Wie niedrig darf die Soletemperatur einer Wärmepume sein?

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A) Ist abhängig vom Mischungsverhältnis(Frostschutz/Wasser) was "normal" irgendwo bei der Übergabe der Anlage dokumentiert wird. Je mehr Frostschutz je kälter darf die Sole werden je dickflüssiger wird sie aber auch und damit steigt die erforderlich Pumpenleistung(Stromverbrauch) und die Sole zu bewegen.

B) Je höher die Differenztemperatur zwischen Sole und Heizkreis um so schlechter wird die Arbeitszahl(AZ) der Anlage. Die genannten Sole-Temp. befinden sich nach meiner Kenntniss in einem sehr guten Bereich wenn man die momentanen Außentemp. berücksichtigt.

Gruß Thomas

P.S. Mehr Expertenwissen findest Du im WP-Forum haustechnikdialog.de/Forum/30/Waermepumpen

Hallo Thomas,

habe in diesem Forum deine Antwort gefunden zum Thema Frotzschutz in der Soleflüssigkeit.

Ich habe auch das Problem das meine Temperatur in den Minusbereich geht. Wieviel, das hängt von der Aussentemperatur ab.

Meine Bohrung ist 90m, Die WP ist eine Junkers STM-60-1. Es waren 2 Gewerke an der Arbeit. Zum einen die Bohrfirma, die die Sole auf -12° eingestellt hat und den Anschluss bis in den Heizungsrraum gelegt hat. Sie haben ebenfalls noch einen Kanister dort gelassen, mit der gleichen Soleflüssigkeit (-12°), mit der der Heizungsbauer dann die WP befüllt hat. Junkers selber gibt im Handbuch vor MINDESTENS -15° bis -18° (laut Systemtechniker) Bei einer Aussentemperatur von -2-3 Grad, sackt mein Soleausgang nun immer bis in einen Bereich -1° (Soleeingang) und - 3,5 bis -4,5° (Soleausgang).

Ich habe dann ein Riesen Theater gemacht, worauf ein Vor-Ort Termin gemacht wurde mit Systemtechniker. Es gab dann ein Abnahmeprotokoll, in dem mir der Techniker bescheinigt, die Sole sei auf -16° Grad eingestellt. Man will mir also vermitteln, die Pumpe läuft im optimalen Bereich, was natürlich nicht sein kann, denn das Gemisch der Bohrfirma wurde auf -12° ausgelegt.
Es fehlen mir also mindestens 4 Grad! Als Laie sehe ich das einfach so: Wenn ich der Flüssigkeit Wasser entnehme und Frostschutz hinzufüge, kühlt die Flüssigkeit nicht mehr so stark ab und kommt mit einer höheren Temperatur aus 90m Tiefe wieder hoch.

Es geht nun vor Gericht.

Kannst du mir sagen, ob ich mit meiner Theorie richtig liege? Fakt ist für mich aber auch, das die Pumpe ausserhalb der von Junkers im Betriebshandbuch festgelegten Parameter läuft. Das Gewerk ist also Mangelhaft.

Über eine Antwort (oder auch mehrere), würde ich miich freuen.

Gruß (auch) Thomas

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Die Sole darf so kalt sein, dass sie nach dem Energieentzug durch die Wärmepumpe noch flüssig ist. Wie lange sich das lohnt, die Stromkosten also niedriger sind als die gleiche Menge Energie aus konventionellen Brennstoffen ist eine andere Frage.

Die Sole wird i. a. auf - 14°C eingestellt/gemischt. Soleeintrit ist ok und die Spreizung von 2 - 3 °C sehr niedrig, man könnte noch was zulegen.

Die Probleme die ich kenne, liegen eher bei der Regeneration. Bei einer Tiegenbohrung ist die Eisbildung sogar gewollt, da man bei gleichbleibender temperatur weitere Energie rausziehen kann ( 80°C Wasser wärmen kann man, wenn man die gleiche Menge Eis mit1°C produziert.)

Habt Ihr Solekollektoren in Säulenform, können die zufrieren und es kommt von oben keine Wärme mehr zu. Auch zu gering dimensionierte Sonden halten das irgendwann nicht mehr aus und zerfrieren. Es wird auch viel beobachtet, dass sich die Entzugs-Leistung innerhalb von 5 Jahren halbiert.

Solange Du über -3°C im Entzug liegst, wird es kaum Probleme geben. Aber überlege mal, ob sich eine kleine thermische Solaranlage nicht lohnt, die im Sommer das Warmwasser macht und im Winter, je nach nach Temperatur, entweder den Rücklauf zur Wärmepumpe anhebt oder die Sole erwärmt. Wegen Kondenstatprobleme geht das nur mit Röhrenkollektoren..

Weitere Hilfen gerne auch per Mail feh-energie@aon.at (Verein)

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