Wie kann man erreichen, einen alkoholkranken Menschen "einweisen" zu lassen?

6 Antworten

bei meinem Vater (62) haben wir das Problem, dass er mittlerweile shitsophren ist vom ganzen Alkohol, er trinkt seit ugf. 50 Jahren durchgehend, kein Geld mehr zum saufen zur Verfügung hat und heute mal wieder eine Morddrohung an meine Mutter gerichtet hat, diese ich mal wieder mitbekommen habe. Leider unternimmt der angebliche Freund und Helfer überhaupt nichts. Einmal hat er meiner Mutter das Nasenbein gebrochen vor lauter Wut darauf, dass er kein Geld mehr hat. Die Wut auf andere ist ja bekannt bei Alkoholikern. Mein Vater sagt selber von sich dass er nicht mehr lange zu leben hat, weil sein Hauptnahrungsmittel der Alkohol ist. Das weiß er selber. Noch dazu sagen muss ich, dass er in unserem Dorf als nicht zurechnungsfähig gilt und er deshalb auch nirgends mehr an sein Ziel kommt, Gottseidank. Allerdings beherrscht er die Lügerei so gut, dass er es sogar schafft ohne Absicherung an einen höheren Dispo an der Bank zu gelangen, weil er und der Bankmensch sich schon so lange kennen. Mein Mutter muss jedes Mal alles rückgängig machen, aus Angst, sie müsse nach seinem Ableben seine Schulden übernehmen.

Morgen werden wir mal wieder zur Polizei fahren und ihn anzeigen (meine Eltern leben getrennt, aber im selben Haus wegen Eigentumstreiterei) obwohl wir jetzt schon wissen dass es nichts bringt. So ist das leider in Deutschland. Ich hoffe nur dass es nicht so weit kommt dass er seine Drohungen war macht. Vielleich habt ihr ein paar Tips was wir tun können um andere Menschen vor ihm zu schützen? Mit 4 Promille im Blut fährt er übrigens auch Auto. Erwischt wurde er öfter schon, seltsamerweise hat die Polizei noch nie etwas unternommen. Er wurde immer samt Auto und Führerschein nach Hause geschickt!?

Zur Situation: Der Mann wurde inzwischen "zwangsweise" eingewiesen. Nach knapp 3 Wochen musste er entlassen weil, weil er keiner Therapie zustimmte. Obwohl wir ihm klar machten, dass seine Familie nicht mehr für ihn da sein wird (und in erster Linie seine Frau), wenn er keine Therapie macht, bestand er auf eine Entlassung. Bereits 2 Tage später wurde er mit dem Notarzt nach einem Zusammenbruch (Alkohol und Hitze) ins "normale" Krankenhaus eingeliefert - nach 2 Tagen wiederum entlassen. Heute, nach weiteren 5 Tagen, ist er so weit, er will freiwillig eine Therapie machen. Jetzt hoffen wir, dass er tatsächlich morgen auch noch damit einverstanden ist - er merkt, dass er ganz alleine ist, die Familie hält sich jetzt fern (nach Anraten der Ärzte).

hallo guten tag ich finde es auch sehr traurig das erst was passieren muß bevor man was tun kann. bei mir ist die situation so: mein mann hat sich mit 59 jahren totgetrunken . mein sohn (38)trinkt seit er 14 ist....das schlimme ist: er weiß es ..er sagt selber er ist alkoholiker aber er will nichts ändern....ich kann doch nicht nochmal hilflos zusehen wie sich ein mensch den ich liebe umbringt....ihr sagt : es kann einem erst geholfen werden wenn er einsieht das er alkoholiker ist...mein sohn weiß es aber er lässt sich nicht helfen...wie sieht denn da die sachlage aus? er hat mitlerweile die räumungsklage , arbeit eh seit jahren nicht und frau und kinder gingen schon vor 5 jahren. was bitte kann ich tun? übrigens könnte mein sohn durchaus arbeiten und er müßte auch wissen das es nur noch ein schritt zum abgrund ist ...er beendete die schule mit 1,2 durchschnitt. mein jetziger mann und ich haben ihm immer geholfen auch geld gegeben für miete usw...aber ich denk so wird er es nie einsehen das er was tun muß...nun lass ich ihn finanziell hängen...so schwer mir das auch fällt. was mach ich richtig? was mach ich falsch? vielen dank für euer zuhören:) vielleicht habt ihr ja auch hilfe für mich marion

Ich kann Andrea1204 auch nur zustimmen! Habe die Hälfte meines Lebens(12Jahre) nichts anderes gesehen wie das meine Mama getrunken hat! Habe jahrelang versucht alles mögliche zu unternehmen, aber es hatte leider nichts geholfen! Die Ehe meiner Eltern zerbrach und sie hätte fast ihre 2 Töchter verloren! 2004 hatte sie dann einen schweren Herzinfarkt, ihr Nachbar hatte sie gott sei Dank rechtzeitig gefunden! Bin dann sofort 600Km nach Hause gefahren und mich darum gekümmert das sie endlich eine Therapie macht! Es war zwar ziemlich hart die Tage, möchte es auch kein 2. Mal erleben, aber toi toi toi sie ist seit 3 Jahren trocken und ich habe endlich meine Mama zurück....Ich wünsche Dir/euch ganz viel Kraft....

Das freut mich wirklich für Dich, daß Du es geschafft hast. Wünschte, ich hätte es auch hinbekommen :-(

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@Andrea1204

ja das kann ich nachvollziehen...ich muß aber auch sagen das die 12 Jahre schon Spuren bei mir hinterlassen haben!Alles Gute für dich...

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So schlimm es in dem Fall klingen mag: Man darf sich nicht über die Person eines Anderen stellen und ihn entmündigen lassen. Es ist die Freiheit jedes Einzelnen, so zu leben, wie es ihm Spass macht, wenn er niemanden damit schädigt. Und wenn er sich zu Tode trinkt, ist das sein gutes Recht. Wie würde es einem der Antwortenden gefallen, wenn morgen jemand zu ihnen käme und sagte: "Dein Leben gefällt mir nicht, deshalb lasse ich dich entmündigen"?

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