehung Hitlerjugend Staatsvertreter

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