Wie erlauben mir meine Eltern mehr?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich finde, dass du schon selbst ziemlich gut erkannt hast, das deine Eltern dich nur schützen wollen. Es ist wirklich schwierig da einen Rat zu geben, denn wir hier kennen dich und deinen "Reifegrad" ja nicht, auch wenn du für mich deutlich "reifer" schreibst, als so mancher Altersgenosse von dir. Möglicherweise kannst du versuchen eine organisierte Reise vorzuschlagen, z.B. mit RUF-Reisen etc, die sind auf Jugendliche spezialisiert. Dein Vorschlag Verantwortung im Haushalt zu übernehmen kommt natürlich auch immer gut an, aber nur, wenn du tatsächlich etwas für deine Familie damit tun willst- und nicht nur als Überredungstaktik. Dass deine Freundin zu dem Zeitpunkt schon 18 wird würde mich auch nicht interessieren, meine eigene Tochter ist inzwischen 19, mit 16 hatte sie auch fast ausnahmslos ältere Freunde (sie kam mit 5 Jahren in die Schule). Ich hätte sie bis auf wenige Ausnahmen mit keinem dieser Freunde weggelassen. Gerade mit denen nicht. Und sollte das Alles nichts bringen, dann warte einfach (ist leichter gesagt als getan) noch ab, in 1-2 Jahren sieht es anders aus. Alles Gute.


Bibimilka 
Fragesteller
 17.01.2010, 15:35

Ich danke dir echt vom Herzen!Mit diesem Jugendreisen-tipp könnte es echt was werden. Meine Eltern wollen sich das mal genauer anschaun aber eine Chance besteht schon mal dass es was werden könnte :D Ich würd echt gern helfen vorallem weil ich ja dann auch was davon habe. Eine kleine Frage hätte ich allerdings noch. Darf ich fragen warum du deine Tochter genau mit den älteren nicht weglassen wolltest? Ist es vielleicht weil du dachtest dass die zu viel trinken oder so ähnliches? Meine Freundin und ich finden solche sinnlosen sauftouren ziemilch bescheuert ehrlich gesagt. So lang man seine Grenzen kennt und die nicht überschreitet find ich es allerdings okay. Ich war selbst noch nie betrunken und darauf bin ich ziemilch stolz. ^^

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Moritz111  17.01.2010, 16:33
@Bibimilka

Danke, aber es ist viel einfacher: es waren schlichtweg die "falschen" Freunde. Weisst du, ich war auch mal jung und arbeite heute noch mit Kindern und Jugendlichen. Ob jemand sich auch nur die Mühe macht ein Mindestmaß an Höflichkeit und "guter Kinderstube" an den Tag zu legen oder nicht macht mir viel aus. Und bisher lag ich mit meinen Einschätzungen immer richtig. Sie sieht das (zumindest teilweise ;) ) heute genauso. Viel Glück

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Ersteinmal: Mit 16 ist man noch lange keine 18, auch wenn man sich selbst schon viel zu reif oder noch viel reifer halten sollte.

Es ist ganz normal, dass Eltern ihre Kinder vor jedem Schaden bewahren wollen und sie dadurch am liebsten nur noch einsperren würden. Nur, dadurch werden sie nur älter, aber nie reif fürs Leben oder wirklich erwachsen.

Wie Du Deine Eltern umstimmen kannst ? Sorge einfach dafür, dass sie Dir vertrauen können und beweise ihnen durch Dein Verhalten, wie reif Du bist und dass sie sich auf Dich immer verlassen können.

...dann bekommst vielleicht alle Freiheiten, die Du wirklich brauchst und das fast ganz automatisch-


Bibimilka 
Fragesteller
 16.01.2010, 22:38

Genau des ist der Punkt dadurch werd ich nie lernen reif zu sein :( zum Thema verhalten sollte ich weiter versuchen darüber zu argumentieren? Oder es lieber sein lassen und ihnen recht geben? Ich versuch immer pünktlich zu sein und ich glaub ich werd auch versuchen selbst die Wohnung sauber zu machen und Spülmaschine ausräumen usw. Könnte ich noch mehr tun? Und danke für Dein Rat ^^

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Jeanmarie  18.01.2010, 16:28

Liebe Bibimilka,

reif wirst Du auch dadurch, wenn Du ein ausgesprochenes Verbot beachtest und versuchst, es zu verstehen. Aber erst einmal möchte ich Dir sagen, wie sehr ich mich freue, weil Du Dich bei mir bedankt hast. Damit bist Du schon eher eine der großen Ausnahmen hier, denn Dankbarkeit und Höflichkeit haben, wie es scheint, die meisten entweder nicht gelernt oder nicht nötig, selbst dann nicht, wenn man ihnen weiterhilft.

Ob Du noch mehr tun könntest ? Ja ich denke schon !

Du könntest versuchen, Deine Eltern zu verstehen und kommst damit der Lösung Deines Problems viel näher, als Du glaubst. Sie versuchen Dich, vor Schaden zu bewahren, obwohl sie selbst nicht wissen, wann und wo das sein könnte, oder ob tatsächlich mal einer passiert. Genauso wie die anderen Eltern haben es auch die Deinen nie in der Schule gelernt, Eltern zu sein und Kinder zu erziehen und die Eltern Deiner Eltern wussten genauso wenig darüber und konnten somit auch nicht viel weitergeben und haben eher ausprobiert, ob mal der eine Weg oder der andere richtiger ist und bessere Ergebnisse bringt. Wenn Du einmal Kinder haben wirst, stehst Du genauso vor demselben Problem, denn Du lernst Kindererziehung weder in der Schule, noch kannst Du sagen, ob das, was Du von Deinen Eltern gesehen hast, richtig ist und immer angewendet werden kann. So wie Deine Eltern wirst auch Du Vieles richtig und möglicherweise Einiges falsch machen. Vielleicht wirst Du Deinen Kindern eher nichts verbieten und ihnen nur raten und abraten, ihnen vielleicht nur sagen, wie Du Dich an ihrer Stelle verhalten würdest und warum, um dann den Kids die Entscheidung überlassen, damit sie selbst aus ihren Erfahrungen lernen. Richtig und falsch gibt es in Wirklichkeit nicht, auch nicht in Erziehungsfragen, denn es gibt nur Ursache und Wirkung. Wir setzen mit unserem Denken, Fühlen, Handeln etc. (oder auch, indem wir das nicht tun) eine Ursache und erzielen (ernten) damit eine Auswirkung. ...fortsetzung 1 folgt

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Jeanmarie  18.01.2010, 16:30

Liebe Bibimilka,

reif wirst Du auch dadurch, wenn Du ein ausgesprochenes Verbot beachtest und versuchst, es zu verstehen. Aber erst einmal möchte ich Dir sagen, wie sehr ich mich freue, weil Du Dich bei mir bedankt hast. Damit bist Du schon eher eine der großen Ausnahmen hier, denn Dankbarkeit und Höflichkeit haben, wie es scheint, die meisten entweder nicht gelernt oder nicht nötig, selbst dann nicht, wenn man ihnen weiterhilft.

Ob Du noch mehr tun könntest ? Ja ich denke schon !

Du könntest versuchen, Deine Eltern zu verstehen und kommst damit der Lösung Deines Problems viel näher, als Du glaubst. Sie versuchen Dich, vor Schaden zu bewahren, obwohl sie selbst nicht wissen, wann und wo das sein könnte, oder ob tatsächlich mal einer passiert. Genauso wie die anderen Eltern haben es auch die Deinen nie in der Schule gelernt, Eltern zu sein und Kinder zu erziehen und die Eltern Deiner Eltern wussten genauso wenig darüber und konnten somit auch nicht viel weitergeben und haben eher ausprobiert, ob mal der eine Weg oder der andere richtiger ist und bessere Ergebnisse bringt. Wenn Du einmal Kinder haben wirst, stehst Du genauso vor demselben Problem, denn Du lernst Kindererziehung weder in der Schule, noch kannst Du sagen, ob das, was Du von Deinen Eltern gesehen hast, richtig ist und immer angewendet werden kann. So wie Deine Eltern wirst auch Du Vieles richtig und möglicherweise Einiges falsch machen. Vielleicht wirst Du Deinen Kindern eher nichts verbieten und ihnen nur raten und abraten, ihnen vielleicht nur sagen, wie Du Dich an ihrer Stelle verhalten würdest und warum, um dann den Kids die Entscheidung überlassen, damit sie selbst aus ihren Erfahrungen lernen. Richtig und falsch gibt es in Wirklichkeit nicht, auch nicht in Erziehungsfragen, denn es gibt nur Ursache und Wirkung. Wir setzen mit unserem Denken, Fühlen, Handeln etc. (oder auch, indem wir das nicht tun) eine Ursache und erzielen (ernten) damit eine Auswirkung.

...fortsetzng 1 folgt

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Jeanmarie  18.01.2010, 16:34

Liebe Bibimilka,

reif wirst Du auch dadurch, wenn Du ein ausgesprochenes Verbot beachtest und versuchst, es zu verstehen. Aber erst einmal möchte ich Dir sagen, wie sehr ich mich freue, weil Du Dich bei mir bedankt hast. Damit bist Du schon eher eine der großen Ausnahmen hier, denn Dankbarkeit und Höflichkeit haben, wie es scheint, die meisten entweder nicht gelernt oder nicht nötig, selbst dann nicht, wenn man ihnen weiterhilft.

Ob Du noch mehr tun könntest ? Ja ich denke schon !

Du könntest versuchen, Deine Eltern zu verstehen und kommst damit der Lösung Deines Problems viel näher, als Du glaubst. Sie versuchen Dich, vor Schaden zu bewahren, obwohl sie selbst nicht wissen, wann und wo das sein könnte, oder ob tatsächlich mal einer passiert. Genauso wie die anderen Eltern haben es auch die Deinen nie in der Schule gelernt, Eltern zu sein und Kinder zu erziehen und die Eltern Deiner Eltern wussten genauso wenig darüber und konnten somit auch nicht viel weitergeben und haben eher ausprobiert, ob mal der eine Weg oder der andere richtiger ist und bessere Ergebnisse bringt. Wenn Du einmal Kinder haben wirst, stehst Du genauso vor demselben Problem, denn Du lernst Kindererziehung weder in der Schule, noch kannst Du sagen, ob das, was Du von Deinen Eltern gesehen hast, richtig ist und immer angewendet werden kann. So wie Deine Eltern wirst auch Du Vieles richtig und möglicherweise Einiges falsch machen. Vielleicht wirst Du Deinen Kindern eher nichts verbieten und ihnen nur raten und abraten, ihnen vielleicht nur sagen, wie Du Dich an ihrer Stelle verhalten würdest und warum, um dann den Kids die Entscheidung überlassen, damit sie selbst aus ihren Erfahrungen lernen. Richtig und falsch gibt es in Wirklichkeit nicht, auch nicht in Erziehungsfragen, denn es gibt nur Ursache und Wirkung. Wir setzen mit unserem Denken, Fühlen, Handeln etc. (oder auch, indem wir das nicht tun) eine Ursache und erzielen (ernten) damit eine Auswirkung.

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Fortsetzung 3:

Ob Du noch mehr tun könntest ? Ja, ich denke dass ich Dir noch ein oder zwei Bücher empfehlen könnte. Du kannst sie sicher in Eurer Bücherei mal ausleihen und lesen, wenn Du das auch möchtest. Ich finde, sie erleichtern Dir einfach Deinen Weg von hier bis ins Erwachsenen-Leben, ja sogar noch viel weiter als bis dort und bei der Erfüllung Deiner Wünsche. Mir helfen sie immer noch, obwohl ich natürlich schon mehr Lebenserfahrung habe als Du und warum solltest Du ab jetzt nicht auch daran profitieren ? Wenn ja, dann schreib mir das einfach… und ich schicke Dir den Schlüssel zu einem Zauberland !

Ja und… Ob Du noch mehr tun könntest ?

Ja ganz bestimmt ! Bewahre Dir Deine Hoffnung ! Nur ein Bauer, der die Hoffnung hat, dass sein Getreide aufgehen wird, wird den Samen dafür auch säen. Nur ein Sportler, der die Hoffnung hat, Sieger zu werden, nimmt die Anstrengungen des Trainings auf sich. Nur ein Forscher, der die Hoffnung hat, ein Mittel gegen Krebs oder Aids zu finden, wird jahrelang forschen und sich von Fehlschlägen nicht entmutigen lassen. Bewahre Dir deshalb Deine Hoffnung. Ohne Hoffnung gibt es keinen Fortschritt, kein Überleben und keine Zukunft.

Ob ich noch was für Dich tun kann ? Ja, ich wünsche Dir ein glückliches Leben und viel Erfolg, Freude und Spaß auf Deinem Lebensweg !

p.s.…dummerweise habe ich meinen Schreibfluss nicht gebremst. Leider hat mir jedoch das System Grenzen gesetzt. Wenn Du mir Deine eMail-Addy schickst (an JeanmariePr ät Yahoo.de) dann schicke ich Dir den Text zusammenhängend. Liebe Grüße

Fortsetzung 1:

Diese kann uns höchstwillkommen sein oder wir lehnen sie eher ab. Seltsamerweise sind wir auch viel eher bereit, bei einer höchst positiven Auswirkung eher zuzugeben, dass man selbst die Ursachen gesetzt hat (also dazu vollständig und ganz alleine beigetragen hat), während man bei einem negativen Ergebnis eher dem Zufall die Schuld oder Verursachung zuschiebt, aber in jedem Fall nichts mit der Verursachung zu tun haben will. Die Auswirkung unseres Tuns wird von uns dann auch noch bewertet und auch diese Bewertung fällt so unterschiedlich aus, wie wir sie von verschiedenen Seiten her betrachten.

So gesehen gibt es wenig Sinn, den Eltern alles was sie sagen anzuzweifeln oder ihnen immer recht zu geben. Denn wie gesagt, richtig und falsch ist nur eine Illusion !

Wenn ich so auf mein - im Vergleich zu Deinem – mehr als dreimal so langes Leben zurückschaue, dann freue ich mich darüber und bin glücklich, dass mein Schicksal immer ganz gnädig mit mir war. Denn es hat mir so oft nicht die Dinge präsentiert, die ich mir, wie sehr auch immer, gewünscht und ersehnt hatte, oder die, die ich geglaubt habe, unbedingt haben zu müssen, weil sie zu meinem Glück fehlen würden, sondern die, die ich für meine Entwicklung brauchte. Auch meine Eltern haben mir nicht immer alles erlaubt was ich wollte. Sie haben mir Grenzen gesetzt (die ich oft nicht verstanden habe) und sie haben mir Freiheiten gegeben (die ich manchmal genauso wenig verstand). Ich bin ihnen jedoch aus heutiger Sicht für die Freiheiten und für die gesetzten Grenzen dankbar, waren sie doch für mich ein Spielraum, innerhalb deren Grenzen ich mich sicher bewegen konnte. Diese Grenzen müssen sein, auch wenn wir das oft nicht verstehen, solange wir uns innerhalb derer zu bewegen haben. Denn das Leben – so wie wir es wahrnehmen – findet eben nur zwischen zwei Grenzen statt.

fortsetzung 2 folgt

Fortsetzung 2:

Ob Du diese Grenzen als Nord- und Südpol, Ja und nein, Gut und Böse, Gewinn und Verlust, Mann und Frau, Puls- und Minuspol, Tag und Nacht oder wie auch immer wahrnehmen wirst, ohne diese Begrenzungen gibt es keine Existenz und so ist es wohl besser, wenn wir das frühzeitig lernen und damit zu leben lernen.

Manche Eltern behaupten, dass sie von ihren Kindern mehr gelernt hätten, als sie selbst ihnen beibringen konnten. Und manche Eltern glauben, dass sie ihren Kindern alles beigebracht hätten und es nur eine Einbahnstraße gewesen sei. Ich glaube, dass die Wahrheit genau dazwischen liegt und von einer Kraft bestimmt wird, die man „Liebe“ nennt. Wenn es Dir gelingt, Deine Eltern auch dann zu lieben und zu verstehen, wenn sie Dir etwas verbieten, dann bist Du genau auf dem richtigen Weg, durch Begreifen, Lernen und Verstehen Dein Verhalten und Dein Wollen immer mehr in die Richtung weiter zu entwickeln, dass Du von Deinen Eltern zwangsläufig immer weniger ein Nein und dafür öfter ein Vielleicht oder ein Ja hören wirst. Oder anders ausgedrückt: Dein Maulen über ein Verbot, oder irgendeine Trickserei, um sie Umzustimmen, bringt Dir im Endeffekt viel weniger, als Deine Bereitschaft, Deinen Eltern immer wieder zu beweisen, dass sie sich stets auf Dich verlassen können und Du ihnen damit beweisen kannst, dass Du genau weißt, worauf es ihnen ankommt. Dann können Dir Deine Eltern und der von Ihnen Dir zugestandene Freiraum eine wichtige Hilfe auf Deinem viel zu kurzen Weg ins Leben sein und sie können Dich irgendwann mit gutem Gewissen und ohne sich Sorgen machen zu müssen auf Deinem eigenen Weg und mit Deiner eigenen Verantwortung ins Leben lassen.

...fortsetzung 3 folgt