Wie fühlt sich Glück an?

11 Antworten

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Die Ansprüche der Menschen steigen ganz einfach mit der Umgebung, in der sie Leben. Beispiel: Ein fetter Junge aus L.A. wohnt in einem schicken Penthouse, hat im Grunde alles was er braucht, freut sich aber nichtmal besonders über ein iPhone 4s. Ein Mädchen von den Philippinen wohnt neben eine Müllhalde und ist außer sich vor Glück, wenn es ein altes Spielzeugauto ohne Räder findet oder etwas zu Essen bekommt. Essen ist für den fetten Jungen eine Selbstverständlichkeit; er meckert über Gemüse im Essen oder schreit nach seiner Lieblingsspeise, bis er sie bekommt. Ein Spielzeugauto ohne Räder von der MÜLLHALDE?! Naja, glücklich wird er davon sicher nicht.

JA, aber ist das nicht traurig? warum will der mensch denn immer mehr? warum kann man nicht irgendwann zufrieden sein?

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@Heyihrda

Das ist einfach ein Phänomen: Es gibt immer etwas, das größer, besser, schneller ist. Ich habe Windows Vista, aber ich will Windows 7. Ich habe ein iPhone 4, aber der da hat ein 4s. Ich habe einen schönen Mercedes, aber mein Nachbar hat 'nen Porsche. Wir sehen, es gibt eine Alternative zu unserem, eine bessere. Und die wollen wir haben.

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@LolaNummer1

Das wird übrigens gerade in unserer modernen Welt besonders gefördert: Es gibt dauernd neue Designs, Modelle usw., dass wir gar nicht mehr wissen, wo uns der Kopf steht. Und das auch noch in einer Welt, in der sich viele praktisch alles leisten können. Ich will mal wissen, wohin das führt...?

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Glück fühlt jeder anders. Glück finden und erleben darf nur der, der mit dem zufrieden ist was er selber hat. Das Glück fühlt sich neutral an wenn, du nicht weißt wie es dir wirklich geht.

Naja im Grunde hast du schon recht. Nur gewöhnt sich der Mensch halt schnell an dessen Lebenssituation. In Afrika, Brasilien etc. ist man froh wenn man etwas anständiges auf dem Teller hat, hier hingegen reicht das nicht. Hier wird man teils von der Arbeit unter Druck gesetzt oder von den Mitmenschen usw. so dass sich der Mensch schlussendlich nicht mit dem zufrieden gibt was er hat sondern immer mehr will. Aber ist doch gut wenn du glücklich bist, du weisst sehr wohl was das ist... :).

Mir wurde Glück nur immer als etrwa "Höchst zu Erstrebendes, Magisches" angepriesen, das man nur bekommt, wenn man das und das macht. Dabei ist Glück eig. doch nur die Tatsache dankbar für sein Leben zu sein, oder wie siehst du das?

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@Heyihrda

Um ehrlich zu sein bin ich nicht ein sehr glücklicher Mensch. Friedlich ja, aber glücklich... ich weiss nicht. Irgendwie habe ich ein wenig an Lebensfreude verloren in den letzten Jahren. Habe genug Essen, habe ein Dach über dem Kopf, habe Kleidung die mich im Winter wärmt, aber der Rest stimmt halt nicht so. Das ist eine schwierige Frage, ich weiss es selbst nicht so richtig! Ich denke, jeder sollte eigentlich so denken wie du und einfach schätzen was er hat. Das tue ich natürlich auch. Aber anderseits, fühlt man sich schon gut, wenn man nach dem Glück "streben" kann.

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Nein, es geht uns nicht allen gut und wir sind naturgemäß nicht alle glücklich, nur weil wir leben (für viele Menschen eine Last; viele Menschen wollen gar nicht leben, weil sie ihr Leiden nicht aushalten, welches auch durch Nahrungsmittel nicht gestillt wird) und Nahrungsmittel zur Verfügung haben. Seelische und geistige Nahrung benötigen wir ebenso wie physische - und diese hängt stark vom Wesen eines Menschen ab, von dessen Ansprüchen, Sehnsüchten und Vorstellungen von der Welt. Ich wollte in keiner Welt leben, in der alle dauerhaft immer nur glücklich sind - und es ist auch nicht mein Ziel, immer glücklich zu sein. Man ist glücklich, wenn einen etwas magisch überrascht, wenn man großartige Erlebnisse mit anderen teilt oder in dynamischen Ideen schwebt - das kann kein Dauerzustand sein.

Warum kann das kein Dauerzustand sein? Warum muss man das Schlechte kennen und wissen, damit man wieder Glück fühlt? Warum soll das so sein? Natürlich ist Psychische Zufriedenheit ein Garant von Glück - aber können wir nicht von jetzt auf gleich psychisch glücklich sein, allein der Tatsache wegen, dass dieses Leben so unendlich viel bietet?! Ist es nicht eher traurig, dass viele Leute mehr Leid im Leben als im Sterben sehen? (Und ich meine jetzt nicht Krebskranke! oder anders Kranke, die KÖRPERLICHE Schmerzen haben) Ich will in einer Welt leben in der wir alle glücklich sind, warum du nicht?

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sagen wir es mal so Glück spürt man erst dann, wenn du es auch durch zwei teilen kannst. Dann verdoppelt sich sich nämlich.

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