Wie sah der Sternenhimmel in der Urzeit aus?

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4 Antworten

Bedingt durch die Rotation der Sterne um das galaktische Zentrum ergeben sich sehr wohl beobachtbare Eigenbewegungen der Sterne, die man extrapolieren kann. Bis ins Jura zurück reichen solche Rechnungen allerdings nicht - zumal die Epoche des Jura ja auch kein kurzer Zeitraum ist, also eine viel zu ungenaue Zielangabe wäre.

Für einzelne Sternbilder macht man aber durchaus solche Berechnungen ein paar 10 000 Jahre in die Vergangenheit - oder in die Zukunft. Hier werden ein paar solche Berechnungsergebnisse vorgestellt:

http://www.avgoe.de/astro/Teil04/EB.html

Grüße

Mannimanaste 29.10.2013, 08:58

Sehr interessante Seite, die Du da verlinkt hast!! Die kannte ich noch nicht, und bin froh, sie jetzt zu kennen! :)

Viele Grüße, Martin

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Für so was empfehle ich dir die Planetariums-Sofware "Stellarium". Damit kannst du Milliarden Jahre die Sterne bebachten. Das Programm ist kostenlos und das bibts's hier: http://www.chip.de/downloads/Stellarium-32-Bit_13628909.html Ich hoffe damit kannst du die frage beantworten

Rhocas 28.10.2013, 23:43

Vielen Dank. Das Programm ist sehr hilfreich!

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Mannimanaste 29.10.2013, 09:06

Die Anzeige von Stellarium für die Sternzeichen "großer Bär" und "Kassiopaia" zum Zeitpunkt 100 000 vor Christus (- 100000) stimmen (leider) nicht mit den Berechnungen der von @uteausmuenchen verlinkten Seite überein (http://www.avgoe.de/astro/Teil04/EB.html)...

Gruß, Martin

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Der Jura als Epoche der Erdgeschichte ist nicht gerade paar Millionen Jahre her, sondern begann vor rund 200 Millionen Jahren. Was schon einen guten Teil eines "galaktischen Jahres" ausmacht, d.h. die Dauer der Rotation unseres Sonnensystem und seiner Nachbarschaft um das Zentrum der Milchstrasse

Dabei ist auch eine Bewegung außerhalb der jetzigen Lage des Sonnensystem außerhalb der jetzigen Lage nach "oben" oder "unten" seiner jetzigen Bahn wahrscheinlich, wenngleich diese nicht allzu massiv ausgefallen sein dürfte. Demnach dürfte sich auch der Anblick des Himmels natürlich ganz leicht gewandelt haben. Dazu kommt noch, dass viele Sterne der (absolut gesehen) helleren Liga nicht so lange auf der Hauptreihe ihrer Entwicklung verbleiben, das wirkt sich natürlich auch aus.

Genaue Daten zu bekommen, ist unmöglich, da viel zu viele Parameter in die Sache hineinspielen.

Ganz sicher kann auch das sonst wunderbare Programm Stellarium nicht Milliarden Jahre abdecken.

Bei der Eingabe von z.B. Dienstag 22 Uhr 31 Minuten der 4. September 1288560319 v. Chr. werden Probleme auftreten.

Zumindest zu einem gewissen Grad, kann man das. Es ist ja gut möglich, dass es zu dieser Zeit Sterne gab, die vielleicht schon zu dieser Zeit erloschen waren, deren Licht aber, aufgrund der großen Entfernung, immer noch von der Erde aus sichtbar war. Von diesen Sternen sind also heute sicher nicht alle bekannt. Aber von denen, deren Licht man heute noch sehen kann, kann man schon berechnen, wo sie zu dieser Zeit waren.

Ein Besuch in einem Planetarium wäre sicher sehr interessant für dich. Dort ist es nämlich möglich, den Himmel zu historischen Zeiten zu simulieren.

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