Wie führe ich einen Luftröhrenschnitt durch?

26 Antworten

Ist ja toll, dass ihr alle lieber auf einen Notarzt warten würdet (der vielleicht nach einer Viertelstunde eintrifft), als einer Person, die gerade erstickt (und das nach wesentlich weniger als einer Viertelstunde)in den Hals zu schneiden. Mein Ausbilder meinte mal, lieber dilletantisch mit dem dreckigsten Grillmesser im Hals rumpopeln, als die Person sterben zu lassen. Das passiert ohne Notfallschnitt sowieso.

(Bei dem Kind im Restaurant, hätte so etwas vielleicht nicht geholfen, da der Fremdkörper sicherlich unterhalb des Halses in der Luftröhre feststeckte, der Klassiker für einen Notfallschnitt ist tatsächlich der Bienenstich im Hals, bei dem die Zunge/Der Rachen anschwillt.

Ich (exa. Altenpfl.) gebe meinen Vorrednern recht, die Durchführung eines Luftröhrenschnitt gehört in die Hände eines Fachmanns.Selbst examiniertes Pflegepersonal ist darin nicht ausgebildet.Die Durchführung wird in der Anatomie an Leichen erlernt.Ich kann aber deine Sorge verstehen und möchte dir folgendes sagen: Wenn ich in der Situation wäre die du geschildert hast und es keinerlei Möglichkeit gäbe Hilfe zu rufen und eine Person dem sicheren Tod geweiht wäre, aussetzen der Atmung-ersticken. Würde ich es tun.

es ist eigentlich ziemlich unwahrscheinlich das man arterien trifft die ja eher m ehr seitlich liegen man sollte ihn halt mittig der luftröhre setzen.... wenn z.B. bei einer person der kehlkop nach oben rutsch eindrückt dann kann es sehr schnell dazu führen das die person ziemlich schnell erstickt da haat man meistens auch keine zeit auf den notarzt zu warten . weil ersticken kann man in wenigen sekunden...es ist sicherlich nicht einfach als laie so einen schnitt durchzuführen und es ist auch ne frage ob man sich so einen schnitt dann auch zu traut,das muss dann jeder selbst einschätzen

Oder man sollte besser lassen und, wie in jedem Erstehilfekurs gelehrt, versuchen die Atemwege freizumachen und ansonsten bis zum Eintreffen des NA eine Herzkompression durchzuführen. Wenn ich nämlich schon lese "man sollte ihn halt mittig der Luftröhre setzen", mache ich mir vom Überleben des Patienten wenig Hoffnung. Die Luftröhre, sofern ein Laie deren Lage und Verlauf überhaupt von außen einschätzen kann, wird bei der Notfallkoniotomie nämlich überhaupt nicht angerührt.

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ich bin selber ersthelfer. luftröhrenschnitte sind auf keinen fall durch einen laien durchzuführen. das ist sache des notarztes. der kann dann notfalls intubieren. wer da mit einem kugelschreiber ran möchte hat zu viel macguyver gesehen.

wichtig ist es grundsätzlich darauf zu achten, das man bienen nicht in den mund bekommt, das heißt, dosengetränke und offene behältnisse in die man nicht rein gucken kann vermeiden. notfalls vorher abdecken. besser aus dem glas trinken. wenn tatsächlich eine biene in den hals sticht. am besten eiswürfel lutschen lassen. oder kaltes wasser (notfalls aus ner bergquelle) und hals von aussen sofort kühlen. mit einem eisbeutel. es gibt im sportfachgeschäften und apotheken einwegeisbeutel die durch druck aktiviert werden und vorher nicht gekühlt werden müssen. diese sind immer einsatzbereit. das wichtigste ist ruhe zu bewahren und nicht in panik zu verfallen. natürlich sofort einen notruf absetzen.

Das hat mir tatsächlich ein Krankenpfleger und Rettungssanitäter erzählt, kein Witz. Ich konnte es aber auch nicht nachvollziehen

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@manu1979

sicher is das möglich, jemand der medizin studiert hat, aber nicht für eine privatperson mit nem werbegeschenk von der allianz. wenn du dich da nur um zentimeter, oder millimeter verschneidest und eine atterie triffst gibts n sofortigen tod oder einen beeindruckenden roten springbrunnen.

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@thebrain

genau das habe ich mir auch gedacht. ich habe dann zur antwort bekommen, bevor er erstickt, soll man das machen....

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@manu1979

in der regel ist der notarzt in 7 minuten vor ort. in der zeit schwillt der hals nicht so an dass er erstickt. und selbst wenn ist noch genug zeit für wiederbelebung. kein mensch kann von dir einen luftröhrenschnitt verlangen. es sei denn du lebst im outback von down under.

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Es wird hier allenthalben gesagt: 'Finger weg - nur vom Fachmann'. Ist sicherlich grundsätzlich richtig. Allerdings ist gerade vor wenigen Tagen ein 3 jähriges Kind in einem öffentlichen Restaurant erstickt, weil es sich verschluckt hat (müssen ja nicht immer Bienen oder Wespen sein!). Wahrscheinlich wäre da auch ein etwas versierter Laie besser gewesen, oder nicht? Würde mich daher ebenfalls interessieren, wie das geht.

Zeige mir den "versierten Laien", der einem fremden Kind ein Fischbesteck in die Trachea rammt. Wahrscheinlich wäre es dann nicht erstickt, sondern verblutet.

Besser wäre es gewesen, alle Anwesenden hätten grundsätzliche Ersthelfer-Erfahrung gehabt. Dann hätten Sie nämlich gewusst, dass es wirkungsvolle Handgriffe gibt, wie man verschluckte Fremdkörper oft herausbefördern kann. Und dass man bei Atemstillstand, egal welche Ursache, sofort mit der Herzdruckmassage beginnt. Auch, wenn keine Beatmung möglich ist, sichert das eine Minimaldurchblutung.

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