Welcher ist der beste Kampfsport für Kinder?

12 Antworten

Ich selbst trainiere seit meiner Kindheit Aikido und kann gerade schüchternen und zurückhaltenden Kindern diese japanische Kampfkunst empfehlen.

Pädagogik

Aikido wirkt nicht offensiv und daher auch auf Anfänger weniger einschüchternd, als einige der vergleichsweise harten Disziplinen.

Es geht auch nicht darum, im Rahmen von Wettkämpfen andere zu besiegen, oder besonders herausragende Leistungen zu erbringen.

Stattdessen soll die Entwicklung eines selbstbewussten, ausgeglichenen Charakters gefördert werden - auch indem destruktive Gewalt vermieden wird.

Ich selbst habe schon erlebt, wie so manch nervöser Zappelphilipp durch das Training ruhiger wurde und der eher schüchterne Schüler viel selbstsicherer wurde.

Auch in der Pubertät finde ich das Training sinnvoll, da es die häufig überschießende Energie in konstruktive Bahnen lenkt.

Ich habe mit Kindern, Jugendlichen, Männern und Frauen aller Altersklassen und mit verschiedenem Hintergrund trainiert und dabei tolle Erfahrungen gemacht.

Effektivität

Die Frage der Effektivität wird meiner Meinung nach häufig überbewertet. Viel wichtiger ist meiner Ansicht nach die Selbstbehauptung.

Wer über die Fähigkeit verfügt, selbstsicher aufzutreten, ohne Aggressionen zu provozieren, wird vielen Konflikten entgehen, bevor sie entstehen.

Effektivität definiert sich aus meiner Sicht auch nicht darüber, wer am geschicktesten darin ist, jemand anderen möglichst schnell zu besiegen.

Stattdessen bedeutet Effektivität, sich auf die jeweilige Situation einstellen zu können und gerade so viel Verteidigung anzuwenden, wie notwendig ist.

Wem nutzt es, jemanden zusammenschlagen zu können, wenn Selbstbeherrschung, Konzentration und Mitgefühl fehlen?

Weiteres

Hier habe ich schon mal etwas ausführlicher über Aikido geschrieben - vielleicht interessieren dich meine Ausführungen ja:

https://www.gutefrage.net/frage/welche-kampfsportart-gefaellt-euch-und-warum-welche-macht-ihr?foundIn=list-answers-by-user#answer-202694589

Da sind auch Videos zur Pädagogik und den Techniken enthalten.

Nach so viel positiven Worten über diese japanische Kampfkunst hat sich möglicherweise bereits folgende Frage eingestellt:

Ist Aikido wirklich der beste Stil?

Ganz sicher nicht - denn so etwas wie "den besten Stil" für alle Menschen gibt es nicht. Jeder Mensch hat eine andere Persönlichkeit.

Karate hat mich beispielsweise aufgrund seiner Klarheit, Disziplin und Tradition angesprochen - das Training war mir aber körperlich zu hart.

Das bedeutet nicht, dass Karate schlecht ist - es gibt viele Menschen die sich durch Karate wunderbar entwickelt haben und großartige Vorbilder sind.

Aber jeder hat eben andere Neigungen und Schwerpunkte.

Mir selbst lag zB schon als Kind nichts am Raufen und Wettkämpfe fand ich eh immer doof, also war Judo für mich keine Option.

Jemand anderes wächst aber womöglich genau an diesen sportlichen Herausforderungen der Wettkämpfe und wird ebenfalls ein toller Mensch.

Judo wurde von Jigoro Kano ja sogar als pädagogische Leibeserziehung konzipiert, da ist es kein Wunder, dass es viele anspricht.

Einen guten, qualifizierten Lehrer vorausgesetzt haben alle Disziplinen pädagogische Qualitäten, sofern sie den Schüler ansprechen.

Deshalb ist der beste Rat, den man dir geben kann meiner Meinung nach nicht, einen Stil als ultimativ anzupreisen - sondern zum ausprobieren zu ermuntern.

Besuche mit deinem Sohn verschiedene Vereine, lass ihn an den Probetrainings teilnehmen und schaue, was ihm gut gefällt.

Lass ihn ruhig auch Sachen ausprobieren, bei denen du vielleicht denkst "das schafft der nie", etwa weil es zu akrobatisch aussieht.

Nur wenn er wirklich Freude am Training hat, bleibt er lange genug dabei, um sowohl technisch, als auch in seiner Persönlichkeitsentwicklung davon profitieren zu können.

Letztlich ist es egal ob er beispielsweise Aikido, Judo, oder Karate trainiert - die Effektivität und das innere Wachstum kommen mit der Erfahrung.

Viel Spaß beim Training. :-)

Hallo Stoffi,

nur mal als kleiner Hinweis: Es gibt einen Unterschied zwischen Kampfsport und Selbstverteidigung. Evtl. hilft dir dies bei der Wahl.

Kampssportarten sind jene, die Wettbewerbsorientiert sind. Hier gibt es Regeln und Verbote (schlagzonen etc. z.b. Tiefschlag beim Boxen)

Selbstverteidigung ist, meist aus einer Mischung aus Kampfkunstarten, die praktische Anwendung. Hier geht es tatsächlich um das körperliche Verteidigen. Für das reine Selbstbewusstsein hilft dies vermutlich mehr.

Sportlich betrachtet gibt es hier allerdings keinen Grundlegenden unterschied. Hier unterscheiden sich dann nur die verschiedenen Verteidiguns- oder Sportarten untereinander.

Persönlich kann ich Win Tsun empfehlen, eine Kung Fu art, selbtverteidigung, die keine allzugrosse Körperkraft erfordert und somit auch Kindern praktische Anwendung bietet, und sicherlich das Selbstbewusstsein stärkt.

Aber, wie bereits erwähnt: Für Kinder ist sicherlich die Gruppe und/oder Trainer als solches interessanter als die Verteidigungs / Sportart.

Hier bist du sicher am besten beraten Lokal zu schauen, was in deiner Nähe angeboten wird, persöhnlich vorbeizuschauen und die Leute dort kennenzulernen.

Wie alt ist dein Sohn denn?

Ist ein Unterschied, ob er fünf oder fünfzehn  ist!

Grundsätzlich gilt für Kinder, dass sie in einen Sportverein sollten, in dem es spezielles Kindertraining gibt, das von ausgebildeten Jugendtrainern geleitet wird. Also Trainer mit Trainerlizenz, und zwar nicht von irgendwelchen unbekannten "Hitzlifitzli-World-Federations", sondern ganz offiziell von dem Deutschen Olympischen Sportbund angeschlossenen Dachverbänden und angeschlossenen Trainerausbildungsstätten.

Denn dann hast du die Sicherheit, dass dein Kind von einem seriös ausgebildeten Trainer betreut wird und dass kindgerechtes Training stattfindet.

Das muss nicht bedeuten, dass alle anderen Trainer schlecht wären. Aber - wenn es ein offizieller einem offiziellen seriösen Dachverband angeschlossener Verein mit offiziell anerkannten Fachtrainern ist, dann weißt du halt, dass das Ganze seriös ist.

Und dann ist es wiederum ziemlich egal, was für ein Kampfsport oder was für eine Kampfkunst das ist.

Abraten würde ich von gewerblichen Schulen. Abraten würde ich von allem, was kaum bekannt ist. Raten würde ich zu einem ganz normalen Sportverein. Geeignete Sportarten wären etwa Judo, Karate, Aikido, TaeKwonDo.

Schau halt mal, was bei dir am Ort angeboten wird und dann lass deinen Sohn jeweils überall mal probeweise ein Training mitmachen. Dabei kannst du dir ja ein Bild davon machen, wie es dort beim Training zugeht und wo du deinen Sohn dann anmelden möchtest.

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